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	<title>Sonstiger Fallbericht</title>
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		<title>Die Tanzwut von Straßburg (1518)</title>
		<link>https://para-wiki.de/tanzwut-von-strassburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 19:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiger Fallbericht]]></category>
		<category><![CDATA[straßburg]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung</a><br /><a href="#wasistbekannt">2. Was ist über den Fall bekannt?</a><br /><a href="#geschichtetanzwut">3. Die Geschichte der Tanzwut</a><br /><a href="#theorien">4. Theorien</a><br /><a href="#quellen">5. Quellen</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Im Sommer 1518 geschah im französischen Straßburg Unheimliches: Mehrere hundert Menschen begannen, wie von Sinnen und ohne Pause zu tanzen – ohne Grund, bis Ende August desselben Jahres. Der Rat der Stadt stand dem Phänomen hilflos gegenüber; nichts konnte die Menschen stoppen. Sogar Todesfälle sollen eingetreten sein. Der St. Veitstanz traf wohl um die 15 Menschen am Tag. Sie tanzten teilweise „dem Tode nah“ bis zur völligen Erschöpfung, mehrere Wochen lang.</p>
<p style="text-align: justify;">War es kollektiver Horrortrip? Eine Massentrance? Besessenheit? Oder göttliche Bestrafung? Oder ist das Ganze nie passiert und diente der Kirche als Legende zur Abschreckung?</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Was ist über den Fall bekannt?</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Im Stadtarchiv Straßburg gibt es ein Manuskript, das die Tanzwut 1518 festgehalten hat – sie ist also kein Mythos. Die Akte berichtet von „Menschen, die den ganzen Sommer lang tanzten“. Todesfälle sind allerdings keine festgehalten. Demnach fing eine Frau am 15. Juli an, sechs Tage lang ununterbrochen zu tanzen. Sie soll hunderte Menschen „angesteckt“ haben. </p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hintergrund: Mittelalterliche Tänze</em><br />Gesellschaftstänze im Mittelalter waren immer Reigentänze. Sie stellten einen extrem wichtigen sozialen Faktor dar und wurden von der Kirche deshalb durchaus als Bedrohung und Provokation empfunden.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Die Geschichte der Tanzwut</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Bereits 1017 gab es in Kösigk, Sachsen, einen ähnlichen Fall: Damals feierten Bauern am Heiligen Abend nach der Messe auf dem Friedhof, der damals eine grabsteinlose Fläche war, auf der eben auch gerne getanzt wurde („Gottesacker“). Der Priester der Gemeinde fühlte sich provoziert und verfluchte die Menge dazu, nun ein Jahr lang ohne Unterlass tanzen und singen zu müssen. Ein Jahr lang aßen, tranken und schliefen die Betroffenen nicht. Als Legende verbreitete sich diese Erzählung in ganz Europa und wurde von den Kirchen als mahnendes Beispiel aufgeführt.</p>
<p style="text-align: justify;">1237, Maastricht: Hunderte Menschen bringen durch Stampfen und Sprünge eine Brücke zum Einsturz.</p>
<p style="text-align: justify;">1374: Horden entfesselter Tänzer ziehen durch Dörfer und Städte entlang des Rheins.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann, 1518, Straßburg. Insgesamt gibt es mehr als 80 derartige Ausbrüche. In Straßburg wird der heilige Veit besonders verehrt. Dieser Heilige heilt Epilepsie und Tollwut, bestraft Ungläubige jedoch mit… Tanzwut. Die Stadt ist damals in einer prekären Lage; in einigen Vierteln ist die Pest wieder ausgebrochen.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Theorien</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Sebastian Brandt, einer der berühmtesten Denker seiner Zeit, glaubt an ein medizinisches Problem: Fieber, eine natürliche Krankheit also.</p>
<p style="text-align: justify;">10 Jahre später befragt der berühmte Mediziner Paracelsus Augenzeugen. Er bezeichnet die Tanzwut als „Choreomanie“ und erfindet für die Frau, mit der angeblich alles begann, einen Namen: Frau Troffea. Die Geschichte dazu lautet, dass diese Frau ihren Mann ärgern wollte, der tanzen verabscheute.</p>
<p style="text-align: justify;">Paracelsus war der Ansicht, dass eingebildete Krankheiten zu echten werden konnten – und damit für andere Menschen ansteckend waren, eine Art interstellarer mikrokosmischer Einfluss zwischen Körpern.</p>
<p style="text-align: justify;">20 Jahre nach dem Vorfall schrieb Daniel Specklin als erster, dass die Tanzwut Todesopfer gefordert hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">J.F.C. Hecker, ein deutscher Medizinhistoriker, beschäftigte sich mit Epidemien im Mittelalter und schrieb ein Buch: <em>Die Tanzwut. Eine Volkskrankheit im Mittelalter</em>. Damalige Augenzeugen berichteten, dass einzig der Austausch von Blicken zur „Kontamination“ gereicht hätte. Hecker diagnostizierte folgerichtig eine <em>kollektive Psychose</em>, die vor allem unsichere und leichtgläubige Menschen treffen konnte – nach damaliger Auffassung also Bedürftige und Frauen. Hecker entdeckte Ähnlichkeiten mit dem „Tarantella“, einem ursprünglich süditalienischen schnellen Tanz, der seinen Ursprung bereits vor 500 Jahren hatte. Die Verwandtschaft zur Spinne Tarantula ist nicht zufällig. Von Spinnenbissen betroffene Menschen sollten das Gift „aus dem Körper schwitzen durch Tanzen“. Der Tarantella wurde erst nach der Tanzwut von Straßburg erstmals schriftlich erwähnt. Dass mehrere hundert Menschen durch eine Wolfsspinne gebissen werden, erscheint zudem etwas unwahrscheinlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Jean-Marie Charkot, ein Pionier der Neurologie, erforschte u.a. die Hysterie und hielt das Ganze für ein hysterisch-epileptisches Symptom. Mit den Symptomen einer Epilepsie hatten aber die beschriebenen Vorfälle nichts gemeinsam.</p>
<p style="text-align: justify;">In den 1950er Jahren tauchten neue Theorien auf: Substanzen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Pont-St.-Esprit (Normandie) verfallen 1951 Dutzende Einwohner in einen unerklärlichen Wahnzustand, der von Halluzinationen und unkontrollierten Zuckungen begleitet wird. Einige sterben sogar. Das sog. Antoniusfeuer gab es tatsächlich auch schon im Mittelalter: Gemeint ist damit das Mutterkorn, ein Pilz, der parasitär auf Roggen und anderen Getreidearten wächst und alkaloide Substanzen enthält. Diese sorgen für Krämpfe, optische und akustische Halluzinationen und unkoordinierte Bewegungen. Im Mittelalter führte das Mutterkorn zu schlimmen Vergiftungen (Ergotismus).</p>
