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	<description>Die paranormale Enzyklopädie</description>
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		<title>Untersuchung münzenbasierter Apporte: Eine methodologische Annäherung an nicht-mediumistische wiederkehrende physikalische Anomalien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiger Fallbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Münzapport]]></category>
		<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung</a><br /><a href="#involviertepersonen">2. Die involvierten Personen und ihr Umfeld</a><br /><a href="#phaenomene">3. Die Phänomene</a><br /><a href="#herangehensweise">4. Methodologische Herangehensweise</a><br /><a href="#muenzen">5. Die Münzen</a><br /><a href="#dokumentierteapporte">6. Dokumentierte Apporte unter Kameraüberwachung</a><br /><a href="#phaseeins">7. Schwierigkeiten in Phase 1</a><br /><a href="#phasezwei">8. Phase 2</a><br /><a href="#fazit">9. Fazit</a><br /><a href="#verzeichnis">10. Verzeichnis der Abbildungen im Journal</a><br /><a href="#quellen">11. Quellen</a></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_1">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_0 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die nachfolgende, hier stark gekürzte Studie aus dem <em>Journal of the Society of Psychical Research </em>präsentiert die detaillierte Untersuchung wiederkehrender münzenbasierter Phänomene, die spontan um ein Pärchen aufgetreten sind, das in der Nähe von Mexico City lebt, HM und LS. Neben den Münzen waren gelegentlich andere kleine Objekte involviert, die sowohl im Haus des Paares als auch an öffentlichen Orten anscheinend spontan erschienen. Unter Anwendung eines kooperativen Untersuchungsgruppenparadigmas wurde eine systematische Überwachung und Dokumentation durch hochauflösende Überwachungskameras durchgeführt, dazu numismatische Analyse (= wissenschaftliche Untersuchung von Münzen, Medaillen und anderen Geldbildern, um historische, wirtschaftliche und monetäre Informationen zu gewinnen), unstrukturierte Interviews (= frei geführte Gespräche zwischen einem Forscher und Teilnehmer ohne vorgegebene Fragen) sowie einer klinischen Untersuchung von HM.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Juni 2021 und Juli 2022 wurden 42 Apporte dokumentiert; einige davon wurden bildlich aufgezeichnet und entziehen sich konventionellen Erklärungen. Die klinischen Analysen von HM zeigten normale neurologische Funktionen und kognitive Profile, obwohl auch eine Historie an depressiven Episoden und eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung auftauchten. Die apportierten Münzen erschienen häufig wie neu, bestanden in seltenen Fällen aber auch aus seltenen Gedenkmünzen, was eine potenzielle Verbindung zu HMs Kindheit zulässt, in der er Münzen sammelte, sowie zu einer inzwischen der Vergangenheit angehörenden Phase finanzieller Schwierigkeiten. </p>
<p style="text-align: justify;">Trotz technischer Herausforderungen, einschließlich intermittierenden Kameraausfällen und Datenschutzaspekten, sprechen sich die gesammelten Beweise deutlich gegen möglichen Betrug aus. Die Ergebnisse heben mögliche unbewusste psychokinetische Einflüsse hervor, die mit emotionalen und psychologischen Zuständen assoziiert werden können; möglicherweise spielte HMs kürzliches neurologisches Trauma eine Rolle.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="involviertepersonen" class="et_pb_row et_pb_row_2">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Die involvierten Personen und ihr Umfeld</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_1 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">HM wird als verheirateter Mann Ende Fünfzig beschrieben, seine Frau LS als 46-jährige Business Administratorin. Seit Oktober 2018 war es immer wieder zu unerklärlichen Objekterscheinungen gekommen – meistens Münzen. Der Lebensstil des Paares könnte als wohlhabend, aber nicht protzig beschrieben werden und sie waren nicht daran interessiert, für die beschriebenen Ereignisse finanzielle oder öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Der überwiegende Teil der Phänomene fand in der früheren Residenz in den Außenbezirken von Mexico City statt, wo sie drei Jahre lang (2019 bis Juli 2022) lebten. 2012 wurde bei HM nach einer Bewusstlosigkeit mit folgendem Sturz eine Schädigung des Frontal- und Temporallappens diagnostiziert, die zu einer wirtschaftlichen Krise und Depressionen führte. Kurz bevor HM und LS als Paar zusammenkamen, kam es bereits zu einem ersten Apport einer Münze in HMs damaligem Apartment. Die Phänomene traten dann regelmäßiger im früheren Haus des Paares auf (vor 2019); sie dauern bis heute an.</p>
