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	<title>Spukfälle</title>
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	<description>Die paranormale Enzyklopädie</description>
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	<title>Spukfälle</title>
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		<title>Die Smurl-Family (Buchvorstellung)</title>
		<link>https://para-wiki.de/die-smurl-family-buchvorstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 19:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Dämonologie]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitende Angaben</a><br /><a href="#dasbuch">2. Das Buch</a><br /><a href="#geschichtehaus">3. Geschichte des Hauses</a><br /><a href="#geschichtebewohner">4. Geschichte der Bewohner</a><br /><a href="#erstevorfaelle">5. Erste Vorfälle</a><br /><a href="#mutmasslicherbeginn">6. Der mutmaßliche Beginn</a><br /><a href="#beweise">7. &#8220;Endgültige Beweise&#8221;</a><br /><a href="#ereignisseeskalieren">8. Die Ereignisse eskalieren</a><br /><a href="#auftrittwarren">9. Auftritt Ed &amp; Lorraine Warren</a><br /><a href="#daemonenjagd">10. Auf Dämonenjagd mit den Warrens</a><br /><a href="#eskalierenweiter">11. Die Phänomene eskalieren weiter</a><br /><a href="#ersterexorzismus">12. Der erste Exorzismus</a><br /><a href="#erneuteeskalation">13. Erneute Eskalation der Phänomene</a><br /><a href="#zweiterexorzismus">14. Der zweite Exorzismus</a><br /><a href="#daemon">15. Ein wütender Dämon</a><br /><a href="#careful">16. Be careful what you wish for&#8230;</a><br /><a href="#dasende">17. Das Ende</a><br /><a href="#zusammenfassung">18. Zusammenfassung</a><br /><a href="#quellen">19. Quellen</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;">Quelle: eigenes Foto.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitende Angaben</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_0 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Bibliographische Angabe:</strong><br />Curran, Robert with Jack &amp; Janet Smurl (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. Los Angeles: Graymalkin Media. Erstausgabe von 1988.</p>
<p><strong>Eckdaten Doppelhaushälften:</strong></p>
<p><em>Adresse:</em><br />328-330 Chase Street, West Pittston, Pennsylvania</p>
<p><em>Bewohner:</em><br />John &amp; Mary Smurl, Eltern von Jack Smurl in der einen Haushälfte; Jack &amp; Janet Smurl in der anderen Haushälfte, verheiratet seit Ende 1968. 4 Töchter: Dawn, Kim (beide vor 1972 geboren), Shannon &amp; Carin (Zwillinge, geboren 1977).</p>
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			</div><div id="dasbuch" class="et_pb_row et_pb_row_2">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Das Buch</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_1 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Auch wenn der Titel eine Art Tatsachenbericht verheißt: Das Buch wurde in Romanform geschrieben, mit erinnerten oder fiktiven Dialogen. Es fehlen Zeit- und Datumsangaben. Der Autor Robert Curran offenbart dies direkt in einem Hinweis am Anfang des Buches: <em>Bestimmte kleinere Freiheiten habe ich mir vorbehalten, was die Chronologie der Ereignisse angeht, und einige Szenen und Dialoge werden in dramatisierter Form wiedergegeben. </em>Im nächsten Satz folgt ein Widerspruch: <em>Aber jedes Ereignis hält sich strikt an die durch die Zeugen angegebenen Fakten </em><a href="#1">[1]</a>. Wenn an so grundlegenden Informationen wie der zeitlichen Abfolge dramaturgische Änderungen durchgeführt und Zusammenhänge unvollständig dargestellt werden, kann – von den fiktiven Dialogen ganz zu schweigen – keine Faktengrundlage geschaffen werden und das Buch ist als eine solche Vorlage gänzlich unbrauchbar. Besonders abwegig ist die Inszenierung eines freimütig als „fiktional“ bezeichneten Charakters, der praktisch eine Kurzgeschichte in der Geschichte erzählt, deren Sinn mir persönlich verschlossen bleibt. In weiten Teilen des Buches muss unklar bleiben, ob sich die Ereignisse tatsächlich in dieser Form abgespielt haben oder ob insbesondere bei der Darstellung der Phänomene erheblich übertrieben wurde. Besonders verstörend wirkt das Handeln des Ehepaars Warren. Die selbsternannten „Dämonologen“ sehen nicht nur „dämonische“ Zusammenhänge, wo offensichtlich keine bestehen und nehmen Dämonen als gesichert existierend und verantwortlich für die Ereignisse an, sondern verängstigen die Betroffenen mit ihren Aussagen enorm – eine psychische Katastrophe. Außer einigen Gebeten und sturem Beharren auf dämonische Aktivitäten haben die Zwei, die angeblich rund 10.000 Fälle untersucht und Vorlagen für zahlreiche Filme geliefert haben, indes nichts zu bieten. Obwohl verschiedentlich auf Fotos und andere technische Aufnahmen hingewiesen wird, die den Fall einwandfrei belegen sollen, sind die in dem Buch veröffentlichten Bilder der betroffenen Familie in ihrem Haus lediglich schmückendes Beiwerk ohne auch nur den Ansatz eines echten oder vermeintlich paranormalen Einflusses. Der „Dämon“ indes lässt sich durch Gebete und drei Exorzismen nicht beeindrucken, was zumindest für die Warrens überraschend kommt. Dass die Familie in ihrer Hilflosigkeit schließlich an die Öffentlichkeit tritt, macht die Situation nicht besser und schließlich müssen die Warrens aufgeben – der Fall wurde angeblich nie gelöst und die Familie Smurl litt noch einige Zeit unter den Vorkommnissen. Ob ein Umzug Erlösung brachte, ist ebenso unklar wie die Frage, ob die im Buch dargestellten Phänomene jemals so stattgefunden haben. Möglicherweise handelt es sich um einen Poltergeistausbruch, möglicherweise ist oder war Jack Smurl die Fokusperson/der Spukagent. Möglicherweise.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Geschichte des Hauses <a href="#2">[2]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_2 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Wo es Dämonen geben soll, muss es natürlich eine Geschichte geben, die deren Existenz plausibel macht. Da auf den ersten Blick eine solche innerhalb der betroffenen Familie nicht gefunden werden konnte, wurde der Grund für den dämonischen Ausbruch im Haus selbst gesucht. Nach Ed und Lorraine Warren gibt es zwei Gründe, warum ein Haus von Dämonen belagert werden könnte: Der erste Grund sei die Durchführung eines Verbrechens oder einer kriminellen Tat, die „Geister“ respektive „Dämonen“ in das Haus einlade. Der zweite Grund bestehe darin, mittels einer „Kontaktaufnahme“ (z.B. mit einem Ouija-Board oder der Ausübung okkulter Praktiken und Hexenriten) einen Dämon in das Haus willentlich einzuladen. Diese Voraussetzungen kränkeln etwas daran, dass das Haus weder eine belegbare gewaltsame Vergangenheit vorweisen kann noch die Betroffenen laut eigenen Aussagen okkulte Praktiken oder Ähnliches durchgeführt haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Haus in der Chase Street wurde 1896 als zweihälftiges Doppelhaus erbaut und hatte seitdem erwartungsgemäß etliche Mieter und Besitzer; zu dem Zeitpunkt waren es John und Mary Smurl und deren Sohn Jack mit seiner Ehefrau Janet sowie deren vier Kinder. Angeblich soll es schon seit längerem Gerüchte gegeben haben; so sollen ehemalige Bewohner immer mal wieder die Polizei gerufen haben. Aufzeichnungen gibt es bei der Polizei über diese angeblichen Einsätze nicht. Die Stadt West Pittston hingegen ist geografisch tatsächlich problematisch – ein großer Teil der 10.000-Einwohner Stadt wurde auf alten Anthrazitminen erbaut, die einst für den Wohlstand ihrer Bewohner sorgten. Die inzwischen mit Wasser verfüllten Minen sorgen leider dafür, dass etliche Häuser einsanken. Ende 1930 und Anfang der 1940-er Jahre mussten deshalb Schulen geschlossen werden. Ein Verdacht äußert sich deshalb dahingehend, dass das Einsinken der Oberfläche dazu geführt haben könnte, dass Dämonen aus der Unterwelt diese Aushöhlungen nutzen, um ihr Unwesen zu treiben. Da offensichtlich weder dies noch der angebliche Fund von Schweineknochen in Pentagrammform unter einem evakuierten Haus genug Anlass zu einer dämonischen Besetzung geben, zieht der Autor kurzerhand alle geschichtlichen Tragödien des ganzen Landes heran: Neben durchaus positiv behafteten Erfindungen wie die der Elektrizität werden namentlich genannt der 2. Weltkrieg oder der Vietnamkrieg – und darauf verwiesen, dass das Haus ja alle diese menschlichen Höhepunkte und Tragödien erlebt hätte. Da ist es mutmaßlich nicht das einzige Haus. Die Gerüchte hätten natürlich auch in all diesen Zeiten fortbestanden. In Leerzeiten sollen nicht namentlich genannte Personen im Haus merkwürdige Geräusche gehört haben. Kinder wollen unheimliche Erscheinungen hinter den Vorhängen gesehen haben. So weit, so gewöhnlich: Nahezu jeder Lost Place und jedes auch nur kurzzeitig unbewohnte Haus kann solche Geschichten zuhauf aufweisen.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Geschichte der Bewohner <a href="#3">[3]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_3 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Jack Smurl absolvierte die High School und entschied sich trotz angeblich hohen IQs gegen das College. Er wird als entspannter Junge beschrieben, sportlich und gerne in der Natur. In Wilkes-Barre hatte er eine katholische Schule besucht, entschied sich aber gegen eine kirchliche Laufbahn und wählte stattdessen seinen Beitritt in die Navy als nächsten Lebensabschnitt aus. Dort arbeitete er hart, befolgte Anweisungen und wurde schließlich neuropsychiatrischer Assistent bei der Durchführung von Elektrokonvulsionstherapien. Diese Form der Therapie ist schon damals kontrovers betrachtet worden, gilt aber noch heute als wirksames Therapieverfahren bei der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen <a href="#4">[4]</a>. Im Anschluss an seine Navy-Zeit lebte er in Luzerne County.</p>
<p style="text-align: justify;">Janet Dmohoski besuchte eine öffentliche High School in der Nähe von West Pittston. Ihre Mutter hatte sie nach einer schwierigen Scheidung allein aufgezogen und erwartete von ihrer Tochter entsprechende Beteiligung an der Erledigung des Haushalts. Janet wird als normales Teenagermädchen beschrieben, das Musik und Natur mochte und schließlich durch Zufall in derselben Firma wie ihr zukünftiger Mann arbeitete.</p>
<p style="text-align: justify;">Die beiden trafen sich 1967 auf einer Weihnachtsparty und verliebten sich. Beiden war schnell klar, dass sie es ernst meinten. Da beide katholisch und religiös waren, legten sie auf die Hochzeit als Versprechen großen Wert und heirateten am 28. Dezember 1968. Bald wurden Dawn und Kim geboren. Janet hatte ihren Job aufgegeben und war mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter. Zunächst wohnten sie bei Jacks Eltern, John und Mary Smurl, in einem Haus in Wilkes-Barre. Doch 1972 wurde dieses Haus mit vielen anderen Opfer des Hurricane Agnes. Obwohl John und Mary das Haus renovierten, zwangen sie die Behörden, es dennoch aufzugeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Herbst 1973 kauften John und Mary ein Doppelhaus in der Chase Street in West Pittston, in einer mittelständischen, gut situierten Nachbarschaft. Nach eigenen Angaben wussten beide wenig über die Vergangenheit des Hauses, lediglich, dass die eine Seite (Nummer 328) einem älteren Mann gehört hatte und einige Zeit unbewohnt geblieben war und die andere Seite (Nummer 330) wiederum einer älteren Frau gehört hatte, die diese Hälfte vermietet hatte. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass die Ableitungen, die Elektrik und das Fundament in Ordnung waren und es keinen Befall durch Termiten oder anderes Ungeziefer gab, zogen sie noch im selben Herbst in die Nummer 330 ein. Die andere Hälfte (328) verkauften sie deutlich unter dem Marktpreis an Jack und Janet, die mit ihren Töchtern am 1. Oktober 1973 einzogen.</p>
<p style="text-align: justify;">18 Monate lang lebten alle scheinbar glücklich und zufrieden.</p>
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			</div><div id="erstevorfaelle" class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Erste Vofälle <a href="#5">[5]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_4 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die nachfolgenden Ereignisse wurden wohl erst weit im Nachhinein (rund zehn Jahre später) mit möglichen paranormalen Phänomenen in Verbindung gebracht. Betroffen waren beide Haushälften.</p>
<p style="text-align: justify;"><u>De</u><span style="text-decoration: underline;">r Fleck (Mary &amp; John Smurl):<br /></span>Im Januar 1974 hatte Mary Smurl einen neuen roten Teppich gekauft. Wohl gleich, als dieser durch Angestellte der Teppichfirma im Wohnzimmer ausgelegt wurde, entdeckte sie einen großen, runden Dreckfleck (die Frage, warum der Teppich nicht einfach reklamiert wurde, bleibt unbeantwortet). Das Ehepaar versuchte diesen mit Reinigungsmitteln zu entfernen, was auch vollständig gelang. Doch zwei Tage später tauchte er wieder auf. Es kam zu einem Hin und Her: Das Ehepaar entfernte den Fleck und ein paar Tage später war er wieder da. Schließlich löste sich der Fall auf unkonventionelle Weise: John und Mary kauften einen neuen Teppich und warfen den alten auf den Müll.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Der Fernseher (Jack Smurl):<br /></span>Beim Fernsehschauen ging der Apparat ebenfalls 1974 plötzlich in Flammen auf. In der Folge gab es angeblich weitere Brände: Ein Elektroofen fing Feuer, kurz nachdem er gekauft worden war und die Verkabelung in Jacks neuem Auto ging nur wenige Tage nach dem Kauf ebenfalls in Flammen auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><u>Leckende Rohre (alle Bewohner):<br /></u>Während der im Buch zuvor nicht erwähnten umfangreichen Renovierungen des Doppelhauses im Jahre 1974 hatte John Smurl, erfahrener Handwerker, rund 30 alte Wasserleitungsrohre in Kupferrohre ausgetauscht. Als Jack dann das Wasser anstellte, leckten alle ausgetauschten Rohre. John reparierte sie, doch schon beim nächsten Versuch passierte dasselbe wieder. Andere kleinere Reparaturen stellten sich als überraschend aufwendig heraus. Ständig gab es Probleme mit den Rohren. Erst nach mehrfachen Reparaturen und Austauschen legte sich die Problematik.<br /><em>Ob eine Verbindung mit dem unruhigen Untergrund der Gegend bestehen kann, wurde offenbar nicht abgeklärt.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Merkwürdige Kennzeichnungen (Janet &amp; Jack):<br /></span>Das Ehepaar war besonders stolz auf die Neugestaltung des Badezimmers. Unter anderem installierten sie ein neues Waschbecken und eine Badewanne. Doch nachdem sie beides angebracht hatten, fanden sie das Porzellanwaschbecken und die Badewanne am nächsten Morgen derart verkratzt vor, dass sie ersetzt werden mussten. Mehrere Male tauchten Kratzer auch an weiteren Stellen auf, zum Beispiel auf Holz oder an der Decke.</p>
<p style="text-align: justify;"><u>Dawn wird attack</u><span style="text-decoration: underline;">iert (Janet &amp; Jack, Tochter Dawn):<br /></span>Dawn wird als intelligent, sportlich und realistisch beschrieben. Wenn sie durch etwas beunruhigt wurde, war für Janet und Jack klar, dass es einen guten Grund dafür geben musste. Im Jahre 1975 kam Dawn mehrere Male in das Schlafzimmer ihrer Eltern gerannt und behauptete, dass in ihrem Zimmer Leute umherschweben würden. Eine klare Altersangabe wird nicht gemacht; da Dawns Alter aber im weiteren Verlauf im Jahr 1984 mit 16 Jahren angegeben wird, dürfte sie zu diesem Zeitpunkt etwa sieben Jahre alt gewesen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Kleinere Irritationen (Janet &amp; Jack):<br /></span>Scheinbar kam es zwei Jahre lang zu keinen weiteren Auffälligkeiten, an die sich die Smurls später erinnern konnten, denn es erfolgt nun ein Sprung ins Jahr 1977. Zu diesem Zeitpunkt schienen sich die Smurls bereits bewusst zu sein, dass etwas in ihrem Haus nicht stimmte. So wurde mehrfach die Toilettenspülung gehört, obwohl sich niemand im Badezimmer befand. Radios gingen von selbst an, obwohl sie nicht eingesteckt waren. Jack hörte Fußschritte oben im Haus und Schubladen in zwei der Schlafzimmer öffneten und schlossen sich selbständig, während er allein zuhause war. Es gab Familienzuwachs, die Zwillinge Shannon und Carin wurden geboren. Auch in den folgenden vier Jahren kam es zu weiteren Ereignissen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den frühen Morgenstunden hörten Jack und Janet einmal, wie sich der Schaukelstuhl auf der Veranda bewegte; als sie nachsahen, bewegte sich der Schaukelstuhl weiterhin, ohne dass jemand drinsaß. In einer anderen Nacht lag das Ehepaar im Bett, als Jack eine sanfte Berührung an seiner Schulter fühlte. Als er sich seiner Frau zuwandte, fand er diese schlafend vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Verlauf des Jahres 1983 fing es an, merkwürdig im Haus zu riechen. Ein Grund dafür konnte nicht gefunden werden. Dass der schlechte Geruch das erste Mal auftrat, als Jack gerade den Rosenkranz betete, fiel diesem erst später auf und könnte einer falschen Erinnerung zugeordnet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Es begann eine zehnmonatige Suche nach Erklärungen. So kontaktierte Jack das Minendepartment, um abzuklären, ob die Ereignisse mit den Absenkungsprozessen durch die ehemaligen Minen zusammenhängen konnten. Offenbar zeigte sich das Department wenig interessiert, denn man legte ihm nur nahe, die Gebäudesubstanz auf Sprünge und Ähnliches zu überprüfen. Da keine Auffälligkeiten zu erkennen waren, galt das Thema als abgeschlossen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="mutmasslicherbeginn" class="et_pb_row et_pb_row_6">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Der mutmaßliche Beginn <a href="#6">[6]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_5 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die folgenden Ereignisse fanden vermutlich ab Winter 1984 statt. Janet Smurl befand sich allein im Keller des Hauses und kümmerte sich um die Wäsche, während sich die Mädchen in der Schule und Jack auf der Arbeit befanden. Von oben klangen leise Geräusche aus dem Fernseher hinunter. Gerade hatte sie die Waschmaschine eingefüllt, da hörte sie, wie jemand ihren Namen rief. Aus einem nicht näher erleuchteten Grund versetzte das Janet in regelrechte Panik, insbesondere, als sich das Rufen noch mehrfach wiederholte. Janet fühlte sich regelrecht angegriffen, als wäre dies plötzlich nicht mehr ihr Zuhause. Die Stimme beschrieb sie als weiblich und sanft. Zweimal fragte sie „Was willst du?“ in den Kellerraum, ohne eine Antwort zu erhalten. Schließlich arbeitete sie sich die Kellertreppe rückwärts hoch, den Kellerraum nicht aus den Augen lassend. An dieser Stelle (Seite 39) wird im Buch erstmals angedeutet, dass sie bzw. die Familie doch über die Gerüchte über das Haus Bescheid wussten, denn Janet fragt sich laut ihrer Erinnerung, ob an diesen Gerüchten doch etwas dran sein könnte. Als sie die Stimme dann erneut hörte, rannte sie nach oben, schlug die Tür des Schlafzimmers hinter sich zu und fing an den Rosenkranz zu beten. Es ist völlig unklar, warum sie nicht einfach hinüber zu Jacks Eltern geht. Überhaupt flieht sie nicht etwa, sondern schafft es sogar, das gesamte Haus zu durchsuchen (Seite 43). Verglichen mit ihrer Reaktion im Keller, ist dies durchaus erwähnenswert – vielleicht hätte der eine oder andere erst einmal die Flucht aus dem Haus vorgezogen, oder zumindest die Involvierung von Nachbarn oder Freunden.  </p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist, dass sich die Smurls zu dieser Zeit bereits intensiv mit den Ereignissen beschäftigt hatten, die die Familie immer wieder heimzusuchen schienen (Seite 40). Einmal war es eiskalt im Haus gewesen, obwohl das Thermostat eine gute Raumtemperatur angezeigt hatte. Ein anderes Mal hatten Jacks Eltern eine Art Streit gehört, bei dem eine Menge Schimpfwörter gebraucht worden waren – obwohl Jack und Janet nach eigener Auskunft nicht gestritten hatten. Janet berichtete ihrem Ehemann von ihrem beängstigenden Erlebnis im Keller und Jack hinterfragte nichts. Möglicherweise erfolgte bereits ab diesem Zeitpunkt eine gegenseitige Beeinflussung, die rein spekulativ in einer Folie á deux hätte enden können. Das Kellererlebnis und die übrigen Vorfälle führten dazu, dass Janet Hilfe suchen wollte. Das Ehepaar musste sich eingestehen, dass ihnen die Phänomene, die inzwischen fast täglich auftraten, Angst machten. Janet war wiederum laut eigenen Angaben allein im Haus, als sie das erste Mal „die Kreatur“ sah. Sie war mit Bügeln beschäftigt und nahm einen kalten Luftzug war, der sie aufschauen ließ. Laut eigener Aussage blieb sie sehr ruhig, als die Erscheinung an ihr vorbeistrich: Eine menschenähnliche Form mit flatterndem Umhang, klar geisterhaft, weil durchsichtig. Zeitgleich nahm sie einen merkwürdigen Geruch wahr. Die Figur war etwa 1,75 Meter groß und schwebte durch die Küche in das Wohnzimmer. Der ganze Vorfall beunruhigte sie offenbar weit weniger als die körperlose Stimme im Keller, denn sie begab sich ins Wohnzimmer, das leer war.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Mal sprach sie offenbar mit Jacks Eltern in der anderen Haushälfte über die Vorgänge. Dabei offenbarte Mary ihr, dass sie ebenfalls eine Art schwarzen Schatten gesehen hatte. Dieser schwebte die Treppe hinunter und dann in das Wohnzimmer. Mary erzählte außerdem scheinbar sehr ähnliche Phänomene, wie ein nicht weiter angegebenes Erlebnis mit der Couch und dem Fernseher oder einem sich selbst bewegenden Schaukelstuhl.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. &#8220;Endgültige Beweise&#8221; <a href="#7">[7]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_6 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Nachdem sich Janet der Schwiegermutter anvertraut hatte, kehrte scheinbar für einige Woche Ruhe ein. Zwar hätte es beispielsweise flackernde Lichter gegeben oder gelegentliches Türschlagen in leeren Räumen, doch scheint das auf die Beteiligten keinen besonderen Eindruck gemacht zu haben. Vielmehr entspannte sich die Familie.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei den folgenden Vorfällen war Kim 13 Jahre alt und stand vor ihrer Konfirmation. Sie befand sich mit Janet in der Mitte der Küche; die jüngere Shannon (ca. sieben Jahre alt) stand neben dem Kühlschrank. Während Janet damit beschäftigt war, Kims Kleid zu richten, ertönte ein reißendes Geräusch und das große Küchenlicht krachte plötzlich herunter. Shannon wurde an der Schulter getroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Janet bereits ausführlich mit dem Übernatürlichen und Dämonen beschäftigt (Seite 54). Nach eigenen Angaben hatte sie sich auch um Hilfe bemüht: Sie hatte etliche Universitäten im Land angerufen, die Abteilungen für Parapsychologie oder die Erforschung des Paranormalen gehabt hätten, doch habe man sie überall abblitzen lassen. An einen Fall erinnert sie sich besonders: Ein Professor fragte sie in harschem Ton, ob sie zu viele Horrorfilme gesehen habe (Seite 54).</p>
<p style="text-align: justify;">Ende April packten Jack und Janet Smurl ihren Camper und reisten mit den Kindern zu ihrem Lieblingscampingplatz. Der Verbleib der Eltern von Jack ist unklar. Denn kurz nach Einbruch der Dunkelheit am Samstagabend sollen einige Nachbarn in der Chase Street aus deren verlassenen Haus Geräusche gehört haben. Nur ein Nachbar wird allerdings in dem Buch zitiert; dieser gibt an, er sei an diesem Abend am Smurls Haus vorbeigegangen, als er aus dem zweiten Stock ein Geräusch wie ein Flügelschlagen hörte. Dann setzte ein Schreien ein. Dem Nachbarn erschien das umso unheimlicher, da er wusste, dass die Smurls nicht zuhause waren. Ob Jacks Eltern daheim waren, ist nach wie vor nicht bekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder zuhause ging Janet im Mai mit allen Töchtern einkaufen. Jack blieb daheim und zog sich mit einem Buch nach oben ins Bett zurück. Dieser Vorfall ist der einzige, bei dem eine konkrete Uhrzeit angegeben wird: Es war 19:14 Uhr und nach nur wenigen Seiten war Jack eingeschlafen. Er hatte geträumt, dass er fliegen würde – doch nun wachte er auf und stellte fest, dass es kein Traum gewesen war. Er levitierte zwei Fuß über dem Bett. Jack verfiel in Panik und ruderte mit den Armen. Er landete zurück auf dem Bett. In dem Buch lautet die Beschreibung des Endes der Levitation wie folgt: <em>It was then that the thing hurled him back onto the bed</em>. Es wird also suggeriert, dass ein „Ding“ für die Levitation verantwortlich war.</p>
<p style="text-align: justify;">Bestandteil des Buches sind nicht näher erläuterte Interviews mit den Betroffenen und Aussagen in Ich-Form von möglichen Zeugen. Es fehlen jeweils sämtliche Angaben zum Interviewer und dem Zeitpunkt der Aussagen. Zu den Augenzeugen gehört die 23-jährige Shelley Adams, die nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt ihrer in Romanform aufgezeichneten Aussage seit sieben Jahren in derselben Straße wie die Smurls wohnte und deren Eltern mit Jack und Janet befreundet waren. Nach Shelleys Angabe war den meisten Nachbarn bekannt, dass merkwürdige Dinge im Haus der Smurls passierten. Ausgangspunkt dafür war „das Wochenende“ (keine Zeitangabe), als „das Schreien von einigen Nachbarn gehört wurde“. Da Shelley zu diesem Zeitpunkt noch zuhause wohnte und Janet sich ihrer Mutter anvertraute, war sie angeblich Zeuge etlicher Unterhaltungen. So sei sie eines Nachmittags nach der Arbeit nach Hause gekommen und hatte Janet und ihre eigene Mutter im Gespräch über ein Ereignis vorgefunden, bei dem Janets Schwiegermutter Mary gehört haben wollte, dass in Jacks und Janets Haushälfte Kinder lachten und umherliefen, obwohl niemand zuhause war. Shelley gab in ihrem Aufsatz auch an, dass sich Phänomene in ihr Haus übertragen hätten. So sei sie eines Tages mit Geschirrspülen beschäftigt gewesen, nachdem ihre Mutter und ihr Vater das Haus verlassen hätten. Beim Rausgehen hätte ihr Vater die Tür abgeschlossen. Doch als sie kurz abgelenkt war und sich dann umdrehte, stand die Tür offen, obwohl das Schloss anzeigte, dass sie abgeschlossen worden war. Sofort fühlte Shelley eine Art Präsenz, von der sie sicher war, dass es sich um dieselbe Präsenz handelte, wie sie Janet fühlte. In einer panischen Überreaktion rief Shelley Janet an und beschuldigte sie, dass sie „es“ beim Besuch mitgebracht hätte. Die Möglichkeit, dass die Tür zwar abgeschlossen wurde, aber eben nicht einrastete, wird überhaupt nicht in Betracht gezogen. Der Wert dieser Zeugenaussage ist entsprechend ambivalent einzustufen <a href="#8">[8]</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Die Ereignisse eskalieren <a href="#9">[9]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_7 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">An einem Abend im Juni 1985 wurde Janet von einer unsichtbaren Kraft aus dem Bett gerissen und über den Fußboden gezogen. „Etwas packte mich an meinem rechten Bein“, gab Janet an. Jack versuchte sie festzuhalten, konnte aber nichts ausrichten – zumal er plötzlich paralysierte. Oder, wie er es ausdrückte: „Etwas übernahm die Kontrolle über mich“. Was auch immer Janet festhielt, ließ plötzlich los. Im gleichen Augenblick konnte auch Jack sich wieder bewegen. Dann setze ein Klopfen ein. An dieser Stelle erfährt der Leser, dass die Smurls bereits seit über einem Jahr ein Klopfen und ein Hämmern aus den Wänden kommend hörten, doch nie zuvor war es so laut gewesen wie in dieser Nacht. Dazu kam ein entsetzlicher Gestank. Janet und Jack flohen aus dem Zimmer. Es gibt keine Angaben dazu, was die Kinder machten oder die Eltern im angrenzenden Haus – obwohl doch anzunehmen ist, dass Janets Schreie und der Lärm in den Wänden im ganzen Haus zu hören gewesen sein müssten.</p>
<p style="text-align: justify;">Janet hatte die angebliche Bettelei um Hilfe satt und wandte sich an den Fernsehsender <em>Channel 16</em>. Außerdem kontaktierte sie einen Elektriker, weil einige Lampen selbständig aus- und angingen. Der Elektriker checkte die Leitungen, die erst vor einigen Jahren neu verlegt worden waren und gab an, dass er keine technische Erklärung finden konnte. Der Fernsehsender meldete sich gar nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenigstens auf die Phänomene war Verlass, denn die setzten sich fort. In einer Nacht wurde Jack ein Medaillon vom Hals entfernt, während er schlief. Die Kette hatte keinen Verschluss, musste also über den Kopf gezogen werden. Am folgenden Tag war Janet in der Küche mit dem Abwasch beschäftigt, als Simon, der deutsche Schäferhund der Familie, der ihr zu Füßen lag, plötzlich hochgehoben und gegen die Küchentür geworfen wurde. Der Hund jaulte auf. Als Janet kurz darauf wieder allein in der Küche war, sah sie, wie Simon plötzlich buckelte und aufjaulte; sein Körper begann zu krampfen. Unfähig dem Hund zu helfen, konnte Janet das Tier nur trösten und warten, bis es vorbei war.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Tage später bekamen auch Mary und John Smurl Besuch von einem Hund, allerdings keinem echten. Mary befand sich im Wohnzimmer und sah fern, John war in der Küche. Plötzlich sah sie, wie ein Welpe ohne Kopf und Schwanz durch den Raum rannte und sich dann unter einem Sessel versteckte. Mary rief nach ihrem Mann, der wiederum Jack informierte. Gemeinsam suchten sie nach dem Welpen – erfolglos. Der Platz zwischen Sessel und Boden war auch viel zu eng, als dass ein kleiner Hund darunter passen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kinder der Smurls litten besonders unter den Ereignissen. Leider fehlen auch für die folgenden Vorfälle jede genauere Beschreibung und Zeitangabe.  Demnach seien Töpfe und Pfannen durch die Luft geflogen, Kopfkissen wurden von unsichtbaren Fäusten malträtiert und unheimliches Kratzen in den Wänden war zu hören. Carin bekam eines Tages fürchterlich Angst, als in ihrem Zimmer jenes bereits zuvor beschriebene Flügelschlagen zu hören gewesen war. Dawn erzählte, dass das Flattern an einem anderen Tag aus dem Schornstein zu kommen schien und Jack Tochter Kim bat, rauszugehen und sich den Schornstein anzusehen. Sie konnte nichts sehen, das Flattern setzte sich aber fort. Die achtjährige Shannon, die im Hochbett über ihrer Schwester Carin schlief, war eines Abends zu Bett gebracht worden. Ein paar Stunden später gingen auch Jack und Janet zu Bett. Sie waren etwa eine halbe Stunde eingeschlafen, als sie von einem lauten Krach geweckt wurden, als wäre etwas Schweres die Treppen heruntergestoßen worden. Dann fing Shannon an zu weinen. Janet und Jack sprangen auf und rannten die Treppe herunter, wo sie Shannon in einer Ecke kauernd vorfanden. Janet fragte sie, ob sie auf der Treppe gestolpert wäre. Doch das Mädchen konnte nicht erklären, was vorgefallen war. „Ich weiß nicht, ich weiß nicht“, jammerte sie immer wieder. Schließlich packten die Eltern sie wieder ins Bett, beteten an ihrer Seite und warteten, bis sie wieder eingeschlafen war.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Nachbarschaft kurierten inzwischen Gerüchte über das Doppelhaus. Kinder erzählten von unsichtbaren Schlangen, die sie anfauchten, schweren Fußtritten auf dem Dachboden und eine Zudecke, die aussah, als sei sie von einer langklauigen Kreatur zerfetzt worden. Janet vertiefte sich in Literatur über das Übernatürliche. Ziemlich schnell fand sie heraus, dass ihre Familie nicht die einzige war, die von <em>Dämonen</em> belästigt wurde. So konnte sie für sich erklären, dass Jack (oder sie) sich in einem „übersinnlichen Schlaf“ befanden, wenn sie nicht vom jeweils anderen geweckt werden konnten – einer Art Trance. So hatte sich während der Zeit, in der Janet ihre Studien in der örtlichen Bibliothek betrieb, in einer Nacht eine Art Nebel im Schlafzimmer gebildet. Versuche, Jack aufzuwecken, waren erfolglos. Doch das Phänomen trat einige Nächte später nochmals auf und dieses Mal beobachteten beide, wie sich der Nebel schließlich zu einer Art Figur formte, die dann im Kleiderschrank verschwand.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Familienfreund war Priester und die Smurls hatten sich ihm bei einem Abendessen anvertraut. Father Sean Malone nahm sie ernst und diagnostizierte <em>eine bösartige Präsenz</em>, als er die Treppe hochging. Er segnete jeden Raum, dabei geriet er ins Schwitzen und war sehr nervös. Die drei folgenden Tage verliefen ruhig. Ein paar Wochen später kontaktierte das Ehepaar Montsignor Hugh Byrne. Vorausgegangen war ein Erlebnis von Mary Smurl, die sich in einer Nacht mit der Matratze in der Luft levitierend vorfand und sich beim Absprung beide Knie verletzte. Auch der Montsignor segnete die Räume des Hauses und versprengte Weihwasser. Wieder kehrte für einige Tage Ruhe ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann kündigte ein heftiges Auf- und Zuschlagen von Schranktüren das Ende der Ruhephase an. Eine Person, mit der Janet die Probleme diskutierte, war Forscher einer Universität, der das Paranormale Zeit seines Lebens untersucht hatte. Er schlug vor, dass die Smurls ein Tagebuch führen sollten, in dem die Ereignisse detailliert festgehalten werden sollten. Leider ist nicht überliefert, warum dieser Forscher nicht anderweitig auch aktiv wurde. Die Smurls führten das Tagebuch und stellten bald fest, dass es bestimmte Verhaltensmuster zu geben schien. So traten Phänomene verstärkt auf, wenn einer der beiden sich ärgerte. Diese an sich wichtige Erkenntnis zeigte dem Ehepaar aber nur, <em>dass der Dämon dann Energie von uns zog und sie dann gegen uns einsetzte</em>. Nochmals dachten die beiden darüber nach, an die Öffentlichkeit zu treten, in der Hoffnung, dass sich dann jemand melden würde, der ihnen helfen konnte. Da sie aber fürchteten, dass man sie dann auch komplett für verrückt erklären konnten, sahen sie (noch) davon ab.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>9. Auftritt Ed &amp; Lorraine Warren <a href="#10">[10]</a></h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Im Januar 1986 erhielt Janet einen Anruf ihrer Freundin Tricia Larson, die sich schon lange für das Übernatürliche interessierte. Sie gab Janet den Kontakt eines Professors vom Marywood College in Scranton. Inzwischen war den Smurls klargeworden, dass es sich um eine <em>dämonische Heimsuchung </em>handeln musste. Scheinbar bevor Janet den erwähnten Professor tatsächlich kontaktierte, erfuhr sie durch einen anderen lokal ansässigen Professor, dass sie sich mit Ed und Lorraine Warren in Verbindung setzen sollte, die sich mit solchen Fällen auskannten. Offensichtlich hatte Janet gleich Erfolg, denn kurze Zeit später machten sich die selbsternannten „Dämonologen“ auf den Weg zum Haus der Smurls. Begleitet wurden Ed und Lorraine durch Diane Hayes, Medium und Teammitglied. Den Warrens fiel gleich auf, dass die Smurls nicht die klassische, von Dämonen heimgesuchte Familie war, die sie sonst antrafen <a href="#11">[11]</a>. Vielmehr waren die Smurls streng gläubig. Das erste Interview mit Janet und Jack wurde durch Ed Warren aufgezeichnet. Psychologisch äußerst wertvoll für die ohnehin verängstigte Familie war dabei sicherlich, als Ed von einer Frau erzählte, die eine Puppe besessen hatte, die sich selbständig bewegte. Diese Frau hatte den Fehler gemacht, mit einem Medium eine Séance durchzuführen, während der sich ein Geist meldete, der angab, der Geist eines toten kleinen Mädchens zu sein und die Frau aufforderte, ihm die Erlaubnis zu erteilen, dass er in der Puppe bleiben könnte. Die Frau erteilte diese Erlaubnis, was dazu führte, dass die Puppe wiederholt versuchte, Personen zu besetzen und eine Person im Haus sogar verletzte. Nachdem ein episkopaler Priester <a href="#12">[12]</a> einen Exorzismus durchgeführt hatte, kehrte Ruhe ein. Während Ed das Interview weiterführte, gingen Lorraine und Diane durch das Haus. Dabei stellten die beiden Psychics anhand ihrer Wahrnehmung fest, dass sie nicht nur von unterschiedlichen Geistern, sondern obendrein – und wenig überraschend – auch noch von einem Dämon umgeben waren. Diese „freudige“ Nachricht wurde nun der ohnehin verängstigten Familie wenig zartfühlend überbracht.</p>
<p style="text-align: justify;">Lorraine klärte Janet und Jack ohne Umschweife bei Kaffee und Sandwiches auf, dass sie mit ihren Kindern nicht allein im Haus lebten. Ein Geist sei der einer älteren, wahrscheinlich senilen Frau, die aber lediglich verwirrt sei und das kleinste Problem darstellte. Der zweite Geist sei eine wesentlich jüngere Frau, wahrscheinlich wahnsinnig und darauf aus, der Familie Leid zuzufügen. Allerdings könne man diesen Geist mit Gebeten in Schach halten. Bei dem dritten feinstofflichen Bewohner handele es sich um einen Mann mit Schnurrbart, der deutlich gefährlicher als alle anderen zusammen sei. Dann machte Lorraine eine kunstvolle Pause und wies Janet an, bei dem was sie nun sagen würde, ruhig zu bleiben. Allerdings rechnete Janet ja bereits mit dem Schlimmsten, weshalb Lorraine sie nicht aus dem Konzept bringen konnte. Die Familie erfuhr nun, dass der Dämon in ihrem Haus die drei anderen Geister zu seinem Vorteil manipulieren würde. Sein einziges Ziel sei es, die Familie zu zerstören. Oder, wie Ed Warren es freundlich formulierte: <em>Da ist eine Wesenheit, die versuchen wird, euren Lebenswillen auszusaugen </em>(Seite 99)<em>.</em></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>10. Auf Dämonenjagd mit den Warrens <a href="#13">[13]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_9 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">In einer Angelegenheit unterscheidet sich die Vorgehensweise der Warrens wenig vom Vorgehen obligatorischer Ghosthunter: Auch Ed und Lorraine setzten mit ihrem Team Technik ein. Diane filmte mit einer 35mm-Infrarotkamera, Ed bediente ein Aufnahmegerät. Leider bleibt auch den Rest des Buches über unklar, ob mit diesen Geräten Aufnahmen gelangen. In der Theorie ist davon auszugehen, denn es kam in der Folge angeblich zu etlichen Phänomenen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Schlafzimmer der Smurls, das die „Dämonenjäger“ als einen „Hotspot“ ausgemacht hatten, wurde das Licht gelöscht. Die Warrens beteten drei Vater Unser und drei Heilige Maria, dann wurde mittels eines Kassettenrekorders das „Ave-Maria“ in einer von einer Nonne gesungenen Version vorgespielt – und zwar so lange, bis der Dämon oder einer der anderen Geister offensichtlich genug hatte. Es ertönte ein reißendes Geräusch, als ob etwas von der Wand gerissen werden würde. Trotz der sehr eingeschränkten Lichtverhältnisse konnten das Ehepaar und die Warrens mit Diane sehen, wie zwei große Spiegel an einer Kommode anfingen, vor und zurückzuschwingen. Ein wegen technischer Probleme nicht mehr angeschlossener, aber offensichtlich immer noch auf der Kommode stehender kleiner Fernseher zeigte auf seinem Bildschirm ein grelles weiß-silbernes Licht. Die Kommode fing kurz darauf an zu rütteln. Ed Warren setzte dem Ganzen durch Gebete und dem Versprengen von Weihwasser ein Ende.</p>