<p style="text-align: justify;">1952 wurde nun eine vermeintliche Verbindung hergestellt zwischen der Choreomanie und Ergotismus. Allerdings haben auch diese Symptome mit denen, die 1518 in Straßburg beschrieben wurde, nichts zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;">Nächste mögliche Theorie: Trance. Neurowissenschaftlich ist längst erwiesen, dass es diesen dennoch außergewöhnlichen Zustand gibt. Ungeahnte Kräfte werden freigelegt, Halluzinationen treten auf, der Körper vollführt automatische Bewegungen. Eine kollektive Trance also? Die 1. Rave-Party der Geschichte?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kirche sah das Ganze pragmatischer: Besessenheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Magistrat der Stadt Straßburg ist bis zum Schluss hilflos. Zuerst erlaubt er den Einsatz von Musik, spielt mit der Möglichkeit, dass die Tanzenden irgendwann erschöpft aufgeben. Als dies nicht eintrifft, verbietet er die Musik und den öffentlichen Tanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Der <em>National Geographic </em>(2025) berichtet, dass man mit den Betroffenen schließlich nach Saverne gepilgert sei. Nach einer Messe in speziellen Schuhen waren die Menschen geheilt – dies schrieb Daniel Specklin, der ja aber auch als einziger von Todesopfern berichtet hatte.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Quellen</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Youtube.com (2026): Die Tanzwut von Straßburg 1518. Online verfügbar unter: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8Amxahv0Y5s">https://www.youtube.com/watch?v=8Amxahv0Y5s</a>. Zuletzt geprüft am 23.03.2026.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Germerott, Lisa (2025): Tanzen bis zu Tod: Die Straßburger Tanzwut von 1518. Online verfügbar unter: <a href="https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2025/03/tanzen-bis-zum-tod-die-strassburger-tanzwut-von-1518/">https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2025/03/tanzen-bis-zum-tod-die-strassburger-tanzwut-von-1518/</a>. Zuletzt geprüft am 23.03.2026.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wikipedia (2026): Tanzwut. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzwut">https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzwut</a>. Zuletzt geprüft am 23.03.2026.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wikipedia (2026): Tarantella. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tarantella">https://de.wikipedia.org/wiki/Tarantella</a>. Zuletzt geprüft am 23.03.2026.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wikipedia (2025): Straßburger Tanzwut. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fburger_Tanzwut">https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fburger_Tanzwut</a>. Zuletzt geprüft am 23.03.2026.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 23.03.2026 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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		<title>Untersuchung münzenbasierter Apporte: Eine methodologische Annäherung an nicht-mediumistische wiederkehrende physikalische Anomalien</title>
		<link>https://para-wiki.de/munzenbasierter-apporte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiger Fallbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Münzapport]]></category>
		<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung</a><br /><a href="#involviertepersonen">2. Die involvierten Personen und ihr Umfeld</a><br /><a href="#phaenomene">3. Die Phänomene</a><br /><a href="#herangehensweise">4. Methodologische Herangehensweise</a><br /><a href="#muenzen">5. Die Münzen</a><br /><a href="#dokumentierteapporte">6. Dokumentierte Apporte unter Kameraüberwachung</a><br /><a href="#phaseeins">7. Schwierigkeiten in Phase 1</a><br /><a href="#phasezwei">8. Phase 2</a><br /><a href="#fazit">9. Fazit</a><br /><a href="#verzeichnis">10. Verzeichnis der Abbildungen im Journal</a><br /><a href="#quellen">11. Quellen</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die nachfolgende, hier stark gekürzte Studie aus dem <em>Journal of the Society of Psychical Research </em>präsentiert die detaillierte Untersuchung wiederkehrender münzenbasierter Phänomene, die spontan um ein Pärchen aufgetreten sind, das in der Nähe von Mexico City lebt, HM und LS. Neben den Münzen waren gelegentlich andere kleine Objekte involviert, die sowohl im Haus des Paares als auch an öffentlichen Orten anscheinend spontan erschienen. Unter Anwendung eines kooperativen Untersuchungsgruppenparadigmas wurde eine systematische Überwachung und Dokumentation durch hochauflösende Überwachungskameras durchgeführt, dazu numismatische Analyse (= wissenschaftliche Untersuchung von Münzen, Medaillen und anderen Geldbildern, um historische, wirtschaftliche und monetäre Informationen zu gewinnen), unstrukturierte Interviews (= frei geführte Gespräche zwischen einem Forscher und Teilnehmer ohne vorgegebene Fragen) sowie einer klinischen Untersuchung von HM.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Juni 2021 und Juli 2022 wurden 42 Apporte dokumentiert; einige davon wurden bildlich aufgezeichnet und entziehen sich konventionellen Erklärungen. Die klinischen Analysen von HM zeigten normale neurologische Funktionen und kognitive Profile, obwohl auch eine Historie an depressiven Episoden und eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung auftauchten. Die apportierten Münzen erschienen häufig wie neu, bestanden in seltenen Fällen aber auch aus seltenen Gedenkmünzen, was eine potenzielle Verbindung zu HMs Kindheit zulässt, in der er Münzen sammelte, sowie zu einer inzwischen der Vergangenheit angehörenden Phase finanzieller Schwierigkeiten. </p>
<p style="text-align: justify;">Trotz technischer Herausforderungen, einschließlich intermittierenden Kameraausfällen und Datenschutzaspekten, sprechen sich die gesammelten Beweise deutlich gegen möglichen Betrug aus. Die Ergebnisse heben mögliche unbewusste psychokinetische Einflüsse hervor, die mit emotionalen und psychologischen Zuständen assoziiert werden können; möglicherweise spielte HMs kürzliches neurologisches Trauma eine Rolle.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="involviertepersonen" class="et_pb_row et_pb_row_9">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Die involvierten Personen und ihr Umfeld</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_6 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">HM wird als verheirateter Mann Ende Fünfzig beschrieben, seine Frau LS als 46-jährige Business Administratorin. Seit Oktober 2018 war es immer wieder zu unerklärlichen Objekterscheinungen gekommen – meistens Münzen. Der Lebensstil des Paares könnte als wohlhabend, aber nicht protzig beschrieben werden und sie waren nicht daran interessiert, für die beschriebenen Ereignisse finanzielle oder öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Der überwiegende Teil der Phänomene fand in der früheren Residenz in den Außenbezirken von Mexico City statt, wo sie drei Jahre lang (2019 bis Juli 2022) lebten. 2012 wurde bei HM nach einer Bewusstlosigkeit mit folgendem Sturz eine Schädigung des Frontal- und Temporallappens diagnostiziert, die zu einer wirtschaftlichen Krise und Depressionen führte. Kurz bevor HM und LS als Paar zusammenkamen, kam es bereits zu einem ersten Apport einer Münze in HMs damaligem Apartment. Die Phänomene traten dann regelmäßiger im früheren Haus des Paares auf (vor 2019); sie dauern bis heute an.</p>