<p style="text-align: justify;">HM wollte von Anfang an so viel wie möglich über die Natur dieser merkwürdigen Phänomene, die in seiner Gegenwart auftraten, erfahren. Deshalb belegte er unterschiedliche Parapsychologie-verwandte Kurse an angesehenen Instituten wie dem Koestler Parapsychology Unit in Edinburgh und dem Rhine Research Center in North Carolina. Durch dessen Direktor, John Kruth, wurden Ramsés und seine Kollegen im Oktober 2020 informiert und begannen die Zusammenarbeit mit dem Paar.</p>
<p style="text-align: justify;">LS ist wie ihr Ehemann Business Administrator und wurde in Brasilien geboren. Im Gegensatz zu HM stand sie der Untersuchung und damit verbundenen Überwachung ihres gemeinsamen Hauses kritisch gegenüber und gab sich anfangs verschlossen. Sie hatte seit ihrer Kindheit mediumistische Erfahrungen (Stimmenhören von Verstorbenen). Einmal war sie während eines Yoruba-basierten religiösen Rituals anwesend gewesen, versicherte aber glaubhaft, dass sie nur zugeschaut hatte. Die Yoruba-Religion ist eine traditionelle westafrikanische Religion mit über 400 Gottheiten (<em>Orishas</em>), die über das heutige Nigeria, Benin und Togo verbreitet ist. Sie ist bekannt für ihre komplexe Mythologie, Ahnenverehrung und die Praktiken der Musiker und Tänzer, die als Vermittler zur spirituellen Welt dienen.</p>
<p style="text-align: justify;">LS besitzt auch eine Beschützerpuppe namens Danta, die über einen Meter groß ist, gefüllt mit ihren Fingernägeln, Haaren und der goldenen Halskette ihrer Mutter, die zu Schutzzwecken in Schlangenblut gebadet worden war. Danta stammt aus Brasilien und war 2010 ein Geschenk an LS. Sie steht im Schlafzimmer.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="phaenomene" class="et_pb_row et_pb_row_3">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Die Phänomene</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_2 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Kurz nach seiner Rückkehr aus China (dort hatte er TCM studiert) Ende 2018 saß HM in seinem damaligen Apartment und hörte ein Geräusch, das sich anhörte, als sei eine Münze mit Gewalt auf den Boden geworfen worden. Er ging nachsehen und fand zu Füßen der Treppe nahe dem Wohnzimmer eine Münze. Bereits während seiner Reisen nach Indien und China war es zu unerklärlichen Ereignissen dieser Art gekommen, doch erst jetzt nahm HM diese nicht mehr als Zufall wahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Wochen später beobachteten HM und ein Freund in einem Coffee Shop, wie in ihrer Nähe eine Münze zu Boden fällt. Laut HM werden die Münzen nicht einfach gefunden, sondern fallen aus variierender Höhe, manchmal mit genug Wucht, um kleinere Verletzungen zu verursachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben Münzen tauchten auch Pflanzenteile, billige Schmuckstücke, Früchte oder Banknoten plötzlich auf. Einer der ersten Apporte bestand aus einem Bündel kleiner Notizblätter mit Text darauf, die sich auf den Treppen verteilten. Der Text ergab für ihn oder LS keinen Sinn.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Apport von Pflanzenteilen war ebenfalls kurz nach HMs Rückkehr aus Indien erstmals aufgetreten. Manchmal lagen Blätter auf den Treppenstufen in seinem Apartment. Als er eine Knieverletzung erlitten hatte, bedeckte er das betroffene Bein mit einem aufgerollten Handtuch und als er es entfernte, fielen rote Rosenblätter daraus. Am 14. Februar 2021 hatten HM und LS das Begräbnis eines an Covid-19 verstorbenen Freundes besucht. Als sie wiederkamen, fanden sie erneut einige Blätter und eine komplette Blume auf LSs Bettseite. </p>