<p style="text-align: justify;">Im an diese erste Untersuchung anschließenden Gespräch informierten die Warrens die Smurls, dass sich in ihrem Kleiderschrank eine Art Portal befände, durch das die Geister hinüber in die Haushälfte von Mary und John wechseln könnten. Der kritische Leser und Geisterkenner mag sich fragen, warum dazu ein Kleiderschrank nötig sein sollte, wenn Wände ansonsten kein Problem darstellten. Das Ehepaar wurde angewiesen, ein bestimmtes Gebet von einem Zettel abzulesen, wenn es zu Vorfällen käme: <em>Im Namen Jesu Christi, im Namen des Blutes Jesu Christi befehle ich dir, zu gehen und dahin zurückzukehren, woher du gekommen bist</em> (Seiten 105/106). Außerdem sollten sie einkaufen: religiöse Kerzen und Weihwasser. Ed gab ihnen dazu noch den dringenden Rat, einen Priester zu kontaktieren, damit der einen Exorzismus durchführen könnte. Abschließend wurden die Smurls darüber aufgeklärt, dass die Warrens umsonst arbeiten würden, da sie genug durch den Verkauf ihrer Bücher und Vorlesungen verdienen würden. Die ganze Zeit über waren die vier Kinder mit im Haus und saßen vor dem Fernseher. Es steht frei zu mutmaßen, was sie von dem Gespräch mitbekamen. Die Zwillinge Carin und Shannon jedenfalls waren offenbar beeindruckt genug, um über das Erlebte zu sprechen und wach zu liegen. Sie hörten bald darauf ein Klopfen. Seit Beginn der Phänomene begleiteten die Familie Klopfgeräusche. Manchmal hörten sie sich an, als würde jemand verhalten gegen die Wand klopfen. Dann wieder gab es scharfe, laute Geräusche, die sich wie durch einen Hammer verursacht anhörten. Und dann gab es noch einen tiefen, implodierenden Sound, der das Haus erzittern ließ. Die Smurls verglichen es mit einem Erdbeben, obwohl sie nie eines erlebt hatten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Klopfen wurde auch im Elternschlafzimmer gehört. Kurz darauf wurde Janet mehrfach geschlagen. Während Jack versuchte, seine Frau zu schützen, spürte er, dass ihn etwas an den Fußsohlen kitzelte. Jack versuchte sich dem zu entziehen, während Janet immer noch durch unsichtbare Hände geschlagen wurde. Dann setzte ein Klopfen ein, das so tief und intensiv war, dass das ganze Haus erzitterte. Der Bildschirm des kleinen Fernsehers fing wieder an zu glühen und wurde so hell, dass die Smurls den Blick abwenden mussten. Warum sich der nach wie vor angeblich nicht angeschlossene Apparat immer noch im Zimmer befand, entzieht sich unserer Kenntnis. Dasselbe gilt für eine Äußerung, die dem Hund der Smurls, Simon, zugeschrieben wird, der vor den Schlafzimmern der Mädchen auf und ab patrouilliert:<em> Simon wusste jetzt genau von der Existenz von Dämonen und was diese Tieren aller Art und Menschen antun konnten</em> (Seite 113). Ob der Hund auch interviewt wurde?</p>
<p style="text-align: justify;">Ed Warren jedenfalls war nicht überrascht, als Jack ihn anrief. Vielmehr gab er an, dass er etwas ähnliches befürchtet hatte. Psychologisch wertvoll (ironisch gemeint) war seine Erwiderung auf Jacks Beschreibung der Ereignisse, die sich für ihn und seine Familie angefühlt haten, als wäre ein Krieg ausgebrochen. Ed sagte nach einer dramatischen Pause: „Jack, es <em>ist</em> ein Krieg ausgebrochen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Deutlich weniger leicht zu beeindrucken war offenbar die örtliche Kirche. Janet und Jack wurden weitestgehend abgewimmelt, immerhin aber ließ sich der örtliche Pfarrer dazu hinreißen, diverse religiöse Objekte zu segnen. Einen Hausbesuch lehnte der Geistliche ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Unterdessen setzten sich die Phänomene ungehindert heftig fort. Als die 16-jährige Dawn eines Nachmittags von der Schule heimkam und ihr Makeup verschwunden war, reagierte das Mädchen äußerst ungehalten und sprach Beleidigungen gegen den „Dämon“ aus. Der reagierte mit einem heftigen Klopfen in den Wänden. Janet schnappte sich ein Aufnahmegerät und versuchte, den unsichtbaren Angreifer in ein Gespräch zu verwickeln. Gekürzt lief das Ganze angeblich so ab:</p>
<p style="text-align: justify;">Janet: Ich will mit dir reden. Ich will, dass du einmal für ‚ja‘ und zweimal für ‚nein‘ klopfst. Verstanden? &#8211; Nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">J: Bist du hier, um uns zu schaden? &#8211; Nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">J: Bist du hier, um uns zu schaden? &#8211; Einmaliges Klopfen.</p>
<p style="text-align: justify;">J: Bist du hier, um mir zu schaden? &#8211; Einmaliges Klopfen.</p>
<p style="text-align: justify;">J: Glaubst du an Jesus Christus?</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle hatte der vermeintliche Gesprächspartner scheinbar genug, denn es entstand ein so heftiges Klopfen aus der Wand, dass Janet von derselben weggestoßen wurde und dabei das Aufnahmegerät umstieß. Der Lärm endete erst nach drei oder vier Minuten. Auch von dieser Episode müsste es eigentlich eine Aufnahme geben, denn Janet kontrollierte direkt, ob das Gerät aufgezeichnet hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Janet später an (wahrscheinlich) diesem Tag ein Bad nahm, fühlte sie sich in der Wanne plötzlich beobachtet. Als ein Pfeifen begann, das dem anzüglichen Pfeifen angetrunkener Männer ähnelte, geriet sie sofort in Panik. Jack musste kommen und warten, bis sie sich abgetrocknet hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">An irgendeinem Freitag war Jack früher als gewöhnlich eingeschlafen. Gegen 2 Uhr früh wurde er wach, weil er Leute reden hörte. Er sah auf und bemerkte zwei geisterhafte Frauen im Zimmer, die plötzlich verschwanden. Jack glaubte an einen Traum, aber in der nächsten Nacht erschienen die beiden Frauen wieder. Sie flüsterten miteinander und lächelten Jack an. Der wollte schreien, konnte aber nicht. Sein ganzer Körper war wie gelähmt – klassische Symptome einer <a href="http://www.para-wiki.de/schlafparalyse" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Schlafparalyse">Schlafparalyse</a>, die insbesondere unter den hier auftretenden Begleitumständen auch gehäuft auftreten könnte. Die Frauen verschwanden wieder und tauchten danach scheinbar auch nicht mehr auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Februar 1986 sandten die Warrens zwei ihrer Mitarbeiter resp. Teammitglieder zu den Smurls: Jason Kerns und Ricky Munro. Jason gibt an, dass er die „dämonische Präsenz“ schon von der anderen Straßenseite aus fühlen konnte, ganz wie Ed ihn vorgewarnt hatte. Die beiden stellten Kameras (<em>tape recorders</em>) im oberen Flur des Hauses auf, um die „Eingangspforten“ der Geister zu überwachen. Außerdem führten sie weitere Interviews mit den Smurls durch. Während Jack von seinem Erlebnis mit den zwei Frauen erzählte, setzte ein Klopfen ein, das die nächste Stunde hindurch in jedem Zimmer des Hauses in unterschiedlicher Intensität hörbar blieb. Genug, um die beiden Männer zu überzeugen, dass sie es hier tatsächlich mit etwas „Dämonischem“ zu tun hatten… (Seite 123: <em>By then, of course, I didn’t have any doubt what we were dealing with. It was demonic infestation.</em>).</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder wird es zeitlich verwirrend, aber scheinbar kam es außer den Klopfgeräuschen und merkwürdigen Gerüchen beim ersten Besuch zu keinen weiteren Ereignissen, denn als nächstes lesen wir, dass Jason und Ricky bei ihrem nächsten Besuch einen weiteren Kollegen mitbrachten, Brad Petersen. Auf das Klopfen war auch bei seinem Besuch Verlass. Brad stellte als Notfallsanitäter aber außerdem fest, dass sich die Familie Smurl inzwischen in einem besorgniserregenden gesundheitlichen Zustand befand.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach den ganzen Klopfgeräuschen entschieden Ed und Lorraine Warren, dass es an der Zeit für einen weiteren persönlichen Besuch war – und sie schalteten weitere Experten ein. Die personellen Angaben lassen sich freilich nicht überprüfen, aber zu den Auserwählten gehörten angeblich ein nicht namentlich genannter Gerichtsmediziner, ein ebenfalls nicht namentlich genannter pensionierter Polizist, ein Statistiker namens Brady Cotter und Chris McKenna, Enkel der Warrens und mit einem Abschluss als <em>Bachelor of Arts in Psychology</em> <a href="#14">[14]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Warrens hatten auch einen Priester organisiert, der nach ihrer Ankunft gegen 18 Uhr eintraf. Dieser Priester segnete fix das Haus und ging dann direkt wieder. Beim anschließenden Abendessen entschied Ed, dass er „den sehr gefährlichen Ritus der religiösen Provokation“ anwenden werde. Dazu begab er sich in das Schlafzimmer von Jack und Janet. Der Ritus scheint lediglich darin zu bestehen, dass der Name „Jesus Christus“ ausgesprochen wird, gefolgt von dem Befehl an den „Dämon“, sich namentlich zu bekennen und dann das Haus zu verlassen. Nach eigener Auskunft hatten die Warrens „in der Vergangenheit oft Erfolg“ damit (Seite 134). Ed durchlitt einige, möglicherweise psychosomatische Phänomene: So berichtet er, dass er das Gefühl hatte, erwürgt zu werden, als er betete – später liest sich das zusammengefasst wie folgt: <em> I stood in the hallway, gathering my senses and strength and my courage, still shaken from nearly being choked to death </em>(Ich stand auf dem Flur, sammelte meine Sinne, meine Kraft und meinen Mut, immer noch zitternd, weil ich beinahe erwürgt worden war [Seite 136]).</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz des offensichtlich extrem belastenden Erlebnisses machte Ed in den Schlafzimmern mit seinem Ritual weiter. In einem der Räume kam es dabei angeblich zu einem Temperatursturz von mindestens 30 Grad (<em>… the room temperature dropped at least thirty degrees</em>, Seite 136) und Ed beobachtete, wie ein silberner Faden in einem Spiegel erschien, der erstaunlicherweise folgenden Satz bildete: <em>You filthy bastard. Get out of this house </em>(Du dreckiger Bastard. Verschwinde aus diesem Haus). Zeitgleich trat ein Gestank auf. Beides verschwand dann wieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Brady Cotter, der mit einer Videokamera filmte, wurde zweimal an den Schultern gepackt und hatte das Gefühl, als würde sich der Raum, in dem er stand, mit Elektrizität füllen, sodass sich alle seine Haare aufrichteten.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>11. Die Phänomene eskalieren weiter <a href="#15">[15]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_10 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Während Jack eines Tages in der Dusche stand, wurde er mehrfach gebissen. Von diesen Bissen machte Chris McKenna während seines ersten Besuchs Fotos, die leider nicht veröffentlicht wurden. Insgesamt seien es drei Bisse gewesen, einer davon in Jacks Ohr. Die Bissspuren waren ein paar Tage später verschwunden, aber Hund Simon wurde nun ein weiteres Mal levitiert und geriet dabei wenig überraschend in Panik. Wie Jack dem Warren-Enkel Chris erzählte, sei der Hund einmal vor den Augen von Janet und ihm dematerialisiert und habe sich dann jaulend wieder materialisiert. Mary Smurl gab an, dass sie wieder die schwarze Form in ihrem Schlafzimmer gesehen hatte.  Ohne alle weiteren zeitlichen und inhaltlichen Angaben hatte Chris mit den anderen und ohne die Warrens offensichtlich in der Zwischenzeit weitere Nächte und Wochenenden bei den Smurls verbracht. Obwohl erneut die Rede ist von unzähligen Fotos und weiteren Aufnahmen fand leider keine einzige den Weg in die Bilderstrecke des Buches. Auch wenigstens eine Abbildung der angeblich minutiös angefertigten Protokolle fehlt.</p>
<p style="text-align: justify;">Befremdlich wirkt auch, dass der nächste Vorfall wieder in einem der zeit- und datumlosen Interviews geschildert wird; auch bleibt wieder unklar, wer die Fragen stellt. Die Schilderung von Jack bezieht sich auf den 21. Juni 1986. Demnach sei das Haus einige Tage ruhig gewesen und Jack und Janet gingen nach einem Fernsehabend mit den Kindern zu Bett. Jack erwachte irgendwann, weil er das Gefühl hatte, von einer Klippe geworfen zu werden. Er fühlte eine extreme Panik und war sich nach eigenen Angaben nicht sicher, ob er einen Alptraum durchlebte. Doch dann habe er „ihre Umrisse“ gesehen, was ihn überzeugt hätte, nicht zu träumen. Laut seiner Beschreibung hatte die Frau papierweiße Haut, die aber an einigen Stellen mit Narben oder offenen Wunden bedeckt war; Jack verglich es mit dem Aussehen einer Leprakranken. Die Frau sei um die siebzig Jahre alt gewesen und sie hatte lange, weiße Haare, rote Augen und ihr Mund und Zahnfleisch waren grün. Einige Zähne fehlten, andere waren unnatürlich lang. Zugleich habe sich ihr Körper aber fest angefühlt, eher wie der einer jungen Frau. Jack gab an, sie habe ihn paralysiert – er habe gesehen, wie sie auf ihn zukam und gewusst, was sie vorhatte, aber nichts dagegen tun können. So musste er wie gelähmt zusehen, wie sie ihn bestieg und anfing, ihn zu reiten. Dies sei alles andere als angenehm gewesen; Jack fühlte sich die ganze Zeit über panisch. Der Sukkubus habe mehrere Orgasmen gehabt und sei dann verschwunden. Danach war Jack mit einer klebenden Substanz bedeckt und sein Penis war wund. Die Substanz hatte einen sehr stickigen Geruch und Jack sprang angewidert unter die Dusche. Janet hatte zu dem Zeitpunkt unten auf der Couch geschlafen. Am nächsten Morgen erzählte Tochter Dawn beim Frühstück, dass sie von einer hässlichen alten Frau mit fehlenden Zähnen und Wunden überall geträumt hatte, die mit ihrem Dad Sex gehabt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch dieses Erlebnis kann gut als Schlafparalyse verortet werden. Dawns Beteiligung beruht vielleicht auf Geräuschen, die sie gehört und unbewusst interpretiert hat oder die Geschichte wurde ganz im Sinne der Dramaturgie erfunden oder im Nachhinein angepasst.</p>
<p style="text-align: justify;">Die nachfolgende Episode einzuordnen ist deutlich schwieriger. Scheinbar versuchte Janet Smurl nach wie vor die katholische Kirche für einen Exorzismus zu gewinnen. So wendete sie sich erneut an die örtliche Niederlassung der Kirche und wurde mit einem „Father Callaway“ verbunden, der ihr äußerst verständnisvoll begegnete und zusicherte, er werde sich mit dem Vorsitzenden in Verbindung setzen, um die Maßnahmen mit ihm zu besprechen. Leider stellte sich im Nachgang heraus, dass es in der Diözese keinen Father Callaway gab und nie gegeben hatte. Auch der Priester, an den sich Janet bei erneuter Nachfrage dann wenden konnte, erwies sich als unzuverlässig und rief entgegen seiner Zusage nie zurück. Dennoch kehrte an diesem Abend wieder einmal Ruhe ein.</p>
<p style="text-align: justify;">In derselben Woche, in der Janet mit dem mysteriösen „Father Callaway“ telefonierte, war der Enkel der Warrens offensichtlich mehrmals vor Ort bei den Smurls und notierte in seinem Tagebuch die dort aufgetretenen Phänomene – wobei er diese offenbar nicht selbst wahrgenommen hatte. So berichtete er von heftigen Klopftönen und dem Geräusch von Hufen in Wänden und Decke auf der Hausseite von Mary und John, einem Kratzen, das sich nach Ratten in den Wänden anhörte und ebenfalls von John und Marys Hausseite kam, einem Temperatursturz und fürchterlichem Gestank beim Versuch, den Dämon ein weiteres Mal durch Gebete einzuschüchtern, eine paralysierte Janet und Atemdampf vor Chris‘ Mund, obwohl der Raum warm war.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Janet wurde in dieser Zeit beinahe Opfer einer übernatürlichen Vergewaltigung: Chris berichtete den Warrens, dass ein Inkubus Janet sexuell belästigt, aber nicht vergewaltigt hätte. Außerdem sei auf einer Aufnahme neben den Klopfgeräuschen auch quiekende Schweine zu hören. Schweine spielen bei okkulten Ritualen in den USA eine große Rolle. In diesem speziellen Fall waren Schweineknochen angeblich unter einem verlassenen Haus in der näheren Umgebung gefunden wurden, die die Form eines Hexagramms aufgewiesen hatten und damit für satanische Rituale verwendet worden waren (Seite 16). Auch im Fall „Amityville“ spielte ein Schwein eine entscheidende Rolle. Generell kann angenommen werden, dass Schweine von den Warrens dämonisiert wurden und als sicheres Zeichen gewertet wurden, dass etwas Dämonisches sein Unwesen trieb.</p>
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				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_13  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>12. Der erste Exorzismus <a href="#16">[16]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_11 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die römisch-katholische Kirche weigerte sich weiterhin standhaft, sich mit den Smurls und ihren Problemen auseinanderzusetzen. Die Warrens brachten daher ihren eigenen „Exorzisten“ ins Spiel: Robert F. McKenna. McKenna war Traditionalist und gehörte der Episkopalkirche an; er hatte der römisch-katholischen Kirche bereits vor 25 Jahren abgeschworen, als Rom entschieden hatte, dass Messen in Englisch zu lesen seien. Auch die weiteren Neuerungen durch den Vatikan waren ihm zuwider gewesen. McKenna war also kein von der katholischen Kirche autorisierter Exorzist, arbeitete aber recht häufig in dieser Funktion mit den Warrens zusammen.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Nacht, bevor das Ereignis stattfinden sollte, sah Jack erneut die zwei Frauen, die von innen heraus glühten und die ihn bereits einige Monate zuvor „besucht“ hatten. Dieses Mal war allerdings noch ein Mann dabei. Erneut war Jack paralysiert, was er der Macht der Geister zuschrieb, nicht aber einer Schlafparalyse. Der Mann zeigte auf Jack und sagte ihm zweimal, dass er „dafür bezahlen“ würde. Als die Erscheinungen verschwanden, konnte sich Jack wieder bewegen. Der ganze Vorfall hatte um die fünf Minuten gedauert, was wie der Inhalt (z.B. Angst vor dem Exorzismus, daher die Bedrohung) ebenfalls für eine Schlafparalyse sprechen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Warrens sind beim Exorzismus nicht anwesend, da Ed, angeblich auf der Fahrt, erkrankt – was er den teuflischen Kräften des Dämons zuschreibt, der sein Kommen um jeden Preis verhindern will. In den Stunden vor der Zeremonie öffneten die Smurls auf Anweisung sämtliche Türen im Haus, damit die Geister sich nicht während des Exorzismus „verstecken“ konnten. Obwohl John und Mary in der anderen Haushälfte ja ebenfalls mindestens teilweise von Phänomenen berichteten und ähnlich verängstigt waren wie die Smurls, wurden sie offenbar nicht als Teil der Phänomene betrachtet, sondern galten vielleicht als „zufällig involviert“. Als Janet nach dem Besuch von Jacks Eltern in ihre Haushälfte zurückkehrte, soll es in der Küche nach Rosen gerochen haben (bestätigt durch Jack und Dawn). Gegen 14 Uhr reiste Father McKenna an. Nachdem er sich in Dawns und Kims Zimmer umgezogen hatte, begann er mit römisch-katholischem Ritual der Teufelsaustreibung. In diesem Zusammenhang erfahren wir, dass der spätere Bischof in der Episkopalkirche bereits mit vielen Dämonen gesprochen haben soll, während er die Austreibung durchführte. Das Rituale Romanum wird durchgängig in Latein gesprochen. Da diese Sprache durch den Energumen (Besessenen) in den meisten Fällen nicht beherrscht werden dürfte, erfolgt so eine Überprüfung, da davon ausgegangen wird, dass Dämonen und der Teufel selbst sie verstehen. Father McKenna durchschritt nun jeden Raum, betete dabei das Rituale Romanum (oder sicherlich eher Auszüge desselben) und versprengte Weihwasser. Er bat das Ehepaar, ihn zu begleiten. Während die drei von Zimmer zu Zimmer schritten, geschah nichts. Erst als sie sich im unteren Bereich des Hauses vor einem provisorischen Altar versammelten und Jack (der Messdiener gewesen war) und Father McKenna begannen, eine traditionelle Messe in Latein abzuhalten, ertönten von oben Geräusche, als würde ein sehr junges Kind einen Wutanfall bekommen. Dann hörten sie, wie in der Küche die geöffneten Schranktüren zuflogen. Direkt vor ihnen stehende Pflanzen und Dekoartikel begannen zu vibrieren. Father McKenna setzte seine Gebete in erhöhter Lautstärke fort, bis plötzlich wieder Ruhe herrschte. Auch ein Geruch nach Rosen setzte wieder ein. Bevor der Father später das Haus verließ, schärfte er Janet und Jack ein, dem Dämon keine Aufmerksamkeit zu schenken und nicht mehr über die Vorfälle zu sprechen. </p>
<p style="text-align: justify;">Wenngleich offenbar kurze Zeit wieder Ruhe einkehrte, berichteten die Smurls Ed Warren, dass danach die Phänomene wieder einsetzten. Jacks Mutter, Mary, berichtete von Klopf- und Zischgeräuschen und einem unaushaltbarem Gestank nach Abwasser an einem Tag. Aus Dawns Zimmer verschwand Kleidung und das Mädchen berichtete, dass sie gesehen hatte, wie sich ihre Ohrringe selbständig aus der Schmuckbox erhoben und vor ihren Augen hin und her flogen. Die Familie schaffte es nicht, die Ereignisse zu ignorieren und sie sprachen untereinander darüber. Zu allem Überfluss erkrankte Carin Smurl so schwer, dass sie eine Woche ins Krankenhaus musste. Damit war allen, einschließlich Father McKenna, klar, dass der Exorzismus nicht erfolgreich gewesen war.</p>
<p style="text-align: justify;">Carin war just wieder auf dem Weg der Besserung, als Dawn im Badezimmer attackiert wurde. Sie wollte duschen. Das Klopfen in den Wänden ignorierte sie, doch als sich etwas Unsichtbares mit deutlichen Absichten gegen sie drückte und sie dabei brutal an den Armen festhielt, schrie sie nach Hilfe. Sie schaffte es, sich loszuwinden und das Badezimmer zu verlassen. Die Warrens entsandten daraufhin wieder Teammitglieder, die von den Ereignissen berichteten, die ihnen wiederum durch die Smurls erzählt worden waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Demnach switchte der „Dämon“ immer noch zwischen den beiden Haushälften hin und her. John Smurl erlitt dabei einen Körpertemperatursturz und es dauerte lange, bis ihn zahlreiche Decken soweit wieder aufwärmten, dass sein Zittern und Zähneklappern aufhörten. Janet erwachte eines Morgens mit Druckstellen auf ihrem Arm, ein Finger zeigte eine Art Bisswunde und war geschwollen. Auch Mary Smurl fand merkwürdige oberflächliche Verletzungen auf ihren Armen. Einmal sperrte Janet den Familienhund Simon in den Garten und ging einkaufen. Als sie wiederkam, befand sich der Hund plötzlich im Wohnzimmer. Während Janet ein Bad nahm, materialisierte sich vor ihren Augen ein Inkubus. Sie rannte aus dem Badezimmer, bevor die Materialisierung vollständig abgeschlossen war. Mary Smurl berichtete Janet, dass Wasserhähne sich selbständig an- und ausstellten und Töpfe und Pfannen verschwunden. Einmal habe ihr Schlafzimmer so entsetzlich gestunken, dass sie unfähig war, es zu betreten. Janet war zu ihr gegangen und hatte Weihwasser versprengt, was angeblich dazu führte, dass der Gestank verschwand. Dasselbe half gegen plötzlich auftretenden Gestank im Auto. Es gab auch weitere Apparitions, so schaute Jack einmal fern, als er einen jungen Mann zu sehen glaubte, der ihn beobachtete und verschwand, als Jack aus seinem Sessel aufstehen wollte. Er wurde außerdem erneut aus dem Bett levitiert und brutal zu Boden geworfen. Ein Besucher der Smurls behauptete, in einem Fenster eine ältere Frau mit sehr langen weißen Haaren gesehen zu haben, die ihn anstarrte, levitierte und vor und zurück schwebte. Mary Smurl sah erneut die gesichtslose schwarze Masse. Aufgrund der ständigen Vorfälle zeigte sie inzwischen schwere psychische Reaktionen einer Depression.</p>
<p style="text-align: justify;">Ed und Lorraine wussten zu „helfen“ und erklärten den Smurls freundlicherweise die „vier dämonischen Phasen“: Befall, Unterdrückung, Besessenheit und Tod. Da sie nach dieser Auffassung unmittelbar vor der dritten Phase standen, empfahlen die Warrens ihnen, einen Kurzurlaub auf ihrem Lieblingscampingplatz einzulegen. Doch noch auf der Fahrt dorthin äußerte Jack Smurl, dass er kein gutes Gefühl habe. Das wiederum verärgerte Janet und sorgte kurzzeitig für Spannung zwischen ihnen. Doch der erste Tag verlief reibungslos. Am Nachmittag war Janet mit den Kindern unterwegs, während Jack mit Hund Simon im Schatten saß, mit Blick auf die Wäscheleine, an der Janet nasse Badekleidung und Handtücher aufgehängt hatte. Obwohl es angeblich windstill war, fielen plötzliche alle Wäschestücke auf einmal von der Leine. Es bleibt unklar, ob Janet Wäscheklammern zur Befestigung benutzt hatte; laut Jack waren die Wäschestücke „sicher befestigt“. Als es dunkel wurde, entschied Jack ein Feuer zu machen. Kaum entfaltete dieses seine volle Kraft, da knurrte Simon plötzlich und starrte auf ein paar Büsche in der Nähe. Jack sah ebenfalls in diese Richtung uns bemerkte zu seinem Erstaunen ein Mädchen im Teenageralter und altertümlicher Kleidung, das sich nach etwa zehn Sekunden in Luft auflöste. Dann erschien sie wieder, um unmittelbar darauf erneut zu verschwinden. Das Ganze wiederholte sich noch einmal und endete, als sich Jack und Simon dem Standort näherten.</p>
<p style="text-align: justify;">Am selben Abend, Janet und die Kinder waren zurückgekehrt, die jüngeren Zwillinge im Bett, saßen Jack, Janet, Davey (Cousin), Kim und Dawn am Lagerfeuer. Vom um die 50 Meter entfernten See beziehungsweise von der weitere 140 Meter entfernten anderen Seeseite (also insgesamt eine Entfernung von rund 200 Metern) hörten sie plötzlich die Hilferufe eines jungen Mädchens. Jack blieb mit Kim beim Feuer, Janet, Davey und Dawn machten sich auf den Weg zum gegenüberliegenden Seeufer. Ihre Suche blieb erfolglos. Auf dem Rückweg passierten sie den kleinen Kiosk und blieben abrupt stehen: Obwohl es windstill war, drehte sich eine 190-Liter-Metalltonne in hoher Geschwindigkeit um sich selbst. Auch Jack konnte dies angeblich von seiner Position aus sehen, da das Flutlicht des Kiosks eingeschaltet war. Nach vielleicht dreißig Sekunden stoppte die Tonne ihre Drehungen und fiel um. Die Familie war vollkommen entnervt und verließ den Campingplatz am nächsten Morgen. Auf dem Rückweg musste Jack einmal rechts ranfahren, weil das ganze Auto durch mysteriöse Stoßwellen vibrierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Warrens immer deutlicher Dämonen und Poltergeister über einen Kamm scheren, scheint sich an dieser Stelle eine Fokusperson herauszukristallisieren: Jack Smurl. Für ein RSPK-Phänomen spricht explizit, dass die Phänomene (laut den Warrens der „Dämon“) mit den Smurls „reiste“. Jack wird zudem am häufigsten und schwersten attackiert. Wenn Janet und Co. von Phänomenen berichten, ist unklar, ob sich Jack nicht ebenfalls in der Nähe befand. Auch kommt es vor, dass Familienmitglieder Phänomene „alleine“ erleben, wenn die Fokusperson nicht in der Nähe ist.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>13. Erneute Eskalation der Phänomene <a href="#17">[17]</a></h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Nach dem missglückten Versuch, den Phänomenen zu entfliehen, kam es noch in der Nacht der Rückkehr nach Hause zu weiteren Vorfällen. So wurde &#8211; laut Janets Aussage in einem weiteren Interview &#8211; Shannon levitiert und Mary Smurl wurde so heftig von dem gesichtslosen Schatten erschreckt, dass sich die Familie ernsthaft um ihre Gesundheit sorgte. Außerdem wurde Shannon auch noch mit Gewalt aus dem Bett geworfen und gab an, dass der schwarze Schatten dafür verantwortlich sei und sie erst gegen die Wand und dann auf den Boden geworfen habe – dabei habe er gesagt: <em>Eins, zwei, drei und du bist raus.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Bezeichnenderweise folgten die Phänomene Jack auch an dessen Arbeitsplatz. Seine Arbeitskollegin Maria Ramos sagte aus, dass Jack ihr von den Vorfällen in seinem Haus erzählt hatte und sie zunächst skeptisch gewesen war. Doch dann fing zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt plötzlich das Telefon an, sehr merkwürdig zu läuten. Als Jack ihr erzählte, wie extrem verängstigt er gewesen war, während er levitiert wurde, ertönte ein Geräusch ähnlich einem Brandmelder. Über die nächsten Monate kam es mehrfach zu dieser Art Vorfällen und auch eine technische Überprüfung konnte keine Ursache liefern. Eines Tages folgte dem unheimlichen Telefonklingeln auch noch ein auffälliger Gestank und am Radio erklang ein Geräusch, als würde jemand mit den Fingerknöcheln dagegen klopfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem Vorfall auf dem Campingplatz war den Smurls endgültig klargeworden, dass es keinen Sinn machte, vor den Vorfällen wegzulaufen. Selbst wenn sie das Doppelhaus verkaufen würden – der „Dämon“ würde ihnen folgen. Janet wurde ein weiteres Mal sexuell belästigt und im Verlauf dieser Attacke gewürgt. Die unsichtbare Kraft riss sie vom Sofa, beständig den Druck auf ihre Kehle erhöhend. Hund Simon versuchte sie zu beschützen, doch liefen seine Bemühungen im wahrsten Sinne des Worts ins Leere. In ihrer Not und in dem Wissen, dass sie allein im Haus war und Mary auf der anderen Seite sie nicht würde hören können, rief sie Jesus Christus an. Irgendwann ließ der Druck um ihren Hals nach. Noch am selben Abend rief Jack erneut die Warrens an – ein zweiter Exorzismus musste her.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>14. Der zweite Exorzismus <a href="#18">[18]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_13 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">An dem Tag, an dem der zweite Exorzismus stattfand, wurde Father McKenna von der gesamten Familie Smurl und deren Kindern erwartet. Weil er dieses Mal auf das Lesen der Messe aus unbekanntem Grund verzichtete, war der Exorzismus kürzer. Er lief durch alle Räume auf beiden Hausseiten, zitierte Gebete in Latein und versprengte Weihwasser. Sogar Hund Simon wurde mit einem speziellen Schutzgebet bedacht, das ebenfalls aus dem Rituale Romanum stammen sollte. Während der ganzen Zeit blieb es in beiden Haushälften vollständig ruhig und vermutlich waren die gaffenden Nachbarn etwas enttäuscht, als der Priester einfach wieder in sein Auto stieg und davonfuhr. Doch McKenna hatte selbst kein Vertrauen in die Zeremonie und war überrascht, als Janet ihm bei einem Telefonat am gleichen Abend mitteilte, dass es immer noch ruhig war.</p>
<p style="text-align: justify;">Falls diese Vorahnung der Wahrheit entspricht, sollte McKenna Recht haben. Noch in derselben Nacht nach dem Exorzismus waren die Schläge in den Wänden so laut wie noch nie. Janet und Jack beruhigten die Kinder, bis der Lärm nach etwa einer Stunde aufhörte. Das Ehepaar war gerade wieder eingeschlafen, als die Matratze unter ihnen anfing, sich zu bewegen und levitierte, bevor sie mitsamt Jack und Janet wieder im Gestell landete.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch in derselben Woche saßen die Smurls gerade beim Abendessen, als sich die Türen der Eichenvitrine in der Küche selbstständig öffneten, 18 Tassen und Unterteller herausschwebten und auf dem Fußboden zerschellten.</p>
<p style="text-align: justify;">In der darauffolgenden Woche wollte Janet gerade in die Dusche, als sie eine menschenähnliche Gestalt in einer Ecke stehen sah. Sie rief nach Jack, der offensichtlich in der Nähe war, doch als der ins Badezimmer kam, war die Apparition verschwunden. Am Mittwoch saß Janet in der Badewanne, als sie einen Mann stöhnen hörte, als befände der sich in einer sexuellen Ekstase. Wieder rief sie nach Jack, der mit ihr wartete, bis sie ihr Bad beendet hatte. Auch am Donnerstag kam es wieder zu einem Vorfall im Badezimmer. Janet war früh zu Bett gegangen und wurde gegen 2 Uhr früh wach, weil sie Durst hatte. Wegen der jüngsten Ereignisse ließen die Smurls inzwischen das Licht im Badezimmer ständig an. Als Janet nun eintrat, sah sie jenen schwarzen Schatten vor dem Handtuchschrank stehen, der seit Beginn der Phänomene auftauchte. Janet hatte das Gefühl, dass die Gestalt sie direkt blicklos ansah. Janet machte sofort kehrt und weckte Jack, doch war die Erscheinung wieder verschwunden, als beide ins Badezimmer zurückkehrten.</p>
<p style="text-align: justify;">Freitagnacht war das Ehepaar zu Bett gegangen, als Janet erneut fühlte, wie etwas sie sexuell berührte. Jack versuchte mit Weihwasser und Gebeten zu intervenieren, doch schien es eine Weile zu dauern, bis die Attacke endete. Etwa eine Stunde nachdem die Smurls schließlich eingeschlafen waren, wurden sie geweckt, weil sich die Matratze erneut bewegte, regelrecht geschüttelt wurde. Dann schienen unsichtbare Fäuste auf die Matratze einzuschlagen und schließlich levitierte sie erneut und machte in der Luft Bewegungen, als befände sie sich auf einer Achterbahn. Dieses Mal waren die Kinder wach geworden und standen nun schreiend in der Tür.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls Freitagnacht sah Janet die Apparition einer Frau, die sie anlächelte, aber keine echte Bedrohung für sie darstellte. Dieselbe Frau erschien am folgenden Tag noch mehrmals und in Janet wuchs der Gedanke, dass die Frau doch eine Gefahr darstellte. Das folgende Ereignis fand dann in derselben Nacht im Bett statt, als Jack sich mit Janet unterhielt und angeblich Dampf aus ihrem Mund kam, als sie sich ihm zuwandte. Ob es sich um eine Halluzination handelte, bleibt ungeklärt und scheinbar blieb es bei diesem einmaligen Vorfall. Das Ehepaar entschloss sich mit Lorraine und Ed Warren die Möglichkeit durchzusprechen, doch an die größere Öffentlichkeit zu gehen. Noch während Janet und Jack das besprachen, erklang plötzlich ein Schrei aus einem der Mädchenzimmer. Sie sprangen aus dem Bett und rannten zum Zimmer der Zwillinge. Carin berichtete, dass sie den Mann in dem schwarzen Umhang gesehen und dieser im Flur gestanden habe. Auch wenn es sicherlich verständlich wäre, wenn die Zimmertüren in der Nacht aufgrund der Vorfälle geöffnet blieben, kann doch nicht ausgeschlossen werden, dass das Kind den Vorfall geträumt hat – immerhin wurden alle Kinder sehr offen in die Geschehnisse eingeweiht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Warrens beriefen sich beim nächsten Gespräch nicht nur darauf, dass es mit dem „Amityville“-Fall ein besonders eindrucksvolles Beispiel für eine dämonische Besessenheit gegeben habe <a href="#19">[19]</a>. Als Jack und Janet ihnen in ihrer Verzweiflung mitteilten, dass sie das Haus verkaufen und wegziehen wollten, erzählten ihnen die Warrens, dass dies ein sinnloses Unterfangen sei: Der Dämon könnte ihnen sehr wohl folgen, was ja auch bereits geschehen war, z.B. auf dem Campingplatz. Sie rieten den Smurls dringend von einem Umzug ab. Der Idee, an die Öffentlichkeit zu gehen, stimmten die Warren hingegen zu. Sie kannten sogar schon das richtige TV-Format: <em>People are Talking</em>, mit Richard Bey. Lorraine war bereits von ihm eingeladen worden und die Smurls würden hinter einer Wand sitzen, sodass sie nicht erkannt werden konnten.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Zwischenzeit hatte auch Besuch unangenehme Erfahrungen gemacht. Jacks Schwester war mit Ehemann und Sohn Davey angereist und während Cindy das Badezimmer nutzte, während das Licht an war, war sie vollständig von tiefster Dunkelheit umgeben worden. Sie glaubte bereits, den Verstand verloren zu haben, als sich die Dunkelheit lichtete und sie das Badezimmer wieder sehen konnte. Neffe Scott hatte eine schwarze Figur auf der Außenveranda stehen sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juli nachten sich Janet und Jack Smurl auf den Weg nach Philadelphia, zur TV-Show. Die Kinder waren bei den Großeltern, Dawn besuchte Freunde in New Jersey. Nach eigenen Aussagen waren die Smurls aufgeregt, aber guter Dinge, als Jack plötzlich heftig in den Rücken getreten wurde. Er wurde gegen das Lenkrad gedrückt und musste kurz rechts ranfahren, weil er sich sorgte, die Kontrolle über das Auto zu verlieren. Im Hotel angekommen, waren sie etwa zwanzig Minuten im Bett, als die Matratze anfing, sich zu bewegen. Etwas Weihwasser sorgte für Ruhe, doch gegen Mitternacht boxte eine unsichtbare Kraft so heftig gegen die Matratze, dass Janet und Jack nicht im Bett bleiben konnten und sich auf Stühle setzen mussten, die fortgesetzte Attacke gegen die Matratze beobachtend.</p>
<p style="text-align: justify;">Passend zum Frühstück im Hotel trafen die Smurls auf die Warrens. Angeblich kam es zu einem Ereignis im Frühstückssaal des Holiday Inn-Hotels: Die Smurls waren durch den nächtlichen Vorfall übermüdet und gestresst und saßen den Warrens gegenüber, deren Stühle vor einer Wand standen. Es ist unklar, wo sich Lorraine zu dem Zeitpunkt befand, denn die Rede ist nur von ihrem Stuhl, der <em>einen halben Inch </em>(weniger als 1,5 Zentimeter!) vom Boden angehoben und dann gegen den Tisch geworfen wurde. Scheinbar blieb es bei diesem einen Vorfall und der TV-Auftritt fand wie geplant statt, führte allerdings zu keinem Ergebnis: Niemand meldete sich und bot seine Hilfe an.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>15. Ein wütender Dämon <a href="#20">[20]</a></h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die nächsten zwei Wochen stellten eine einzige Belastungsprobe für die Smurls dar. Noch während Jack und Janet ihren TV-Auftritt hatten, war das Klopfen und Schlagen innerhalb des Hauses bei Mary und John so laut geworden, dass sie das Haus mit den Kindern verlassen mussten. Irgendwann konnten sie ins Haus zurückkehren, doch setzten sich die Klopfgeräusche die ganze Nacht hindurch fort. John erlebte außerdem wieder heftige Kälteschübe.</p>