<p style="text-align: justify;">HM wollte von Anfang an so viel wie möglich über die Natur dieser merkwürdigen Phänomene, die in seiner Gegenwart auftraten, erfahren. Deshalb belegte er unterschiedliche Parapsychologie-verwandte Kurse an angesehenen Instituten wie dem Koestler Parapsychology Unit in Edinburgh und dem Rhine Research Center in North Carolina. Durch dessen Direktor, John Kruth, wurden Ramsés und seine Kollegen im Oktober 2020 informiert und begannen die Zusammenarbeit mit dem Paar.</p>
<p style="text-align: justify;">LS ist wie ihr Ehemann Business Administrator und wurde in Brasilien geboren. Im Gegensatz zu HM stand sie der Untersuchung und damit verbundenen Überwachung ihres gemeinsamen Hauses kritisch gegenüber und gab sich anfangs verschlossen. Sie hatte seit ihrer Kindheit mediumistische Erfahrungen (Stimmenhören von Verstorbenen). Einmal war sie während eines Yoruba-basierten religiösen Rituals anwesend gewesen, versicherte aber glaubhaft, dass sie nur zugeschaut hatte. Die Yoruba-Religion ist eine traditionelle westafrikanische Religion mit über 400 Gottheiten (<em>Orishas</em>), die über das heutige Nigeria, Benin und Togo verbreitet ist. Sie ist bekannt für ihre komplexe Mythologie, Ahnenverehrung und die Praktiken der Musiker und Tänzer, die als Vermittler zur spirituellen Welt dienen.</p>
<p style="text-align: justify;">LS besitzt auch eine Beschützerpuppe namens Danta, die über einen Meter groß ist, gefüllt mit ihren Fingernägeln, Haaren und der goldenen Halskette ihrer Mutter, die zu Schutzzwecken in Schlangenblut gebadet worden war. Danta stammt aus Brasilien und war 2010 ein Geschenk an LS. Sie steht im Schlafzimmer.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="phaenomene" class="et_pb_row et_pb_row_10">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Die Phänomene</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_7 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Kurz nach seiner Rückkehr aus China (dort hatte er TCM studiert) Ende 2018 saß HM in seinem damaligen Apartment und hörte ein Geräusch, das sich anhörte, als sei eine Münze mit Gewalt auf den Boden geworfen worden. Er ging nachsehen und fand zu Füßen der Treppe nahe dem Wohnzimmer eine Münze. Bereits während seiner Reisen nach Indien und China war es zu unerklärlichen Ereignissen dieser Art gekommen, doch erst jetzt nahm HM diese nicht mehr als Zufall wahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Wochen später beobachteten HM und ein Freund in einem Coffee Shop, wie in ihrer Nähe eine Münze zu Boden fällt. Laut HM werden die Münzen nicht einfach gefunden, sondern fallen aus variierender Höhe, manchmal mit genug Wucht, um kleinere Verletzungen zu verursachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben Münzen tauchten auch Pflanzenteile, billige Schmuckstücke, Früchte oder Banknoten plötzlich auf. Einer der ersten Apporte bestand aus einem Bündel kleiner Notizblätter mit Text darauf, die sich auf den Treppen verteilten. Der Text ergab für ihn oder LS keinen Sinn.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Apport von Pflanzenteilen war ebenfalls kurz nach HMs Rückkehr aus Indien erstmals aufgetreten. Manchmal lagen Blätter auf den Treppenstufen in seinem Apartment. Als er eine Knieverletzung erlitten hatte, bedeckte er das betroffene Bein mit einem aufgerollten Handtuch und als er es entfernte, fielen rote Rosenblätter daraus. Am 14. Februar 2021 hatten HM und LS das Begräbnis eines an Covid-19 verstorbenen Freundes besucht. Als sie wiederkamen, fanden sie erneut einige Blätter und eine komplette Blume auf LSs Bettseite. </p>
<p style="text-align: justify;">Blumen und Münzen erschienen zu etlichen Gelegenheiten, teilweise fast zeitgleich. Um 9. Juni 2020 erschien um 14:59 Uhr eine Münze und um 22:01 Pflanzenfragmente. Am 18. Juni erschien die Münze um 20:58 Uhr und weiße Pflanzenteile folgten um 20:59 Uhr. Einmal hörte HM die Stimme einer Frau aus dem Erdgeschoss, die deutlich „komm schon, komm schon“ sagte. Er ignorierte das und schloss sich mit seiner Frau im Schlafzimmer ein. Ein paar Augenblicke danach hörten sie merkwürdige Geräusche und als sie die Tür öffneten, lagen dort eine weiße Rose und eine Banknote, die brandneu aussah. HM steckte die Banknote in seine Bibel; als er ungefähr eine halbe Stunde später danach sehen wollte, konnte er sie nicht mehr finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein interessanter Asport (= Verschwinden eines Gegenstandes, im Gegensatz zu Apport/Erscheinen eines Gegenstands) fand ein paar Tage nach dem Tod von HMs Mutter am 3. Juli 2020 statt. Obwohl HM nichts gehört hatte, fand er eine Münze und einige violette Blüten um seinen Computer herum verstreut. HM glaubte an eine Nachricht seiner verstorbenen Mutter und legte die Sachen an einen besonderen, sicheren Ort (nicht zu den übrigen Münzen, die über die Jahre erschienen waren). Im Januar 2021 wollte er nochmals danach sehen, doch sie waren verschwunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Orte, an denen Münzen auftauchten, scheinen nicht zufällig gewählt zu sein. Von 42 Apporten, die zwischen dem 30. Juni 2021 und dem 10. Juni 2022 überwacht wurden, erschienen 17 Münzen (40%) im Schlafzimmer des Paares, gefolgt von 11 (26%) auf der Treppe und sieben (17%), die im TV-Zimmer aufgefunden wurden. In mehr als der Hälfte dieser Fälle (22 von 42) war HM im selben Zimmer, in dem die Münze fiel.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gab auch eine Art Signal, dass etwas passieren würde oder passiert war: Ein bestimmter Geruch, der HM und LS an den Dschungel oder nasse Erde erinnerte. LS verspürte eine plötzliche, vorübergehende Bauchsteifigkeit. HM hingegen fühlte sich kurz bevor ein Objekt fiel, „als würde ich plötzlich einen leeren Raum betreten, wie eine Art Blase, in der jedes Geräusch verschwindet. Dieses unheimliche Gefühl endet, wenn etwas gefallen ist und wird manchmal von Kälteschauern begleitet“. Dieser plötzliche Wechsel im Bewusstseinsstatus ist sehr ähnlich mit den Berichten von etlichen anderen Menschen, die vor dem Auftreten paranormaler Phänomene Ähnliches erlebt haben und wird als „Oz Faktor“ bezeichnet. Der Begriff wurde von der UFO-Forscherin Jenny Randles geprägt und beschreibt das Durchleben einer seltsam veränderten Version der Realität.</p>
<p style="text-align: justify;">HM stellte auch einen Bezug zu seinem emotionalen Befinden her, doch traf dies nur für Momente zu, in denen er sehr aufgebracht war. Im Gegensatz dazu berichtete Tina Resch, dass die Phänomene nur stattfanden, wenn sie entspannt sein konnte (<em>Roll, 2004</em>). Ein Vergleich der emotionalen Zustände mit den Apporten zeigte dann allerdings folgende Gefühlszustände:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Entspannt (44%)</li>
<li>Ängstlich (33%)</li>
<li>Angespannt (17%)</li>