<p style="text-align: justify;">Blumen und Münzen erschienen zu etlichen Gelegenheiten, teilweise fast zeitgleich. Um 9. Juni 2020 erschien um 14:59 Uhr eine Münze und um 22:01 Pflanzenfragmente. Am 18. Juni erschien die Münze um 20:58 Uhr und weiße Pflanzenteile folgten um 20:59 Uhr. Einmal hörte HM die Stimme einer Frau aus dem Erdgeschoss, die deutlich „komm schon, komm schon“ sagte. Er ignorierte das und schloss sich mit seiner Frau im Schlafzimmer ein. Ein paar Augenblicke danach hörten sie merkwürdige Geräusche und als sie die Tür öffneten, lagen dort eine weiße Rose und eine Banknote, die brandneu aussah. HM steckte die Banknote in seine Bibel; als er ungefähr eine halbe Stunde später danach sehen wollte, konnte er sie nicht mehr finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein interessanter Asport (= Verschwinden eines Gegenstandes, im Gegensatz zu Apport/Erscheinen eines Gegenstands) fand ein paar Tage nach dem Tod von HMs Mutter am 3. Juli 2020 statt. Obwohl HM nichts gehört hatte, fand er eine Münze und einige violette Blüten um seinen Computer herum verstreut. HM glaubte an eine Nachricht seiner verstorbenen Mutter und legte die Sachen an einen besonderen, sicheren Ort (nicht zu den übrigen Münzen, die über die Jahre erschienen waren). Im Januar 2021 wollte er nochmals danach sehen, doch sie waren verschwunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Orte, an denen Münzen auftauchten, scheinen nicht zufällig gewählt zu sein. Von 42 Apporten, die zwischen dem 30. Juni 2021 und dem 10. Juni 2022 überwacht wurden, erschienen 17 Münzen (40%) im Schlafzimmer des Paares, gefolgt von 11 (26%) auf der Treppe und sieben (17%), die im TV-Zimmer aufgefunden wurden. In mehr als der Hälfte dieser Fälle (22 von 42) war HM im selben Zimmer, in dem die Münze fiel.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gab auch eine Art Signal, dass etwas passieren würde oder passiert war: Ein bestimmter Geruch, der HM und LS an den Dschungel oder nasse Erde erinnerte. LS verspürte eine plötzliche, vorübergehende Bauchsteifigkeit. HM hingegen fühlte sich kurz bevor ein Objekt fiel, „als würde ich plötzlich einen leeren Raum betreten, wie eine Art Blase, in der jedes Geräusch verschwindet. Dieses unheimliche Gefühl endet, wenn etwas gefallen ist und wird manchmal von Kälteschauern begleitet“. Dieser plötzliche Wechsel im Bewusstseinsstatus ist sehr ähnlich mit den Berichten von etlichen anderen Menschen, die vor dem Auftreten paranormaler Phänomene Ähnliches erlebt haben und wird als „Oz Faktor“ bezeichnet. Der Begriff wurde von der UFO-Forscherin Jenny Randles geprägt und beschreibt das Durchleben einer seltsam veränderten Version der Realität.</p>
<p style="text-align: justify;">HM stellte auch einen Bezug zu seinem emotionalen Befinden her, doch traf dies nur für Momente zu, in denen er sehr aufgebracht war. Im Gegensatz dazu berichtete Tina Resch, dass die Phänomene nur stattfanden, wenn sie entspannt sein konnte (<em>Roll, 2004</em>). Ein Vergleich der emotionalen Zustände mit den Apporten zeigte dann allerdings folgende Gefühlszustände:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Entspannt (44%)</li>
<li>Ängstlich (33%)</li>
<li>Angespannt (17%)</li>
<li>Konzentriert (6%)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Für den Moment lassen die verfügbaren Daten also keinen Schluss zu, dass Stimmung und Manifestation von Apporten unmittelbar zusammenhängen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="herangehensweise" class="et_pb_row et_pb_row_4">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Methodologische Herangehensweise</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_3 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Etliche quantitative und qualitative Messungen wurden vorgenommen, darunter:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Video mit Sound von sechs HD-Überwachungskameras, alle mit 15 Meter Infrarotreichweite. Jede Kamera hatte eine 32 GB SD-Memory Karte und war an HMs WIFI-Modem angeschlossen, was den Upload in eine Cloud ermöglichte, auf die nur das Forscherteam Zugriff hatte. So konnten bis zu 10 Tage ohne Unterbrechung mit jeder Kamera aufgezeichnet werden.</li>
<li>Videoanalyse von durch HM und LS bereitgestelltem Material, das 30 Minuten vor und 15 Minuten nach jedem Apportevent beinhaltete.</li>