<p style="text-align: justify;">Drei Nächte nach ihrer Rückkehr spürte Janet Smurl im Schlaf, wie die Bettdecke sich hob und auf den Boden fiel. Als sie die Augen öffnete, wurde ihr klar, dass sie levitierte. In Bauchlage schwebte sie durchs Zimmer, wurde gegen die Wände geworfen, gedreht und ihre Arme und Beine schmerzhaft verdreht. Während der ganzen Zeit schrie sie nach Jack, der sich aber angeblich in einem <em>psychic sleep</em> befand (vielleicht einer Art Trance oder eine Schlafparalyse?) und nicht reagierte. Irgendwann lag sie plötzlich wieder neben ihm und Jack wachte auf. Janet zeigte ihm die Hämatome, die sie während der Levitation erlitten hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Jack gab an, kurz nach dem Einschlafen und Aufwachen aufgrund eines Geräusches eine neue Form der Apparition gesehen zu haben: eine Kreatur, fast drei Meter groß, auf zwei Beinen, aber mit einem fellbesetzten Kopf mit roten Augen und der Schnauze eines Schweines. Einmal mehr stand diese Erscheinung am Fuß seines Bettes und machte Drohgebärden in seine Richtung. Janet erwachte durch Jacks Schrei, sah die Apparition aber nicht. Auch hier liegt eine Schlafparalyse nahe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Teammitglieder der Warrens, die in dieser Zeit immer mal wieder vor Ort waren, kehrten jedes Mal mit abenteuerlicheren Geschichten ins Headquarter zurück. Janets Mutter Gloria glaubte während eines Besuches, von Jack gerufen worden zu sein. Jack bestritt dies. Auch Mary Smurl berichtete exakt dasselbe. In der Nacht darauf wurde Jack an den Beinen von einer unfassbaren Hitze belästigt, die nur mit Weihwasser bekämpft werden konnte. Das Telefon klingelte ständig und hielt die ganze Familie wach. In einer weiteren Nacht setzten dazu wieder Klopf- und Schlaggeräusche ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den psychischen Belastungen kam eine extreme Wetterlage. Die Hitze in West Pittston war unaushaltbar. Das Ehepaar konnte nur ohne Bettwäsche schlafen. Eines Nachts lag Janet laut eigener Aussage noch wach und dachte nach, als sie spürte, wie sich eine Art Nebel bildete. Unmittelbar danach konnte sie sich nicht mehr bewegen und sah die Apparition eines Mannes mit zwei Hörnern am Kopf.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn die im Buch beschriebene Steigerung sich nicht in den Phänomenen zeigt, so war es offensichtlich doch durch die Smurls entschieden worden, dass sie sich erneut an die Öffentlichkeit wenden wollten, um Hilfe zu erhalten. Und dieses Mal wollten sie sich nicht hinter einem Sichtschutz „verstecken“. Die Warrens unterstützten diese Idee erneut, auch weil sie glaubten, dadurch die Diözese in West Pittston unter Druck zu setzen. Diese sollte die Vorfälle endlich ernst nehmen. Außerdem schlug Ed Warren weitere Exorzismen vor. Immerhin warnten die Warrens das Ehepaar aber auch vor den möglichen Konsequenzen in der Öffentlichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">In einem weiteren der undatierten Interviews berichtet Jack, dass in Shannons Zimmer die „dunkle Gestalt“ erschienen sei und sie nicht aufhören konnte zu weinen. Dawn hörte gegen 5 Uhr morgens, als sie sich in der Küche ein Glas Wasser holen wollte, ein dreimaliges lautes Klopfen gegen die Eingangstür. Sie weckte ihren Dad, doch als beide nachsahen, war niemand zu sehen. Nachdem beide wieder zu Bett gegangen waren, klopfte es innerhalb der Schränke und Schubladen und Schranktüren gingen auf und zu. Auch Hund Simon wurde erneut attackiert; er fing plötzlich an nach Luft zu schnappen. Jack gab an, er habe die Präsenz deutlich fühlen können und bevor alles aufhörte, sei er außerdem am Arm gefasst worden und ein entsetzlicher Gestank habe den Raum erfüllt. Doch noch in derselben Nacht hatte Jack das Vergnügen mit einer weiteren Apparition, als er das Badezimmer aufsuchte. Erneut war es eine Mischung zwischen Mensch und Tier, riesig groß und bedrohlich. Jack rannte den Flur entlang zurück zum Schlafzimmer, und die Kreatur folgte ihm und verschwand erst im Schlafzimmer durch die Wand. Möglicherweise entspringt auch dieses Erlebnis eher einer Schlafparalyse.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nachbarn Daniel und Louise Harrington werden – wie alle anderen Beiträge – in Romanform als Zeugen eingeführt. Zeitliche Zusammenhänge bleiben einmal mehr unklar. Daniel und Louise mit den Kindern Julie (21 Jahre) und Darrell (16) hatten von Janet erfahren, dass die Smurls unter unerklärlichen Phänomenen litten. Louise beschreibt sich aufgrund wörtlicher Rede und Ich-Form als bestenfalls erinnert anzunehmenden Aussage als skeptisch; doch habe sie im Sommer 1986 ihre Meinung ändern müssen. Die Familie schaute einen Film, als plötzlich ein Schreien anfing, das Louise eher unecht vorkam. Es dauerte etwa eine Minute und eine Überprüfung der näheren Umgebung ergab keine Ursache. Zwanzig Minuten nachdem sie sich wieder hingesetzt hatten, erklang das Schreien erneut. Dieses Mal schien klar zu sein, dass es aus Richtung des Smurl-Hauses kam – doch war die Familie am Morgen zu einem Campingwochenende aufgebrochen (ob Mary und John zuhause geblieben waren, ist unklar). Ein drittes Mal erklang das Schreien. Die Harringtons standen am Fenster und glaubten sogar lokalisieren zu können, dass das Schreien aus Dawns und Kims Zimmer zu kommen schien. Obwohl der Vorgang klar dem Nachbarhaus zugeordnet werden konnte, bekam es die Familie mit der Angst zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;">Tochter Julie hörte ein paar Tage später ein Kratzen am Fenster, als sie im Bett lag. Außerdem wurde es angeblich eiskalt. Scheinbar konnte die Mutter weder das eine noch das andere Phänomen bestätigen, obwohl sie mit der Tochter lange in deren Zimmer wach saß. Eine Woche später kam Julie völlig aufgelöst spät abends die Treppe heruntergerannt: In ihrem Zimmer sei eine Präsenz gewesen. Sie hatte am ganzen Körper Gänsehaut und zitterte unkontrolliert. Ob die Eltern dieses Mal auch das Zimmer überprüften, bleibt unklar. Ein weiterer Vorfall war ein nächtliches Klopfen an die Haustür und Sohn Darrell gab an, ein Klopfen am Couchtisch gehört zu haben, während Dawn Smurl und ein weiterer Freund anwesend waren. Der Junge wirkte außerdem unnatürlich erschöpft. Julie hörte an einem Tag während eines Telefonats, wie sich eine ihrer Kleiderschranktüren öffnete und wieder schloss. Dann fühlte sie erneut die Gegenwart einer unbekannten Präsenz. Zu guter Letzt behaupten die Harringtons auch, jenes laute Flattern gehört zu haben, das sich am Smurl-Haus von Fenster zu Fenster zu bewegen schien.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Jahre dauerten die Phänomene in dieser Intensität nun an. Entgegen der Behauptung der Warrens hatten die Smurls festgestellt, dass ihnen die angeblichen Wesenheiten zwar folgten, die Vorfälle aber bei weitem nicht so dramatisch wie zuhause waren. Deshalb gingen Jack, Janet, die Kinder und die Großeltern Mary und John ein weiteres Mal auf ihren Lieblingscampingplatz.</p>
<p style="text-align: justify;">Mary Smurl berichtete in einem weiteren Interview, dass alle gespannt waren, was wohl passieren würde, wenn das Haus eine ganze Woche lang leer stand und ob der „Dämon“ ihnen wieder folgen würde. Scheinbar tat „er“ das, denn Mary erzählte, dass ihr Bett im Camper durch den „Dämon“ attackiert worden sei. Dieses Bett war auf den Boden genagelt und konnte folglich nicht bewegt werden. In der ersten Nacht hörte Mary sehr schnelle und kräftige Klopfgeräusche vom Dach und Fußboden des Campers herkommend. Sie wollte aufstehen, doch noch bevor sie das tun konnte, wurde das Bett losgerissen und bewegte sich von links nach rechts. Nach eigenen Angaben schrie sie, doch noch bevor ihr jemand zu Hilfe eilen konnte, stoppte das Phänomen wieder. Dies war gewissermaßen der Einstieg in einen sehr ungemütlichen Campingurlaub.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 3. Tag des Campingaufenthaltes lag Jack Smurl wach im Bett, als er auf einmal seinen Vater um Hilfe rufen hörte. John Smurl hatte erlebt, dass sich die Matratze unter ihm in die Höhe bewegte. Zeitgleich wollte er eine weiße Gestalt am Fenster gesehen haben, die schließlich einfach fortging. Nachdem Jack den alten Mann getröstet hatte, kehrte er zurück und lag noch wach, als er ein lautes, knallartiges Getrampel auf dem Metalldach des Campers hörte. Als er aufstand, um die Decke mit Weihwasser zu besprenkeln, sah er die schwarze gesichtslose Gestalt auf einer Bank sitzen – damit stand für ihn fest, dass der „Dämon“ ihm gefolgt war. Die Gestalt verschwand, als Jack den Camper verließ.</p>
<p style="text-align: justify;">Insbesondere Mary Smurl litt auch den Rest der Woche unter den ständigen Klopfgeräuschen oder plötzlich auftretendem Gestank. Dawn berichtete von einem <em>schrecklichen Stöhnen</em>, das sie gehört haben wollte. </p>
<p style="text-align: justify;">Zu allem Überfluss roch das Haus, als sie schließlich heimkehrten, nach Fäkalien. Janet befand sich am Tag nach der Heimkehr noch im Bett und döste ein wenig vor sich hin, als eine Hand aus der Matratze kam, sie am Hals fasste  und festhielt. Die Hand verschwand wieder, als aus Janets erster Panik eine tiefe Resignation wurde. In dieser Nacht setzte auch das Klopfen wieder ein, dazu kam ein Flüstern und Hund Simon wurde auf geheimnisvolle Weise vom Kleiderschrank, dem angeblichen „Portal“, angezogen. Janets Mutter Gloria kam zu Besuch und sah angeblich ebenfalls eine weiße, strahlende Apparition. Auch John Smurl wurde nochmals Opfer der Ereignisse, als er eine Stimme hörte, die er Mary zuordnete – dann aber feststellte, dass Mary fest schlief.</p>
<p style="text-align: justify;">Fast komisch mutet die Beschreibung des nächsten Ereignisses an: Während Kim im Badezimmer war und Hund Simon sie begleitete, hörten demnach <em>beide</em> ein Flüstern, das sich explizit an den Hund wandte. Zur selben Zeit erschien Mary ein grotesker Hund, der unter die Couch flüchtete. Während eines Gewittersturms schlief Shannon und sah, als sie erwachte, eine weiße Gestalt mit <em>großen, schwarzen Augen</em>. In derselben Nacht tat der „Dämon“ laut Janets Aussage so, als sei er eine Katze und ärgerte Simon einmal mehr, der verzweifelt in den Kleiderschrank wollte, aus dem es miaute.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>16. Be careful what you wish for&#8230; <a href="#21">[21]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_15 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Im August 1986 schlug Janet ein weiteres Angebot der Talkshow <em>People Are Talking</em> aus. Inzwischen war der Familie nur zu bewusst, dass alle in der näheren und weiteren Umgebung über sie redeten. Umso schwerer verständlich ist, dass die Familie sich dazu entschied, endgültig an die Öffentlichkeit zu gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zuvor hatte Shannon von der Apparition eines Mannes in ihrem Zimmer berichtet, der Spielsachen aus einer Kiste genommen hätte. Sie habe nicht geschlafen, sondern sei wach gewesen und habe gespielt, gab das siebenjährige Mädchen an. </p>
<p style="text-align: justify;">Janet und Jack beschlossen, der Diözese eine letzte Chance zu geben. Und wenn die sich weiter weigern würde, ihnen zu helfen, dann würde Janet eine Reporterin des <em>Sunday Independence</em> namens Sandy Underwood anrufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Diözese versprach, dass sich ein Priester bei den Smurls melden würde. Doch dies geschah wieder nicht. Allerdings rief Janet auch nicht ein weiteres Mal an, sondern wandte sich ein paar Tage später tatsächlich an die Presse. Ausschlaggebend sei dabei ein weiterer Vorfall mit einem Sukkubus gewesen, behauptete sie.</p>
<p style="text-align: justify;">Jack war ein weiteres Mal durch einen Sukkubus, in Gestalt einer schönen, jungen Frau mit neongrünen Augen, vergewaltigt worden. Jack gab an, er sei unfähig gewesen sich zu bewegen oder zu sprechen – was sehr deutlich auf eine weitere Schlafparalyse hinweisen könnte. Janet hatte sich während des Events angeblich wieder in einem <em>psychic sleep </em>befunden. </p>
<p style="text-align: justify;">Die Journalistin Sandy Underwood führte ein Interview mit den Smurls, das am 17. August erscheinen sollte. Das Ehepaar entschied, das Wochenende in Cinnaminson bei Jacks Schwester Cindy und ihrem Mann James zu verbringen. Dort wurde Jack zweimal von einem Geruch nach Feuer wach, doch davon abgesehen blieb alles ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm – denn wie sich herausstellte, war die Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, nicht die allerbeste. Noch am Sonntagabend, als sie zurückkehrten, nahmen sie eine Art merkwürdige Distanz in der Nachbarschaft wahr. Zu allem Überfluss entwickelte sich ihr Haus zu einer Touristenattraktion, ständig standen fremde Autos an der Straße, biertrinkende Jugendliche veranstalteten Partys und über zweihundert weitere Medienanfragen trafen ein. Nicht einmal die Vorgärten der Nachbarn wurden verschont und bald lag überall Müll herum, die fremden Autos verstopften Straße und Parkplätze und einige Leute drangen sogar in den Garten der Smurls ein und versuchten auf einen Baum vor dem Haus zu klettern, um einen Blick ins Innere erhaschen zu können. Es kam zu etlichen Sachbeschädigungen durch fliegende Bierflaschen und ständiger Lärmbelästigung. Bis Donnerstag in dieser Woche zählten Nachbarn rund 1.600 Autos am Tag – bis die Polizei aufgefordert wurde, eine Barriere zu errichten und die gesamte Straße zu sperren.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine unklare Anzahl Reporter bekam eine Audienz bei den Smurls. Zwei davon berichteten, sie hätten eine Eiseskälte gespürt und einen ekligen Geruch wahrgenommen. Die Warrens schoben sogar diese Entwicklung dem „Dämon“ in die Schuhe. Über eine Arbeitskollegin hatte Jack Smurl zudem von einem Medium namens Betty Ann Moore erfahren, die am 21. August zu den Smurls kam.</p>
<p style="text-align: justify;">Es kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass das Medium sämtliche Berichterstattungen verfolgt hatte und zudem von der Arbeitskollegin über ein paar Details informiert worden war – die Smurls gingen ja grundsätzlich sehr offen mit ihren Problemen um. So verwundert es vielleicht nicht, dass Medium und Arbeitskollegin recht schnell in die vermeintlichen paranormalen Phänomene involviert wurden: Arbeitskollegin Megan behauptete, etwas habe sie ins Auge gestoßen und sie hätte die schwarze Gestalt in der Nähe der Treppe gesehen. Medium Betty ließ sich durch alle Räume führen, suchte sich aber ausgerechnet den Keller als „Heimat“ eines Geistes namens Abigail aus, die sie auf exakt dieselbe Weise wie Lorraine Warren etliche Monate zuvor beschrieb; als senil, aber grundsätzlich harmlos.  Doch „sah“ Betty auch noch einen weiteren Mann namens Patrick, der im Haus gestorben sei und Angst habe, auf die andere Seite zu gehen. Dieser Patrick sei gewalttätig gewesen und habe schließlich seine Frau und ihren Liebhaber umgebracht. Janet, so sagte das Medium, würde aussehen wie Patricks Frau, der denken würde, Jack wäre ihr Lover. Während sie diese <em>breaking news</em> mitteilte, fing angeblich eine Vase an sich zu bewegen und Klopfgeräusche in der Wand waren zu hören. Doch Betty war noch nicht fertig: Es gäbe noch einen dritten erdgebundenen Geist unbekannten Geschlechts, der wiederum Patrick kontrollieren würde. Und dann sei da natürlich noch der Dämon selbst. Insgesamt also vier übersinnliche Entitäten, davon drei grundsätzlich unfreundlich. Das half den Smurls kein bisschen – aber nun schien es immerhin eine logische Erklärung für die unlogischen Ereignisse zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in den folgenden Wochen wurden die Smurls dauerbelästigt durch Gaffer, Besserwisser und Fanatiker. Der Spuk dauerte währenddessen an und äußerte sich vor allem durch Apparitions der schwarzen Gestalt oder Klopfgeräuschen. Als auch noch die Kinder in der Schule und im Freundeskreis gemobbt wurden, wandten sich die Smurls an die Presse und baten um Zurückhaltung.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>17. Das Ende <a href="#22">[22]</a></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_16 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Mit dem Publikmachen der Vorfälle kam es nicht nur zu unerwünschten Zwischenfällen mit Fremden, sondern plötzlich schienen die Phänomene auch auf nahezu alle Nachbarn überzugreifen. Ganze sechs Häuser wurden angeblich plötzlich heimgesucht von Klopfgeräuschen, schlechten Gerüchen und unheimlichen Schreien. Jack hatte eine weitere Halluzination; dieses Mal sah er statt seinem eigenen Spiegelbild die verrottende Leiche eines Mannes.</p>
<p style="text-align: justify;">Unterdessen gab die Diözese bekannt, dass sie not amused war, dass die Smurls sich an die Öffentlichkeit gewandt hatten. Ein paar Tage, nachdem die Diözese dies mitgeteilt hatte, erhielten die Smurls Besuch von einem Priester, der sich sehr zurückhaltend verhielt. Nach dem Gespräch teilte die Diözese wenig später mit, dass sie von einem Exorzismus Abstand nähme, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass die Warrens eine Art „Massen-Exorzismus“ durchführen lassen wollten, in den etliche Priester involviert werden sollten. Die Diözese riet vielmehr ab von einer weiteren Beteiligung der Warrens – was zugleich ihren sofortigen Ausschluss bedeutete.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine nicht weiter vorgestellte vermutliche Freundin der Smurls, Erin Turner, wird als Zeugin bemüht. Sie gab an, sie hätte Janet an einem Wochenende angerufen, zunächst unwissend, dass diese gar nicht zuhause gewesen war (offenbar war es eines der Camping-Wochenenden gewesen). Ein junges Mädchen habe das Gespräch angenommen, gelacht und behauptet, die Smurls würden dort nicht mehr leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Jack Smurl hatte unterdessen eine Art Gebetszirkel organisiert und rund 100 Leute versammelten sich im Haus. Angeblich kam es während dieser Zusammenkunft sogar zu einer Sichtung der Mutter Gottes – in jedem Fall währte die Ruhe nur wenige Stunden, dann begann der Fernseher der Smurls, hin- und herzuschaukeln und das Klopfen in den Wänden wurde so laut, dass Janet sich die Ohren zuhalten musste.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Diözese in Scranton schickte schließlich tatsächlich auch noch einen Priester namens Joseph Browne, der über Nacht bleiben und Beweise für eine echte Heimsuchung sammeln sollte. Nichts passierte. Dasselbe wiederholte sich bei mehreren anderen durch die Diözese entsandten Priestern – letztlich blieb der Diözese keine Wahl; für einen Exorzismus schien es keine Berechtigung zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Immerhin sah dies der Privat-Exorzist der Warrens anders. Father McKenna führte einen dritten Exorzismus durch. Es kam zu keinerlei Vorfällen währenddessen. Die Warrens hörten im September und Oktober von den Smurls lediglich, dass Ruhe eingekehrt sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch kurz nach Thanksgiving sah Jack plötzlich im Spiegel wieder die schwarze Gestalt – und, gut gebrieft durch die Warrens -, ihm war sofort klar, dass dies nur das vierte und letzte Stadium einer Heimsuchung einläuten konnte – Besessenheit. Der Schatten verschwand, doch in der Nacht begann das Klopfen erneut und auf der Seite von Mary und John erzitterte der Fußboden, als fände ein Erdbeben statt. Mary sah erneut eine Apparition, eine weiße Masse, über 90 Zentimeter hoch, die an ihr vorbeirauschte und verschwand.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 10. Januar 1987 ertönten wieder die Klopfgeräusche, dazu kam unheimliches Flüstern und Gelächter.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch endet hier. Die Warrens blieben angeblich in Kontakt mit den Smurls, kapitulierten aber scheinbar – ebenso wie die Smurls selbst, die schließlich doch wegzogen und sich offensichtlich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzogen. 1988 berichtete die neue Bewohnerin des Hauses, Debra Owens, dass sie nichts Ungewöhnliches habe feststellen können <a href="#23">[23]</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>18. Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_17 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Das Smurls Family Haunting erstreckte sich von mindestens 1984 bis 1987. Ob die erwähnten Vorfälle vor der Eskalation der Phänomene tatsächlich als möglicherweise paranormal einzustufen sind, entzieht sich aufgrund zu vieler fehlender Daten unserer Kenntnis. Ab Ende 1984 traten gehäuft Phänomene auf, wie sie in vielen <a href="https://para-wiki.de/rspk-recurrent-spontaneous-psychokinesis/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: RSPK">RSPK</a>-Fällen beschrieben worden sind (z.B. Klopf- und Schlaggeräusche, Objektbewegungen, Apporte). Sehr früh erfolgt durch den religiösen Hintergrund der Familie eine Einstufung der Vorfälle als „dämonisch“. Sämtliche Hinweise auf einen möglichen psychischen Zusammenhang (die Phänomene verschärften sich, wenn schlechte Stimmung war oder die Familienmitglieder besonders gestresst waren) wurden daher von Anfang an fehlgedeutet und immer dem (externalisierten) „Dämonen“ zugeschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Involvierung von Ed und Lorraine Warren, selbsternannten „Dämonologen“, verschlechtert die Gesamtsituation deutlich und bestärkt das Familiensystem in ihrer Annahme, es handele sich um eine teuflische Kraft hinter den Vorfällen. Obwohl Jack Smurl relativ schnell als mögliche Fokusperson zu identifizieren ist, bleibt jede Deutung außerhalb des religiösen Settings aus. Psychische Auffälligkeiten wie das Auftreten mehrerer Schlafparalysen werden konsequent fehlgedeutet. Auch das für RSPK typische „Folgen“ der Phänomene an andere Orte <a href="#24">[24]</a> wird so interpretiert, dass der „Dämon“ der Familie hinterherreist oder Jack auf die Arbeit begleitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine mögliche organische bzw. neurologische Ursache wird vollständig ausgeschlossen und im Buch nicht erwähnt, obwohl Jack Smurl einer Zeitung mitteilte, dass er vor den Ereignissen eine Hirn-OP hatte <a href="#25">[25]</a>. Diese OP könnte einige seiner persönlichen Erlebnisse eventuell erklären – dass scheinbar alle Familienmitglieder Phänomene erlebten, muss dies nicht automatisch ausschließen. Die Familie bildete ein enges System und Kinder und Großeltern wurden immer vollumfänglich in die Phänomenologie miteinbezogen; es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass zum einen Vorfälle überzogen oder ganz falsch interpretiert worden sind und dass es zudem zu (unbewussten) Hilfestellungen durch das Erleben eigener Situationen als Unterstützung gekommen ist. Für einen RSPK-Fall spricht auch die Dauer (18 Monate, vgl. Enfield, South Shields). Für Besessenheit spricht hingegen nichts und es erscheint unlogisch, warum ein „Dämon“ eine Art Tür in einem Kleiderschrank brauchen soll, um in eine andere Haushälfte zu wechseln. Ähnlich paradox ist der Fall „Annabelle“ – die „dämonische“ Puppe, die bis heute in einem einfachen Holzschrank aufbewahrt durch die USA tourt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie in einigen vergleichbaren Fällen <a href="#26">[26]</a> führen durchgeführte Exorzismen nur zu einer kurzzeitigen Besserung und letztlich bleibt der Fall „ungelöst“.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>19. Quellen und Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_18 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[1] Curran, Robert; Smurl, Jack; Smurl, Janet (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. S. 7. Los Angeles: Graymalkin Media.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] ebd, S. 15 &#8211; 17.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] ebd, S. 19 &#8211; 33.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[4] Universitätsmedizin Göttingen (2025): Elektrokonvulsionstherapie (EKT). Online verfügbar unter: <a href="https://psychiatrie.umg.eu/patienten-besucher/therapieangebote/elektrokonvulsionstherapie-ekt/">https://psychiatrie.umg.eu/patienten-besucher/therapieangebote/elektrokonvulsionstherapie-ekt/</a>. Zuletzt geprüft am 09.08.2025.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[5] Curran, Robert; Smurl, Jack; Smurl, Janet (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. S. 33 -36. Los Angeles: Graymalkin Media.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] ebd, S. 37 &#8211; 50.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] ebd, S. 51 &#8211; 58.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] ebd, S. 61 &#8211; 64.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] ebd, S. 65 &#8211; 80.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] ebd, S. 81 &#8211; 100.</p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] &#8220;Klassisch&#8221; wären demnach Familien, in denen Unruhe, Gewalt und viel Angst herrsche (ebd., S. 88).</p></div>
			</div><div id="12" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[12] Wikipedia (2025): <span class="mw-page-title-main">Episkopalkirche der Vereinigten Staaten. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Episkopalkirche_der_Vereinigten_Staaten">https://de.wikipedia.org/wiki/Episkopalkirche_der_Vereinigten_Staaten</a>. Zuletzt geprüft am 09.08.2025.</span></p></div>
			</div><div id="13" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[13] Curran, Robert; Smurl, Jack; Smurl, Janet (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. S. 101 &#8211; 140. Los Angeles: Graymalkin Media.</p></div>
			</div><div id="14" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[14] In den USA ist das ein Universitätsabschluss (Dauer vier Jahre), der breite Grundlagen der Psychologie vermittelt und gleichzeitig erster berufsqualifizierender Abschluss ist. Dieser Abschluss ist keinesfalls mit einem Psychologiestudium gleichzusetzen.</p></div>
			</div><div id="15" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[15] Curran, Robert; Smurl, Jack; Smurl, Janet (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. S. 141 &#8211; 158. Los Angeles: Graymalkin Media.</p></div>
			</div><div id="16" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[16] ebd, S. 159 &#8211; 182.</p></div>
			</div><div id="17" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[17] ebd, S. 183 &#8211; 208.</p></div>
			</div><div id="18" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[18] ebd, S. 209 &#8211; 238.</p></div>
			</div><div id="19" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[19] Tatsächlich waren die Warrens erst nach den angeblichen Ereignissen im Amityville-Haus einmalig bei einer öffentlichen Untersuchung vor Ort gewesen. Bei dieser Gelegenheit entstand auch das bekannte, bis heute äußerst umstrittene Foto, das angeblich den Geist eines Kindes zeigt. Ronald DeFeo hatte 24-jährig 1974 seine Familie in dem Haus erschossen und später behauptet, die Tat sei ihm von Satan eingegeben worden und er leide unter Stimmen in seinem Kopf. Tatsächlich war dies Teil der Strategie seines Verteidigers und das Gericht hatte diesen Versuch wegen eindeutiger gegenteiliger Beweislage als unglaubwürdig abgewiesen. Das Motiv seiner Tat bleibt unklar, da DeFeo stet schwieg, doch könnte die häusliche Gewalt in der Familie und der Umstand, dass insbesondere Ronald oft Ziel handgreiflicher Angriffe seines Vaters gewesen war, zu der Tat beigetragen haben. Ein Jahr nach dem Mord kauften die Lutzes das Haus und erlebten nach eigenen Angaben poltergeistähnliche Phänomene, die erfolgreich vermarktet wurden. Später stellte sich heraus, dass sich die Lutzes das Ganze angeblich bei einer Flasche Wein nur ausgedacht hatten und Amityville gilt seitdem in Fachkreisen als <em>debunked</em>. Spätere Bewohner des heute noch existierenden, aber umgebauten Hauses behaupteten, dort niemals etwas Ungewöhnliches erlebt zu haben.</p></div>
			</div><div id="20" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[20] Curran, Robert; Smurl, Jack; Smurl, Janet (2014): Ed &amp; Lorraine Warren: The Haunted. The True Story Of The Demonologists Featured In The Film The Conjuring. S. 239 &#8211; 278. Los Angeles: Graymalkin Media.</p></div>
			</div><div id="21" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[21] ebd, S. 279 &#8211; 304.</p></div>
			</div><div id="22" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[22] ebd, S. 305 &#8211; 327.</p></div>
			</div><div id="23" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_61  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[23] Wikipedia (2025): <span class="mw-page-title-main">Smurl haunting. Online verfügbar unter: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Smurl_haunting">https://en.wikipedia.org/wiki/Smurl_haunting</a>. Zuletzt geprüft am 09.08.2025.</span></p></div>
			</div><div id="24" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[24] Vgl. Sauchie, Zugun u.a.</p></div>
			</div><div id="25" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[25] „Jack Smurl told a newspaper reporter he had &#8220;surgery to remove water from his brain in 1983 because he had been experiencing short-term memory loss due to a case of meningitis in his youth.&#8221; In: Wikipedia (2025): <span class="mw-page-title-main">Smurl haunting. Online verfügbar unter: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Smurl_haunting">https://en.wikipedia.org/wiki/Smurl_haunting</a>. Zuletzt geprüft am 09.08.2025.</span></p></div>
			</div><div id="26" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[26] z.B. Bad Liebenzell, Mount Rainier Fall</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_20">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_21  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 09.08.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Phänomenologie von Spukfällen</title>
		<link>https://para-wiki.de/phaenomenologie-von-spukfaellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 19:18:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Phänomene]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2409</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_21">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_22  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Bei Spukfällen tritt eine große Vielfalt an unterschiedlichen Phänomenen auf. Dabei ist die Unterscheidung, ob es sich tatsächlich um paranormale Phänomene im Spukkontext oder ob es sich um Zufälle handelt, die falsch gedeutet werden, teilweise sehr schwierig.</p>
<p style="text-align: justify;">Bestimmte Phänomene treten seit Jahrhunderten weltweit bei <a href="https://para-wiki.de/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Personengebundener Spuk">RSPK</a>-Fällen auf. Klassische wissenschaftliche Studien beziehen sich auf drei bekannte Quellen, die Spukfälle untersucht und verglichen haben:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://para-wiki.de/biografie-von-william-george-roll-1926-2012/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: William Roll">Roll</a> (1977, 116 Fallberichte), Gauld und Cornell (1979, 500 Fallberichte) und Huesmann und Schriever (1989, 54 Fälle aus der Sammlung des Freiburger IGPP). Mayer und Bauer (2015) legen anhand dieser Fälle folgende Charakteristik fest: Geräusche, Bewegung von Objekten, Feuerphänomene/Selbstentzündungen, Wasserüberflutungen, Bisse/Kratzer/Zwicken und elektronische/elektromechanische Phänomene <a href="#1"><span>[1]</span></a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Kontext zu den oben erwähnten drei klassischen Quellen an Fallberichten ergibt sich so folgende gekürzte Übersicht der Phänomenologie:</p>
<p style="text-align: justify;">Übersicht über die prozentuale Häufigkeit des Auftretens der Phänomene</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Phänomen </strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"><strong>Roll</strong></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"><strong>Gauld/Cornell</strong></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;"><strong>Huesmann/Schriever</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Bewegung von Objekten</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">90%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">90%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Schwere Gegenstände</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">36%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">37%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Ungewöhnliche Flugbahnen</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">41%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">45%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Geräusche</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">50%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">50%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">72%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Intelligente Kommunikation</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">11%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Feuerphänomene/Selbstentzündungen</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">11%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">19%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Wasserüberflutungen</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">2%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">5%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">37%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Andere Flüssigkeiten</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">15%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Bisse/Kratzer/Zwicken</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">15%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;"></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Elektronische/elektromechanische Phänomene</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">6-9%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">6-9%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">6-9% <a href="#2" name="_ftnref2"><span>[2]</span></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Dieser stark gekürzten Übersicht steht der ursprüngliche Originalartikel in der <em>Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Parapsychologie</em> aus dem Jahr 1989 gegenüber. M. Huesmann und F. Schriever haben wie erwähnt 54 RSPK-Berichte aus den Jahren 1947 – 1986 analysiert. Die auftretenden Phänomene wurden mit denen bei Roll und Gauld und Cornell verglichen.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"></a></p>
<p>Bei den deutschen RSPK-Fällen stellt sich die Phänomenologie wie folgt dar:</p>
<table style="height: 1720px;">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;"><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;"><strong>Häufigkeit</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 264px;">
<td style="width: 247.05px; height: 264px;">
<p>Unerklärliche Bewegung von Gegenständen</p>
<p>&#8211; Leichte Gegenstände</p>
<p>&#8211; Mittelschwere Gegenstände</p>
<p>&#8211; Schwere Gegenstände</p>
<p>Davon Bewegung mit ungewöhnlichen Flugbahnen</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 264px;">
<p>87%</p>
<p>56%</p>
<p>85%</p>
<p>37%</p>
<p>45%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 320px;">
<td style="width: 247.05px; height: 320px;">
<p>Unerklärliche Geräusche</p>
<p>&#8211; Unabhängig von der Objektbewegung</p>
<p>&#8211; Bei/mit Objektbewegung</p>
<p>&#8211; Einfache Geräusche</p>
<p>&#8211; <a href="https://para-wiki.de/mimikry-phaenomene/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Mimikry-Phänomene">Mimikry</a></p>
<p>&#8211; Raps (Klopfgeräusche)</p>
<p>&#8211; Raps beantworten Fragen</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 320px;">
<p>72%</p>
<p>46%</p>
<p>22%</p>
<p>50%</p>
<p>54%</p>
<p>57%</p>
<p>11%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 184px;">
<td style="width: 247.05px; height: 184px;">
<p>Gegenstände verschwinden plötzlich</p>
<p>Davon erscheinen zu anderem Zeitpunkt wieder</p>
<p>Bleiben verschwunden</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 184px;">
<p>55%</p>
<p>48%</p>
<p>39%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Schränke, Türen, Fenster öffnen sich selbständig</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">12%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Körperphänomene</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">46%</td>
</tr>
<tr style="height: 136px;">
<td style="width: 247.05px; height: 136px;">
<p>Phänomene mit Flüssigkeiten</p>
<p>&#8211; Wasser</p>
<p>&#8211; Andere Flüssigkeiten</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 136px;">
<p>43%</p>
<p>37%</p>