<li>Konzentriert (6%)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Für den Moment lassen die verfügbaren Daten also keinen Schluss zu, dass Stimmung und Manifestation von Apporten unmittelbar zusammenhängen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="herangehensweise" class="et_pb_row et_pb_row_11">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_12  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Methodologische Herangehensweise</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_8 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Etliche quantitative und qualitative Messungen wurden vorgenommen, darunter:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Video mit Sound von sechs HD-Überwachungskameras, alle mit 15 Meter Infrarotreichweite. Jede Kamera hatte eine 32 GB SD-Memory Karte und war an HMs WIFI-Modem angeschlossen, was den Upload in eine Cloud ermöglichte, auf die nur das Forscherteam Zugriff hatte. So konnten bis zu 10 Tage ohne Unterbrechung mit jeder Kamera aufgezeichnet werden.</li>
<li>Videoanalyse von durch HM und LS bereitgestelltem Material, das 30 Minuten vor und 15 Minuten nach jedem Apportevent beinhaltete.</li>
<li>Eine numismatische Analyse jeder der apportierten Münzen.</li>
<li>Etliche unstrukturierte Interviews mit dem Paar und mit einigen Verwandten sowie aktuellen und früheren Arbeitskollegen.</li>
<li>Neurologische, psychologische und klinische Studien von HM, da er vom Forscherteam zu Beginn der Untersuchungen als alleinige Fokusperson angesehen wurde.</li>
<li>Detaillierte Dokumentation im Rahmen der Gegebenheiten, einschließlich Foto des jeweiligen Objektes, Datum, Uhrzeit, Ort, Stimmung von HM und/oder LS und subjektive Wahrnehmung des Erlebten.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Kameras wurden, um die Möglichkeit einer Aufnahme zu maximieren, an den bekannten „Hotspots“ aufgestellt. Ab dem 12. Juni 2021 bis Juli 2022 funktionierten sie technisch korrekt; allerdings stoppten einige zwischendurch einfach die Aufnahme oder speicherten sie nicht. Im September 2021 wurde außerdem die Kamera im sehr aktiven Schlafzimmer aus privaten Gründen ausgestöpselt. Eine Abbildung im <em>Journal</em> zeigt die einzelnen Räume des Hauses mit Standort und Reichweite der Kameras. In einer ebenfalls dort abgebildeten Tabelle sind die Apporte dokumentiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Mai und Juni 2021 wurde HM in einem der besten Krankenhäuser von Mexico City verschiedentlich klinisch untersucht. Ein EEG, MRT und die Blutuntersuchung waren unauffällig. 14 psychische Tests verliefen ebenfalls ohne Auffälligkeiten.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="muenzen" class="et_pb_row et_pb_row_12">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Die Münzen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_9 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die Mehrheit der apportierten Objekte waren gut erhaltene Münzen (Abbildungen im <em>Journal</em>). Die meisten stammten aus Mexico, doch waren auch zwei indischen Rupien, zwei kolumbische Pesos, zwei tschechische Kronen und vier Euros darunter, sowie eine Medaille von Papst Franziskus. Vor dem Treffen mit dem Forscherteam waren bereits 61 Münzen apportiert worden, weitere 42 Apporte fanden während der Kameraüberwachung statt. Für die Forscher war es besonders überraschend, dass die meisten dieser Münzen brandneu aussahen. Viele waren Sonderprägungen, einige Prägedaten hatten eine besondere Bedeutung für HM.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="dokumentierteapporte" class="et_pb_row et_pb_row_13">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Dokumentierte Apporte unter Kameraüberwachung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_10 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Von den 42 Apporten wurde nur ein Viertel aufgezeichnet und auch da können rationale Erklärungen nicht immer ausgeschlossen werden. Es wurden auch ein paar andere anomale Phänomene auf Kamera festgehalten, die bedauerlicherweise im Bericht nicht weiter erwähnt werden. Als die wichtigsten Aufnahmen gelten:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>In drei Fällen fanden die Apporte zwar knapp außerhalb der Aufnahmerange statt, doch ist zu hören, wie die Münzen fallen.</li>
<li>Vier Aufnahmen zeigen, wie die Münzen vor der Kamera erscheinen, doch konnte ihre Herkunft nicht abschließend geklärt werden.</li>
<li>Auf zwei Videos ist der Prozess des Apports in Echtzeit zu sehen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Da der erste Punkt letztlich nicht vollständig ausschließen kann, dass eine anwesende Person die Münzen fallengelassen hat, beschränkt sich Ramsés auf die beiden letztgenannten Videos. Diese Aufzeichnungen sind auf Youtube verfügbar. UPIDE CISC, 2021a zeigt einen Vorfall vom 21. September 2021, rund drei Monate nachdem die Kameras installiert wurden. Nur HM und LS waren im Haus. Sie befanden sich im zweiten Stock, HM im TV-Zimmer und LS im Schlafzimmer. Die Münze manifestiert sich unten an der Treppe, die in den zweiten Stock führt. Eine glänzende 10-Peso-Münze erscheint aus dem Nichts in freiem Fall, aus nicht allzu großer Höhe. Nach der Analyse des Videos konnte kein Betrug festgestellt werden. Besonders auffällig: Das Geräusch der aufschlagenden Münze ist schon 1,5 Sekunden vor deren Erscheinen zu hören.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 22. Oktober 2021 waren wiederum nur HM und LS im Haus; HM im Badezimmer, LS wieder im Schlafzimmer. Eine 5-Cent-Euromünze erscheint am Eingang in das Fernsehzimmer bei der geöffneten Tür. UPIDE CISC 2021b zeichnet dazu das Fallgeräusch 1,7 Sekunden vor dem einsetzenden Apport auf. HMs Chihuahua ist direkt auf dem Flur beim Fernsehzimmer zu sehen, dort, wo die Münze eine Sekunde später erscheint. Als der Hund sie sieht, rennt er davon. </p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="phaseeins" class="et_pb_row et_pb_row_14">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_15  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. Schwierigkeiten in Phase 1</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_11 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Ab Oktober 2021 kam es ständig zu Verbindungsproblemen mit den Kameras. Diese traten auch auf, wenn das Paar nicht zuhause war. Etliche Aufnahmen wurden analysiert und eine menschliche oder tierische Beteiligung kann vollständig ausgeschlossen werden. Einmal sprach einer der Forscher mit HM am Telefon, während er sich den Livestream ansah. Dort ist zu sehen, wie HM die Kameras im ersten Stock wieder anschließt. Als er dann in die Küche geht, bricht die Verbindung wieder ab. Außerdem verschwanden einige Speicherkarten, was schließlich zur Cloud-Speicherung führte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="phasezwei" class="et_pb_row et_pb_row_15">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Phase 2</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_12 