<li>Eine numismatische Analyse jeder der apportierten Münzen.</li>
<li>Etliche unstrukturierte Interviews mit dem Paar und mit einigen Verwandten sowie aktuellen und früheren Arbeitskollegen.</li>
<li>Neurologische, psychologische und klinische Studien von HM, da er vom Forscherteam zu Beginn der Untersuchungen als alleinige Fokusperson angesehen wurde.</li>
<li>Detaillierte Dokumentation im Rahmen der Gegebenheiten, einschließlich Foto des jeweiligen Objektes, Datum, Uhrzeit, Ort, Stimmung von HM und/oder LS und subjektive Wahrnehmung des Erlebten.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Kameras wurden, um die Möglichkeit einer Aufnahme zu maximieren, an den bekannten „Hotspots“ aufgestellt. Ab dem 12. Juni 2021 bis Juli 2022 funktionierten sie technisch korrekt; allerdings stoppten einige zwischendurch einfach die Aufnahme oder speicherten sie nicht. Im September 2021 wurde außerdem die Kamera im sehr aktiven Schlafzimmer aus privaten Gründen ausgestöpselt. Eine Abbildung im <em>Journal</em> zeigt die einzelnen Räume des Hauses mit Standort und Reichweite der Kameras. In einer ebenfalls dort abgebildeten Tabelle sind die Apporte dokumentiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Mai und Juni 2021 wurde HM in einem der besten Krankenhäuser von Mexico City verschiedentlich klinisch untersucht. Ein EEG, MRT und die Blutuntersuchung waren unauffällig. 14 psychische Tests verliefen ebenfalls ohne Auffälligkeiten.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="muenzen" class="et_pb_row et_pb_row_5">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Die Münzen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_4 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die Mehrheit der apportierten Objekte waren gut erhaltene Münzen (Abbildungen im <em>Journal</em>). Die meisten stammten aus Mexico, doch waren auch zwei indischen Rupien, zwei kolumbische Pesos, zwei tschechische Kronen und vier Euros darunter, sowie eine Medaille von Papst Franziskus. Vor dem Treffen mit dem Forscherteam waren bereits 61 Münzen apportiert worden, weitere 42 Apporte fanden während der Kameraüberwachung statt. Für die Forscher war es besonders überraschend, dass die meisten dieser Münzen brandneu aussahen. Viele waren Sonderprägungen, einige Prägedaten hatten eine besondere Bedeutung für HM.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="dokumentierteapporte" class="et_pb_row et_pb_row_6">
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				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Dokumentierte Apporte unter Kameraüberwachung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_5 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Von den 42 Apporten wurde nur ein Viertel aufgezeichnet und auch da können rationale Erklärungen nicht immer ausgeschlossen werden. Es wurden auch ein paar andere anomale Phänomene auf Kamera festgehalten, die bedauerlicherweise im Bericht nicht weiter erwähnt werden. Als die wichtigsten Aufnahmen gelten:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>In drei Fällen fanden die Apporte zwar knapp außerhalb der Aufnahmerange statt, doch ist zu hören, wie die Münzen fallen.</li>
<li>Vier Aufnahmen zeigen, wie die Münzen vor der Kamera erscheinen, doch konnte ihre Herkunft nicht abschließend geklärt werden.</li>
<li>Auf zwei Videos ist der Prozess des Apports in Echtzeit zu sehen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Da der erste Punkt letztlich nicht vollständig ausschließen kann, dass eine anwesende Person die Münzen fallengelassen hat, beschränkt sich Ramsés auf die beiden letztgenannten Videos. Diese Aufzeichnungen sind auf Youtube verfügbar. UPIDE CISC, 2021a zeigt einen Vorfall vom 21. September 2021, rund drei Monate nachdem die Kameras installiert wurden. Nur HM und LS waren im Haus. Sie befanden sich im zweiten Stock, HM im TV-Zimmer und LS im Schlafzimmer. Die Münze manifestiert sich unten an der Treppe, die in den zweiten Stock führt. Eine glänzende 10-Peso-Münze erscheint aus dem Nichts in freiem Fall, aus nicht allzu großer Höhe. Nach der Analyse des Videos konnte kein Betrug festgestellt werden. Besonders auffällig: Das Geräusch der aufschlagenden Münze ist schon 1,5 Sekunden vor deren Erscheinen zu hören.