<p>15%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Penetrationen <a href="#3">[3]</a></td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">37%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Störungen im Stromnetz</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">35%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Apporte</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">31%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Totale Unordnung</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">28%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Optische Erscheinungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">26%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Bombardement</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">24%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Steine sind involviert</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">22%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Feuer</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Graffiti</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">„Kalter Hauch“ wird wahrgenommen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Kleidung wird zerrissen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Gerüche</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Diskrepanz zwischen Energie und Effekt</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 120px;">
<td style="width: 247.05px; height: 120px;">
<p>Gegenstände bilden sich in der Luft</p>
<p>&#8211; Fühlen sich warm an</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 120px;">
<p>17%</p>
<p>9%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Schmierereien</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Zerbrechliche Gegenstände bleiben ganz</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Personen werden eingeschlossen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Kälte-/Wärmeerscheinungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 72px;">
<td style="width: 247.05px; height: 72px;">Gegenstände, die sich ungewöhnlich bewegten, fühlen sich warm an</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 72px;">11%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Mysteriöse Telefonanrufe</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">9%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Telefonstörungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">6%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Die folgende Gegenüberstellung wurde durch Darren W. Ritson angefertigt. Verglichen werden die folgenden neun englischen Fälle, die mit Ausnahme von Enfield alle durch den Autor selbst untersucht wurden:</p>
<p style="text-align: justify;">Enfield (1977), South Shields (2006), Jarrow (2008), Ashington (2008), Newcastle, Blyth, Gosforth, Howdon und West Boldon. Immer wieder finden sich in der Phänomenologie der einzelnen Fälle Parallelen. Der Einfachheit und besseren Übersicht wegen werden in der folgenden Darstellung nur die Schilderung der Phänomene und die Anzahl der Fälle, in der sie identisch aufgetreten sind, behandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table style="height: 3946px;" width="369">
<tbody>
<tr style="height: 10px;">
<td style="width: 255.717px; height: 10px;"><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="width: 97.2833px; text-align: center; height: 10px;"><strong>Anzahl der Fälle</strong><br /><strong>(von 9)</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bücher fliegen aus Regalen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Klopfen oder Klopfgeräusche</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination an Plastikbausteinen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Phänomene mit Glasmurmeln</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Selbstöffnende Schubladen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Selbstöffnende oder -schließende Türen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Objekte bewegen sich durch feste Materie</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Plötzliche eiskalte Luftzüge</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stapelung von Objekten</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Körperliche Attacken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stimmenhören</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Sehen von Erscheinungen (apparitions)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Schattensichtungen oder schattenähnliche Umrisse</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">6</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung oder Spiel mit Kinderspielzeug</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Bewegung von Mobiltelefonen eine Treppe hoch</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Unfreiwillige Bewegung oder Umsiedlung von schlafenden Kindern</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung von Möbeln</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Fischen oder Aquarien</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Eingreifen durch Priester oder andere religiöse Führungen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Phänomene mit Wasserflaschen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bett wird geschüttelt oder bewegt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Aggressiver Einsatz von Wurfgeschossen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Unerklärlicher Energieverlust von technischem Gerät</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Lithobolia (oder Steinwurf-Phänomen)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Mögliche Verkleidung des Polts als Kind</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit technischen oder mechanischen Objekten</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Akkurates Timing, das auf Gefühle seitens des Poltergeists schließen könnte</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">7</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit roten Stühlen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Spontanes Erscheinen von Objekten vor Augenzeugen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Phänomene, die außerhalb des Zuhauses von Betroffenen auftreten</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Zeugen können eine Tür nicht öffnen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Fluoreszierendes Licht (keine Orbs)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Wegziehen von Stühlen, wenn sich jemand gerade setzen will</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Werfen von oder Faszination mit Spielzeugautos</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Erscheinung von Wasserpfützen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Erscheinung von Urinpfützen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">1</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung von Küchentischen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polts, die sich gegenüber Ermittlern zu erkennen geben</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Kinder in tranceähnlichen Zuständen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Brennendes Gefühl vor Attacken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">1</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Wegziehen von Bettdecken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Schuhen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stofftierbewurf im Bett</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Schreibzeug</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Vollständige Zerstörung von Räumen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Messerwurf</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Türklopfen ohne menschliche Anwesende</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Durch Polt geschriebene Nachrichten</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Selbstentzündung</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Garderoben</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Kühlschränken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Badezimmerschwerpunkt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Münz- oder geldorientierte Phänomene</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Zeugen werden aus dem Bett geworfen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Doppelgänger-Phänomene</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt verwendet Schimpfwörter</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Einsatz von spöttischen Euphemismen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Drohungen gegenüber Ermittlern</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Sexuelle Komponenten oder Untertöne</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Gebrauch von Namen durch den Polt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Gegenstände im Badezimmer werden entfernt</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 104px;">
<td style="height: 104px; width: 255.717px;">Spontane Entfernung und Wiederauftauchen von Dokumenten in Schubladen</td>
<td style="height: 104px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Übersprung auf anderen Haushalt oder Personen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">9</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Für eine umfassendere Übersicht über Poltergeist-Fälle in Deutschland habe ich rund 100 Fälle aus den Jahren um 1260 bis ca. 2005 zusammengetragen. Es handelt sich ausschließlich um Fälle, die in verschiedenen Publikationen erschienen sind und über die eine gewisse Anzahl an Informationen vorhanden sind. Unter Berücksichtigung der Phänomenologie ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="text-align: center;"><strong>Anzahl Fälle (von 100)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Bewegung von Objekten</p>
<p>&#8211; ungewöhnliche Flugbahnen</p>
<p>&#8211; involvierte Objekte fühlen sich warm an</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>58</p>
<p>12</p>
<p>5</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Mimikry</td>
<td width="113" style="text-align: center;">50</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Raps (Klopfgeräusche)</p>
<p>&#8211; Kommunikation über Raps</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>40</p>
<p>9</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">High Energy (z.B. Türenschlagen, Levitation)</td>
<td width="113" style="text-align: center;">15</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Aggression</td>
<td width="113" style="text-align: center;">15</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Apparitions</td>
<td width="113" style="text-align: center;">33</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Apport</td>
<td width="113" style="text-align: center;">32</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Feuer</td>
<td width="113" style="text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Umfangreiche Beschädigungen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">25</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Poltergeist bezeichnet sich als Verstorbener oder Verstorbene werden für die Phänomene verantwortlich gemacht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">18</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Lichteffekte</td>
<td width="113" style="text-align: center;">9</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Mechanik oder Elektronik involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Wasser</p>
<p>&#8211; andere Substanzen</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>6</p>
<p>4</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Besessenheit als angebliche Ursache/Verdacht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Gerüche</td>
<td width="113" style="text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Personen (meist Fokusperson) verletzt</p>
<p>&#8211; Fokusperson im Verlauf oder am Ende verstorben (Zusammenhang unklar)</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>26</p>
<p>7 (9 Pers. verstorben)</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Steinregen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">12</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Stall involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">17</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Betrugsverdacht</p>
<p>&#8211; davon Nachhilfe im Verlauf</p>
<p>&#8211; nachgewiesener Betrug</p>
<p>&#8211; unklar</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>20</p>
<p>17</p>
<p>1</p>
<p>2</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Viele Augenzeugen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">31</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Bewurf mit Gegenständen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">28</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Objekte werden erst unmittelbar vor dem Aufprall gesehen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">9</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Tiere (Nutz- und Haustiere) involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">16</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Stimmen ungeklärter Herkunft</td>
<td width="113" style="text-align: center;">22</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Hellsehen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Schriftliche Nachrichten</td>
<td width="113" style="text-align: center;">12</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Fall landet vor Gericht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">13</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Arrangement von Gegenständen oder Kleidung</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Übersprung auf anderen Haushalt/Personen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">2022 stellten Brian Laythe et al. in <em>Ghosted!</em> eine <em>Haunt Hierarchy </em>vor, also eine „Spuk-Hierarchie“, die die Häufigkeit von Phänomenen darstellen soll. Am linken Ende sind die am häufigsten auftretenden bzw. berichteten Phänomene aufgeführt, nach rechts hin dann die weniger häufigen Phänomene:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_1">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" width="2560" height="931" src="https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-scaled.png" alt="" title="Häufigkeit-Phänomene" srcset="https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-scaled.png 2560w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-1280x466.png 1280w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-980x356.png 980w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-480x175.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-2506" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><strong>Quelle:</strong> eigene Darstellung nach Laythe et al. (2022).</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_22">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_23  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen und Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_19 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] <span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael; Schmied-Knittel, Ina; Vaitl, Dieter (2015): An den Grenzen der Erkenntnis. Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik. S. 205 ff. Stuttgart: Schattauer.</span></p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] <span style="color: #050505;">Eine genaue Angabe fehlt hier (<em>zwischen 6% und 9% der Berichte</em>; Seite 207)</span></p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_71  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] <span style="color: #050505;">Gemeint ist hier Materie, die Materie durchdringt. In dieser Übersicht wurden „Penetration“ (sicheres Durchdringen von Materie) und „Apport“ (unerklärliches Erscheinen von Gegenständen ohne sicheres Durchdringen von Materie) unterschieden. In der englischen Literatur ist meist nur von „Apport“ als solchem die Rede, ohne diese Unterscheidung.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_23">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_24  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Gesichter von Bélmez</title>
		<link>https://para-wiki.de/die-gesichter-von-belmez/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 19:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Spukphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Bélmez]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichter von Belmez]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">In dem spanischen Dorf Bélmez de la Moraleda erschienen erstmals im August 1971 Gesichter auf dem Zementfußboden der Küche eines Hauses in der Calle Real (heute: Calle Maria Gomez). Das Phänomen stand in Verbindung mit der zu Beginn 52-jährigen Maria Gómez und hielt angeblich bis zu deren Tod im Jahr 2004 an.</p>
<p style="text-align: justify;">Maria Gómez fühlte sich ein wenig krank; deshalb schrieb sie dem Erscheinen des ersten Gesichtsbildes auf dem Küchenboden nicht viel Relevanz zu, vielmehr machte sie dafür ihren leicht fiebrigen Zustand verantwortlich. Ihr Sohn entfernte ein paar Tage später das „Gesicht“ und schüttete das entstandene Loch im Boden mit Zement zu. Doch am 8. September entstand an derselben Stelle ein neues „Gesicht“. Dieses Mal hörte der Bürgermeister des Ortes davon und verhinderte eine erneute Zerstörung. So wurde das Bildnis am 2. November aus dem Boden herausgeschnitten und mit einer Glasabdeckung an einer Wand des Raumes befestigt. Am 2. Dezember 1971 folgten Grabungen in der Küche &#8211; diesem Bereich des Dorfes wurden schon länger Spukphänomene zugeschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Im 17. Jahrhundert soll dort eine fünfköpfige Familie ermordet worden sein. Das Haus, in dem die Gesichter erschienen, stand über einem alten Friedhof, wie die Grabungen in der Küche Ende 1971 bestätigten: es kamen in 2,80 Meter Tiefe menschliche Gebeine ohne Schädel zum Vorschein, die umgebettet wurden. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Phänomene.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ereignisse verbreiteten sich rasch in der Öffentlichkeit. Im Verlauf eines Jahres entstand pro Monat jeweils ein neues Gesicht in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Manchmal passierte dies unmittelbar vor Augenzeugen, manchmal verschwanden die Gesichter wieder oder veränderten ihr Aussehen. Die Polizei aus Madrid machte laut Maria die ersten Untersuchungen. Sie war etwa acht Tage lang im Haus und nutzte zur Untersuchung technische Geräte; dazu wurden Zementproben für eine Analyse entnommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Germán de Argumosa, ein spanischer Parapsychologe, begann 1972 mit seinen Untersuchungen und kontaktierte <a href="https://www.igpp.de/allg/bender.htm" target="_blank" rel="noopener" title="IGPP: Hans Bender">Hans Bender</a>, was zu einer Kooperation in den nächsten Jahren führte, während der sich die Untersuchung der Gesichter fortsetzte <a href="#1">[1]</a>. Argumosa war im April 1972 Zeuge gewesen, als sich ein Gesicht innerhalb von zehn Minuten bildete; den Vorgang beobachteten außerdem zwei Reporter und einige Dorfbewohner. Bender erteilte Instruktionen, wie beispielsweise die Versiegelung des Bodens mit einer Plastikplane und anschließender Versiegelung des ganzen Raumes. Dies geschah am 10. Juni 1972. Wenige Stunden später war ein neues Gesicht unter der Plastikabdeckung entstanden. Der Raum sollte zudem kontinuierlich videoüberwacht werden, was allerdings leider nicht umgesetzt wurde. Damit die Familie dennoch weiterhin in dem Haus leben konnte, wurde eine Ersatzküche im Haus installiert. Hier entstanden ebenfalls Gesichter, wenngleich nicht in der Anzahl wie in der originalen Küche. Im Mai und Oktober 1972 sowie im September 1973 reiste Hans Bender selbst nach Spanien, um vor Ort persönlich Untersuchungen durchführen zu können. Besonders faszinierte ihn, dass die Gesichter im Gegenteil zu anderen paranormalen Erscheinungen nicht elusiv (flüchtig) waren; entsprechend hoch war seine Motivation, durch betrugssichere Dokumentation Beweise für den paranormalen Ursprung der Gesichter zu finden. Dabei war auch das Südwestfunk-Fernsehen (SWF) zeitweise für seine Produktion der Serie „Psi“ vor Ort und führte Interviews mit Betroffenen und anderen Personen durch. Zudem wollte man den versiegelten Raum öffnen, die Bodenabdeckung entfernen und hoffte auf erneutes Erscheinen von Gesichtern unter diesen kontrollierten Bedingungen. Doch entsprachen die Ergebnisse nicht den Erwartungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl das <a href="https://para-wiki.de/institut-fuer-grenzgebiete-der-psychologie-und-psychohygiene-e-v-igpp-in-freiburg-im-breisgau/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: IGPP">IGPP</a> über Archivmaterial zu dem Fall verfügt, stellt sich eine genaue Chronologie der Ereignisse als schwierig heraus. Relativ früh bereits war eine geheime Kommission der Sicherheitspolizei nach Bélmez gekommen – und zwar, um den Parapsychologen Argumosa des Betrugs zu überführen und anzuklagen. Über dieses Ereignis fehlen erwartungsgemäß die Unterlagen, doch bestätigte Maria Gómez in der Sendung <em>Dimension Psi </em><a href="#2">[2]</a> den Besuch und behauptete, dass die Kommission keine Anzeichen für Betrug habe finden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem entgegen steht ein angebliches Geständnis des Fotografen aus Bélmez, der gegenüber Pressevertretern zugegeben haben soll, die Gesichter selbst angefertigt zu haben. Der Fotograf stritt dies in einem Gespräch mit Hans Bender glaubhaft ab. Vielmehr seien sogar sein Sohn und er selbst bedroht worden, sich nicht mehr zu dem Fall zu äußern. Auch der Bürgermeister gab an, bedroht worden zu sein. Belegt ist mindestens ein Pressebericht, der auf Druck der Regierung entstand. Dieser Artikel beschrieb eine chemische Formel aus Silberchlorid, Silber und Chlor, die unter UV-Licht Gesichter entstehen lassen könnte. Allerdings waren nie derartige Substanzen bei den Proben entdeckt worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz der Bemühungen und scheinbar guter Voraussetzungen für eine kontrollierte Dokumentation paranormaler Phänomene, gelang der sichere Nachweis letztlich nicht. Vor der Ankunft eines Notars hatte man die den Fußboden abdeckende Plastikplatte aufgrund starker Wasseransammlungen entfernen müssen. Die Versiegelung war unbeschädigt. Nach dem Trockenlegen des Bodens entstanden tatsächlich trotz erneuter Versiegelung im verschlossenen Raum neue Gesichter, die am nächsten Tag auch fotografiert wurden – doch wurde behauptet, dass der Film unbelichtet oder wahlweise der Entwickler schlecht gewesen wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 10. und 11. März 1973 hatten 30 Studenten unter anderem in Begleitung Argumosas die Entstehung von drei Gesichtern live miterleben können. Die Gesichter wurden fotografiert, verschwanden aber nach wenigen Stunden. Argumosa behauptete auch, mit Audiorekordern EVP aufgenommen zu haben und damit den paranormalen Hintergrund der Gesichter belegt zu haben. Der Verbleib dieser Aufnahmen ist nicht geklärt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Jesuit Quevedo, der eigentlich aus Brasilien stammte, aber zu der Zeit in Spanien lebte, fühlte sich dazu berufen – obgleich er selbst durchaus Interesse an paranormalen Phänomenen zeigte – Argumosa und Bender öffentlich scharf zu kritisieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Hans Bender wollte nicht aufgeben und führte weitere Untersuchungen mit dem Filmteam vom SWF durch. Kritische Berichte in der Presse bezüglich der „Psi“-Serie führten allerdings zu deren frühzeitigen Abbruch – das Filmmaterial wurde nie gezeigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch nach dem Tod von Maria Gómez 2004 sollen Gesichter erschienen sein – dann allerdings in ihrem benachbarten Geburtshaus. Diese wurden sehr schnell als Fälschungen angesehen, die lediglich den Tourismus ankurbeln sollten.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Als Erklärung für das Phänomen wurden verschiedene Hypothesen aufgestellt:</span></p>
<ul>
<li><em>Religiöse Hypothese:</em> Insbesondere die lokale Bevölkerung verstand in den ersten Monaten das Erscheinen der Gesichter als religiöses Wunder.</li>
<li><em>Konventionelle Hypothese:</em> Die Gesichter seien auf natürliche Weise entstandene Zufallsmuster, entstanden durch Feuchtigkeit und anderen Faktoren. Erst durch Pareidolie würden sie als Gesichter erkannt werden. In diese Hypothese fällt auch die angenommene Möglichkeit des Betrugs und Entstehung der Bilder durch Menschenhand.</li>
<li><em>Paranormale Hypothese: </em>Psychodynamische RSPK-Interpretation mit Maria als <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a>.</li>
<li><em>Spiritualistische Hypothese:</em> Die Gesichter entstanden durch das Wirken jenseitiger Wesen, zum Beispiel in Verbindung mit dem Mord im 17. Jahrhundert, unschuldigen Opfern des Bürgerkriegs 1936/37 oder des Umstandes, dass das Haus auf einem alten Friedhof stand.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">In Bélmez de la Moraleda gibt es heute ein Museum im ehemaligen Wohnhaus von Maria Gómez, das öffentlich zugänglich ist und in dem die Abbildungen der Gesichter sowie der damalige Zustand des Hauses erhalten geblieben sind. Das Centro De Interpretación De Las Caras De Bélmez informiert in einer Ausstellung über Presseberichte, Videos und Fotos des Falles.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span></span></a></p>
<p style="text-align: justify;">Abbildungen der Gesichter von Bélmez können <a href="https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/die-gesichter-von-belmez20180825/" target="_blank" rel="noopener" title="Grenzwissenschaften Aktuell: Die Gesichter von Bèlmez">hier</a> eingesehen werden.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a><a href="https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/die-gesichter-von-belmez20180825/" target="_blank" rel="noopener" title="Grenzwissenschaft Aktuell: Die Gesichter von Bélmez"></a></p></div>
			</div>
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			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_25">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_20 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Diese Version – das Argumosa Bender kontaktierte – wird in <em>N gleich 1</em> gegeben, während der später erschienene  Artikel für die <em>Zeitschrift für Anomalistik</em> es so darstellt, dass Bender seinerseits Kontakt zu Argumosa aufnahm.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Die Folge 6 der Fernsehdokumentation <em>Dimension Psi </em>(2003) zeigt eine fünfminütige Präsentation des Falles mit sowohl neu aufgenommenem Material als auch historischen Fotos.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_26">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_21 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Meyer, Gerhard (2018): Die Gesichter von Bélmez. Eine historische Rekonstruktion zu den Untersuchungen eines vermeintlich starken RSPK-Falles. In: Zeitschrift für Anomalistik (18, 2018). S. 104 &#8211; 132. Online verfügbar unter: <a href="https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2018_12_104_mayer.pdf">https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2018_12_104_mayer.pdf</a>. Zuletzt geprüft am 22.12.2024.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael (2011): N gleich 1. Methodologie und Methodik anomalisitscher Einzelfallstudien. Schriftenreihe der Gesellschaft für Anomalistik (4). S. 54 &#8211; 60. Endingen-Neckarhausen: Gesellschaft für Anomalistik.</span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Karma, Kaan (2014): Dimension PSI &#8211; 2003 – 6v6 – Geister. Online verfügbar unter: <a href="https://www.dailymotion.com/video/x1g0fo6">https://www.dailymotion.com/video/x1g0fo6</a>. Zuletzt geprüft am 22.12.2024.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rosenheim-Spuk</title>
		<link>https://para-wiki.de/rosenheim-spuk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2024 18:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ortsgebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Spukphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Rosenheim]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1044</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:<br /></strong><a href="#einleitendezusammenfassung"><span data-contrast="auto">1. Einleitende Zusammenfassung</span></a><br /><a href="#beteiligtepersonen"><span data-contrast="auto">2. Beteiligte Personen und Augenzeugen</span></a><span data-ccp-props="{}"><br /><a href="#spuksymtomatik">3. </a></span><span data-contrast="auto"><a href="#spuksymptomatik">Spuksymptomatik</a><br /><a href="#verlauf">4. Verlauf</a><br /></span><span data-contrast="auto"><a href="#authentizitaet">5. </a></span><span data-contrast="auto"><a href="#authentizitaet">Authentizität und Kritikpunkte</a><br /></span><a href="#quellen">6. Quellen</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitendezusammenfassung" class="et_pb_row et_pb_row_28">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitende Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_22 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Ab Sommer 1967 kam es in einer Anwaltskanzlei in Rosenheim zu mehreren merkwürdigen Vorfällen. Unter anderem wurden selbständige Anrufe der Telefonanlage, schwingende Bilder und explodierende Glühbirnen von zahlreichen Augenzeugen berichtet. Unter Hans Bender konzentrierten sich die Ermittlungen recht schnell auf eine junge Büroangestellte. Mit deren Weggang aus der Kanzlei trat im Januar 1968 wieder Ruhe ein. Die zahlreichen detaillierten technischen und physikalischen Untersuchungen sowie die zahlreichen Augenzeugen, darunter Physiker, Ärzte und Kriminalbeamte, machen den Fall bis heute zu einem der am besten dokumentierten und publizierten Fälle einer Poltergeist-Erscheinung. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="beteiligtepersonen" class="et_pb_row et_pb_row_29">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. <span data-contrast="auto">Beteiligte Personen und Augenzeugen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_23 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Rechtsanwalt Sigmund Adam</span><span data-ccp-props="{}"><br />&#8211; Bürovorsteher Herr Engelhard<br />&#8211; Büroangestellte Annemarie Sch.<br />&#8211; Büroangestellte Gustel H.<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Paul Brunner, Direktionsassistent Prüfungsamt der Stadtwerke Rosenheim</span><span data-ccp-props="{}"><br />&#8211; Revisor A. Mayer<br />&#8211; Herr Zacher<br />&#8211; Erich Schartel<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Elektromeister Friedinger</span><span data-ccp-props="{}"><br />&#8211; Praktikant Meng<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Monteur Bauer, Elektrohaus Stein</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Dr. F. Karger, Institut für Plasmaphysik</span><span data-ccp-props="{}"><br />&#8211; Dipl.-Physiker G. Zicha<br />&#8211; Physikprofessor P. Büchel SJ<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Steuerberater Dr. Schmidt</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">&#8211; Hans Bender, IGPP</span><span data-ccp-props="{}"><br />&#8211; Zwei nicht namentlich genannte Mitarbeiter von Hans Bender<br /></span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="spuksymptomatik" class="et_pb_row et_pb_row_30">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. <span data-contrast="auto">Spuksymptomatik</span><span data-ccp-props="{}"> </span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_24 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><ul>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Leuchtstoffröhren an 2 ½ m hoher Decke gingen an und aus und sind um 90° aus ihren Halterungen gedreht (Feststellung durch einen Elektriker)</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Heftige Knallerscheinungen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Sicherungsautomaten lösten von selbst aus</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Mehrfaches Auslaufen der Entwicklungsflüssigkeit des Fotokopiergerätes</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Massive Telefonstörungen: alle vier Apparate der Telefonanlage läuteten gleichzeitig, Gesprächsabbrüche, ungewöhnliche hohe Rechnungen durch kontinuierliches Anrufen der Zeitansage</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Stromschreiber verzeichneten mehrfach ungewöhnlich hohe Ausschläge (bis ca. 50 A)</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Glühbirnen explodierten</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Beleuchtungskörper schwangen heftig</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Bilder drehten sich an der Wand um bis zu 360°</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Schubladen öffneten sich</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Ein 3 ½ Zentner schwerer Aktenschrank rückte ca. 30 cm von der Wand ab</span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