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_32  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Es wurden drei verschiedene Medien konsultiert, die jeweils online mit HM und LS sowie den Forschern kommunizierten. Alle drei waren sich unabhängig voneinander einig, dass ein nicht-menschliches Bewusstsein mit den Phänomenen zu tun hatte; zwei der Medien sahen zudem böse Absichten darin. Zwei Medien vertraten die Ansicht, dass HM und LS zumindest Co-Helfer der Aktivitäten waren. HM und LS lehnten eine zweite Konsultation ab und wollten auch nicht, dass eines der Medien sie persönlich besuchte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fazit" class="et_pb_row et_pb_row_16">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_17  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>9. Fazit</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_13 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die beteiligten Forscher gehen davon aus, dass die Phänomene echt waren. Zum einen waren sie vom seriösen Rhine Institute auf den Fall aufmerksam gemacht worden. Dann waren HM und LS überhaupt nicht daran interessiert, irgendeine Art Benefit aus dem Fall zu ziehen. Vielmehr waren sie äußerst zurückhaltend und sprachen auch außerhalb des Hauses nicht über die Vorfälle. Und dann sind da natürlich noch die Kameraaufzeichnungen. In die Cloud hatten ausschließlich die Forscher Zugriff. Falls sich andere Personen im Haus befanden, wurde dies immer korrekt von HM angegeben.</p>
<p>Links zu den Videos:<br /><a href="https://www.youtube.com/watch?v=bdIjzUF6nXQ">UPIDE &#8211; Aportes 19-Sep-21</a><br /><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AWadO_amPZc">UPIDE &#8211; Aportes 22-Oct-21</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="verzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_17">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>10. Verzeichnis der Abbildungen im Journal</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_14 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Seite 198: Chronologische Timeline wichtiger Schlüsselevents (2012 – 2024).</p>
<p>Seite 200: Schutzpuppe Danta.</p>
<p>Seiten 204/205: Details der Apporte während der Kameraüberwachungsphase.</p>
<p>Seite 206: Grundriss des Hauses und Kamerapositionen mit Überwachungsradius.</p>
<p>Seite 209: Münzenherkunftsländer und Abbildungen einiger apportierter Münzen.</p>
<p>Seite 211: Grundriss des Hauses, Kamerapositionen und Erscheinungsort der zwei aufgezeichneten Apporte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_18">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_19  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>11. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_15 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>D&#8217;Leon, Ramsés; Silva, Alfredo; Àlvarez, Alex A. (2025): Investigating Coin-Based Apports: A Methodological Approach to Non-mediumistic Recurrent Physical Anomalies. In: Journal of the Society for Psychical Research. 84 (4), Issue 961. Seiten 193 &#8211; 224. Online verfügbar unter: <a href="https://jspr.spr.ac.uk/index.php/jspr/article/view/33/44">https://jspr.spr.ac.uk/index.php/jspr/article/view/33/44</a>. Zuletzt geprüft 08.01.2026.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Roll, Wiliam; Storey, Valerie (2004): Unleashed. Of Poltergeists and Murder: The Curious Story of Tina Resch. o.O.: Paraview Pocket Books.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_19">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_20  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 08.01.2026 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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			</div>
				
				
			</div>
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					<wfw:commentRss>https://para-wiki.de/munzenbasierter-apporte/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Reinkarnation &#8211; Der Fall Jasper</title>
		<link>https://para-wiki.de/reinkarnation-der-fall-jasper/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 20:22:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiger Fallbericht]]></category>
		<category><![CDATA[2. Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Jasper]]></category>
		<category><![CDATA[Reinkarnation]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedergeburt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1955</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_20">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#zusammenfassung">1. Zusammenfassung</a><br /><a href="#forschung">2. Forschung (Überblick)</a><br /><a href="#derfall">3. Der Fall</a><br /><a href="#bewertung">4. Bewertung</a><br /><a href="#überpruefungvonunstimmigkeiten">5. Überprüfung von Unstimmigkeiten</a><br /><a href="#quellen">6. Quellen</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="zusammenfassung" class="et_pb_row et_pb_row_21">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_22  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_16 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Ein Junge, der im Jahr 2022 fünf Jahre alt war, machte im Alter von drei Jahren 15 Aussagen über sein angebliches früheres Leben als Jude unter Hitlers Herrschaft. Dabei erinnerte er sich z.B. daran, welche Methode zur Vermeidung von Geräuschen er sich für den Toilettengang angewöhnt hatte, um zu verhindern, dass die Nazis ihn in seinem Versteck entdeckten.</p>
<p style="text-align: justify;">Acht weitere Aussagen betreffen Einzelheiten zum Verbleib zwischen Leben und Wiedergeburt. Zum Beispiel behauptete der Junge, er habe sich seine Mutter vor seiner Geburt ausgesucht. Er gab auch an, dass jemand zur Erfüllung bestimmter Aufgaben reinkarniert wird, sogar wenn diese Aufgaben die Gemeinschaft betreffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Berichte dieser Art von Kleinkindern sind bisher extrem selten, weshalb der Bericht hier dokumentiert wird, obwohl eine faktische Überprüfung nicht möglich ist. Es wird allerdings dargelegt, dass es in der Berichterstattung des Dreijährigen keine Widersprüche gibt und dass seine Aussagen zur Transzendenz anderer Kinder und Erwachsener mit spontaner Erinnerung an frühere Leben widerspiegeln und auch Berichten ähneln, die von Menschen mit Nahtoderfahrung oder denen angeblicher Verstorbener gegenüber Medien wiedergegeben worden sind.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="forschung" class="et_pb_row et_pb_row_22">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_23  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Forschung (Überblick)</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_17 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Professor Jan Stevenson begann in den 1960er Jahren mi der Aufzeichnung von Fällen mit kleinen Kindern, die sich spontan an ihre früheren Leben erinnerten. Er sammelte bis ca. 2006 rund 2.500 Fälle aus aller Welt und bezeichnete sie als „cases of the reincarnation type“ = Cort. Nur sechs dieser Fälle stammen von deutschen Kindern. Dieter Hassler kennt nur zwei weitere veröffentlichte Fälle, in denen sich ein Kleinkind an den Holocaust erinnert; keiner davon stammt aus Deutschland. Gemessen an den 2.500 Fällen gibt es insgesamt nur 136 Beispiele, in denen wie im hier vorliegenden Fall ebenfalls von einem Zwischendasein und Wiedergeburt berichtet wird.