<li data-leveltext="" data-font="Symbol" data-listid="1" data-list-defn-props="{&quot;335551671&quot;:16,&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559684&quot;:-2,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:&#091;8226&#093;,&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}" aria-setsize="-1" data-aria-posinset="16" data-aria-level="1" style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Somatische Symptome bei den beiden Büroangestellten </span><span data-ccp-props="{}"> </span></li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_32  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Verlauf</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_25 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Als Rechtsanwalt Sigmund Adam an jenem Sommermorgen im Jahr 1967 den Hörer des klingelnden Telefons abhob, war die Leitung tot. Zunächst dachte er nicht viel darüber nach. Doch am selben Tag wurde ein Gespräch, das er führte, plötzlich unterbrochen. Eine gewisse Dynamik nahm Fahrt auf: Alle vier Telefone der Siemens-Anlage klingelten gleichzeitig, wieder und wieder wurden Gespräche unterbrochen. Am Ende des Monats dann eine zusätzliche böse Überraschung: Die Telefonrechnung war unfassbar hoch; offenbar wurde die Zeitansage 0119 beständig aus der Kanzlei angerufen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Weil die ständigen Unterbrechungen und Vorfälle ein Arbeiten schließlich unmöglich machten, wandte sich Adam hilfesuchend an die Post. Diese tauschte durch Techniker im Oktober alle Apparate aus und installierte einen Gebührenzähler. Die mit der Revision beauftragten Techniker gaben übereinstimmend an, dass die aufgetretenen Störungen nicht erklärbar seien. Gleich am ersten Tag verzeichnete der ein Gespräch, dass laut den Beteiligten nie stattgefunden hatte. Und am Tag darauf wurde die Zeitansage innerhalb von einer Viertelstunde 42-mal angerufen. An darauffolgenden Tagen wurde die 0119 sogar 40 bis 50-mal hintereinander angerufen. Der Steuerberater Dr. Schmidt war am 19. Oktober von 17.35 Uhr bis 17.55 Uhr in der Kanzlei und versichert, dass zu diesem Zeitpunkt niemand telefoniert hatte. Die automatische Gesprächskontrolle registrierte hingegen in genau diesem Zeitraum rund 20 Anrufe bei der Zeitansage. Nun reichte es dem Rechtsanwalt. Er erstattet Anzeige gegen Unbekannt.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Nachdem die Telefonanlagenrevision erfolglos endete, vermutete Rechtsanwalt Adam nun, dass Störungen im Stromversorgungsnetz der Stadtwerke Rosenheim die Ursache für die Ereignisse sein müssten. Zu den geheimnisvollen Telefonstörungen gesellten sich weitere merkwürdige Phänomene: Mit einem lauten Knall erloschen die Leuchtstoffröhren an der über zwei Meter hohen Decke. Handwerker stellten fest, dass die Röhren um 90° in ihren Halterungen verdreht waren, sodass die Kontakte unterbrochen worden sind. Es wurden neue Leuchtstoffröhren installiert, die sich kurz darauf vor den Augen aller Anwesenden erneut in ihren Halterungen drehten. Glühbirnen explodierten. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Paul Brunner, Direktionsassistent im Prüfamt der Stadtwerke, nahm am 16. November 1967 seine Arbeit auf. Verplombte Spannungs- und Stromschreiber wurden installiert und zeichneten am 21. November drei Vollausschläge auf. Eine Glühbirne war im Vorzimmer explodiert. Am selben Tag wurden weitere sechs Ausschläge verzeichnet, jedoch ohne, dass etwas passierte. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Am 30. November tritt ein neues Phänomen auf: Die Lampen in den Büroräumen fingen an, hin und her zu schwingen. Die Revisoren der Stadtwerke sahen auch das. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Am 1. Dezember 1967 traf <a href="https://www.igpp.de/allg/bender.htm" target="_blank" rel="noopener" title="IGPP: Hans Bender">Hans Bender</a>, Gründer des <a href="https://para-wiki.de/einrichtungen/institut-fuer-grenzgebiete-der-psychologie-und-psychohygiene-e-v-igpp-in-freiburg-im-breisgau/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: IGPP">Instituts für Psychologie und Psychohygiene (IGPP)</a> in Freiburg, mit zwei Mitarbeitern in Rosenheim ein. Zuvor hatten diverse Fernsehsendungen und Zeitungen von dem Fall berichtet. Sehr schnell stand fest, dass die ungewöhnlichen Ereignisse nur dann auftraten, wenn die 19-jährige Büroangestellte Annemarie Sch. das Büro betrat oder anwesend war. Auch die Messdiagramme der Spannungs- und Stromschreiber zeigten nur dann Ausschläge, wenn im Büro gearbeitet wurde. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Hans Bender trat mit dem Institut für Plasmaphysik in München-Garching in Kontakt. Dr. F. Karger und Diplom-Physiker G. Zicha führten vom 6. bis 8. Dezember 1967 oszillographische Messungen durch. Es existierte ein ausführlicher Bericht über diese Untersuchungen <a href="#1">[1]</a></span><span data-contrast="auto">. Sie überprüfen Netzspannungsänderungen, Kondensatorentladungen, elektrostatische Aufladung und äußeres statisches Magnetfeld, Infra- und Ultraschall, Erschütterungen, Wackelkontakte in der Verstärkerelektronik, Fremdmechanismen und mögliche manuelle Betätigung. Ihr Fazit lautet wie folgt: „Wir mussten demnach feststellen, dass an dem Schreiber Ausschläge auftraten, obwohl wir systematisch alle uns denkbaren physikalischen Ursachen dafür eliminiert bzw. kontrolliert und die ordnungsgemäße Funktion der verwendeten Geräte eingehend überprüft hatten</span><span data-contrast="auto">“ <a href="#2">[2]</a>.<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Hans Bender gelangen Aufnahmen des Lampenschwingens und der Knallerscheinungen. Auch das Rotieren eines Bildes um 320° konnte durch Adam jun. mit einem Videorekorder aufgezeichnet werden. Zahlreiche Augenzeugen sind bei den Bewegungen der Bilder zugegen, darunter Paul Brunner und der Revisor A. Mayr sowie Elektromeister Friedinger und Praktikant Meng von der Revisionsabteilung der Stadtwerke. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Erich Schartel aus der Revisionsabteilung der Rosenheimer Stadtwerke, hatte noch 2017 in einem Interview angegeben, dass sich sein „Weltbild“ durch die Vorgänge in der Kanzlei verändert habe <a href="#3">[3]</a></span><span data-contrast="auto">. Er erinnert sich an eine weitere selbst gemachte Beobachtung: „Die Tinten-Nadeln in den Strom- und Spannungsmessgeräten waren so hauchdünn, dass sie eigentlich keinerlei Druck auf das Papier ausüben konnten. Doch bei den Aufzeichnungen in der Kanzlei zerrissen sie das Papier mühelos</span><span data-contrast="auto">“ <a href="#4">[4]</a>.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Schließlich wurde Annemarie Sch. vom 5. bis 17. Januar beurlaubt; sie drängte jedoch darauf, dennoch zu kommen. Ihr tat ihr Chef leid, der sich in der Öffentlichkeit zunehmend gegen Diffamierungen in der Presse und in bestimmten Kreisen der Stadt Rosenheim wehren musste. In diesen 14 Tagen kam es zu einem endgültigen Höhepunkt der Phänomene: Vor den Augen des Physikprofessors P. Büchel SJ öffneten sich Schubladen selbständig, fallen Bilder und Kalender von den Wänden und ein 3 ½ Zentner schwerer Aktenschrank wurde ca. 30 cm von der Wand abgerückt.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Annemarie Sch. litt ab diesem Zeitpunkt außerdem an somatischen Problemen. Sie und die ihr gegenübersitzende Gustel H. klagten über starken Ohrendruck und eine Hautrötung (Hyperämie); zudem zeigte Annemarie vorübergehende „hysterische Kontrakturen der Arme und Beine“ <a href="#5">[5]</a></span><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Annemarie wurde nach Freiburg ins IGPP gebracht und dort einer Reihe von Tests unterzogen sowie psychodiagnostisch untersucht. Laut Hans Benders Bericht waren mit ihr durchgeführte Telepathie-Experimente „erfolgreich“, psychokinetische Versuche hingegen blieben ohne Erfolg <a href="#6">[6]</a></span><span data-contrast="auto">. Genauere Daten werden in der Quelle nicht genannt. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Mit dem Weggang von Annemarie Sch. endeten die Phänomene im Januar 1968 in der Anwaltskanzlei <a href="#7">[7]</a>. Laut Hans Bender traten noch kurzfristig „psychokinetische Phänomene in der Wohnung ihrer Familie und wahrscheinlich auch in einer anderen Anwaltskanzlei auf, in der sie ihre Lehrzeit beenden wollte“ <a href="#8">[8]</a></span><span data-contrast="auto">.</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Annemarie Sch. beteuerte noch vor einigen Jahren in einem Fernsehinterview, dass sie sich die damaligen Ereignisse nicht erklären könne: „Ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich habe keine Kräfte. Es muss irgendwas anderes gewesen sein“ <a href="#9">[9]</a>.</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Authentizität und Kritikpunkte</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_26 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Insgesamt wurden rund 40 Personen Zeugen der Ereignisse in der Kanzlei, darunter Techniker, Physiker, Psychologen, Polizisten und Angestellte <a href="#10">[10]</a></span><span data-contrast="auto">. Der hier herangezogene Wikipedia-Artikel ist den Geschehnissen gegenüber kritisch eingestellt und gibt an, dass “die Vorgehensweise des federführenden Parapsychologen […] stark kritisiert [wurde]” und der Fall “nach Ansicht von Skeptikern” als “Schwindel” aufgedeckt worden sei <a href="#11">[11]</a></span><span data-contrast="auto">. Dabei wurden explizit der ”metaphysische Erklärungsansatz” und die ”Vorgehensweise Benders” als ”unwissenschaftlich” kritisiert – Bender würde ”unterschlagen”, dass ”sich in einem [!] Fall die Manipulation durch Annemarie Sch. nachweisen ließ”. Bender habe zudem nie einen ausführlichen Bericht veröffentlicht. Außerdem habe der Zauberkünstler Albin Neumann mit zwei Gehilfen in der Anwaltskanzlei mehrere Indizien gefunden, die auf eine Inszenierung deuteten, zum Beispiel Nylonfäden an verschiedenen Gegenständen und einen Gummiknüppel hinter einem Schrank, mit dem die Schläge gegen die Wand erzeugt worden seien. Die Elektrophänomene wurden auf ein im selben Haus befindliches Röntgengerät und/oder auf absichtlich herbeigeführte Kurzschlüsse zurückgeführt. Dabei stellt sich mir [der Autorin, Sonja] vor allem bezüglich des ersten Teils des Satzes spontan die Frage, ob dann nicht mindestens in mehreren Häusern, in denen ein Röntgengerät installiert ist, dieselben oder ähnliche Elektrophänomene hätten auftreten müssen. Außerdem hätten sich die Phänomene dann ja auch nach dem Weggang von Annemarie Sch. fortsetzen bzw. auch ohne ihre Anwesenheit stattfinden müssen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Wenden wir uns nun dem von Hans Bender sehr wohl veröffentlichen und ausführlichen “Vorbericht” in der IGPP-eigenen </span><i><span data-contrast="auto">Zeitschrift für Psychologie und Grenzgebiete der Psychologie</span></i><span data-contrast="auto"> in der Ausgabe Band 11 von 1968 zu:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Bender konnte schnell bestätigen, was die vor ihm vor Ort gewesenen Techniker angegeben hatten: Die Phänomene traten nur während der Bürozeiten auf und “mit besonderer Stärke, wenn die im Büro beschäftigten jungen Mädchen, die 19-jährige Anneliese Sch. Und die 17-jährige Gustel H. die Kanzlei betraten <a href="#12">[12]</a></span><span data-contrast="auto">, wobei sich der Fokus bald schon auf Annemarie Sch. richtete. Bender gibt an, dass “nach gründlicher Untersuchung, an der sich auch die Kriminalpolizei beteiligte (Rechtsanwalt Adam hatte Klage gegen Unbekannt erhoben)“, Betrug ausgeschlossen erschien. “Auch hysterische Manipulationen konnten nach der Analyse zahlreicher Zeugenaussagen nicht in Betracht kommen <a href="#13">[13]</a>“</span><span data-contrast="auto">. Für Bender lagen also genug Gründe vor, den Aspekt miteinzubeziehen, dass eine von Annemarie Sch. abhängige Psychokinese eine dritte Hypothese sein könnte. Bender arbeitete zum Ausschluss möglicher physikalischer Ursachen mit Dr. Karger und Dipl. Phys. Zicha vom Institut für Plasmaphysik in München zusammen, in deren Bericht es heißt: ”Wir mußten demnach feststellen, daß an dem Schreiber Ausschläge auftraten, obwohl wir systematisch alle uns denkbaren physikalischen Ursachen dafür eliminiert bzw. kontrolliert und die ordnungsgemäße Funktion der verwendeten Geräte eingehend überprüft hatten” <a href="#14">[14]</a></span><span data-contrast="auto">. Die Physiker zogen den Schluss, dass ”eine Beschreibung der Phänomene mit vorhandenen Prinzipien der Physik nicht möglich ist” <a href="#15">[15]</a></span><span data-contrast="auto">. Neben den auf Tonband aufgenommenen zahlreichen Zeugenaussagen standen außerdem die Ermittlungsakten der Kriminalpolizei zur Verfügung. Mit einer AMPEX-Videokamera konnte das Lampenschwingen aufgezeichnet und Knallerscheinungen registriert werden. Es gelang jedoch nicht, wie zuvor den Fernsehkameras, die teilweise um 360° rotierenden Bilder an der Wand aufzunehmen. Später änderte sich das und der Rechtsanwalt konnte im Beisein des Technikers der E-Werk-Untersuchung doch noch ein um 320° rotierendes Bild aufzeichnen. Bender verweist auf den Zeugenbericht von Paul Brunner, der bei einem kurzen Gespräch mit Anneliese Sch. war, als Rechtsanwalt Adam das Büro betrat und sich sehr rasch ein Bild um 320° drehte, sodass sich der Aufhängedraht am Haken verwickelte. Der Vorgang spielte sich in einer Entfernung von nur ca. 1 Meter vom Beobachter ab, was Bender als Ausschluss einer manuellen Manipulationsmöglichkeit sieht.  Auch zersprangen gerade erst ausgewechselte Glühbirnen unter den Augen der Revisoren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Schon damals musste sich Rechtsanwalt Adam gegen aufkommende Diffamierungen in der Presse wehren, die, mit bestimmten Kreisen der Stadt Rosenheim, behauptete, dass den Vorgängen trickhafte Manipulationen durch Adams Söhne zugrunde lägen. Diese Diffamierung durch Außenstehende betrifft auch nahezu alle anderen Poltergeist-Fälle. Sehr oft führte das dazu, dass die Betroffenen die Heimat verlassen oder sogar ihre Identität ändern mussten <a href="#16">[16]</a></span><span data-contrast="auto">. Auch Annemarie Sch. lebt nicht mehr in Rosenheim.<br /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Im Anschluss an Benders Bericht folgt in der </span><i><span data-contrast="auto">Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete für Psychologie</span></i><span data-contrast="auto"> ein detaillierter Report der physikalischen Untersuchung des Spukfalls durch F. Karger und G. Zicha. Hier wird ebenfalls Stellung genommen zu den aufgekommenen Betrugsvorwürfen:</span><i><span data-contrast="auto"> “Nachdem die anomalen Ausschläge nicht ihre Erklärung in Störungen des Stromnetzes fanden, wurde der Verdacht auf betrügerische Manipulation laut. Eigenartig erschien uns vor allem die Tatsache, dass nur selten ein Schreiberausschlag im Vollzug gesehen wurde, meistens nur die schon geschriebene Kurve einige Sekunden danach (in den Fällen in denen Ausschläge im Vollzug gesehen wurden, liefen sie mit einer Impulsdauer von ca. 1 Sekunde ab). Wir befanden uns jedoch bei den meisten Ausschlägen in unmittelbarer Nähe des Schreibers (½ m), während sich die übrigen Personen mehrere Meter von dem Schreiber entfernt aufhielten. Einerseits achteten wir darauf, daß kein Trick durch psychologische Ablenkung des Beobachters möglich war, zum anderen wurde durch eine mechanische Sperre verhindert, daß der Schreiber durch dünne Fäden o.ä. von außen beeinflußt werden konnte. Da der Schreiber außerdem noch mit einem Sichtglas abgedeckt ist, war bei den anomalen Ausschlägen bei denen wir anwesend waren, mit Sicherheit eine (z.B. getrickte) mechanische Manipulation ausgeschlossen</span></i><i><span data-contrast="auto">”</span></i> <a href="#17">[17]</a>. <span data-contrast="auto">Die Physiker sahen sich dem Problem gegenüber, dass die ”seltsamen Kräfte” zwar mit den vorhandenen Mitteln der experimentellen Physik festgestellt worden waren, sich jedoch mit den vorhandenen Mitteln der theoretischen Physik nicht erklären ließen <a href="#18">[18]</a></span><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Das Ergebnis der physikalischen Untersuchung lautete demnach:</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span><span data-contrast="auto">1. Eine Beschreibung der Phänomene mit vorhandenen Prinzipien der Physik erscheint nicht möglich.</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span><span data-contrast="auto">2. Die Phänomene zeigen sich als Ausdruck nicht periodischer, kurzzeitig wirkender Kräfte.</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span><span data-contrast="auto">3. Die Phänomene (einschließlich der Telefonstörungen) scheinen nicht unter Zuhilfenahme elektrodynamischer Effekte, sondern “mechanisch” hervorgerufen zu werden.</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span><span data-contrast="auto">4. Es finden nicht nur einfache, explosionsartig verlaufende Ereignisse, sondern auch kompliziert geführte Bewegungen statt (Schreiberkurven, Bildbewegungen).</span><span data-ccp-props="{}"><br /></span><span data-contrast="auto">5. Die Ausführung dieser Bewegungen scheint von intelligent gesteuerten Kräften herzurühren (z.B. Telefonstörungen), die die Tendenz zu haben scheinen, sich der Untersuchung zu entziehen</span><span data-contrast="auto">.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Auch wenn nach heutigen Maßstäben ein zumindest teilweiser Betrug nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, ist es doch zugleich sehr unwahrscheinlich, dass eine so hohe Anzahl an Zeugen bis heute an ihrer Aussage festhält. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_27 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Karger, F.; Zicha, G. (1968): Physikalische Untersuchung des Spukfalls in Rosenheim 1967. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. 11, 1968. Online verfügbar unter: <a href="https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366">https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Ebd.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] OVBonline (2017): Habe noch immer keine Erklärung. Online verfügbar unter: <a href="https://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/habe-noch-immer-keine-erklaerung-9374064.html">https://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/habe-noch-immer-keine-erklaerung-9374064.html</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Ebd.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Karger, F.; Zicha, G. (1968): Physikalische Untersuchung des Spukfalls in Rosenheim 1967. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. 11, 1968. Online verfügbar unter: <a href="https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366">https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Ebd.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_99  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Ebd.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] Ebd.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] OVBonline (2017): Habe noch immer keine Erklärung. Online verfügbar unter: <a href="https://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/habe-noch-immer-keine-erklaerung-9374064.html">https://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/habe-noch-immer-keine-erklaerung-9374064.html</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_102  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Wikipedia (2024): Spuk von Rosenheim. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spuk_von_Rosenheim">https://de.wikipedia.org/wiki/Spuk_von_Rosenheim</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_103  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] Ebd.</p></div>
			</div><div id="12" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[12] Karger, F.; Zicha, G. (1968): Physikalische Untersuchung des Spukfalls in Rosenheim 1967. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. 11, 1968. Online verfügbar unter: <a href="https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366">https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="13" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[13] Ebd.</p></div>
			</div><div id="14" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_106  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[14] Ebd.</p></div>
			</div><div id="15" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_107  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[15] Ebd.</p></div>
			</div><div id="16" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_108  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[16] vgl. Ostrzycka, Anna; Rymuszko, Marek (2023): The Elusive Force. A Remarkable Case of Poltergeist Activity and Psychokinetic Power. Charlottesville: Anomalist Books.</p></div>
			</div><div id="17" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_109  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[17] Karger, F.; Zicha, G. (1968): Physikalische Untersuchung des Spukfalls in Rosenheim 1967. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. 11, 1968. Online verfügbar unter: <a href="https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366">https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_parapsychologie1968-11/0118?sid=3b5111039488bdcb1ce995dc7b05e366</a>. Zuletzt geprüft am 17.04.2024.</p></div>
			</div><div id="18" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[18] Ebd.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Gefängnisspuk in Weinsberg</title>
		<link>https://para-wiki.de/der-gefaengnisspuk-in-weinsberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 18:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Spukphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Spukort]]></category>
		<category><![CDATA[Weinsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1040</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_34">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitende Zusammenfassung</a><br /><a href="#ortgeschehnisse">2. <span data-contrast="auto">Der Ort und die Geschehnisse</span></a><span data-ccp-props="{}"><br /><a href="#fokusperson">3. Die Fokusperson</a><br /><a href="#kritischebetrachtung">4. Kritische Betrachtung</a><br /><a href="#heutigesituation">5. Heutige Situation</a><br /><a href="#quellen">6. Quellen und Anmerkungen</a></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_35">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_28 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_113  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b><span data-contrast="auto">Der Gefängnisspuk in Weinsberg, 1836</span></b> <a href="#1">[1]</a></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Justinus_Kerner" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Justinus Kerner">Justinus Kerner</a> (1786–1862)</span><span data-contrast="auto"> verfasste im Jahr 1836 mit </span><i><span data-contrast="auto">Eine Erscheinung aus dem Nachtgebiete der Natur </span></i><span data-contrast="auto">die Dokumentation eines Spukfalles, der sich im Gefängnis der Stadt Weinsberg 1835 und Anfang 1836 zugetragen hatte. Kerner wurde durch das Bezirksgericht mit der Untersuchung des Falles beauftragt, der einer der Gefangenen, Elisabetha Eslinger, zugeschrieben wurde, beauftragt. Sein Bericht gehört zu den ausführlichsten Dokumentationen eines Spukfalles überhaupt. Auf 351 Seiten sammelt Kerner sämtliche Zeugenaussagen und dokumentiert die Begebenheiten vor Ort. Zu den Besonderheiten des Falles gehört, dass er innerhalb eines abgesicherten Gefängnisses stattfand, praktisch jede Nacht auftrat und von Dutzenden Zeugen beobachtet wurde. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="ortgeschehnisse" class="et_pb_row et_pb_row_36">
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				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_114  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. <span data-contrast="auto">Der Ort und die Geschehnisse<br /></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_29 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_115  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Das Gefängnisgebäude befand sich in der Innenstadt von Weinsberg. Wie üblich, war das Gebäude entsprechend gesichert mit vergitterten Fenstern und Türen. Der Gefängnishof war von einer Mauer umgeben, der Sicherheitseingang war stets verschlossen. Die Insassen waren im ersten Stock des Gebäudes untergebracht; weibliche und männliche Gefangene hatten eigene Zellen, die als „Gefängnis im Gefängnis“ konstruiert waren, d.h. sie waren eigenständige Räume, die sich in einem großen Raum befanden. Ihre Wände waren gemauert und vertäfelt und standen frei und komplett von Fluren umgeben; keine Wand stieß also an die Außenmauern des Gebäudes. Elisabetha Eslingers Zelle hatte zwei Fenster, die auf die Flure hinausführten. Diese Fenster waren vergittert. Ein drittes, kleineres Fenster im Dach der Zelle diente als Frischluftzufuhr. Dieses kleine Dachfenster konnte nur mit einem Seil geöffnet werden, das durch ein Metallrad geführt wurde, welches laute Geräusche produzierte, wenn es bedient wurde. Es gab eine Tür, zwei recht große einfache Betten in denen jeweils mehr als eine Person liegen konnte, einen Ofen in der Ecke neben der Tür und einen Stuhl. Nachts wurde der Flur von einer Öllampe erhellt, die vor der Tür des Gefängniswächters, Herrn Mayer, die sich im selben Stockwerk befand, angebracht war. Eslingers Zelle befand sich in einer Reihe von drei Zellen ganz rechts von der Treppe aus. Die Zelle in der Mitte war leer, in der linken Zelle waren männliche Gefangene untergebracht. Ihnen gegenüber an der linken Wand lagen die Räume von Herrn und Frau Mayer, sein Schlafzimmer und das Wohn- und Schlafzimmer seiner Nichte und eines Dienstmädchens, eine weitere Kammer und an der gegenüberliegenden Wand die Küche. Aus der leeren Zelle und aus Eslingers Zelle schaute man direkt auf die Wand, hinter der der Gefängnishof lag. Laut einer Grundrissrekonstruktion <a href="#2">[2</a></span><a href="#2"><span data-contrast="auto">]</span></a><span data-contrast="auto"> lag eines der Fenster von Eslingers Zelle direkt dem Außenfenster gegenüber. Da der Raum der Wachen direkt der Zelle mit den männlichen Insassen gegenüber lag, konnten diese mit der Beleuchtung den Flur sehen, wenn merkwürdige Geräusche auftraten und sich auf Eslingers Zelle zubewegten. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Die berichteten Phänomene traten fast jede Nacht über viele Wochen auf und konnten deshalb immer wieder beobachtet und dokumentiert werden. Sie wurden scheinbar durch einen kommunikationsbereiten „Geist“ verursacht, der wiederholt angab, auch Menschen außerhalb des Gefängnisses besucht zu haben, z.B. in anderen Häusern in Weinsberg und sogar in anderen Städten, sowohl, weil man darum gebeten hatte, als auch auf eigene Initiative. Entsprechend viele Zeugen gab es und fast alle waren befragt oder gebeten worden, ihre Erlebnisse niederzuschreiben. Die Gefangenen kamen aus unterschiedlichen Städten und waren in der Regel nicht informiert über die Spukvorfälle. Dennoch berichteten alle Zeugen sehr ähnliche oder identische Beobachtungen unabhängig voneinander. Dazu kamen etliche weitere Leute mit sehr gutem Leumund, darunter Gerichtsangestellte, Ärzte und ein Universitätsprofessor. Abgesehen von seinen eigenen Aussagen und denen von Elisabetha Eslinger und einer ihrer Töchter, hielt Kerner 47 Zeugenaussagen in seinem Bericht fest.</span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Von diesen insgesamt 50 Zeugenaussagen, berichten 48 von unerklärlichen akustischen Phänomenen wie gesprochenen Wörtern, Schreien, Fußschritten, Klopfen, Schüssen, tropfendem Wasser, raschelndem Papier, fliegenden Objekten, Flügelschlagen wie von Vögeln im Flug, heftigem Klappern von Fenstern, Türeschlagen, Gebrüll und Windstöße, die das ganze Haus erschütterten; dazu kamen eine Reihe von zischenden und rauschenden Geräuschen, die keiner realen Beschreibung zugeordnet werden konnten. Zusätzlich berichteten 29 Zeugen von undefinierbaren visuellen Erscheinungen in der Dunkelheit, die am ehesten einem sich bewegenden gelben oder weißen Fleck ähnelten, manchmal aber auch blinkenden Sternen, menschenähnlichen Umrissen oder sogar eine komplette Erscheinung. Taktile Empfindungen wie kalte Luftzüge oder das Gefühl, berührt zu werden, wurden von 25 Zeugen berichtet. Viele gaben auch an, dass ihre Decke weggezogen oder vom Bett geworfen worden sei. Dazu sagten 14 Zeugen, dass sie einen intensiven, übelkeitserregenden Gestank von Verwesung wahrgenommen hatten, der jeweils mit den anderen Phänomenen auftauchte und wieder verschwand. Zudem sollen zwei Katzen ungewöhnliches Verhalten gezeigt haben während des Auftretens der Phänomene; eine starb sogar <a href="#3">[</a></span><a href="#3"><span data-contrast="auto">3]</span></a><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fokusperson" class="et_pb_row et_pb_row_37">
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				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_116  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. <span data-contrast="auto">Die Fokusperson<br /></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_30 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_117  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Elisabetha Eslinger war eine arme Frau von 39 Jahren, die zwei Kinder hatte und in diesem Poltergeistfall als <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a> verstanden werden kann. Ihr Ehemann starb nach 18 Jahren Ehe. Als die Phänomene auftraten, war sie bereits seit mehr als fünf Monaten im Gefängnis. Sie hatte versucht, andere Leute zu überzeugen, einen vermeintlich versteckten Schatz zu bergen. Tatsächlich behauptete sie, seit ihrer Jugend Geister sehen zu können, aber nie mit ihnen engeren Kontakt gehabt zu haben. Doch habe kürzlich eine Erscheinung namens „Anton“ angefangen, sie zu belästigen. Er wolle unbedingt, dass sie für ihn bete, und zwar in einem bestimmten Keller in einer Nachbarstadt, um ihn von diesem Ort zu erlösen und ihm seine früheren Missetaten zu vergeben. Eslinger weigerte sich, seine Forderungen zu erfüllen – ihre Gefangenschaft hinderte sie ja auch daran. Der vermeintliche Geist gab sich ihr hörbar und sichtbar zu erkennen und wurde angeblich auch von ihrer 14-jährigen Tochter gesehen, wie diese Kerner gegenüber angab. Als Eslinger ins Gefängnis kam, folgte ihr „Anton“ offenbar und erschien Nacht für Nacht, raubte ihr den Atem und verursachte die beschriebenen Phänomene. Entsprechend entnervt und gestresst waren Herr Mayer, der Gefängniswächter, und seine Familie. Seine Berichte und Eslingers dazugehörige Erklärung führten schließlich dazu, dass Kerner am 12. September 1835 seine Ermittlungen aufnahm.</p>
<p style="text-align: justify;">Kerner besuchte Eslinger im Gefängnis, interviewte andere Gefangene und ließ ehemalige Insassen durch die Pastoren ihrer jeweiligen Heimatgemeinde befragen. Er kam zu dem Schluss, dass Eslinger psychisch gesund sei und dass die Beobachtungen Fakten entsprachen. Nach 11 Wochen schrieb er seinen ersten Bericht an das Gericht und weitere Ermittlungen wurden angeordnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Im Folgenden werden einige Zeugenaussagen wiedergegeben:<br /></span>Am 18. Oktober beobachtete Kerner demnach gemeinsam mit seiner Frau und der Frau des Gefängniswächters, wie Frau Eslinger „wieder“ begann, stereotyp zu atmen und hörte, ebenfalls zum wiederholten Male, eine Art Rollen und Rascheln wie von Papier an den Wänden und ein Geräusch, als würde ein starker Wind in ein Stück Stoff oder Papier hineinblasen im Flur. Catharina Sinn, die für zwei Wochen im Gefängnis in der Zelle neben Eslinger gewesen war, berichtete, dass sie – obwohl sie nichts von den Vorgängen gewusst habe – an den Fenstergittern und in der Zelle selbst ein Rauschen gehört habe, das sehr einem Papierrascheln ähnelte, obwohl es nirgendwo Papier gab. Außerdem hörte und fühlte sie, dass sich etwas vor und zurück bewegte. Die Bewegungsgeräusche wurden wiederum von Rauschen und kalten Luftzügen begleitet, obwohl Türen und Fenster geschlossen waren. In einer Nacht habe sie gedacht, dass etwas wie ein Stück Gips von ihrem Ofen gefallen sei, aber am nächsten Morgen konnte sie nichts finden. Einmal hatte sie das Gefühl gehabt, dass ihre Stirn sehr sanft berührt worden wäre, zudem hörte sie eine Art Schlurfen und weitere Geräusche. Letztlich bekam sie so viel Angst, dass sie in eine Zelle mit anderen verlegt wurde. Sie hörte die Geräusche weiterhin, aber dadurch, dass sie nicht mehr allein war, fürchtete sie sich nicht mehr in dem Maße. Sie gab an, dass die anderen ihr dann von dem Spuk erzählt hätten und sie sogar eine Stimme gehört habe, die nicht von dieser Welt gewesen sei. Sie habe aber nichts verstehen können, außer ein paar wenige Male, als sie und die anderen klar das Wort „Bete“ verstanden hätten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frau des Gefängniswächters, Frau Mayer, verbrachte mit ihrer Nichte und dem Dienstmädchen die Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 1835 in der Zelle von Frau Eslinger. Sie lagen in einem Bett und Frau Eslinger in dem anderen. Frau Mayer gab an, dass sie im Mondscheinlicht aufrecht auf dem Bett sitzend Frau Eslinger beobachtet habe. Alle drei sahen dann, wie der Stuhl mit Wucht zurückgeschoben wurde. Eslinger habe währenddessen ruhig und leise betend in ihrem Bett gelegen. Später flog dann noch das Fenster gegenüber mit einer Wucht auf, dass sie fürchteten, alle Scheiben wären zerbrochen. Frau Eslinger habe ihnen dann mitgeteilt, dass dies das Werk des Geistes sei, der nun auf dem Stuhl sitze. Sie konnten nichts sehen, hörten aber wenig später Fußschritte, die sich nicht menschlich anhörten und nahe an ihr Bett herankamen. Dies habe eine halbe Stunde gedauert, von Mitternacht an. Dann hätten sie einen starken Windstoß wahrgenommen und eine sehr spezielle Stimme gehört, die sie schon vorher einmal wahrgenommen hatten. Im Widerspruch zu ihrer ersten Aussage, gab Frau Mayer dann an, während der Nacht immer wieder einen hellen Schatten gesehen zu haben, der zuerst auf dem Stuhl gesessen habe und dann hin und her schwebte; sie habe ausschließen können, dass es sich um ein externes Licht oder den Mond gehandelt habe und außerdem sei der Schatten praktisch unbeschreiblich gewesen. Frau Eslinger habe die ganze Zeit über gebetet und je leidenschaftlicher sie dies tat, desto näher kam der Schatten, der oft auf ihrem Bett zu sitzen schien. Wenn sich der Schatten Frau Mayer und dem Dienstmädchen näherte, nahmen beide einen kalten Wind in dem verschlossenen und warmen Raum wahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 5 Uhr in der Früh, als sich der Schatten wieder Frau Mayer genähert und sie seinen kalten Luftzug wahrgenommen hatte, forderte sie ihn auf, in das Zimmer ihres Mannes zu gehen und dort ein Zeichen zu hinterlassen. Sie hörte ein „ja“ und dann, wie sich die Zellentür öffnete und schloss, der Schatten hinausglitt und ein Schlurfen im Flur. Eine Viertelstunde später kehrte der Schatten zurück, wobei er sich dieses Mal durch das Fenster zum Flur Zutritt verschaffte. Auf die Frage, ob der Schatten seine Aufgabe erfüllt habe, ertönte ein hohles kurzes Lachen. Als sie ihren Mann fragte, war der überrascht und erzählte, dass seine fest verschlossene Schlafzimmertür am Morgen aufgestanden sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Von da an sei der Geist öfter bei den Mayers im Schlafzimmer gewesen und habe sein Kommen immer durch Geräusche vor dem Bett oder im Zimmer angekündigt, die aus Knacken, Klopfen oder einem Geräusch, als würde Sand geworfen werden, bestanden. Manchmal habe es auch Geräusche gegeben, für die kein Vergleich gefunden werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Dezember 1835 scheint der Geist besonders aktiv gewesen zu sein und wurde auch von den männlichen Insassen in einer der drei Zellen wahrgenommen. Sie wussten angeblich nichts von den Vorfällen, fragten Herrn Mayer aber nach der Ursache für die nächtlichen Ruhestörungen. Der 19-jährige Christian Bauer gab an, dass er am 11. Dezember um 3 Uhr morgens wach geworden sei und in der Zelle ein Geräusch gehört habe wie ein Papierrascheln, ein Klopfen und plötzlich habe ein heller Schatten vor ihm gestanden. Der habe ihm gesagt, „du brauchst Geduld!“, was sein Zellennachbar ebenfalls gehört habe, und zwar in einer hohlen, rauen und keinesfalls menschlichen Stimme. Nach diesem Erlebnis beschränkten sich seine Erfahrungen auf verschiedene Geräusche, gewöhnlich gegen drei Uhr morgens, die er mit den anderen Insassen hörte. Am 3. Advent sei dies beispielsweise ein Schlag gewesen, der das Haus erschütterte, dann sei etwas den Flur entlanggekommen und es hätte sich angehört, als würde jemand an den Fenstern rütteln. Dann sei das Geräusch zu der Zelle am anderen Ende gegangen und dort hätten sie dann eine Frau laut beten gehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschichte wurde durch den erwähnten Zellengenossen, Johann Strecker, bestätigt. Auch ein Bauer namens Benz gab ab, dass er während dreien von den vier Nächten, die er im Gefängnis verbrachte, ein Tosen und Toben gehört hätte, als würde das ganze Haus zerstört werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Erlaubnis des Gerichts verbrachte zunächst Kerners Sohn Theobald die Nacht vom 26. auf den 27. Dezember in der Zelle der Männer, in der sich zu dem Zeitpunkt auch noch Johann Strecker befand sowie ein weiterer Insasse, Ludwig Gräter. Theobald gab an, dass er während der Nacht verschiedene, teils sehr laute Geräusche hörte. Gegen drei Uhr morgens seien diese nochmals lauter gewesen. Die ganze Zeit über habe er Frau Eslinger laut beten gehört <a href="#4">[4]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 27. Dezember verbrachten vier weithin geschätzte Männer die Nacht im Gefängnis: Heinrich Christian Kapff, ein Professor der Physik und Mathematik, und Christian Friedrich Duttenhofer, ein angesehener Kupferstecher, verbrachten die Nacht in Frau Eslingers Zelle. Pastor Johann Stockmayer und der Maler Josef Wagner waren in der Zelle von Strecker und Gräter. Sie nahmen die Rolle von Beobachtern ein, die die beiden Gefangenen die Nacht über im Auge behielten und zeitgleich teilweise den Flur bewachen konnten. Alle vier berichteten kongruent von ihren Beobachtungen: Merkwürdige Geräusche, die sich den Flur entlang in Frau Eslingers Zelle bewegten und dort den bereits von allen anderen Zeugen berichteten Lärm fortsetzten, Geräusche, die elektrischen Kurzschlüssen ähnelten, Tropfen, Werfen von Gips, Papier, das über eine Oberfläche gezogen wird, sehr heftiges rütteln und wackeln eines Fensters, Kutschengeräusche und so weiter. Die Männer in der Zelle mit Frau Eslinger, Kapff und Dudenhöfer, bemerkten außerdem hin und wieder einen hellen Schatten, der wenn er näherkam einen kalten Luftzug mit sich brachte. Einmal gab Frau Eslinger an, dass sich „Anton“ in der Zelle befinden würde, aber die beiden Männer konnten nichts Besonderes sehen oder fühlen. In der Zelle mit den männlichen Gefangenen hörten Stockmayer und Wagner dieselben Geräusche wie sie von Kapff und Dudenhöfer beschrieben worden waren. Sie sahen aber niemals eine Person, die als Verursacher in Frage gekommen wäre und die zwei Gefangenen verhielten sich ruhig während der Nacht. Der vermeintliche Geist schien nicht versucht zu haben, diese Zelle zu betreten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der folgenden Nacht gab es wieder außenstehende Gäste. Dieses Mal waren es der Arzt Dr. Philipp Sicherer und der Rechtsberater Karl Franz Fraas, die sich das zweite Bett in Frau Eslingers Zelle teilten. Bereits als sie um 20.30 Uhr beim Gefängnis ankamen und darauf warteten, eingelassen zu werden konnten sie ein trommelndes Geräusch an einem der vergitterten Fenster hören, das viel lauter war als alles, was menschliche Hände hätten produzieren können. Sie untersuchten die Zelle, konnten aber nichts Verdächtiges entdecken und erwarteten die Nacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wiederum berichteten sie von den üblichen Geräuschen, einschließlich des heftigen Werfens von grobem Sand oder Gips, ohne dass sie das dazugehörige Material hätten finden können. Sicherer berichtete zudem von einem Rütteln der Fenster, das praktisch das ganze Haus erbeben ließ, einem gewaltigen Getöse, als würden die Dachbalken nachgeben. Dazu hörten sie Fußschritte in der Zelle, das scheinbare Öffnen und Schließen der Zellentür und weitere laute Geräusche nach dessen Abklingen sich Sicherer ziemlich verwirrt fühlte.</p>
<p style="text-align: justify;">Vom 29. auf den 30. Dezember waren Baron Albert von Hügel und Pastor W. Megnin in der Zelle von Frau Eslinger zu Gast. Sie beobachteten die üblichen Phänomene, einschließlich eines schwebenden, hellen gelblichen Schattens und dem scheinbaren Rütteln des Fensters in der Nähe ihres Bettes, das Frau Eslingers Bett gegenüberlag. Dazu ertönte ein „schreckliches Geräusch und Dröhnen, als ob alle Glasscheiben zerspringen würden&#8221; <a href="#5">[5]</a>. Dabei schien sich das Fenster aber nicht zu bewegen und es schien sich auch niemand im Flur aufzuhalten. Als sie versuchten, den Lärm nachzustellen fanden sie heraus, dass Fenster und Gitterstäbe unbeweglich waren und sie konnten nicht einmal annähernd ähnliche Geräusche produzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Abend des 30. Dezembers traf dann Justinus Kerner mit dem Arzt Dr. Johann Seyffer in Frau Eslingers Zelle ein. Um Irritationen durch das Mondlicht zu verhindern, verhängten sie die Zellenfenster mit Tüchern. Somit war es innerhalb der Zelle stockdunkel. Trotzdem erschien gegen 20 Uhr in der Zelle ein gelbes Licht, das Dr. Seyffer anleuchtete. Das Licht schwebte dreimal vor und zurück und war für ungefähr sieben Minuten sichtbar. Frau Eslinger versicherte ihnen, dass es zu „Anton“ gehören würde, den sie sehen würde. Kerner und Seyffer gingen im Anschluss direkt in den Gefängnishof, doch der Himmel war wolkenverhangen und der Mond nicht sichtbar. Um 21 Uhr traf Herr Heyd ein, der bereits vom 17. auf den 18. Dezember in der Zelle gewesen war und löste Kerner ab, der das Gebäude verließ. Die beiden Männer beobachteten die üblichen Phänomene, aber ohne Lichter oder das heftige Fensterrütteln.</p>