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="derfall" class="et_pb_row et_pb_row_23">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_24  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Der Fall</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_18 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Jasper, geboren am 2. März 2017, ist der zweite Sohn von Frau Steiger (geb. am 9. März 1985). Die Familie wohnt in Schleswig-Holstein. Jasper hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester. Frau Steiger studiert aktuell auf Lehramt. Sie ist konfirmierte Protestantin, hat aber keine Verbindung zur Kirche. Es gibt keine jüdischen Vorfahren in der Familie.</p>
<p style="text-align: justify;">Frau Steiger wandte sich in Eigeninitiative an Dieter Hassler. Am 17.08.2022 erhielt Hassler den ersten ausführlichen Bericht von ihr via E-Mail. In den folgenden E-Mails und bei Telefongesprächen mit ihr, ihrer Mutter und Jaspers Cousin, wurde festgelegt, wer als direkter Zeuge von Jaspers Äußerungen gelten konnte; wer also gehört hatte, was Jasper seiner Mutter erzählte und wer selbst mit Jasper gesprochen hatte. Jasper hatte mit 3 ½ Jahren angefangen, in ganzen Sätzen zu reden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kürzel für die folgenden Aussagen des Kindes sind wie folgt:<br />M = Mutter<br />G = Großmutter<br />C = Cousin</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>(M,G) „Das erste Mal, dass Jasper mit mir sprach, war, als er gerade 3 Jahre alt geworden war. Ich musste, als alle anderen schon schliefen, zur Toilette und Jasper begleitete mich. Ich sagte ihm, dass wir leise sein müssen, damit wir die anderen nicht wecken. Da sagte er: ‚Ich habe in der Nachbarschaft zu einer Art Fabrik gelebt, die mehr wie ein Krankenhaus aussah‘ (vielleicht war es auch umgekehrt, ich erinnere mich nicht gena</li>
<li>(M, G) „‘Und da musste ich auch immer leise auf die Toilette gehen, weil mich niemand hören durfte. Ich habe dann auf ein Papier gepinkelt, damit es nicht so laut war.‘ Zu dieser Zeit trug Jasper noch Windeln.“</li>
<li>(M, G) „Ich fragte ihn, wann das gewesen sein sollte, und er sagte: ‚Das ist schon lange her, als ich schon einmal gelebt habe‘. Mein Sohn sprach darüber so, als wäre es völlig normal, sich an sein früheres Leben zu erinnern. […] Wenn wir ihn etwas fragten, konnte er gewöhnlich nicht darauf antworten. Jedem Zuhörer erzählte er Dinge nur ein einziges Mal […].“</li>
<li>(M, G) „Er benutzte Worte wie ‚Orden‘, ‚Aktentasche‘, ‚Hitler‘ oder ‚Teufel‘, welche wir sonst nicht benutzen in der Familie. Am 4. September 2020 saß Jasper mit seiner Großmutter und seinem großen Cousin, der damals 15 Jahre alt war, im Kinderzimmer und sie spielten. Ganz plötzlich sagte der Dreieinhalbjährige,</li>
<li>(G, C) dass er sich mit 13 Jahren vor Hitler verstecken musste, weil er jüdisch war,</li>
<li>(G, C) dass Hitler ein sehr böser Mann gewesen sei,</li>
<li>(G, C) dass bei ihnen eingebrochen worden war,</li>
<li>(G, C) dass die Polizei dann kam und seinen Vater verhaftete,</li>
<li>(G, C) dass er und seine Familie sich verstecken mussten,</li>
<li>(G, C) dass seine Mutter Mathilda hieß,</li>
<li>(G, C) dass er einen großen Bruder hatte,</li>
<li>(G, C) dass er irgendwann starb, als er schon sehr alt war und ihm niemand mehr zuhörte. Aber das sei nicht so schlimm gewesen.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Laut der Mutter wunderte sich die Familie natürlich, woher der Junge so etwas haben könnte. Doch weder sein großer Bruder noch der Kindergarten kamen in Frage. Frau Steiger versicherte außerdem, dass es innerhalb der Familie keine Gespräche über das Schicksal der Juden unter Hitlers Regime gegeben habe und sie auch keine diesbezüglichen Filme oder Dokumentationen in Jaspers Anwesenheit angeschaut hätten. Ganz gewiss hätte sie ihrem Sohn auch nicht die Worte in den Mund gelegt – auch nicht indirekt durch Gespräche, die er gehört haben könnte.</p>
<ol start="13" style="text-align: justify;">
<li>(M, G) Frau Steiger fragte den Dreieinhalbjährigen, wer seine Mutter Mathilda gewesen sei. „Völlig verwundert darüber, dass ich mich selbst nicht daran erinnern konnte, dass ich seine Mutter gewesen war, sagte er, ‚aber du hattest dunkles Haar und sahst komplett anders aus‘.“</li>
<li>(M, C) Jasper unterstrich seine Behauptung damit, dass er sie selbst wieder ausgesucht hätte und</li>
<li>(M) er sie im Schlafzimmer oben habe stehen sehen, als er zu ihr kam. Frau Steiger fragte, ob sein Vater auch anwesend gewesen sei, was der Junge verneinte.</li>
<li>(G, C) Laut der Großmutter war Jasper in die Gebärmutter seiner Mutter eingeladen worden. […]</li>
<li>In Anwesenheit von einem befreundeten Pärchen sagte Jasper plötzlich, „Es war wirklich schlimm, als der Teufel die ganzen Gerippe auf den LKW warf“.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Ungefähr Anfang/Mitte 2021 wollte Frau Steiger die jüngere Tochter wegen des Verlusts ihrer Großmutter trösten und sagte dabei zu ihr, dass sie ihre Großmutter sicher irgendwann wiedersehen würde – aufgrund von Jaspers Erzählungen glaubte sie inzwischen selbst daran. Doch…</p>
<ol start="18" style="text-align: justify;">
<li>(M, C) „Mein Sohn sagte, ich hätte ihn missverstanden. Nicht jeder würde zurückkommen, sondern Leute würden darüber nachdenken. Es wäre auch nicht so schön zurückzukommen.“ Denn…</li>
<li>(M, G, C) „Es ist immer so schön dort.“</li>
<li>(M, C) „Hier haben es die Leute böse gemacht.“ Er fuhr fort, dass beinahe jeder, der mit ihm in einem großen Raum geschlafen habe, zurückgekommen sei. Er musste dort auf dem Boden schlafen und es waren zu viele Menschen in dem Raum. Es wäre dort nicht schön gewesen, sie hätten sich gegenseitig bestohlen.</li>
<li>(M, C) „Die Leute, die mit ihm dort waren und ebenfalls verstorben sind, seien fast alle zurückgekommen, weil sie davor gewarnt worden seien, dass der Böse nicht zurückkommen dürfe. Aber tatsächlich war er bereits wieder da. Er darf nur nicht mehr an die Macht kommen.“</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Frau Steiger bestätigte Dieter Hassler, dass der Junge tatsächlich das Wort „Macht“ benutzt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Im März 2022 passierte laut Frau Steiger folgendes:</p>
<ol start="22" style="text-align: justify;">
<li>(M) „Wir hörten Radio im Auto. In den Nachrichten wurde gesagt, dass die Ukraine attackiert worden sei und dass auf Menschen geschossen werden würde. Ich sagte erschrocken, ‚oh nein‘. Mein Sohn fragte sofort, was los sei und ich erzählte es ihm in knappen Worten.“</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">„Mein Sohn sagte dann, dass er sich immer noch daran erinnern würde, wie er mit anderen Leuten in einer Reihe stehen musste, während auf sie geschossen wurde. Er habe immer Glück gehabt und sei nicht getroffen worden. Nur einmal wäre er beinahe getroffen worden, konnte dann aber durch ein Fenster springen und entging so dem Treffer.“</p>
<p style="text-align: justify;">Frau Steiger gab auf Rückfrage durch den Autor auch an, dass Jasper keine <a href="https://www.imagomundi.biz/enzyklopaedie/ankuendigungstraum/" target="_blank" rel="noopener" title="Ankündigungsträume">Ankündigungsträume<span></span></a>, Phobien oder Alpträume habe. Er würde manchmal mit anderen Kindern „schießen“ spielen, aber darin sähe sie keinen Unterschied zu anderen Kindern.</p>
<p style="text-align: justify;">Jaspers Charakter beschrieb sie wie folgt: „Jasper ist ein sehr süßer Junge. Er passt immer gut auf seine kleine Schwester auf und stellt sicher, dass ihr nichts passieren kann. Er ist auch sensibel. Wenn wir mit ihm schimpfen müssen, weint er – sogar dann, wenn er von seinen Geschwistern geärgert wird, sich unfair behandelt fühlt oder wenn seine Wünsche nicht sofort erfüllt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jasper kann stundenlang geduldig mit Legosteinen spielen. Manchmal sind die Anleitungen eigentlich für Kinder ab 9 Jahren, aber damit hat er kein Problem. Er ist auch ein sehr ängstlicher Junge. Er traut sich nicht sehr viel zu und ist sehr vorsichtig. Jasper legt sehr viel Wert auf Fairness.“</p>
<p style="text-align: justify;">Seit März 2022 kam es zu keinen weiteren Erinnerungen seitens Jasper.</p>
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			</div><div id="bewertung" class="et_pb_row et_pb_row_24">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_25  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Bewertung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_19 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Der Fall hat – wie jeder andere auch – Schwächen. Der Autor Dieter Hassler hat mit den Zeugen nur über E-Mail oder Telefon kommuniziert. Er ist der Meinung, dass es sich um ehrliche Informanten handelte, die kein Interesse an Publicity oder finanziellen Vorteilen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Jaspers Äußerungen reichen inhaltlich nicht für eine Überprüfung, z.B. anhand historischer Fakten/Personen, aus. Bestimmte Eigenschaften fehlen in seinen Berichten komplett, wie zum Beispiel bestimmte Verhaltensweisen, Gefühle, Charaktereigenschaften, Erkennung von Objekten oder Personen, körperliche Eigenschaften und Ankündigungsträume.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber Jaspers Äußerungen umfassen 23 Punkte und sind inhaltlich weit von dem entfernt, was von einem Dreijährigen an Wissen über die Verbrechen im Dritten Reich und Weltanschauungen über Tod und Wiedergeburt zu erwarten wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Deswegen sollten diese Äußerungen ernst genommen werden und auf ihre Stimmigkeit überprüft werden, z.B. darauf, ob es Widersprüche gibt. Falls es solche gäbe, wäre dies ein Hinweis darauf, dass Jasper eher fantasiert als sich erinnert.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="überprüfungvonunstimmigkeiten" class="et_pb_row et_pb_row_25">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_26  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Überprüfung von Unstimmigkeiten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_20 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Zeitangaben:</span><br />Da keine genauen Zeitangaben existieren, kann an dieser Stelle nur spekuliert werden. Der Autor bezieht sich bei seinen Annahmen darauf, dass Jasper angegeben hat, er habe sich im Alter von 13 Jahren vor Hitler verstecken müssen. Dieter Hassler nimmt als Ausgangspunkt das Jahr 1938 an (als Beispiel, ohne Begründung. Die Judenverfolgung begann direkt nach Hitlers Machtantritt 1933; 1935 traten die Nürnberger Gesetze in Kraft. Ein Höhepunkt der Verschickung war 1938 erreicht worden; die Anzahl der im Deutschen Reich lebenden Juden hatte sich 1939 bereits um mehr als die Hälfte reduziert. 1940/41 begannen die systematischen Deportationen und es gelang nur noch wenigen die Flucht aus Deutschland <a href="#1">[1]</a>); demnach wäre Jaspers früheres Ich 1925 geboren worden. Weiter geht Hassler davon aus, dass die statistische Lebenserwartung in Deutschland zu diesem Zeitpunkt mit 56 Jahren angegeben wurde; demnach sei Jaspers früheres Ich vielleicht 1981 verstorben und wäre dann 36 Jahre später (2017) als Jasper wiedergeboren worden. Nun hatte Jasper aber angegeben, dass sein früheres Ich sehr alt geworden sei. Dieter Hassler führt deshalb als weitere Berechnungsgrundlagen spätere mögliche Todeszeitpunkte ein: Zum Beispiel wäre die Person, bei einem anzunehmenden Alter von 75 Jahren, im Jahre 2000 verstorben. Hätte er bis zum Jahr 2010 gelebt, wäre das Alter 85 Jahre gewesen. In allen realistischen Berechnungen, so schließt Hassler, würde das Todesdatum jedenfalls vor Jaspers Geburtsdatum 2017 liegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mathilda, die damalige und heutige Mutter von Jasper, könnte zum Zeitpunkt seiner Geburt in seinem früheren Leben 25 Jahre alt gewesen sein und wäre entsprechend 1900 geboren worden. Die statistische Lebenserwartung betrug 48 Jahre. Wenn sie nicht vorher ermordet worden war, könnte sie somit 1948 gestorben sein und wäre dann nach 37 Jahren als Jaspers heutige Mutter 1985 geboren worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Somit schließt der Autor, dass keine Unstimmigkeiten vorliegen und der Zeitraum zwischen Tod und Wiedergeburt auch nicht unrealistisch kurz war.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei all den Annahmen ist für mich persönlich vor allem die letzte Aussage (Zeitraum zwischen Tod und Wiedergeburt „nicht unrealistisch kurz“) nicht nachvollziehbar. Was ist denn ein realistischer Zeitraum zwischen Tod und Wiedergeburt überhaupt und wer hat ihn als „realistisch“ dargelegt und wie begründet?</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Flucht vor Erschießungen:</span><br />Jasper behauptete, er habe sich im Alter von 13 Jahren vor Hitler verstecken müssen (wobei in diesem Zusammenhang gesagt werden muss, dass er sich ja sicher nicht vor Hitler persönlich verstecken musste, sondern vielmehr vor dessen Schergen) und er sei einer Erschießung nur durch einen Sprung in oder durch ein Fenster entkommen und so erst in einem hohen Alter verstorben sei. Aber war es überhaupt möglich, den perfide-organisierten Erschießungen zu entkommen? Dieter Hassler fand drei Beispiele, in denen dies gelang:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>(Buch über den Holokaust in der Ukraine, Zabarko 2016) <em>Mutter hielt mich fest, presste mich an sich und sagte: Wenn wir sterben, sterben wir gemeinsam, damit du nicht leiden musst. Aber ich riss mich los, sprang durch das Fenster in den Garten und flüchtete.</em></li>