<p style="text-align: justify;">Elisabetha Eslinger wurde am 12. Januar 1836 aus dem Gefängnis entlassen. Sogar danach berichteten weitere Insassen von den typischen Phänomenen, obwohl sie nichts davon wissen konnten. Kerner fand weitere Zeugen, die aussagten, dass sie Vorfälle im eigenen Haus gehabt hätten. So zum Beispiel Herr Theurer, ein Gerichtssachverständiger. Er hatte Frau Eslinger während seiner Befragung aufgefordert, ihm doch den Geist nach Hause zu schicken. Kerner gegenüber gab er an, dass er in einer Nacht aufgewacht sei, weil er jemanden vor seinem Schlafzimmer in Socken umhergehen hörte. Er sprang sofort auf, um nachzusehen, fand aber niemanden. Doch lag ein fürchterlicher Gestank nach Verwesung in der Luft. Von da an waren in mehreren Nächten Geräusche zu hören, wie Knacken, Sandwerfen und weitere, die er als „unbeschreiblich“ definierte <a href="#6">[6]</a>. Seine Katze hätte sich ebenfalls erschrocken und sich versteckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Interessanterweise scheinen die Personen, die unter und über Herrn Theurers Wohnung lebten, ebenfalls gelegentlich von dem Spuk besucht worden zu sein. Herr Neusser, ein Lehrer, der unterhalb von Herrn Theurer wohnte, wusste rein gar nichts von den Spukereignissen im Gefängnis und war entsprechend ratlos, als die merkwürdigen nächtlichen Vorfälle passierten. Herr Bürger hingegen, der in der Wohnung über der von Theurer wohnte, war mit dem Fall sehr vertraut. Er hatte die Nacht vom 18. Dezember selbst im Gefängnis verbracht, blieb aber skeptisch in Bezug auf die Ereignisse. Frau Eslinger hatte seine Zweifel mitbekommen und bat „Anton“, ihn eines Besseren zu belehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Prompt habe er in mehreren Nächten „Besuch“ bekommen, meist gegen drei Uhr früh. Beispielsweise sei er aufgewacht und habe gehört, wie feste Gegenstände den Schornstein heruntergefallen sein – ohne dass es wirklich Spuren davon gab. Eine sicher auf einem Tisch stehende Flasche sei umgefallen und in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar sah er nach dem Aufwachen gegen drei Uhr morgens, wie eine Wand komplett in gelbem Schein erleuchtet war und in der Mitte einen hell leuchtenden weißen Streifen in Gestalt eines Mannes. Dies habe mehrere Minuten angehalten, dann sei ein Geräusch zu hören gewesen, als würde Tapete an der Wand entlanggerollt werden, an der sich die Erscheinung befand und mit ihr aus dem Fenster verschwinden. Gleichzeitig hörte es sich an, als würde eine kleine Kutsche im Zimmer umherrollen und dann hörte er Fußschritte im Flur vor dem Zimmer. Er versicherte, dass es nicht um den Mondschein gehandelt haben könnte, da der Mond in dieser Nacht erst später schien und die Erscheinung auch nicht die Größe des Fensters, das der Wand gegenüberlag, aufwies.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Personen berichteten von Phänomenen in ihrem eigenen Zuhause, darunter auch Professor Kapff und Baron von Hügel, wobei hier der Geist offenbar auf eigene Initiative entschieden haben soll, den Herren einen Besuch abzustatten. Unabhängig voneinander berichteten sie alle die typischen Phänomene: Knacken, Schlurfen oder Laufen, Geräusche wie elektrische Kurzschlüsse, das Rascheln von Papier, kalte Windzüge, ein unerträglicher Gestank und gelegentlich ein gelbes Licht.</p>
<p style="text-align: justify;">Betroffen war auch der Maler Carl Dörr, auf dessen Aussage Kerner besonders Wert legte, da er stets skeptisch derartigen Vorfällen gegenübergestanden hatte. Er hatte darum gebeten, dass ihn der Geist besuchen solle in Heilbronn. Obwohl er damit gerechnet hatte, dass nichts passieren würde, gab es an drei Nächten eine Reihe unerklärlicher Geräusche und Luftzüge in seinem Schlafzimmer in Heilbronn, die er sich nicht erklären konnte. Mäuse konnte er jedenfalls ausschließen; zum einen sei das Schlafzimmer hell genug erleuchtet gewesen und die ausgelegten Köder waren seit über einer Woche nicht angerührt worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Kerner selbst bekam offenbar Besuch in seinem Haus, das sich etwa 450 Meter vom Gefängnis in gerader Linie entfernt befand. Kerner gab an, dass es beinahe jede Nacht über mehrere Wochen zu den bekannten Phänomenen gekommen sei, einschließlich Erscheinungen. Er führt mehrere Beispiele an, so zum Beispiel die Nacht vom 19. auf den 20. Dezember, wo er und seine Familie gegen 3:15 Uhr morgens Geräusche hörte und an der Bettdecke seiner Frau gezogen wurde. Zudem sei ein Schuss in der Mitte des Zimmers ertönt und in der Nacht auf den 27. Dezember – sein Sohn befand sich bei Frau Eslinger im Gefängnis – wurden sie wach und hörten Geräusche wie Knacken, Klopfen, als würde Sand geworfen werden und einen merkwürdigen kreischenden Ton, als würde jemand zu sprechen versuchen, es aber nicht schaffen. Seine Frau habe in der Nacht auf den 2. Januar sogar mit der Erscheinung sprechen wollen, doch als sie es versuchte, wurden ihr Mund und ihre Zunge ganz unbeweglich und steif. Vom 24. auf den 25. Januar kamen noch ein Schlag und Geräusche, wie von Flügelschlagen dazu, sowie eine gelbe Kugel in der Größe eines kleinen Tellers, die Kerner an der Wand sah, an der sein Bett stand. Dies dauerte mehrere Minuten und auch er paralysierte, als er versuchte sich zu äußern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Letzte der durch Kerner selbst beobachteten Phänomene betraf sein Pferd. Am 27. Januar, nachdem die üblichen Geräusche ertönt und ein heller Schatten aufgetreten war, hörten die Kerners einen Schlag und dann ein Geräusch, als würde sich das Pferd aus dem Stall heraus bewegen, obwohl alle Türen verschlossen waren. Am nächsten Morgen fanden sie das Pferd trotz der immer noch verschlossenen Türen tatsächlich in dem Raum vor der eigentlichen Box. Das Zaumzeug war intakt, obwohl die Kette, mit der das Pferd eigentlich in der Box an den Trog gebunden wurde, verschwunden war.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits erwähnt, hatte Elisabetha Eslinger das Gefängnis am 12. Januar 1836 verlassen. Dennoch hatten sich die spukhaften Ereignisse sowohl im Inneren des Gefängnisses wie auch außerhalb desselben fortgesetzt. Seinen finalen Abschied nahm „Anton“ am 11. Februar 1836. Während „Anton“ anfangs von Frau Eslinger das Beten in einem bestimmten Keller in Wimmental eingefordert hatte, gab er nun an, dass auch das Beten im Außenbezirk von Wimmental reichen würde, um ihn von seinem Bann zu erlösen. Das Ganze fand um 3 Uhr morgens statt, dem Zeitpunkt also, zu dem „Anton“ gewöhnlich am aktivsten gewesen war. Leider konnte Justinus Kerner, der Frau Eslinger diese Vorgehensweise empfohlen hatte, nicht dabei sein. Stattdessen nahm auf sein Bitten hin eine Frau aus Weinsberg teil, der er sehr vertraute: Christiane Wörner. Sie beobachtete die Zeremonie mit ihren zwei Schwestern und weiteren Freunden aus gut 30 Metern Entfernung von Frau Eslinger. Als Frau Eslinger anfing zu beten, sei eine helle Erscheinung auf sie zugegangen und ein Licht habe einmalig aufgeblitzt. Dann sei etwas, wie eine weiße Wolke auf sie zugeschwebt, die sich schließlich in die Luft hob und verschwand. Nach ungefähr 15 Minuten wären sie zu Frau Eslinger hinüber gegangen und hätten sie kalt und bewusstlos auf dem Boden liegend vorgefunden. Als sie wieder aufwachte gab sie an, der Geist habe ihr zum Abschied die Hand gereicht. Sie habe ihre Hand in ein Tuch gewickelt, bevor er sie berührte, doch sei in diesem Augenblick eine Flamme erschienen, die Brandlöcher im Tuch hinterlassen habe. Laut Frau Wörner waren diese unschwer zu erkennen.</p>
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			</div><div id="kritischebetrachtung" class="et_pb_row et_pb_row_38">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Kritische Betrachtung<span data-contrast="auto"></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_31 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_119  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Michael Nahm stellt fest <a href="#7">[7]</a>, dass Justinus Kerners Interesse an paranormalen Phänomenen nicht ganz so neutraler Natur war, wie er den Anschein erwecken möchte, sondern sein Bericht auch mit seinen persönlichen Perspektiven eingefärbt ist. Es tritt klar hervor, dass er selbst der Meinung ist, dass die Vorgänge in dem Gefängnis in Weinsberg durch eine verstorbene Person verursacht wurden. Als Begründung gibt er an, dass der Spuk scheinbar nicht von Elisabetha Eslinger abhängig war, da er wiederholt in den weit entfernten Häusern von Augenzeugen auftrat und Frau Eslinger davon nicht einmal gewusst habe. Zudem gibt er an, dass diese „entfernten Spukhaften Ereignisse“ and die anderen Phänomene auftraten, als Frau Eslinger bei vollem Bewusstsein gewesen sei und nicht in einer Art Trance. Kerner blieb dabei auch offen für andere Interpretationen; so hielt er es einige Jahre später für durchaus wahrscheinlicher, dass der Gefängnisspuk dämonischer Natur gewesen sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Kerners Untersuchungsweise war strukturiert und er versuchte auch Experimente einzubringen, wie z.B. den Versuch, „Anton“ aufzufordern einige Personen Zuhause aufzusuchen. Durch die typischen Eigenheiten des Gefängnisses konnte eine Beeinflussung von außen quasi ausgeschlossen werden. Frau Eslinger hingegen war der Fokus möglichen Betrugs. Kerner wandte folgende Kontrollen und Methoden an:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Wie üblich in Gefängnissen waren alle Zellentüren stets verschlossen, außer wenn jemand ein- oder austrat. Sogar die Besucher blieben über Nacht in den Zellen, die von außen durch Herrn Mayer verschlossen wurden. Die Türen, die zu Mayers Räumen und zum Flur führten, der durch eine Öllampe beleuchtet war, waren ebenfalls verschlossen.</li>
<li>Die Leute, die Frau Eslinger beaufsichtigten redeten auch immer wieder mal mit ihr in der im Übrigen dunklen und ziemlich engen Zelle, sodass sie feststellen konnten, wo sich Frau Eslinger befand. Grundsätzlich soll sie sich aber praktisch immer in ihrem Bett aufgehalten haben, was akustisch durch das ständige Beten bestätigt werden konnte. Weibliche Zeugen, insbesondere Mitgefangene, lagen zudem im selben Bett und sagten aus, dass sie bewegungslos dagelegen und gebetet hätte während des Auftretens der Phänomene. Manchmal hielten verängstigte Zellengenossinnen auch ihre Hände und das Stroh in ihrer Matratze knisterte hörbar, wenn sie sich bewegte.</li>
<li>Einige Male wurden weiblichen Gefangenen auch vereinfachte Haftbedingungen angeboten, wenn sie in der Lage wären, einen möglichen Betrug zu überführen. Dennoch sagten alle aus, dass sie sich praktisch nicht bewegt habe, während die Geräusche in voller Lautstärke auftraten.</li>
<li>Die Zelle wurde wiederholt untersucht nach möglichen Objekten, die zum Betrug eingesetzt werden könnten. Ein Beispiel: Als es sich anhörte, als würden Sand, Gips oder andere kleine Objekte nachts in die Zelle geworfen werden, konnte am nächsten Morgen nichts gefunden werden. Das Stroh in Frau Eslingers Matratze wurde gelegentlich gewechselt, um die Möglichkeit auszuschließen, dass sie dort etwas versteckte. Und von der Matratze abgesehen, gab es keine anderen Versteckmöglichkeiten in der Zelle.</li>
<li>Wie beschrieben folgten vier Leute Kerners Einladung, die Phänomene vor Ort zu untersuchen und blieben in der Nacht zum 27. Dezember im Gefängnis. Während Kapff und Dudenhöfer die Nacht in Eslingers Zelle verbrachten, überwachten Stockmayer und Wagner alles von der Zelle der männlichen Gefangenen aus, von wo sie den Flur, der zu Frau Eslingers Zelle führte und gleichzeitig die männlichen Insassen überblicken konnten. Die gewöhnlichen Phänomene traten auf, ohne dass die vier Männer auch nur den leisesten Hinweis auf Betrug bemerken konnten.</li>
<li>Um die Möglichkeit auszuschließen, dass die Lichtanomalien betrügerisch produziert werden konnten, wurde von einigen Zeugen dafür gesorgt, dass es keine Lichtquellen in der Zelle gab, wenn sie die Nacht dort verbrachten. Kerner und Dr. Seyffer verhängten sogar die zwei Fenster in der Zellenwand, damit kein Licht von außen eindringen konnte. Kerner stellte insbesondere sicher, dass die Beobachtungen nicht etwa durch Mondlicht verursacht werden konnten. Er konnte das dadurch ausschließen, dass das Mondlicht bestimmte Bereiche im Gefängnisinneren einfach nicht erreichen konnte und falls es in die Zelle fiel, projizierte es einen ganz andersfarbigen Lichtschein, der immer auch eine Projektion des Schattens der Gitterstäbe beinhaltete.</li>
<li>Manche der Zeugen, so Professor Kapff und Dr. Seyffer, brachten eigene Lichtquellen mit, damit sie die Zelle bei Bedarf ausleuchten konnten. So konnte Kapff berichten, dass er das eine Mal, als sich die Erscheinung in der Zelle befinden sollte, nichts Ungewöhnliches bemerkte. Zugleich konnte Herr Mayer durch den Lichteinsatz ausschließen, dass Betrug die Ursache für die Geräusche war.</li>
<li>Es fanden auch Reproduktionstests statt. So versuchten einige der Zeugen, die Klappergeräusche der Fensterscheiben und -sprossen nachzustellen und versagten vollständig. Nicht einmal als sechs Leute gleichzeitig an den Gitterstäben rüttelten, entstand dabei ein Geräusch; erst recht keines, dass mit dem Lärm, den der Spuk scheinbar produzierte, vergleich gewesen wäre.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Kerner gab auch an, dass Elisabetha Eslinger bereits vor ihrem Gefängnisaufenthalt in ihrem Zuhause von „Anton“ aufgesucht worden sei; dies sei von einer ihrer Töchter bestätigt worden. Zudem habe sie durch das Auftreten der Phänomene keinerlei Benefit erhalten, sondern vielmehr für einige Monate kaum essen und schlafen können, was sie zunehmend geschwächt habe.</p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Für heutige Verhältnisse sind allerdings die meisten der Zeugenaussagen unangemessen kurz oder lassen Details vermissen. Scheinbar waren die Zeugen nur gebeten worden, ihre Beobachtungen mitzuteilen und ein Hinterfragen, warum sie der Ansicht waren, dass die Ereignisse paranormal sein müssen, fand selten statt. Scheinbar wurden die Aussagen auch nicht miteinander verglichen. Drei Berichte weisen unterschiedliche Daten für bestimmte Ereignisse auf. Der in „N equals 1“ abgebildete Grundriss des Gefängnisstockes in dem der Spuk stattfand wurde anhand der Beschreibungen in Kerners Bericht angefertigt, es gab keinen Grundrissplan im Originalbericht <a href="#8">[8]</a>.</span></p>
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			</div><div id="heutigesituation" class="et_pb_row et_pb_row_39">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Heutige Situation<span data-contrast="auto"></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_32 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_121  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Das Gefängnis wurde in den späten 1990er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Kernerhaus ist heute Museum und zu öffentlichen Zeiten zu besichtigen <a href="#9">[9]</a>, <a href="#10">[10]</a>. Etwas morbide mutet an, dass es im Dachgeschoss des Hauses ein „Sargzimmer“ gibt und dass Kerners Gästehaus („Alexanderhäuschen“) um 1600 das Totenhaus des alten Friedhofs gewesen ist. Der Turm im Garten trägt die Bezeichnung „Geisterturm“.</p>
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			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_40">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Quellen und Anmerkungen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_33 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_123  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Dieser Beitrag basiert auf folgender Quelle: Michael Nahm (2019): Historical Perspective: Justinus Kerner’s Case Study Into The „Prison Spook“ In Weinsberg And Spooky Actions At A Distance In 1835-1836. In: Gerhard Mayer (Hrsg.): N equals 1. Single Case Studies in Anomalistics, S. 153-200. Online erhältlich unter: <a href="https://www.anomalistik.de/weitere-publikationen/perspektiven-der-anomalistik/band-6-n-equals-1">https://www.anomalistik.de/weitere-publikationen/perspektiven-der-anomalistik/band-6-n-equals-1</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_124  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Ebd., S. 159.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_125  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] Herr Mayer hatte an zwei Nächten eine Katze in Elisabetha Eslingers Zelle gesteckt. Als die Erscheinung die Zelle betrat, habe die Katze panisch angefangen auf- und abzuspringen und sich schließlich zitternd unter einer Decke versteckt. Nach der zweiten Nacht habe die Katze sich aber geweigert zu fressen und sei schließlich verstorben. Von einer zweiten Katze wird nicht berichtet.  </p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_126  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Seine Aussage wird als besonders glaubwürdig gewertet, weil der damals 17-jährige gehofft habe, durch das Aufdecken von Betrug zu Ansehen zu kommen. Wie sein Vater wurde er Arzt, Autor und Poet und hat während seines ganzen Lebens immer beteuert, dass er überzeugt sei, etwas Unerklärliches erlebt zu haben (Nahm 2019, Seite 167 f.).</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_127  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Ebd., S. 169.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_128  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Ebd., S. 170.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_129  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Ebd., S. 175 ff.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_130  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] Ebd., S. 159.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_131  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] Stadt Weinsberg (2024): Kernerhaus. Online verfügbar: <a href="https://www.weinsberg.de/freizeit-und-kultur/museen-und-austellungen/kernerhaus-und-alexanderhaeuschen/">https://www.weinsberg.de/freizeit-und-kultur/museen-und-austellungen/kernerhaus-und-alexanderhaeuschen/</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_132  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg e.V. (2024): Die Geschichte des Kernerhauses. Online verfügbar unter: <a href="https://www.kernerundfrauenverein.de/das-kernerhaus/geschichte/">https://www.kernerundfrauenverein.de/das-kernerhaus/geschichte/</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spukfall Joller</title>
		<link>https://para-wiki.de/spukfall-joller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 17:20:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Joller]]></category>
		<category><![CDATA[ortsgebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1065</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitende Zusammenfassung</a><br /><a href="#vorwort">2. Vorwort</a><br /><a href="#tatort">3. Der Tatort</a><br /><a href="#4.familiäreverhältnisse" target="_blank" rel="noopener" title="4.Familiäre Verhältnisse">4. </a><span data-contrast="auto"><a href="#familiaereverhaeltnisse" target="_blank" rel="noopener">Familiäre Verhältnisse</a><br /><a href="#übersichtüberdieberihtetenphänomeneinklusivezeitpunkteortezeugenundvorfälle" target="_blank" rel="noopener" title="5. Übersicht über die berichteten Phänomene inklusive Zeitpunkt, Ort, Zeugen und Vorfall">5. </a></span><a href="#uebersicht"><span data-contrast="auto">Übersicht über die berichteten Phänomene</span></a><span data-ccp-props="{}"><br /><a href="#geschichtefamilie">6. Weitere Geschichte der Familie</a><br /><a href="#geschichtehaus" target="_blank" rel="noopener">7. Weitere Geschichte des Hauses</a><br /><a href="#untersuchung">8. Untersuchung und Betrachtung des Spukfalles Joller</a><br /><a href="#weiterfuehrendeliteratur">9. Weiterführende Literatur</a><br /><a href="#fotoshaus">10. Fotos des Hauses</a><br /><a href="#quellen">11. Quellen</a><br /></span><span data-ccp-props="{}"></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_42">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_43  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_134  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitende Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_34 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_135  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">In den Jahren 1861/62 wurde der Schweizer Publizist und Politiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Melchior_Joller" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Melchior Joller">Melchior Joller</a> mit seiner Frau Karoline Wenz und den sieben Kindern in seinem Geburtshaus in Stans (Schweiz) Opfer heftiger Poltergeist-Phänomene. Über die Vorfälle führte er akribisch Buch. Er flüchtete mit seiner Familie aus dem Haus und starb drei Jahre später verarmt in Rom, gezeichnet von den ungeklärten Vorfällen <a href="#1">[</a></span><a href="#1"><span data-contrast="auto">1]</span></a><span data-contrast="auto">.  </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="vorwort" class="et_pb_row et_pb_row_43">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Vorwort</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_35 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_137  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>„Wäre der Spuk mir nicht selbst begegnet und wäre ich nicht schonungslos als Beute diesem rasenden Ungetüm vorgeworfen worden, ich hätte der Erzählung anderer nicht geglaubt. <br />Von der Existenz dieser wilden Bestie habe ich mich mit allen wachen Sinnen und an helllichtem Tage überzeugen können. Dieser Schlag traf mich so unvermittelt und so hart, wie es kaum ein anderes Unglück vermocht hätte.<br />Meine Liebe zur Wahrheit veranlasst mich, unverfälschtes, öffentliches Zeugnis abzulegen. Getrieben von der Hoffnung, dass es eines Tages der Wissenschaft gelingen wird, das Rätsel des Spuks zu lösen. Ein Rätsel, durch das schließlich die gesamte Familie aus unserer geliebten Heimat vertrieben und vernichtet wurde.“</em></p>
<p style="text-align: right;"><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-contrast="auto">Melchior Joller, Zürich, 12. September 1863 <a href="#2">[</a></span><a href="#2"><span data-contrast="auto">2]</span></a><span data-ccp-props="{}"><br /></span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="tatort" class="et_pb_row et_pb_row_44">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Der Tatort</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_36 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_139  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Das alte, stattliche Bauernhaus stand, bis es im Jahr abgerissen wurde, auf der Spichermatt in Stans. 1798 wurde es anstelle des beim Franzosenüberfall zerstörten ursprünglichen Hauses erbaut und lag laut Melchior Joller „in einer der freundlichsten und sonnigsten Lagen des Stansertales“ <a href="#3">[</a></span><a href="#3"><span data-contrast="auto">3]</span></a><span data-contrast="auto">. Joller erbte das Haus 1845 von seinem verstorbenen Vater. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="familiaereverhaeltnisse" class="et_pb_row et_pb_row_45">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Familiäre Verhältnisse</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_37 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_141  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Die Großmutter Melchior Jollers war Veronika Gut, eine reiche Bäuerin und Anführerin der „Vaterländer“, einer konservativen aufständischen Gruppierung, die für die Unabhängigkeit eintrat. Sie soll auf der Spichermatt heimliche Sitzungen abgehalten haben, was der helvetischen Zentralregierung schließlich zu weit ging: Am 9. September 1798 kam es zu einer Schlacht zwischen den aufständischen Nidwaldnern und den französischen Bataillonen. Am Enden starben etwa 170 Nidwaldner, darunter Veronika Guts Sohn. 350 Kinder, Frauen und Greise fielen den französischen Raubzügen zum Opfer. Das Haus auf der Spichermatt brannte bis auf die Grundmauern nieder und Veronika Gut wurde verhaftet, was sie aber scheinbar wenig beeindruckte. Nur zwanzig Meter vom ursprünglichen Standort entfernt erbaute sie ihr neues Haus und begann umgehend von Neuem mit der Agitation. Am 10. September 1801 floh sie, einen Tag vor dem erneuten Eintreffen der wenig amüsierten Franzosen, mit ihren vier Töchtern. Bei dem Versuch, einen Fluss überqueren zu wollen, brach der Steg ein und Veronikas vier Töchter starben in den Fluten. Veronika Gut starb am 28. April 1829 <a href="#4">[</a></span><a href="#4"><span data-contrast="auto">4]</span></a><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
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			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="uebersicht" class="et_pb_row et_pb_row_46">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_47  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Übersicht über die berichteten Phänomene</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_38 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_143  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><table width="604">
<tbody>
<tr>
<td width="84"><strong>Zeitpunkt</strong></td>
<td width="117"><strong>Ort</strong></td>
<td width="132"><strong>Betroffene/<br /></strong><strong>Zeugen</strong></td>
<td width="271"><strong>Vorfall</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Anfang Herbst 1860 nachts</td>
<td width="117">Zimmer über der Kammer</td>
<td width="132">Dienstmagd</td>
<td width="271">Deutliches Klopfen am Bett gehört und gefühlt</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Einige Wochen später, nachts</td>
<td width="117">Schlafzimmer „Kammer“</td>
<td width="132">Frau und zweitälteste Tochter</td>
<td width="271">Rasches Klopfen auf altem Tisch neben dem Bett, kurz darauf Wiederholung: ca. 10-15 Schläge, anfangs stark, gg. Ende schwächer. Auf Aufforderung Wiederholung.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Anfang 1861 (Juni) abends</td>
<td width="117">Holzbehälter (Küchenstüblein auf dem dritten Wohnboden)</td>
<td width="132">9-jähriger Sohn</td>
<td width="271">Sohn liegt ohnmächtig über einem Holzstapel. 3x Klopfen an der Tür, plötzlich springt die Tür auf und eine weißliche, unförmige Gestalt kam ins Zimmer.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Mai/Juni 1861, nachts/Tag</td>
<td width="117">Zimmer über der Wohnstube</td>
<td width="132">„die Knaben“, Melchior</td>
<td width="271">Schritte auf der Diele über ihnen, Klopfen, bei Überprüfung war die Tür des Saalbodens verschlossen und keine Ursache auffindbar.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Herbst 1861 abends</td>
<td width="117">Küche, Zimmer über der Kammer, Saal</td>
<td width="132">Dienstmagd (entlassen im Oktober)</td>
<td width="271">Graue Gestalten (Küche), Schritte auf Treppe, rufen ihres Namens vom „Saale“ aus, 3x Wiederholung des Raufgehens der Stiege, dann Schritte im Saal und längere Zeit deutliches Schluchzen vernehmbar.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">August 1861 vormittags</td>
<td width="117">Zimmer über der Stube</td>
<td width="132">11-jährige Tochter</td>
<td width="271">Erscheinung eines „freundlichen, halb angekleideten Kindes“, das sich „veränderte“ und in ihrer Nähe verschwand.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Sommer 1862 nachts</td>
<td width="117">Gartenzimmer</td>
<td width="132">2 Knaben</td>
<td width="271">Starkes Kratzen an der Wand, deutliche Schritte oben im Haus „wie von einem schweren Hund“, Klopfen an Boden und Wänden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">15. August 1862</td>
<td width="117">Im ganzen Haus</td>
<td width="132">Alle Kinder, Dienstmädchen, Mieter des Anbaus (Melanie, Henrika, Eduard, Oskar)</td>
<td width="271">(die Kinder waren alleine) Beim Abtritt Klopfen an der Hauswand, Wiederholung auf Aufforderung (3x), faustgroßer Kieselstein fällt zwischen die auf der steinernen Treppe sitzenden Kinder; bei Rückkehr in Haus Stuben-, Kammer- und alle Schranktüren offen. Türen gehen immer wieder auf, deutliche Schritte an der Stiege, eine hängende Figur oben an der Treppe, Fenster und Türen springen nach Verschließen wiederholt auf, Stuhl dreht sich und fällt um, deutliche Stimme sagt „Wenn au gaaaaaar niemer umen isch!“ Bewegung formloser Gestalten, Musik aus dem „Saale“ mit wimmernder Stimme, Totenkopf-Bildchen in Küche das verschwindet, Gestalt mit Flämmchen die in Wasser aufgeht. Am selben Tag steht eine steinalte Frau im Garten die fragt, ob dies das Haus der Veronika Gut sei. Sie habe die „Vronegg“ noch gut gekannt und die Sterbeglocke geläutet, als die vier Kinder ertrunken sind. Verwandter in Deutschland berichtet am gleichen Tage Klopfen im Haus gehört zu haben (Quellenlage hier unklar).</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">19. August 1862, vor Mitternacht</td>
<td width="117">Hausgang, Küchenstüblein, Stube, Kammer</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Klopfen, 10-12 Schläge, schneller am Ende, Klopfen auf Aufforderung, dabei sehr lautes Schlagen zwischendurch; Klopfen überall, stärkerer Schlag bei einer Vorlesung über „Aberglauben“, Poltern an Bettlade, starke, dumpfe Schläge ans Fußbrett des Bettes und auf Stuhl, heftiges Erbeben der Möbel durch diese Schläge.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">20. August 1862, morgens ab 6 Uhr, abends wieder heftiger, Schluss gg. 22 Uhr</td>
<td width="117">Stubendiele, Stubentüre, Küche und Kammertüre, oben im Haus besonders Stuben- und untere Kammertür und Boden dieser Zimmer</td>
<td width="132">Familie, Frau des Mieters, Dienstmädchen, Hr. Vater Guardian (Vorsteher eines Klosters)</td>
<td width="271">Poltern, Stubendiele: 2-3 rasche Schläge wie mit Holzhammer, heftiges Anklopfen an den Türen, endend mit starken Schlägen, so gewaltig, dass sich die Tür nach innen bog und später aufflog; Gestaltsichtung und „dunkelbrauner, halber Armknochen“, wieder Schritte auf der Stiege, 3x rufen „Erbarmet euch meiner!“, graues Wölkchen, das klopft.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">
<p>21. August 1962, morgens früh und vormittags. Lässt mit Einbruch der Nacht etwas nach, gg. Mitternacht Ruhe</p>
</td>
<td width="117">Im Haus</td>
<td width="132">Familie, Dorfbewohner versammeln sich und hören den Lärm, Altratsherr Dr. R. Zimmermann, K.v. Deschwanden, Gerichtspräsident Odermatt, Richter Schallberger, Baumeister Aloys Amstad, Zeichenlehrer Odermatt</td>
<td width="271">Poltern, heftige Schläge, Pausen von 3-5 Minuten, dann zunehmend heftiger, Tisch sprang hoch, Türen rütteln und springen auf und zu, Klopfen auch an alle Gläser und Gefäße, an verschiedenen Stellen des Hauses.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">22. August 1862, frühmorgens bis abends, nach-mittags schwächer werdend, gg. 20:30 Uhr ruhig</td>
<td width="117"></td>
<td width="132">Familie, Gerichtspräsident Obermatt u.a., Klient K.S., A.I., Frau des Mieters, Frau L., Hr. Altlandeshauptmann, Frz. Zelger, Polizeidirektor Jann, Dr. Christen, Bischöfl. Kommissarius Niederberger, Pater Guardian, viele Neugierige</td>
<td width="271">Schläge noch ungestümer, rasendes Gepolter, Eisenkloben schleudert an gegenüberliegende Wand, schneeweiße, oben und unten oval abgerundete Gestalt, Türen fliegen auf, Klopfen, Türen schlagen auf und zu, weiteres Gebilde mit winkenden Händchen, schwere Schläge.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">23. August 1862, morgens bis einschl. nachts ca. 2:45 Uhr</td>
<td width="117">Im Haus, Stubentüre, Küchenstübletüru. Stubenboden, Kammer</td>
<td width="132">Messungen mit Apparaten etc., sehr viele Leute, nachts zwei Wachen</td>
<td width="271">Deutliches Nachlassen der Phänomene. 9 Uhr: Stubentür auf und zu, Schläge an die Küchenstübletüre, Stubenboden Schlag. 3:30 Uhr: 2 Schläge, Stubentüre; 6:10 Uhr wieder, 8:45 Uhr beobachtet größere Gesellschaft wie die Stubentüre auf und zu donnert, Schläge, Berührung Melchior (Kinderhand), Dienstmädchen Berührung, Frau ebenfalls von Kinderhand berührt</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">24. August 1862, ab 11 Uhr, 1 Uhr, 5:05 Uhr</td>
<td width="117">Stubendiele</td>
<td width="132">Wieder sehr viele Anwesende, „die meisten Kinder entfernt“</td>
<td width="271">Heftige Schläge an Boden und Türen, Klopfen an Stubendiele.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">25. August 1862, ab 11:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr</td>
<td width="117">Küchenstübleinwand, Stubendiele, Küchentür, Stubenboden</td>
<td width="132">Mehrere Zeugen, u.a.  junger Arzt aus Luzern, Polizeiwache</td>
<td width="271">„Poppern“, starke Schläge und Zuschlagen der Türen, 3x Schlag von unten an die Stubendiele, Türenschlagen Küchentür, Klopfen, wiederholtes reißend schnelles Türenschlagen. Beschluss einer Kommission bestehend auf Landesstatthalter W. Zelger, Landammann L. Würsch und Polizeidirektor Jann.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">26. August 1862, 7:29 Uhr bis ca. 20:30 Uhr</td>
<td width="117">Diele, Stubentür, Küchentür, Fußboden Stube</td>
<td width="132">Wiederum „Neugierige“</td>
<td width="271">Schläge, Poltern, Ton viel härter, Küchentür schlägt zu, starkes Klopfen, Auf- und Zuschlagen der Türen, pochen, von 12:13 Uhr bis 20 Uhr Pause, dann wieder Schläge</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">27. August 1862, ab 9:30 Uhr. Um ca. 20 Uhr musste Melchior mit seiner Familie das Haus verlassen wg. der Kommis-sion.</td>
<td width="117">Stubenboden und -tür, Schreibzimmer, Küchentür</td>
<td width="132">„viele Personen“</td>
<td width="271">
<p>Klopfen, Pochen, Türen auf und zuschlagen, „poppern“, heftiges Türenknallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während der Anwesenheit der Kommission geschah rein gar nichts. Wiedereinzug nach drei Tagen, in der 1. Nacht sind nur Melchior und drei der Kinder anwesend; die Nacht war ruhig.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">Am Tag nach dem Wieder-einzug</td>
<td width="117">Stiege</td>
<td width="132">Kinder</td>
<td width="271">„deutliches Anpoppern“</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">4. September 1862, ca. 13 Uhr</td>
<td width="117">Am Nähtisch, Abtrittgänglein</td>
<td width="132">Familie, Dienstmädchen</td>
<td width="271">Gewaltiger Schlag, der das Tischchen hüpfen ließ und weithin hörbar war, dumpfe Tritte, Eisenriegel aufgerüttelt und Tür öffnet sich langsam.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">6. September 1862 morgens und abends</td>
<td width="117">Stubendiele, Wohnstube</td>
<td width="132"></td>
<td width="271">Klopfen, überall im Haus verteiltes rasches leises Klopfen, abends endend mit gewaltigem Anschlagen aus einer bisher ruhigen Ecke.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">7. + 8. September 1862</td>
<td width="117">Gänglein, Schreibzimmer, Bibliothek</td>
<td width="132">„dutzende Personen“</td>
<td width="271">Poppern an Dielen und Wänden, Klopfen an Wänden, Dielen und Schranktüren.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">9. September 1862, mittags 12 Uhr</td>
<td width="117">Stubenboden</td>
<td width="132"></td>
<td width="271">3x Poltern, starkes Zuschlagen der Tür.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">10. September 1862</td>
<td width="117">Stubendiele, Stube, Gänglein</td>
<td width="132">Nachbarn, Familie</td>
<td width="271">Poltern, das von Nachbarn gehört wurde, 3 rasche, sehe heftige Schläge; Stuhl rückt erst langsam, schlägt dann um und rast über den Boden; Stubentüre knallt, älteste Tochter sieht Erscheinung, die sie beschreiben kann. Gänglein Gepolter und Klopfen; Zuschlagen der Stubentüre, Wischen und Schritte aus dem Gänglein.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">11. September 1862, schon nachts, nur nach-mittags ruhiger, bis ca. 20:30 Uhr</td>
<td width="117">Stube, Stiege, Küche</td>
<td width="132">Familie, Dienstmädchen, Nachbarn</td>
<td width="271">Poltern und Klopfen, Geräusch in Stube als würden mehrere Personen in Socken tanzen, nach Türöffnung still. Schwerer Tisch war umgeworfen, Stühle umgeworfen. Melchior und eine andere Person wurden mit Zweigen beworfen (Melchior im Haus durch das offene Fenster), Schuhe durcheinander, Poltern überall sehr schnell, Türenschlag (Stubentür), Sessel bewegt sich und dreht sich lautlos um, ebenso ein zweiter; Dreizöpfiges graues Tuch schwebend, selbiges zupft dem Dienstmädchen derb am Rock.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">12. September 1862, Ruhe bis ca. 2:45 Uhr</td>
<td width="117">Stubentüre, Saal, Stube</td>
<td width="132">Familie, Dienstmädchen, drei Studenten</td>
<td width="271">Geräusch oben im Haus: Totales Chaos im Saal, aber ohne das irgendetwas zerstört wurde, nur zwei Bilder blieben unberührt, Stühle umgeworfen in der Stube.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">13. September 1862</td>
<td width="117">Saal, Küche, Stube, Kammer, draußen</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Wieder komplette Unordnung im Saal und Küche und Hütte; umgestürzte Möbel und Dinge; während Melchior Geld einzahlt, hört die Familie im Zimmer neben der Stube deutlich Geld klimpern zur selben Zeit. Die 3 älteren Knaben vor dem Haus: Steine fallen herunter, aus dem Schornstein, immer ohne jemanden zu verletzen; abends bewegten sich die Stühle, auf denen sie saßen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">14. September 1862</td>
<td width="117">Saal, Gartenzimmer, Küche, Keller</td>
<td width="132">Familie, ab mittags „Wache“, ca. 20 Personen, Nachbar</td>
<td width="271">Nach „Befehl“ Melchiors bleiben die Gegenstände von gestern über Nacht unverrückt, aber ein Schemel im Saal umgestürzt, Sonnenschirm ausgespannt, Gartenzimmer verwüstet, Küche teilweise verwüstet. Mädchen (Tochter) spürt Berührung mit „eiskalten, umhertasteten Fingerspitzen“, graues Wölkchen, eine Art Blitz, Klirren, eben abgeschlossene verriegelte Türen wieder offen, Gegenstände an anderen Orten aufgetaucht, Nachbar sieht Lichtflamme in Hausnähe.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">15. September 1862</td>
<td width="117">Gang, Gänglein, Schreibzimmer, Stube, Kabinettchen</td>
<td width="132">Familie, Dienstmädchen, 2 weitere Personen, 3 Bekannte</td>
<td width="271">Durchsichtiges Schattenbild trippelt schnell an die offene Stubentür, klopft ein paar Mal und wirft die Tür dann rasend ins Schloss; Wischen im Gänglein und schwere, dumpfe Tritte oder Schritte. Dinge verschwinden plötzlich, umgedrehtes Porträt von Melchior und ein zuvor verschwundener Hut daneben, nach umdrehen dreht sich Porträt erneut. Nach Lichtausmachen wieder Berührungen bei Frau und Kindern von feinen Fingerspitzen in Gesicht und Nacken, Schattenbild von zappelnden Händen vor dem Fenster, blitzschnell, bei Licht alles weg. Wieder Gegenstände an anderer Stelle, u.a. ein Beil, Sichel, eiserne Ringe. Tochter zieht abgebrochene Stricknadel und Birne aus dem Haarnetz und wird von Birnen beworfen; Berührungen im Bett, etwas setzt sich aufs Fußende und zupft an der Decke.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">16. September 1862, morgens</td>
<td width="117">Stiege, Küche, Schreibzimmer</td>
<td width="132">Wieder geht ein Teil der Familie, Dienstmädchen</td>
<td width="271">Apfel hüpft Stiege herunter und in die Küche und weiter; Dienstmädchen wirft ihn schließlich aus dem Fenster und er kommt zurückgeflogen; Birne fällt blitzschnell und heftig von der Decke; lautes Trampeln und Schritte, Pferdegeschirr im Ofen, jemand spricht mit der Magd „Jetzt komme ich nimmer!“ aus der Wand heraus, tiefächtzende  Stimme, eiskalte Berührungen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">17. September 1862</td>
<td width="117">Saal, diverse Zimmer</td>
<td width="132"></td>
<td width="271">Stricknadel ändert blitzschnell ihre Position in verschiedenen Zimmern, wieder Klopfen und „tanzende Paare“-Geräusch im Saal.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">21. September 1862</td>
<td width="117">Küche</td>
<td width="132">Wächter</td>
<td width="271">Geräusch in der Küche wie von auslaufendem Wasser.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">22. September 1862</td>
<td width="117">Küche, Kammer, Kamin</td>
<td width="132">Tochter, andere Person</td>
<td width="271">Steinregen auf die Tochter, Steine fliegen aus Kamin, von außen wird beobachtet, dass sich die Vorhänge bewegen, graue unförmige Gestalt, Boden bebt durch lautes Scharren oder Rollen, am Fenster winkt ein weißes Tüchlein, in der Küche Schluchzen, hörbar aus den oberen Gemächern.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">23. September 1862, 18:30 Uhr</td>
<td width="117">Kamin</td>
<td width="132"></td>
<td width="271">Nasse Steine (Hühnerei groß) fliegen aus dem Kamin.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">24. September 1862, ab vormittags</td>
<td width="117">Stubenboden, Küche</td>
<td width="132">Nachbarin</td>
<td width="271">Erneut Steinregen, Schläge, grauer Lappen von außen hin und her geschwungen wie von brauner Knochenhand geschwungen, Steinregen in der Küche.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">25. September 1862</td>
<td width="117">Küche, Stube, Steinwerfen im Neubau</td>
<td width="132">Möbelarbeiter</td>
<td width="271">Winkel fliegt in den Hauseingang, Erscheinung im Dielenfenster: zwei Arme mit schneeweißen, vorne zugespitzten Händen, die einem der Söhne „gaukelnd entgegenschlugen“ und dann verschwanden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">28. September 1862</td>
<td width="117">Kamin, Garten, Küche, Stiegen, Stubenboden, Abtrittboden</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Steinewerfen vom Kamin in den Garten, abends im Haus in die Küche, 2 dumpfe Schläge (Stubenboden), Nagegeräusche und Klopfen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">29. September 1862</td>
<td width="117">Garten, Schreibzimmer</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Kieswerfen im Garten, lautes Klopfen an Boden und Fenster.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">30. September 1862, abends</td>
<td width="117">Stiege, Küche</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Faustgroßer Stein, taufeucht, über Stiege geworfen und ein weiterer in die Küche.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">3.auf 4. Oktober 1862</td>
<td width="117">Obere Zimmer, Laube, Milchkeller</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Dumpfe Tritte, Steinwurf, Erscheinung kleines dreieckiges Bild von innen ans Fenster und zurückschnellend; im verlassenen Haus 3 umgestürzte Sessel; nach erneutem Verlassen des Hauses offene Schranktüren, umgeworfene Dinge, Herumgehen in den oberen Zimmern.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">5. Oktober 1862</td>
<td width="117">Kamin und Küche</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Abgerissene Baumzweige.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">6. Oktober 1862</td>
<td width="117"></td>
<td width="132">In Abwesenheit der Eltern, Nachbarin</td>
<td width="271">Türen knallen, Wischgeräusche, tiefächzende Stimme, die die Mädchen beim Namen ruft und sich erkundigt, wo die Mutter ist; Erscheinung eines Mädchens am Fenster von mehreren Kindern zu unterschiedlichen Zeiten gesehen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">8. Oktober 1862</td>
<td width="117">Kammerboden</td>
<td width="132">Frau und einige Kinder außer Haus, ebenso Melchior</td>
<td width="271">Heftiges Klopfen, Steinewerfen, Schrittgeräusche, immer wieder Pause von 2-3 Tagen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="84">22. Oktober 1862</td>
<td width="117">Kamin, obere Kammern</td>
<td width="132">Familie</td>
<td width="271">Steinewerfen, Holzstücke und Nüsse werden geworfen. Die Familie zieht endgültig aus.</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="geschichtefamilie" class="et_pb_row et_pb_row_47">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Weitere Geschichte der Familie</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_39 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_145  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Melchior Joller und seine Familie litten sehr unter den mit dem Spukfall in Verbindung gebrachten Betrugsvorwürfen. In einem Brief vom 2. Oktober 1862 an Dr. phil, et med. M. Perty, Universitätsprofessor in Bern, beklagt Joller: „Blossgestellt dem Kreuzfeuer einerseits von einer rohen, verwünschenden Pöbelmasse, andererseits von der unglaublichen, verleumderischen Presse, ward ich mit meiner zahlreichen Familie auf mich selbst, d.h. auf mein Unglück angewiesen und bin nun genötigt, aus Rücksicht für die erschütterte Gesundheit meiner Frau und meiner Kinder, mit den nächsten Tagen meinen Wohnsitz zu verändern“ <a href="#5">[</a></span><a href="#5"><span data-contrast="auto">5]</span></a><span data-contrast="auto">. Die Familie zog zunächst nach Aussersihl; entgegen anderslautenden Berichten <a href="#6">[</a></span><a href="#6"><span data-contrast="auto">6]</span></a><span data-contrast="auto"> soll es dort zu weiteren Phänomenen gekommen sein. Erst nachdem die Familie beim Papst in Rom gewesen sei, habe der Spuk endgültig ein Ende gefunden. Eine andere Tochter Jollers (Emaline Giovanetti) gab 1938 an, nur ihr Vater sei von einer weiteren Manifestation betroffen gewesen <a href="#7">[</a></span><a href="#7"><span data-contrast="auto">7]</span></a><span data-contrast="auto"> und er habe nach jener Nacht gesagt: „Jetzt habe ich verstanden“. Über Nacht sei er „schneeweiß“ geworden. Ansonsten bestätigte sie die Vorfälle. Melchior Joller verstarb 1865 in Rom. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="geschichtehaus" class="et_pb_row et_pb_row_48">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. Weitere Geschichte des Hauses</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_40 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_147  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Im Frühjahr 1863 zog ein neuer Mieter in das Haus. Von paranormalen Phänomenen wurde nie wieder berichtet. 2003 entstand im Haus unter Mitwirkung von Walter von Lucadou eine 90-minütige TV-Dokumentation mit dem Titel „Das Spukhaus“ <a href="#8">[</a></span><a href="#8"><span data-contrast="auto">8]</span></a><span data-contrast="auto">. 2010 wurde das Haus abgerissen, an seiner Stelle sollte, nachdem der Kanton das 200-jährige, kulturhistorisch bedeutsame Haus in Plänen und Fotografien dokumentiert hatte <a href="#9">[</a></span><a href="#9"><span data-contrast="auto">9]</span></a><span data-contrast="auto">, ein Einkaufszentrum entstehen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="untersuchung" class="et_pb_row et_pb_row_49">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Untersuchung und Betrachtung des Spukfalles Joller</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_41 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_149  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Die meisten Poltergeist-Fälle finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Hier scheint es anders gewesen zu sein: An vielen Tagen waren „hunderte“ von Zeugen anwesend, darunter Menschen mit besonders gutem Leumund und hohem Ansehen, wie der Gerichtspräsident Odermatt, Polizeidirektor Jann oder Richter Schellenberger. Nicht nur wurden die Vorfälle noch während des Geschehens untersucht, sondern es gab (auffällig) viele Menschen, die Zeuge der Geschehnisse waren. Darunter waren auch zahllose Neugierige, die extra nach Stans reisten. Eine Tochter Melchiors bestätigte noch 1919 bei einer Anfrage des von Fanny Moser beauftragten Professors Bleuler, dass die Ereignisse so stattfanden, wie sie ihr Vater niedergeschrieben habe</span><a href="#10"><span data-contrast="auto"> [10]</span></a><span data-contrast="auto">. 1936 besuchte Fanny Moser das Haus Joller, das damals seit 1914 im Besitz eines Ehepaares S. war. Frau S. wusste über den Spuk Bescheid, gab jedoch an, dass dieser vollständig mit dem Weggang der Familie Joller aufgehört habe. Sie befragt auch noch mehrere Zeugen, die ebenfalls die Vorfälle bestätigen. Entgegen den Aussagen Melchior Jollers habe der Spuk aber nicht aufgehört nach dem Wegzug aus Stans. Vielmehr sei es im neuen Wohnort Zürich weiterhin zu Phänomenen gekommen, wenngleich diese „schwächer“ gewesen sein sollen. Dies bestätigte auf nochmaliges Nachfragen auch Jollers Tochter <a href="#11">[</a></span><a href="#11"><span data-contrast="auto">11]</span></a><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Fanny Moser kommt zu dem Schluss, dass der Spukfall als „personengebundener Spuk“ zu bezeichnen sei <a href="#12">[</a></span><a href="#12"><span data-contrast="auto">12]</span></a><span data-contrast="auto">, wobei er nicht mit einzelnen Familienmitgliedern, sondern der ganzen Familie verknüpft gewesen sei. Dabei wurde durch verschiedene Zeugen und auch der damaligen Untersuchungskommission bestätigt, dass der Spuk auch dann stattfand, wenn sich keine Personen im Haus befanden. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Diese Einschränkung ist überhaupt nur möglich aufgrund der durch Jollers Töchter vorgenommenen Aussage, dass der Spuk auch nach dem Weggang aus der Spichermatt fortbestanden habe, wenngleich in entweder deutlich abgeschwächter Form oder sogar dann nur noch auf eine einzige Person bezogen, nämlich Melchior Joller selbst. Vielleicht war aber die beschriebene Manifestation, die Jollers Haar in einer einzigen Nacht bleichte und die scheinbar einige Zeit später stattfand, tatsächlich nur der Versuch seines Unterbewusstseins, dem Spuk eine Ursache zu geben? Denn dass die Familie noch lange nach dem Weggang aus Stans unter den Folgen des Spuks litt, scheint unbestritten. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Oder war doch er die eigentliche <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a>? Auf den ersten Blick scheint er die Voraussetzungen nicht zu erfüllen. Nach neueren Kriterien <a href="#13">[</a></span><a href="#13"><span data-contrast="auto">13]</span></a><span data-contrast="auto"> kommt vielleicht auch die Einteilung in einen anderen <a href="https://para-wiki.de/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: personengebundener Spuk">RSPK</a>-Typus vor, „denn nicht immer ist der pubertierende Teenie zur Stelle […] <a href="#14">[</a></span><a href="#14"><span data-contrast="auto">14]</span></a><span data-contrast="auto">“. Allerdings sind zu wenige Umstände aus dem dem Spuk vorangehenden Privatleben bzw. den Lebensumständen Jollers bekannt, als das hier eine sichere Einteilung erfolgen könnte. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Gegen die Klassifizierung als „ortsgebundenen Spuk“ spricht sicherlich die – allerdings nicht abschließend überprüfte und/oder ausschließlich aufgrund der neuen Bewohner des Hauses geäußerte – These, dass nach Jollers Weggang keine paranormalen Phänomene mehr stattfanden. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Ein weiterer Erklärungsansatz für die Phänomene ist die Verbindung zu Jollers Großmutter, Veronika Gut, die „über den Tod hinaus“ für den Spuk verantwortlich sein soll, da sie die Zugehörigkeit ihres Enkels zu den „Liberalen“ keinesfalls gutheißt <a href="#15">[</a></span><a href="#15"><span data-contrast="auto">15]</span></a><span data-contrast="auto">.</span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="weiterfuehrendeliteratur" class="et_pb_row et_pb_row_50">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_51  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>9. Weiterführende Literatur</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_42 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_151  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-ccp-props="{}">Joller, Melchior; Wagner, Matthias (2017): Das Poltergeist-Tagebuch des Melchior Joller. Protokoll der Poltergeistphänomene im Spukhaus zu Stans: Darstellung selbsterlebter mystischer Erscheinungen. Norderstedt: Books on Demand.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Vogel, Lukas (2011): Schreckliche Gesellschaft. Das Spukhaus zu Stans und das Leben von Melchior Joller. Zürich: Hier und Jetzt Verlag. Zusammenfassung online verfügbar unter: <a href="https://www.academia.edu/1642911/Das_Spukhaus_von_Melchior_Joller_Stans_Schweiz_1862_">https://www.academia.edu/1642911/Das_Spukhaus_von_Melchior_Joller_Stans_Schweiz_1862_</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.<a href="https://www.amazon.de/Schreckliche-Gesellschaft-Spukhaus-Melchior-Joller/dp/303919237X"><span data-contrast="none"></span></a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="fotoshaus" class="et_pb_row et_pb_row_51">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>10. Fotos des Hauses</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_43 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_153  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bilder vom Haus Jollers können Sie sich <a href="http://www.fotofactum.ch/fotofactum.ch/orte/Seiten/Wohnhaus_Joller_Stans.html" target="_blank" rel="noopener" title="fotofactum.ch: Wohnhaus Joller Stans">hier</a> und <a href="https://www.stans.ch/_docn/304873/Stansstaderstrasse_82.pdf" target="_blank" rel="noopener" title="Bauinventar Gemeinde Stans: Stansstanderstraße 82">hier</a> ansehen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_52">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_53  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>11. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_44 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_155  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Wikipedia (2023): Melchior Joller. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Melchior_Joller">https://de.wikipedia.org/wiki/Melchior_Joller</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_156  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Joller, Melchior (1863): Darstellung selbsterlebter mystischer Erscheinungen. Zürich: Fr. Hanke. Online verfügbar unter: <a href="https://www.google.de/books/edition/Darstellung_selbsterlebter_mystischer_Er/JWhXEsOzL8sC?hl=de&amp;gbpv=1">https://www.google.de/books/edition/Darstellung_selbsterlebter_mystischer_Er/JWhXEsOzL8sC?hl=de&amp;gbpv=1</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_157  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] Joller, Melchior; Wagner, Matthias (2017): Das Poltergeist-Tagebuch des Melchior Joller. Protokoll der Poltergeistphänomene im Spukhaus zu Stans: Darstellung selbsterlebter mystischer Erscheinungen. S. 11. Norderstedt: Books on Demand.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_158  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Rothenfluh, Anna (2015): Das Joller-Haus. Die rachsüchtige Seele der Stanser Grussmutter, die ihren Enkel ins Grab polterte. Online verfügbar unter: <a href="https://www.watson.ch/wissen/schweiz/714306124-die-boese-seele-der-stanser-grossmutter-die-ihren-enkel-ins-grab-polterte">https://www.watson.ch/wissen/schweiz/714306124-die-boese-seele-der-stanser-grossmutter-die-ihren-enkel-ins-grab-polterte</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_159  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Joller, Melchior; Wagner, Matthias (2017): Das Poltergeist-Tagebuch des Melchior Joller. Protokoll der Poltergeistphänomene im Spukhaus zu Stans: Darstellung selbsterlebter mystischer Erscheinungen. S. 111 f. Norderstedt: Books on Demand.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_160  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Darunter durch Melchior Joller selbst in einem Brief vom 19. Mai 1863 an Perty. Ebd., S. 136.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_161  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Ebd., S. 140 ff.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_162  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] Farina, Angelo (2019): Das Spukhaus. Dokumentation über das bekannteste Spukhaus in der Schweiz. Online verfügbar unter: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BW5FlJI1rUw&amp;t=876s">https://www.youtube.com/watch?v=BW5FlJI1rUw&amp;t=876s</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_163  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] Merki, Martin (2011): Das Spukhaus von Stans. Online verfügbar unter: <a href="https://www.nzz.ch/das_spukhaus_von_stans-ld.680078">https://www.nzz.ch/das_spukhaus_von_stans-ld.680078</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_164  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] <span style="color: #050505;">Moser, Fanny (1950): SPUK. Irrglaube oder Wahrglaube? Eine Frage der Menschheit. S. 104. Baden bei Zürich: Gyr Verlag.</span></p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_165  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] <span style="color: #050505;">Ebd., S. 110<br /></span></p></div>
			</div><div id="12" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_166  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[12] <span style="color: #050505;">Ebd., S. 148.<br /></span></p></div>
			</div><div id="13" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_167  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[13] <span style="color: #050505;">Lucadou, Walter von; Pohl, Sandra (2019): RSPK 4.0. When Ghosts Get out of Line. In: Zeitschrift für Anomalistik. 19. S. 300 – 325. Freiburg: o.V.</span></p></div>
			</div><div id="14" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_168  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[14] <span style="color: #050505;">Ebd.</span></p></div>
			</div><div id="15" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_169  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[15] Rothenfluh, Anna (2015): Das Joller-Haus. Die rachsüchtige Seele der Stanser Grussmutter, die ihren Enkel ins Grab polterte. Online verfügbar unter: <a href="https://www.watson.ch/wissen/schweiz/714306124-die-boese-seele-der-stanser-grossmutter-die-ihren-enkel-ins-grab-polterte">https://www.watson.ch/wissen/schweiz/714306124-die-boese-seele-der-stanser-grossmutter-die-ihren-enkel-ins-grab-polterte</a>. Zuletzt geprüft am 02.04.2024.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Enfield-Poltergeist</title>
		<link>https://para-wiki.de/der-poltergeist-von-enfield/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2024 19:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Enfield]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=988</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_53">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Zusammenfassende Einleitung</a><br /><a href="#beteiligteaugenzeugen">2. Beteiligte und Augenzeugen</a><br /><a href="#spuksymptomatik">3. Spuksymptomatik</a><br /><a href="#verlauf">4. Verlauf</a><br /><a href="#nachspiel">5. Nachspiel</a><br /><a href="#situationheute">6. Situation heute</a><br /><a href="#abschließendebetrachtung">7. Abschließende Betrachtung</a><br /><a href="#quellen">8. Quellen und Anmerkungen</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_54">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_55  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_171  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Zusamenfassende Einleitung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_45 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_172  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Vom 31. August 1977 bis mindestens 1979 (Angaben variieren) wurden das im Londoner Stadtbezirk gelegene Enfield und die dort lebende Familie Hodgson als Zentrum eines weltweit aufsehenerregenden Poltergeist-Falles bekannt. Es folgte eine der umfangreichsten, aber auch umstrittensten Dokumentationen eines zum Zeitpunkt der eintreffenden Ermittler noch aktiven Poltergeist-Phänomens.</p>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="beteiligteaugenzeugen" class="et_pb_row et_pb_row_55">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Beteilgte und Augenzeugen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_46 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_174  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Mrs. Hodgson, seit drei Jahren geschieden, lebte mit ihren vier Kindern in ärmlichen Verhältnissen in einer Sozialwohnung in einem Reihenhaus im Norden Londons. Margaret, zum Zeitpunkt des Einsetzens der Phänomene 13 Jahre alt, war ein über-emotionales, als psychisch angeschlagen und geistig zurückgeblieben geltendes Mädchen. Ihre Schwester Janet (11 Jahre) wird hingegen als ein sehr lebhaftes Kind mit starker Fantasieausprägung und normaler Intelligenz beschrieben. Der 10-jährige Johnny war zur Zeit des Poltergeist-Ausbruchs vorwiegend in einem Internat für psychisch kranke Kinder. Billy (7 Jahre) wird als ebenfalls normal intelligentes Kind beschrieben, hatte aber eine schwere Sprachstörung. Mr. Hodgson war gesundheitlich angegriffen, hatte eine teilweise spastische Lähmung und wurde als ebenfalls psychisch auffällig bezeichnet. Über seine Mitwirkung in dem Fall gibt es widersprüchliche Angaben; sicher scheint zu sein, dass er nur sehr selten anwesend war. Zum Zeitpunkt des Auftretens der Phänomene steht bei Janet ein Schulwechsel an, der sie sehr stresst.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Häuser weiter lebte Mrs. Hodgsons Bruder, John Burcombe, mit seiner Frau Sylvie, den beiden Kindern Denise (15 Jahre) und Paul (12 Jahre) sowie Sylvies Vater, Mr Richardson.</p>
<p style="text-align: justify;">Die direkten Nachbarn der Hodgsons waren das Ehepaar Vic und Peggy Nottingham mit ihrem Sohn Gary (keine Altersangabe).</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Enfield-Poltergeist gibt es eine sehr hohe Anzahl an Zeugen, darunter Vertreter von Polizei und Presse, Passanten, etliche Medien und viele Mitglieder der <a href="https://para-wiki.de/society-for-psychical-research-spr/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: SPR">SPR</a> <a href="#1">[1]</a>. Eine detaillierte Auflistung aller Zeugen findet sich in <em>The Enfield Poltergeist Tapes, 2019</em>. Untersucht wurde der Fall durch die SPR-Angehörigen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Maurice_Grosse" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Maurice Grosse">Maurice Grosse</a> (nach dem tragischen Unfalltod seiner Tochter der SPR gerade erst beigetreten) und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Guy_Lyon_Playfair" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Guy Lyon Playfair">Guy Lyon Playfair</a>, einem erfahrenen Poltergeist-Forscher und Schriftsteller.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Sozialhaus, in dem die Vorfälle stattfanden, wurde Ende 1920 oder Anfang 1939 erbaut. Es hatte vier Vorbewohner gegeben und Recherchen brachten keine ungewöhnlichen Geschichten oder Todesfälle innerhalb des Hauses zum Vorschein. Jedoch stammten, wie Mrs. Hodgson im Verlauf des Falles angab, einige Möbelstücke und Vorhänge aus einem Haus, in dem ein vierjähriges Kind von seinem Vater ermordet worden war. Der Mörder sei mit ihrem Exmann, Mr. Hodgson, befreundet gewesen und als sich der Mann suizidierte, habe Mr. Hodgson Möbel und Vorhänge übernommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Haus gab es außerdem einen Goldfisch und einen Wellensittich, der einer verstorbenen älteren Dame gehört hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Enfield-Poltergeist weist einige Parallelen zum Mount-Rainier-Fall auf, der als Vorlage für den Horrorfilm <em>Der Exorzist</em> diente und der erst ein paar Jahre zuvor durch die Filmveröffentlichung 1973 breites Aufsehen erregte.</p>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="spuksymptomatik" class="et_pb_row et_pb_row_56">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_57  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Spuksymptomatik</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_47 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_176  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Grundlage der folgenden Auflistung ist der Report von Guy Lyon Playfair (Juni 1978):</p>
<ol>
<li>Klopfgeräusche</li>
<li>Werfen von kleinen Gegenständen</li>
<li>Objektbewegungen (u.a. Möbel)</li>
<li>Öffnen und Schließen von Türen und Schubladen</li>
<li>Vorfälle mit der Bettwäsche</li>
<li>Erscheinen von flüssigen und festen Substanzen</li>
<li>Erscheinungen, sowohl halb als auch ganz</li>
<li>Levitation von Personen</li>
<li>Körperliche Angriffe</li>
<li>Angebliche Apporte</li>
<li>Psychische Störungen</li>
<li>Automatisches Schreiben und Zeichnen</li>
<li>Automatisches Sprechen</li>
<li>Körperlose Stimmen</li>
<li>Technikausfälle</li>
<li>Feuerausbrüche</li>
</ol>
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			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="verlauf" class="et_pb_row et_pb_row_57">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_58  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_177  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Verlauf</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_48 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_178  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Nachdem es im Haus der Familie Hodgson Ende August zu unerklärlichen Klopfgeräuschen und Objektbewegungen gekommen war, verständigte die verängstigte Mrs. Hodgson ihre Nachbarn, die Familie Nottingham, und die Polizei. Die Aussage der Polizistin WPC Heeps, die einen Stuhl sieht, der sich von allein etliche Meter bewegt, gehört bis heute zu den glaubwürdigsten Berichten und als Indiz, dass es in Enfield zu echten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Telekinese" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Telekinese/Psychokinese">Psychokinese</a>-Phänomenen (fortan PK-Phänomen) gekommen ist. Der Familie konnte die Polizei indes nicht helfen und die Phänomene setzten sich fort. Hinzu kamen fliegende Murmeln und Legosteine, die auch die Familie trafen. Mrs. Hodgson wandte sich erneut an ihre Nachbarn. Peggy Nottingham rief mit Erlaubnis von Mrs. Hodgson den Daily Mirror an – ein Akt der Hilflosigkeit, da offenbar die SPR den Beteiligten kein Begriff war. Reporter Douglas Bence und Fotograf Graham Morris sowie weitere Pressevertreter wurden nun ebenfalls Augenzeugen der Phänomene und schlugen Mrs. Hodgson vor, die SPR zu kontaktieren, die auf solche ungewöhnlichen Vorkommnisse spezialisiert sei. Die SPR schickte ihr neues Mitglied Maurice Gross, der nach dem tragischen Unfalltod seiner Tochter <a href="#2">[2]</a> und dem eigenen Erleben unerklärlicher Phänomene der SPR beigetreten war und bereits auf einen Einsatz hoffte. Schon zwei Tage später berichtete Grosse auf einer Versammlung der SPR von <a href="https://para-wiki.de/spuktaxonomie/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="personengebundener Spuk">RSPK-Phänomenen</a>, was schließlich Guy Lyon Playfair auf den Plan rief.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 19. September begannen die beiden Ermittler mit den Tonaufnahmen, die am Ende über 200 Audiokassetten und 140 Stunden Material beinhalten. Die Aufnahmen, die allerdings inzwischen teilweise schlecht oder gar nicht erhalten sind und teilweise Detailsorgfalt vermissen lassen, dienten als Grundlage für das Buch <em>The Enfield Poltergeist Tapes </em>(2019) und für die Apple-Serie <em>The Enfield Poltergeist</em>, in der die Schauspieler die Lippen zu den echten Tonaufnahmen bewegen. Nach eigenen Angaben besuchten Grosse und Playfair das Haus in Enfield 180 Mal, einschließlich 25 Nachtwachen. Dabei wurden sie Zeugen von insgesamt rund 1500 Phänomenen, die sie als echt einstuften – beobachteten aber ebenso oft eine mögliche betrügerische Beteiligung der Kinder.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 21. September wurden Möbelstücke umgeworfen und es wurde deutlich, dass die meisten Phänomene nach der Bettgehzeit der Kinder (21 Uhr) auftraten. Sie dauerten manchmal bis in den frühen Morgen an.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Oktober 1977 besuchte erstmalig ein Medium die Familie: Maisie Besant und ihr Begleiter E. Butler. Besant fiel zwar in Trance, es kam aber anscheinend zu keinen verwertbaren Resultaten. Zu den Phänomenen gesellten sich jetzt noch Wasserpfützen, weitere Objektbewegungen und das selbständige Spülen der Toilette. Maurice Grosse beobachtete einen fliegenden Schuh und weitere akustische Phänomene. Janet schlief inzwischen im Unterricht ein und zeigte an ihrer neuen Schule enormes Stressverhalten. Zahlreiche, immer wieder auftauchende Augenzeugen berichteten von merkwürdigen Lichtern (neben den üblichen anderen Phänomenen) und die auftretenden Ereignisse wurden um Schattensichtungen und körperlose Stimmen erweitert.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl Maurice Grosse oft als „leichtgläubig“ dargestellt wird und von dem Wunsch beseelt gewesen sein soll, Kontakt zu Verstorbenen aufzubauen, beklagte er schon früh Janets Verhalten. Das Mädchen kichere ständig und vollführe Aktionen, wie beispielsweise, dass sie sich aus dem Bett gleiten ließe.</p>
<p style="text-align: justify;">Grosse führte Kommunikationsversuche via Tapping ein; daraufhin meldete sich angeblich eine Dame namens Mrs. Haylock. Auffällig war auch, dass die Klopfgeräusche manchmal Titelmelodien bekannter TV-Serien nachahmten. Oft waren die Klopfgeräusche auch von fliegenden Objekten begleitet, wobei diese Flugobjekte in der Regel aus Janets und Margarets Richtung kamen und es oftmals unklar war, ob die Mädchen nicht mindestens teilweise dafür verantwortlich waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Während eines behördlich organisierten Kurzurlaubs (29. Oktober bis 5. November 1977) in Clacton-on-Sea traten angeblich keine Phänomene auf. Nach der Rückkehr der Familie kam es hingegen zu einer weiteren Steigerung der Ereignisse. So wurde Grosse, nachdem er laut fragte, ob der „Geist“ mit ihm spiele, unmittelbar von einer Kiste am Kopf getroffen. Das „woosh“ der fliegenden Kiste und das Erstaunen aller Anwesenden ist auf der Audioaufnahme hörbar. Zudem fiel hinter ihm ein Bild von der Wand, der Küchentisch wurde umgeworfen, Bettwäsche vom Bett gezogen und ein Wasserkessel hüpfte durch die Küche.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Tage später wurde Janet angeblich aus dem Bett geworfen und behauptete, levitiert zu sein. Später behauptete Margaret dasselbe – sie wurde nun immer öfter in die Ereignisse miteinbezogen. Von angeblichen Levitationen Janets sollen von Graham Morris angefertigte Fotos zeugen. Die inzwischen bekannten Bilder <a href="#3">[3]</a> zeigen auf den ersten Blick ein Mädchen, dass auch einfach in die Luft gesprungen sein könnte. Der Fotograf Graham Morris bestreitet bis heute, dass dies der Fall gewesen sei <a href="#4">[4]</a>. Auch Mrs. Hodgson wurde nun in die Phänomene integriert. So gab sie an, dass sie immer vor Beginn der Vorfälle Kopfschmerzen habe. Sie berichtete zunehmend von selbst erlebten Aktivitäten, so Mimikry-Geräusche (Fußschritte), unerklärlicher Wind oder Apport von Essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Grosses Verdacht, Janet könnte mindestens einen Teil der Phänomene faken, wurde ebenfalls durch ihr auffälliges Verhalten erhärtet. So richteten sich vermeintliche Poltergeist-Botschaften oft gegen Menschen, die sie nicht mochte und mehrfach wurde sie vor der möglichen Ausführung einer aktiven Handlung oder währenddessen erwischt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 9. November wurde auf den Aufnahmen erstmals ein „Knurren“ erwähnt, ein erstes Indiz, dass der Poltergeist eine Stimme entwickelte. Am 12. November besuchen Tony Cornell, Bernard Carr und Alan Gauld die Hodgsons. Phänomene ereigneten sich in dieser Zeit ausschließlich im Schlafzimmer der Mädchen, das die Besucher auf Geheiß von Janet und Margaret nicht betreten durften. Es wurden diverse Tests durchgeführt, die aber alle negativ ausfielen. Ein Test mit Wasserballons, die durch Tony Cornell unter dem Bett der Mädchen installiert wurden, während diese schlafen, wieß außerdem auf eine Beteiligung der Kinder hin: Erst als Tony Cornell am nächsten Morgen vor den Mädchen die Existenz der Wasserballons erwähnte, wurden diese in Abwesenheit aller Personen (die Mädchen ausgenommen) zum Fokus und gegen die Wand des Schlafzimmers geworfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Später im November wurde John Burcombe laut eigenen Angaben von einer unsichtbaren Gewalt vom Bett geworfen. Am 13. November fiel Janet in einen Trancezustand und wurde sehr gewalttätig. Mehrere Personen (Mrs. Hogdson, Grosse, Mrs. Edwards (eine Freundin) und die Burcombe-Familie) berichteten von erheblichen Schwierigkeiten Janet davon abzuhalten, sich selbst zu verletzen. Sie konnte nur sehr schwer aufgeweckt werden. Auf dem Band sind verstörende Aufnahmen zu hören, von einer Janet, die ihren Kopf immer wieder gegen das Kopfteil ihres Bettes schlägt. In all dem Chaos war das Mädchen dennoch sehr darauf fokussiert, sich nicht zufällig zu entblößen – sie hielt stets ihr Nachthemd fest. Auch Margaret wurde erneut aus dem Bett geworfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 26. November kam es zu einem erneuten Ausflippen Janets; schließlich bekam sie von einem herbeigerufenen Arzt Valium. An diesem Tag entstand das „Radio-Bild“: Janet wurde schlafend auf einem alten Röhrenradio aufgefunden <a href="#5">[5]</a>; es gibt von diesem Tag keine Tonbandaufnahme.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem Janet am 28. November erneut neben den inzwischen üblichen Objektbewegungen in einen psychischen Ausnahmezustand geriet und dazu noch anfing zu fluchen, kam sie ins Krankenhaus und erhielt Ativan. Dennoch fiel sie weiterhin in Trancezustände. Es kamen die Medien Luiz und Elsie Gasparetto aus Brasilien zu Besuch.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl verschiedentlich erwähnt wird, dass die unerklärliche Beherrschung von Fremdsprachen, wie sie auch in Fällen vermeintlicher Besessenheit auftreten soll, keine Rolle spielte in Enfield, war es während des Besuchs der brasilianischen Medien laut Guy Playfair so, dass Janet unvermittelt anfing auf Portugiesisch nach ihrer Mutter zu rufen und dabei das Wort („mamae“) auch phonetisch richtig aussprach (mit Betonung auf der zweiten Silbe).Die beiden Medien gaben anschließend an, dass sich verschiedene Entitäten in dem Haus aufhielten und Janet ein extrem starkes Medium sei, das entsprechend gefördert werden müsse.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 30. November zeichnete Janet in einer laut Playfair „relativ gewaltlosen Trance“ eine Frau, der Blut aus dem Hals quoll und schrieb den Namen „WILKINS“ dazu. Playfair schloss daraus, dass eine der Vorbesitzer des Hauses eine Mrs. Wilkins war, die 12 Jahre zuvor an Rachenkrebs starb.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann Anfang Dezember flog Playfairs Notizbuch vor seinen Augen durch die Gegend, was auf dem Audioband hörbar ist. Janet wurde wieder ausfallend und Margaret aus dem Bett geworfen. Zudem redete Margaret im Schlaf und sagte mit monotoner Stimme: „Wilkins starb auf Stuhl unten“. Es wurde durch die anwesenden Ermittler automatisches Schreiben versucht, bei dem Janet von einem Geist im Schlafzimmer schrieb, der 1952 verstorben sei sowie von einem Transistorenradio, das im Garten vergraben sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Während des Besuchs von David Robertson und Hugh Pincott am 5. Dezember, beides Mitglieder der SPR, fielen weniger paranormale Phänomene als nicht vielmehr blödsinntreibende Kinder auf. Der 6. Dezember brachte einen erneuten Gewaltausbruch seitens Janet mit sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 10. Dezember trat erstmals „die Stimme“ in Erscheinung: Es wurde eine dunkle Stimme in Janets Nähe gehört und Janet bellte wie ein Hund. Dazu kam Pfeifen. Ziemlich schnell gibt sich „die Stimme“ als Bill Wilkinson aus und die Themen wurden sehr spezifisch – neben dem ständigen ausfallenden Fluchen fragte „die Stimme“ vor allem nach sexuellen Erklärungen und stellte Fragen über die weibliche Menstruation. Auf einem Band singen alle Anwesenden mit „der Stimme“; Versuche, Janet und „die Stimme“ gleichzeitig reden bzw. singen zu lassen blieben erfolglos.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 20. Dezember gab „die Stimme“ in einer Konversation mit Maurice Grosses Sohn Richard weitere Einzelheiten über Bill Wilkinson preis; so sei er hier im Haus verstorben. Zunächst sei er erblindet und habe dann Hirnbluten bekommen. Während der erneuten Anwesenheit von David Robertson und Hugh Pincott gab sich „die Stimme“ zunächst als „Joe Shifton“ aus, bevor sie dann wieder zu „Bill“ wechselte und erneut einen deutlichen Schwerpunkt auf sexuelle Themen zeigte. Die Angaben zu Bills eigener Geschichte sind zudem widersprüchlich; so hießen die angeblichen drei Töchter von Sitzung zu Sitzung unterschiedlich.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Folgezeit kam es zu erneuten Technikausfällen. Grosse und Playfair verbanden Janet den Mund mit Klebeband, nachdem sie sie angewiesen hatten, Wasser im Mund zu behalten. Nach einigen Fehlversuchen ertönte „die Stimme“ wieder, allerdings musste sie dazu etwas von dem Wasser ausspucken oder schlucken <a href="#6">[6]</a>. Wenn sie ihre Zahnspange trug, schien „die Stimme“ nicht zu funktionieren. Wie bereits erwähnt, waren Fremdsprachenkenntnisse praktisch nicht vorhanden; ein einziges Mal stimmte „die Stimme“ ein italienisches Lied an, das aber war ein bekanntes Kinderlied und eine Freundin von Janet hatte es auf einer Langspielplatte. Auch wenn angeblich mehrere Entitäten sich „die Stimme“ zu Nutze machten, klang „die Stimme“ immer sehr ähnlich. Es gelang nie, Janet gemeinsam mit „der Stimme“ sprechen zu hören.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 17. Dezember fand die Nachbarin Peggy Nottingham in ihrem Schlafzimmer ein Buch von Janet. Zuvor hatte Janet behauptet, sie sei in Peggys Schlafzimmer teleportiert worden. Bei einem Besuch von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Matthew_Manning" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Matthew Manning">Matthew Manning</a> <a href="#7">[7]</a> gab sich „die Stimme“ sehr zurückhaltend und Manning verließ Enfield wenig beeindruckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 18. Dezember initiierte Grosse einen Versuch in dessen Verlauf Janet einen Löffel nur mit mentalen Kräften einen Löffel biegen sollte. Doch das funktionierte nur, wenn Grosse nicht anwesend war oder nicht hinschaute. Mrs. Hodgson hingegen behauptete, das Biegen des Löffels ohne Janets Zutun beobachtet zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Skeptiker, Magier und Bauchredner Milbourne Christopher war einen Tag später zu Besuch. Er berichtete zum einen, dass es sich bei „der Stimme“ um eine akustische Anomalie handele, die mit Bauchrednerkunst erklärbar wäre. Zudem erwischte er Janet auf der Treppe und war überzeugt, sie unmittelbar vor einem Betrug ertappt zu haben. Er wies auch darauf hin, dass Janet meist die Hand vor den Mund hielte oder den Kopf abwandte, wenn „die Stimme“ ertönte. Dieses Mal nannte „die Stimme“ gleich vier unterschiedliche Namen als Identität, davon den einer Person, die noch lebte.</p>