<li>(Zabarko et al., 2019) <em>Eines „schönen“ Tages kamen die Deutschen mit Maschinengewehren, ließen uns in einer Linie aufstellen und sagten uns, dass wir nicht lange warten müssten, sie würden uns sofort erschießen. Nachdem sie acht Leute erschossen hatten, erhielten sie den Befehl, uns leben zu lassen.</em></li>
<li>(Zabarko et al., 2019) <em>Wieder ein Jahr später steht Alexander selbst nackt an der Hinrichtungsstelle. Er kann sich retten, indem er im richtigen Moment in den Hinrichtungsgraben springt und bewegungslos unter den Leichen liegenbleibt – bis die Henker ihr Werk vollendet haben. Dann kriecht er heraus und kehrt ins Lager zurück. Er entkommt dem Kommando, welches angewiesen wird, die Spuren der Judenmörder zu vernichten, indem sie Leichen ausbuddeln und verbrennen müssen, versteckt unter der Kleidung anderer ermordeter Menschen, welche ein LKW dann zu einem anderen Lager bringt.</em></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Mit diesen drei Beispielen begründet der Autor, warum Jaspers Ausführungen nicht als Fantasie abgetan werden können.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Behauptungen über Wiedergeburt und das Leben nach dem Tod:</span><br />Jasper machte bemerkenswerte Aussagen über die Wiedergeburt und das Leben nach dem Tod. Obwohl diese an sich prinzipiell nicht zu verifizieren sind, können sie doch verglichen werden mit ähnlichen Aussagen von anderen Kindern und anderen Berichten solcher Erlebnisse. Einen Überblick dazu vermittelt Matlock, 2017; Matlock &amp; Giesler-Petersen, 2016.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vorangestellten Nummern beziehen sich auf die jeweilige Aussage Jaspers.</p>
<ol start="3" style="text-align: justify;">
<li>Jaspers Behauptung, wiedergeboren worden zu sein, findet Bestätigung in den rund 2.500 übrigen Aussagen von Kindern bezüglich ihrer früheren Leben, die von der Universität in Virginia gesammelt wurden (DOPS, 2022). Die überwiegende Mehrzahl berichtet direkt oder indirekt von einer persönlichen Wiedergeburt. Es gibt allerdings auch Aussagen, die sich auf eine generelle Wiedergeburt beziehen.</li>
</ol>
<ol start="14" style="text-align: justify;">
<li>Jasper behauptete, dass er sich seine eigene Mutter vor seiner Geburt ausgesucht hatte. So unglaublich das klingt, gibt es doch ähnliche Aussagen in 27 Beispielen aus der westlichen und 14 aus der östlichen Kultur. Die Kernaussage ist: Du kannst den Körper, oder das Baby, oder die Mutter auswählen.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Dieselbe Aussage wird in unzähligen Beispielen anderer Autoren wiedergegeben.</p>
<ol start="15" style="text-align: justify;">
<li>Laut Jaspers Behauptung hat er seine zukünftige Mutter im Schlafzimmer besucht und sie dort stehen sehen, bevor er sich für sie entschied. Diese Aussage deckt sich mit 16 weiteren Beispielen aus der westlichen und 18 Beispielen aus der östlichen Kultur. Kernaussage: Du siehst oder untersuchst die Gegebenheiten im Zuhause deiner zukünftigen Eltern noch vor Empfängnis und Geburt.</li>
</ol>
<ol start="16" style="text-align: justify;">
<li>Jasper gab an, dass er eingeladen worden sei, gemeinsam mit seiner Mutter zu reinkarnieren. Hassler befragte die Eltern und Großeltern von Jasper deshalb nach ihren Kinderwünschen. Jaspers Eltern gaben an, dass sie schon noch Kinder wollten, allerdings nicht so schnell. Jasper kam deshalb als Überraschung. Die Großmutter bestätigte, dass sie sich weitere Enkel gewünscht hätte. Möglicherweise hätte Jasper vor der Empfängnis von dem Kinderwunsch wissen können, hatte aber keinen Einfluss auf das „Timing“, vielleicht, weil das Konzept Zeit in der Zwischenwelt ein anderes ist.</li>
</ol>
<ol start="19" style="text-align: justify;">
<li>Jasper erzählte, dass nicht alle Menschen reinkarnieren würden. Das würde daran liegen, dass es auf der Erde nicht so schön sein würde wie in der Zwischenwelt oder dem Jenseits.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Ähnliche Aussagen gibt es in 17 Beispielen der westlichen Kultur sowie in 8 Beispielen der östlichen Kultur.</p>
<p style="text-align: justify;">Jaspers Aussage beinhaltet, dass man die Wahl hat, ob man wiedergeboren werden möchte oder nicht. Ähnliche Aussagen können in 7 CORT-Beispielen aus westlichen und 2 aus östlichen Kulturen gefunden werden und außerdem in Berichten anderer Autoren. Hassler fand zwar mehr Aussagen, die angaben, dass man unfreiwillig auf die Erde zurückgeschickt wird und, falls man sich weigert, sanft zurück geschubst wird, doch sieht er dies nicht als Widerspruch. Er bringt weitere Beispiele für Jaspers Aussagen ein, die belegen, dass es zahlreiche Berichte mit demselben oder ähnlichem Inhalt gibt (namentlich genannt und verglichen werden Jaspers Aussagen 20 und 22).</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Ergebnis des Vergleichs:</span><br />Es zeigt sich, das zahlreiche andere Berichte Jaspers Aussagen bezüglich Wiedergeburt und Leben nach dem Tod bestätigen. Das beweist nicht, dass Jaspers Aussagen wahr sind, aber sie machen es wahrscheinlicher, dass er echte Vorgänge beschrieben hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem sind Jaspers Äußerungen über sein früheres Leben verblüffend und frei von Widersprüchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Woher hat der Dreijährige dieses Wissen?</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_26">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_27  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_21 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hauptquelle:<br />Hassler, Dieter (2023): Three-year-old Boy Remembers the Persecution of Jews in Hitler’s Germany and the Afterlife. In: Journal of the Society for Psychical Research. 87,1/950. London: o.V.</p></div>
			</div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] holocaust.cz (2019): Judenverfolgung in Deutschland nach der Machtübernahme der Nazis 1933. Online verfügbar unter: <a href="https://www.holocaust.cz/de/geschichte/endloesung/general/die-verfolgung-deutscher-juden-nach-der-machtuebernahme-der-nazis/">https://www.holocaust.cz/de/geschichte/endloesung/general/die-verfolgung-deutscher-juden-nach-der-machtuebernahme-der-nazis/</a>. Zuletzt geprüft am 07.12.2024. <br />und<br />Wünschmann, Kim (2014): Vertreibung und Vernichtung der Juden aus dem Deutschen Reich. Online verfügbar unter: <a href="https://www.bpb.de/themen/holocaust/gerettete-geschichten/177625/vertreibung-und-vernichtung-der-juden-aus-dem-deutschen-reich/">https://www.bpb.de/themen/holocaust/gerettete-geschichten/177625/vertreibung-und-vernichtung-der-juden-aus-dem-deutschen-reich/</a>. Zuletzt geprüft am 07.12.2024.</p></div>
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