<p style="text-align: justify;">Verstörend waren auch die „Vorhang-Vorfälle“. Dabei sollen die Vorhänge im Kinderschlafzimmer mehrfach versucht haben, Janet zu erwürgen. Dabei seien allerdings Janets Hände mehrfach zu sehen gewesen und insbesondere Grosse soll deutlich mehr beeindruckt gewesen sein von parallel stattfindenden Objektbewegungen im Schlafzimmer, die laut seiner Aussage keinesfalls durch Janet hätten ausgelöst werden können. Die in unterschiedlichen Publikationen und Artikeln erwähnten Videoaufnahmen, die zu diesem Zeitpunkt bereits gemacht worden sein sollen, sind nie veröffentlicht worden <a href="#8">[8]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Januar 1978 setzten sich Phänomene sich fort. Mrs. Hodgson berichtete von Objektbewegungen. Margaret entwickelte eine eigene „Stimme“, die von sich in Anspruch nahm, ein 5-jähriger Junge zu sein, der 1812 verstarb. Mrs. Hodgson gab auch an, dass Janet ständig von einem Messer verfolgt werde. Die Vorhänge wurden entfernt, dabei seien die Poster von den Wänden im Mädchenschlafzimmer gefallen und die Bettwäsche habe sich selbständig bewegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 8. Januar, beim erneuten Besuch zweier SPR-Angehöriger, versucht nun Billy eine eigene „Stimme“ zu etablieren. Immer öfter kommt der Verdacht des Betrugs auf, zudem insbesondere SPR-Mitglieder bei ihren Besuchen meist keine paranormalen Vorkommnisse erlebten. Diese setzten in schöner Regelmäßigkeit immer dann ein, wenn die Besucher wieder abgereist sind. „Die Stimmen“ intonierten jetzt bekannte Popsongs.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 14. Januar berichtet Mrs. Hodgson, dass sie die Erscheinung eines „halben“ Mannes gesehen habe. Im Badezimmer erschienen zwei Botschaften: „Shit“ und „I am Fred“. Außerdem kam es zu weiteren Objektbewegungen und Grosse sowie John Burcombe bestätigten, dass es beim Ertönen „der Stimme“ keine Lippenbewegungen bei Janet gegeben habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Licht ins Dunkel der Geschichte brachte der 16. Januar, als John Burcombe berichtet, er habe erfahren, dass es sich bei Bill Wilkinson um einen ruhigen Mann gehandelt habe, der nie fluchte – ganz im Gegensatz zu „der Stimme“. Mrs. Hodgson gab an, dass die Kinder nicht für alle Geschehnisse im Haus verantwortlich sein könnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Besuch des amerikanischen Forschers Charles Moses am 24. Januar endete mit dessen Feststellung, dass es PK-Phänomene zweifellos gäbe, aber zeitgleich auch Betrug stattfände. Davon unbeeindruckt, etablieren „die Stimmen“ neue Namen. Dazu kamen weitere Wasserpfützen im Bad und mit Toilettenpapier an die Wände geschmierte Exkremente.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Februar brachte weitere Objektbewegungen mit sich. Angebliche EVP-Aufnahmen können aufgrund der Kondition der Bänder nicht bestätigt werden, sollten laut Grosse aber stattgefunden haben. Am 8. Februar kam der schottische TV-Produzent David Martin zu Besuch und erfuhr von Mrs. Hodgson von den Möbeln mit der mörderischen Vergangenheit. Zudem erzählte Mrs. Hodgson, dass es auch zu Aktivitäten gekommen sei, wenn die Mädchen nicht im Haus waren. Es habe Apporte gegeben und auch „woanders“ seien paranormale Phänomene aufgetreten. Martin konnte keine Phänomene aufzeichnen, mit Ausnahme von einigen Sequenzen „der Stimmen“.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Tag darauf wurden in der Küche eine schwelende Streichholzschachtel und auf dem Badezimmerboden extrem stinkender Urin gefunden. Wiederum einen Tag später, am 10. Februar, kam es erstmals zum Ausbruch von Feuer, dazu weitere Objektbewegungen. Billys „Stimme“ gab sich als „Dirty Dick“ zu erkennen, eine sehr unflätige Verballhornung des männlichen Geschlechtsteils.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Besuch weiterer SPR-Mitglieder ging wieder ohne Phänomene vorbei, obwohl „die Stimmen“ sich in der Nacht wieder meldeten und es zu Klopfgeräuschen kam. Das unangekündigte Erscheinen von Bryan Zimmer, Graham Morris (Daily Mirror), Bauchredner Ray Alan und TV-Kritiker Clifford Davis sorgte für einigen Aufruhr, als die Echtheit der Phänomene offen bezweifelt wurde. Sie hinterließen eine aufgewühlte Familie und weinende Kinder. Gegenüber Playfair kam es seitens der Kinder zu dem Geständnis, dass sie die Phänomene teilweise gefakt haben. Playfair vermutete ein tiefersitzendes Problem: Seiner Meinung nach ist Janet vielleicht von ihrem Vater, der mit 15 Jahren des Kindesmissbrauchs angeklagt gewesen sei, missbraucht worden. Janet gab ihm gegenüber an, sie wolle mit Mrs. Nottingham über ihr „Problem“ reden; es ist unklar, ob dieses Gespräch stattgefunden hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Im März 1978 starten die Audiobänder mit der Aufnahme eines Gesprächs zwischen <a href="https://www.igpp.de/allg/bender.htm" target="_blank" rel="noopener" title="IGPP: Hans Bender">Hans Bender</a> <a href="#9">[9]</a> und Guy Playfair. Bender gab an, dass er die Phänomene interessant fände, von „den Stimmen“ war er aber nicht beeindruckt. Er betonte die Wichtigkeit von Videoaufnahmen. Es folgten eine zehntägige Abwesenheit von Maurice Grosse und Guy Plaiyfair, in der keine Aufnahmen stattfanden. Die Phänomene sollen sich fortgesetzt haben, mit Klopfgeräuschen, Objektbewegungen, Exkrementen im Flur und geschriebenen Botschaften. John Burcombe sagte aus, dass Janet ihn oben von der Treppe aus ausgelacht habe, obwohl sie sich tatsächlich unten befand.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Frau namens Hazel Short gab an, dass sie am 17. Dezember 1977 beim zufälligen Vorübergehen ein rotes Kissen auf dem Dach des Hauses bemerkt habe. Außerdem seien Bücher von innen gegen das Schlafzimmerfenster geflogen und sie habe gemeinsam mit ihrem Freund gesehen, wie Janet in horizontaler Position auf und ab geschwebt sei. Ein lokaler Händler gab in einem Interview mit Grosse im Folgemonat an, er habe um den 15. Dezember herum ebenfalls ein rotes Kissen auf dem Dach des Hauses bemerkt und berichtete außerdem von lauten Geräuschen aus dem Schlafzimmer und Gegenständen, die im Kreis umhergeflogen seien. Auch habe er gesehen, wie Janet in horizontaler Position geschwebt und ihr Arm dabei zweimal heftig gegen das Fenster geschlagen sei, was ihn nachhaltig verstört habe. Der Einblick in das Schlafzimmer sei möglich gewesen, weil der eine Vorhang halb und der andere ganz zurückgezogen worden sei. Diese Vorhänge seien außerdem, als die Objekte anfingen zu fliegen, in das Zimmer hineingeweht, obwohl das Fenster geschlossen war <a href="#10">[10]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 9. April 1978 erwähnte Mrs. Hodgson, dass einer ihrer Brüder im Alter von 5 Jahren gestorben sei. Dem Voraus ging die Erscheinung eines Kindes, die sie gesehen haben will. Es kam zu weiteren Schattensichtungen und Erscheinungen, Apporten, „Stimmen“. Grosse erlebte Zuhause bei sich, dass in seinem abgeschlossenes Auto vor dem Haus der Motor lief. Beim Besuch des japanischen Professors Miura erzählte Grosse diesem, dass er Psychologen nicht sonderlich respektiere und glaube, dass die Kinder von einer „äußeren Macht“ beeinflusst werden würden. Über dieses Gespräch gibt es keine Audioaufnahme, da sie im Auto des Professors stattfand. Janet berichtete von der Erscheinung eines Mannes, der ihr Angst gemacht hätte; Margaret bestätigte dies.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mai kam es zu weiteren Vorfällen mit Urin und Exkrementen; Mrs. Hodgson gab nun an, dass sie glaube, dass ihr Ex-Mann dafür verantwortlich sei. Es ist völlig unklar, wie sie auf diesen Schluss kam und ob und wann Mr. Hodgson zur Ausführung hätte schreiten können. Das Urin wurde auf Anweisung von Grosse durch John Burcombe in dem Krankenhaus, in dem er arbeitete, untersucht – es stellt sich heraus, dass es sich um Katzenurin handelte. Auch hier fehlt jede weitere Information, z.B., ob diesem Verdacht in irgendeiner Weise nachgegangen worden ist. Auch stellt sich die Frage, warum nicht der Stuhl (der ungewöhnlich schwarz erscheint) ebenfalls untersucht wurde. Es traten außerdem weitere Feuer in der Küche auf sowie Erscheinungen von Händen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im weiteren Verlauf des Monats sah Janet eine weitere Erscheinung eines Mannes und gab an, levitiert zu sein. Es kam zu Steinwürfen auf Nachbarhäuser; diese Nachbarn hielten die Kinder für verantwortlich. Ende des Monats gab Mrs. Hodgson an, dass neben Janet auch Billy und Johnny levitiert seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juni 1978 berichtete Mrs. Hodgson davon, dass ihr Bett angehoben worden sei und es gab Kratzgeräusche und Objektbewegungen. Neu war auch, dass Mrs. Hodgson jetzt glaubte, dass Janet, vielleicht unbewusst, verantwortlich für die Phänomene sein könnte. Grosse dachte eher an eine gespaltene Persönlichkeit; auch wurde die Schuldfrage von Mr. Hodgson nochmals zum Thema. Am 16. Juni traten die amerikanischen selbsternannten „Dämonenjäger“ Ed und Lorraine Warren erstmals in Erscheinung <a href="#11">[11]</a>. Sie interviewten John Burcombe, Grosse und Mrs. Hodgson; da parallel auch noch ein Interview mit ihnen in einer Liveshow lief, kam es zu einiger Verwirrung. Die Rede war von „verschiedenen Dimensionen“ und Grosse merkte an, er glaube, dass die Aktivität von Menschen ausgehen könnte, schloss aber auch eine Beteiligung Verstorbener nicht aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juli setzen sich die Phänomene fort. Von August bis Mitte September befand sich Janet im Maudsley Hospital; in dieser Zeit kam es zu einer deutlichen Abschwächung der Phänomene <a href="#12">[12]</a>. Als Janet Mitte September 1978 wieder nach Hause kam, nahmen auch die Aktivitäten wieder Fahrt auf, darunter Klopfgeräusche, die von Margaret gesehene Erscheinung eines „großen, fetten Mannes“ und es wurden wieder Exkremente und Wasserpfützen gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Oktober 1978 ließen die Phänomene nach. Ein weiteres Medium, das zu Besuch kam, behauptete, die Phänomene seien durch Maurice Grosses verstorbene Tochter Janet verursacht worden, die in Enfield spuke. Playfair war wenig angetan, doch Grosse zeigte sich beeindruckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit enden die Aufnahmen zunächst. Dennoch soll Grosse noch weitere Male nach Enfield gekommen sein und tatsächlich gibt es von ihm auch weitere Aufnahmen, allerdings ohne Datum. Sie beginnen angeblich im April 1979 und lassen vermuten, dass sich die Phänomene weiter fortsetzten, wenn auch in verminderter Form. So sei Grosse selbst beworfen worden <a href="#13">[13]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 14. August 1979 berichtete John Burcombe, dass die Warrens erneut aufgetaucht seien, wieder ohne Anmeldung. Sie hätten viele Fotos gemacht und die Mädchen zum Essen eingeladen (die Jungs wurden ausgeschlossen). Die Gespräche drehten sich darum, viel Geld aus dem Fall zu machen. Dabei machten die Warrens laut Mrs. Hodgson Stimmung gegen Grosse und Playfair und versuchten, die Phänomene zu provozieren. Im Anschluss an ihren Besuch sei es tatsächlich zu einer erneuten Steigerung der Aktivitäten gekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vom 12. Oktober 1981 stammt ein aufgezeichnetes Interview, das Grosse mit Charles Kennedy geführt hat, der ein Bekannter von Bill Witkins war. Kennedy beschrieb ihn als respektierten und großzügigen Mann, der niemals geflucht habe. Die anderen, von „der Stimme“ genannten Namen sagten ihm nichts. Konträr dazu habe er „die Stimme“ aber damit kommentiert, dass es sich charakterlich um Bill gehandelt haben könnte <a href="#14">[14]</a>. Der Sohn von Bill Witkins, Terry Witkins, stritt allerdings in einem Interview von 1997 ab, dass die Stimme nach seinem Vater klang. Zudem stimmten die von „der Stimme“ genannten Todesdaten nicht und sein Vater hatte auch keinen Infarkt; er sei allerdings vor seinem Tod erblindet. Es sei aber noch ein weiterer Mann in dem Haus gestorben (Grosse fragt offenbar nicht nach). Terry gibt außerdem an, „die Stimme“ würde sich für ihn eher nach einem Kind anhören.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Interview markiert das endgültige Ende aller Tonbandaufnahmen von Maurice Grosse.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Nachspiel</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_49 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_180  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Am 25. Mai 1978 wurde von der SPR ein Komitee gegründet, dass alle verfügbaren Informationen zum Enfield Poltergeist sammeln und Ergebnisse abgleichen sollte. Das aus J. W. Stiles, Miss M.R. Barrington, Dr. P. Hallson und Dr. H. Pincott bestehende Komitee traf sich insgesamt 14 Mal und entwarf einen Fragebogen, der an 30 Augenzeugen verschickt wurde, von denen 20 antworteten <a href="#15">[15]</a>. Dazu gehörte auch der Bericht von Guy Playfair.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gab das Komitee dann auch an, dass man nicht alles fotografische Material gesichtet und auch die Audioaufnahmen bis auf wenige Ausnahmen nicht untersucht habe. Dennoch stellen die Zeugenaussagen, darunter die der Polizistin WPC Carolyn Heeps, die als erste außenstehende Person die Phänomene selbst erlebte, ein wichtiges Zeugnis dar.</p>
<p style="text-align: justify;">Insbesondere die Berichte von Persönlichkeiten wie Tony Cornell, Alan Gauld oder Bernard Carr zeigen aber auch, dass eine (betrügerische) Beteiligung durch Janet – mindestens im weiteren Verlauf des Falles &#8211; als sehr wahrscheinlich angesehen wurde. John Stiles und Mary Rose Barrington schlossen sich dieser Meinung an, Lawrence Berger und Professor John Hasted beobachteten wie Grosse und Playfair echte paranormale Phänomene, schlossen aber einen teilweisen Betrug ebenfalls nicht aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Maurice Gross hielt bis zu seinem Tod 2006 an der Echtheit der Phänomene und Janet als „Epizentrum“ fest. Er äußerte sich negativ gegenüber skeptischen Wissenschaftlern <a href="#16">[16]</a> und war auch bei folgenden Fällen leidenschaftlicher Vertreter der Echtheit paranormaler Phänomene.</p>
<p style="text-align: justify;">Dr. Melvyn Willin hat für <em>The Enfield Poltergeist Tapes</em> nochmals Kontakt zu den lebenden Augenzeugen aufgenommen. Leider waren ihm die Adressen wichtiger Zeugen (darunter die Burcombe-Familie und Billy und Margaret Hodgson) nicht bekannt; weitere Schlüsselfiguren waren inzwischen verstorben, so Maurice Grosse und Alan Playfair, Johnny Hodgson <a href="#17">[17]</a> und Mrs. Hodgson. Von der Nottingham-Familie, Hazel Short und Janet erhielt er keine Antwort.</p>
<p style="text-align: justify;">Bernard Carr bekräftigte nochmals die Hinweise auf eine betrügerische Beteilung der Kinder, vertritt aber auch die Meinung, dass (vor allem in der Anfangszeit) die Phänomene mindestens teilweise echt waren <a href="#18">[18]</a>. Hugh Pincott berichtete von mehreren unerklärlichen Ereignissen, denen er persönlich beigewohnt habe. Er gab an, dass die Phänomene vermutlich im Dezember ihren Zenit erreichten und insbesondere in der Zeit danach die Kinder teilweise ganz offen fakten <a href="#19">[19]</a>. Alan Gauld erinnerte sich an seinen Besuch gemeinsam mit Tony Cornell und daran, dass die Kinder mehrfach ermahnt werden mussten, weil sie zu sehr aufdrehten und dass Grosse und Playfair teilweise sehr willig und unkritisch die angebliche Echtheit der Phänomene annahmen. Er kritisierte außerdem, dass es für viele der vermeintlich paranormalen Vorgänge keine anderen Zeugen als die Familie gebe und der Nachweis fehle, wie betrügerische Aktionen ausgeschlossen worden seien. Er vermisse zudem generell eine wissenschaftliche Vorgehensweise, insbesondere was technische Daten und verbürgte Zeugenaussagen angeht.</p>
<p style="text-align: justify;">David Robertson berichtet von mehreren paranormalen Vorgängen, deren Zeuge er gewesen sei. So habe ihn Maurice Grosse einmal gebeten, die Schlafzimmer zu checken als alle anderen im unteren Bereich des Hauses waren. Robertson begann mit dem hinteren Schlafzimmer und, kaum hatte er das vordere Schlafzimmer erreicht, als im hinteren Schlafzimmer sämtliche Schubladen quer durch den Raum flogen. Er habe auch ein Regal umfallen sehen, als Janet nicht in dessen Nähe gewesen sei oder Kerzenständer, die sich selbständig über ein Regal bewegten. Einmal habe zudem etwas Unsichtbares an seinen Haaren gezogen. „Die Stimme“ habe er auch dann aufzeichnen können, wenn Janets Mund verklebt und sie zudem Wasser im Mundraum gehabt habe. Auch der Fotograf Graham Morris blieb bei seiner Aussage, dass eine unbekannte Kraft am Werk gewesen sei, als er die Fotos von der levitierenden Janet aufnahm. Er ist außerdem die einzige Person, die behauptete, dass es auch in Janets Schule und diversen Geschäften zu paranormalen Phänomenen gekommen sein soll, so in Janets Klassenzimmer, als Bücher selbständig umhergeflogen sind.</p>
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			</div><div id="situationheute" class="et_pb_row et_pb_row_59">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Situation heute</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_50 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_182  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Wann die Phänomene endeten, ist nicht belegt. Auch wenn die Dauer oft mit 18 Monaten angegeben wird, kam es scheinbar auch später noch zu vereinzelten paranormalen Aktivitäten. 1979 sollen die Phänomene ebenso wie das öffentliche Interesse daran abgeebbt sein. Janet gab 2012 an, „2%“ der Phänomene gefakt zu haben <a href="#20">[20]</a>. Sowohl sie als auch ihre Schwester Margaret weichen bis heute nicht von den damals berichteten Ereignissen ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Janet, die heute wie ihr Bruder Billy in Clacton-on-Sea in Essex lebt, war zweimal verheiratet. Von ihren vier Söhnen verstarb einer bereits. Mrs. Hodgson lebte bis zu ihrem Tod 2003 in dem Haus in Enfield – und laut Margaret Hodgson hat sie immer wieder paranormale Aktivitäten erlebt, darunter Klopfgeräusche und Objektbewegungen <a href="#21">[21]</a>.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="abschließendebetrachtung" class="et_pb_row et_pb_row_60">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. Abschließende Betrachtung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_51 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_184  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Nahezu alle in Enfield berichteten Phänomene finden sich auch bei anderen klassischen Poltergeistfällen <a href="#2">[22]</a>, wobei nicht immer alle Phänomene auch vertreten sind. Viele Fälle beginnen mit unerklärlichem Steinwurf <a href="#23">[23]</a> und/oder Klopf-/Schlag-/Kratzgeräuschen, teilweise zeitgleich mit Objektbewegungen (zunächst meist kleinere Gegenstände). Die Objektbewegungen beschränken sich nicht immer nur auf Umwerfen oder Werfen, sondern lassen manchmal eine schon zwanghaft anmutende Ordnungsliebe erkennen, wenn zum Beispiel Gegenstände gestapelt oder in einer Linie aufgestellt werden. Besonders fragile Objekte bleiben teilweise selbst bei weiten Entfernungen unbeschädigt, wohingegen stabile Gegenstände brechen oder sich verformen. Der Flugweg der Objekte widerspricht oft den Gesetzen der Physik; es wird sowohl von „blitzschnellen“ Objekten berichtet als auch von „sehr langsamen“. In den allermeisten Fällen wird das Objekt erst beim Aufprall bemerkt, seltener im Flug und fast nie zu Beginn der Bewegung. In einigen Fällen wird von einer extremen Hitze der gerade geworfenen Objekte (auch bei Steinen) berichtet. Manchmal erscheinen Objekte auf halber Strecke aus dem Nichts. Dies wird auch häufiger bei Stein- oder Regenfall innerhalb des Hauses berichtet. Das wiederholte Erscheinen von Pfützen gehört ebenfalls zu klassischen Merkmalen; diese Pfützen haben in Einzelfällen besondere Konturen. Vereinzelt handelt es sich um Urin oder Blut. Auch Apporte, Erscheinungen und vereinzelt Levitation werden im Zusammenhang mit Poltergeist-Fällen berichtet. Ein harmlos beginnender Verlauf kann sich steigern zu zerstörerischen Phänomenen, die in manchen Fällen auch die mögliche Fokusperson verletzen. Ebenso werden Trancezustände berichtet und es gibt Fälle, in denen die Phänomene den Ermittlern oder anderen Beteiligten (in schwacher Ausprägung und meist nur sehr begrenzt) nach Hause folgten. Fast immer verfolgen die Phänomene die vermutliche Fokusperson und treten auch nach Umzug, am Arbeitsplatz oder in der Schule auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Fall von Enfield stand die vermutliche Fokusperson Janet unter großem psychischem Druck aufgrund eines Schulwechsels. Dazu kamen familiäre Belastungen und eine gewisse psychische genetische Instabilität (Vater und mindestens ein Geschwisterteil psychisch auffällig). Sehr häufig scheint dies ein Ausgangspunkt für mögliche Poltergeist-Aktivitäten zu sein. Trauma, plötzliche Einschnitte in die Lebensumstände oder -qualität und mögliche körperliche Veränderungen (z.B. Pubertät) stehen bei vielen der bekannten Poltergeist-Ausbrüchen im Vordergrund. In diesem speziellen Fall erfuhren die Kinder und deren Mutter <a href="#24">[24]</a> eine zuvor in dieser Intensität vermutlich nicht erlebte Aufmerksamkeit. Es ist eine auch bei anderen Poltergeist-Fällen beobachtete Tatsache, dass insbesondere bei Nachlassen, nicht erwünschter Häufigkeit oder Intensität der Phänomene „nachgeholfen“ wird, um den Grad der Aufmerksamkeit zu erhalten, aber auch um nicht als Lügner dargestellt zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Von 500 untersuchten Fällen durch Alan Gauld und A.D. Cornell <a href="#25">[25]</a> wurde in 41 Fällen (8%) Betrug nachgewiesen. Auch in Enfield deutet alles darauf hin, dass Janet und ihre Geschwister im Verlauf des Falles einen Teil der berichteten Phänomene gefakt haben <a href="#26">[26]</a>. Die Behauptung, dass <em>alles</em> gefakt war <a href="#27">[27]</a>, ist allerdings schwer aufrechtzuerhalten. Dazu gibt es zu viele Zeugen der Ereignisse <a href="#28">[28]</a>, die wohl kaum generalisiert als „unzuverlässig“ bezeichnet werden können. Unterschätzt wird bei solchen Behauptungen auch die Wirkung bzw. Auswirkung solcher Ereignisse und der eigenen Beteiligung als Augenzeuge oder gar Hauptperson. In nahezu allen publik gewordenen Fällen kam es zu erheblichen sozialen Beeinträchtigungen, Beschimpfungen und Verunglimpfungen. Nicht selten mussten Betroffene komplett untertauchen, verloren Arbeit und zuhause.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_61">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_62  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_185  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Quellen und Anmerkungen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_52 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_186  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] SPR = Society of Psychical Research, 1882 in London gegründet und erste Einrichtung zur Erforschung paranormaler Phänomene (<a href="https://www.spr.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener">Home | spr.ac.uk</a>).</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_187  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Maurice Grosses Tochter hieß ebenfalls Janet.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_188  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] Zu sehen z.B. wenn man in Google „Enfield Poltergeist Janet“ eingibt oder auch in diesem Artikel: <a href="https://www.thesun.co.uk/news/20238492/enfield-ghost-haunting-poltergeist-conjuring/" target="_blank" rel="noopener">https://www.thesun.co.uk/news/20238492/enfield-ghost-haunting-poltergeist-conjuring/</a> oder unter <a href="https://www.facebook.com/theenfieldpoltergeist" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/theenfieldpoltergeist</a>.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_189  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Strudwick, Matt (2023): New twist in &#8216;Enfield Poltergeist&#8217; case as photographer who took infamous &#8216;levitating girl&#8217; image DENIES saying she &#8216;just jumped&#8217; &#8211; and insists four decades on he absolutely believes &#8216;she had some sort of force&#8217;. Online verfügbar unter: <a href="https://www.dailymail.co.uk/news/article-12663533/New-twist-Enfield-Poltergeist-case-photographer-took-infamous-levitating-girl-image-DENIES-saying-just-jumped-insists-four-decades-absolutely-believes-sort-force.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.dailymail.co.uk/news/article-12663533/New-twist-Enfield-Poltergeist-case-photographer-took-infamous-levitating-girl-image-DENIES-saying-just-jumped-insists-four-decades-absolutely-believes-sort-force.html</a>. Zuletzt geprüft am 23.02.2024.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_190  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Adjei-Darko, Kevin (2022): <span class="article__kicker t-p-color">Fright Night. </span>I photographed terrifying Enfield Haunting – I thought Halloween ghost stories were nonsense until chilling moment. Online verfügbar unter: <a href="https://www.thesun.co.uk/news/20238492/enfield-ghost-haunting-poltergeist-conjuring/" target="_blank" rel="noopener">https://www.thesun.co.uk/news/20238492/enfield-ghost-haunting-poltergeist-conjuring/</a>. Zuletzt geprüft am 23.02.2024.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_191  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Bei den späteren Zeugenbefragungen durch Dr. Melvyn Willin für <em>The Enfield Poltergeist Tapes</em> hingegen wurde von einem Augenzeugen angegeben, dass Janet trotz Tee im Mund (den sie nachher ausspuckte) „die Stimme“ produzieren konnte.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_192  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Manning erlebte selbst PK-Phänomene und es gelang ihm angeblich, diese zu steuern.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_193  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] Willin, Melvyn J. (2019): The Enfield Poltergeist Tapes: One of the most disturbing cases in history. What really happend? S. 29. Mumbai: White Crow Books. In verschiedenen Skripts waren sie als „inkonsequent“ bezeichnet worden.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_194  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] Gründer des <a href="https://para-wiki.de/einrichtungen/institut-fuer-grenzgebiete-der-psychologie-und-psychohygiene-e-v-igpp-in-freiburg-im-breisgau/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: IGPP">IGPP</a> und seinerzeit berühmtester Parapsychologe in Deutschland.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_195  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Interessant wäre hier zu wissen, ob er von der Aussage Hazel Shorts gewusst hat, da beide von einem roten Kissen auf dem Dach des Hauses berichten, das eine signifikante Rolle bei den Aktivitäten zu spielen scheint – es erscheint bei Auftreten der Phänomene und verschwindet dann wieder. Messungen von Grosse und Playfair ergaben, dass Janet über 70 cm hoch hätte springen müssen, um das Vorkommnis zu faken. Playfair konnte weder das, noch das Kissen auf dem Dach bei seinen Selbstversuchen darstellen.</p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_196  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] The Conjuring II beruht auf diesem Besuch und einem weiteren am 14. August 1979.</p></div>
			</div><div id="12" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_197  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[12] Willin, Melvyn J. (2019): The Enfield Poltergeist Tapes: One of the most disturbing cases in history. What really happend? S. 55. Mumbai: White Crow Books. Sie verschwinden aber nicht vollständig; Mrs Hodgson  und John Burcombe berichten von einem Sideboard, das umfiel während sich alle in der Küche befanden und dass Mrs Hodgson gestoßen worden sei. Margaret will auch Aktivitäten in der Küche beobachtet haben und wurde auf den Kopf geschlagen und Johnny gab an, sich nicht wohl zu fühlen.</p></div>
			</div><div id="13" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_198  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[13] Willin, Melvyn J. (2019): The Enfield Poltergeist Tapes: One of the most disturbing cases in history. What really happend? S. 57. Mumbai: White Crow Books.</p></div>
			</div><div id="14" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_199  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[14] Ebd., S. 60.</p></div>
			</div><div id="15" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_200  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[15] Ebd., S. 63 ff.</p></div>
			</div><div id="16" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_201  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[16] Ebd., S. 98.</p></div>
			</div><div id="17" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_202  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[17] Er starb Anfang 1981 an einer Krebserkrankung.</p></div>
			</div><div id="18" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_203  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[18] Willin, Melvyn J. (2019): The Enfield Poltergeist Tapes: One of the most disturbing cases in history. What really happend? S. 118 ff. Mumbai: White Crow Books.</p></div>
			</div><div id="19" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_204  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[19] Ebd., S. 120 ff.</p></div>
			</div><div id="20" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_205  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[20] O&#8217;Neill, Marnie (2016): Margaret and Janet Hodgson return to London ‘poltergeist’ house after 40 years. Online verfügbar unter: <a href="https://www.news.com.au/entertainment/movies/new-movies/margaret-and-janet-hodgson-return-to-london-poltergeist-house-after-40-years/news-story/745ac33467c1ac744272740ce9f47166" target="_blank" rel="noopener">https://www.news.com.au/entertainment/movies/new-movies/margaret-and-janet-hodgson-return-to-london-poltergeist-house-after-40-years/news-story/745ac33467c1ac744272740ce9f47166</a>. Zuletzt geprüft am 23.02.2024.</p></div>
			</div><div id="21" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_206  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[21] Davies, Barbara (2023): Enfield Poltergeist child reveals her terrifying ordeal as she insists nothing was imagined and even when she returned to the house last year the lights started turning on and off. Online verfügbar unter: <a href="https://www.dailymail.co.uk/news/article-12686497/Enfield-Poltergeist-child-TERRIFYING-ordeal-haunted-house.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.dailymail.co.uk/news/article-12686497/Enfield-Poltergeist-child-TERRIFYING-ordeal-haunted-house.html</a>. Zuletzt geprüft am 23.02.2024.</p></div>
			</div><div id="22" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_207  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[22] Cornell, A. D.; Gauld, Alan (2018): Poltergeists. Mumbai: White Crow Books. / Spencer, Anne; Spencer, John (1996): The Poltergeist Phenomenon. An Investigation Into Psychic Disturbance. London: Headline Book Publishing. / Ashford, Jenny (2017): The Unseen Hand. A New Exploration of Poltergeist Phenomena. O.O.: Bleed Red Books.</p></div>
			</div><div id="23" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_208  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[23] z.B. bei folgenden Poltergeist-Fällen: Gerstmann (1713), Eleonora Zugun (1925), Töttelstedt (1581): Dreck-/Kalkklumpen, Hauenstein (1948), Joller (1860)</p></div>
			</div><div id="24" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_209  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[24] Sie lebte nach der Trennung von ihrem Mann mit vier Kindern alleine und in sehr ärmlichen Verhältnissen.</p></div>
			</div><div id="25" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_210  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[25] Cornell, A. D.; Gauld, Alan (2018): Poltergeists. Mumbai: White Crow Books.</p></div>
			</div><div id="26" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_211  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[26] Hierzu dürfte auch zumindest in weiten Teilen „die Stimme“ zählen, die auffallend viele Fragen stellte, die Kinder/Teenager beschäftigen und letztlich eine Imitation bei allen Kindern auslöste.</p></div>
			</div><div id="27" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_212  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[27] Wikipedia (2024): Enfield poltergeist. Online verfügbar unter: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Enfield_poltergeist">https://en.wikipedia.org/wiki/Enfield_poltergeist</a>. Zuletzt geprüft am 23.02.2024.</p></div>
			</div><div id="28" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_213  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[28] Eine genaue Auflistung aller Zeugen in: Willin, Melvyn J. (2019): The Enfield Poltergeist Tapes: One of the most disturbing cases in history. What really happend? S. 156 ff. Mumbai: White Crow Books.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_62">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_63  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_214  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 30.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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