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 22. Oktober 2021 waren wiederum nur HM und LS im Haus; HM im Badezimmer, LS wieder im Schlafzimmer. Eine 5-Cent-Euromünze erscheint am Eingang in das Fernsehzimmer bei der geöffneten Tür. UPIDE CISC 2021b zeichnet dazu das Fallgeräusch 1,7 Sekunden vor dem einsetzenden Apport auf. HMs Chihuahua ist direkt auf dem Flur beim Fernsehzimmer zu sehen, dort, wo die Münze eine Sekunde später erscheint. Als der Hund sie sieht, rennt er davon. </p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="phaseeins" class="et_pb_row et_pb_row_7">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. Schwierigkeiten in Phase 1</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_6 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Ab Oktober 2021 kam es ständig zu Verbindungsproblemen mit den Kameras. Diese traten auch auf, wenn das Paar nicht zuhause war. Etliche Aufnahmen wurden analysiert und eine menschliche oder tierische Beteiligung kann vollständig ausgeschlossen werden. Einmal sprach einer der Forscher mit HM am Telefon, während er sich den Livestream ansah. Dort ist zu sehen, wie HM die Kameras im ersten Stock wieder anschließt. Als er dann in die Küche geht, bricht die Verbindung wieder ab. Außerdem verschwanden einige Speicherkarten, was schließlich zur Cloud-Speicherung führte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="phasezwei" class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Phase 2</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_7 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Es wurden drei verschiedene Medien konsultiert, die jeweils online mit HM und LS sowie den Forschern kommunizierten. Alle drei waren sich unabhängig voneinander einig, dass ein nicht-menschliches Bewusstsein mit den Phänomenen zu tun hatte; zwei der Medien sahen zudem böse Absichten darin. Zwei Medien vertraten die Ansicht, dass HM und LS zumindest Co-Helfer der Aktivitäten waren. HM und LS lehnten eine zweite Konsultation ab und wollten auch nicht, dass eines der Medien sie persönlich besuchte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fazit" class="et_pb_row et_pb_row_9">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>9. Fazit</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_8 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Die beteiligten Forscher gehen davon aus, dass die Phänomene echt waren. Zum einen waren sie vom seriösen Rhine Institute auf den Fall aufmerksam gemacht worden. Dann waren HM und LS überhaupt nicht daran interessiert, irgendeine Art Benefit aus dem Fall zu ziehen. Vielmehr waren sie äußerst zurückhaltend und sprachen auch außerhalb des Hauses nicht über die Vorfälle. Und dann sind da natürlich noch die Kameraaufzeichnungen. In die Cloud hatten ausschließlich die Forscher Zugriff. Falls sich andere Personen im Haus befanden, wurde dies immer korrekt von HM angegeben.</p>
<p>Links zu den Videos:<br /><a href="https://www.youtube.com/watch?v=bdIjzUF6nXQ">UPIDE &#8211; Aportes 19-Sep-21</a><br /><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AWadO_amPZc">UPIDE &#8211; Aportes 22-Oct-21</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div><div id="verzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_10">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>10. Verzeichnis der Abbildungen im Journal</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_9 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Seite 198: Chronologische Timeline wichtiger Schlüsselevents (2012 – 2024).</p>
<p>Seite 200: Schutzpuppe Danta.</p>
<p>Seiten 204/205: Details der Apporte während der Kameraüberwachungsphase.</p>
<p>Seite 206: Grundriss des Hauses und Kamerapositionen mit Überwachungsradius.</p>
<p>Seite 209: Münzenherkunftsländer und Abbildungen einiger apportierter Münzen.</p>
<p>Seite 211: Grundriss des Hauses, Kamerapositionen und Erscheinungsort der zwei aufgezeichneten Apporte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>11. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_10 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>D&#8217;Leon, Ramsés; Silva, Alfredo; Àlvarez, Alex A. (2025): Investigating Coin-Based Apports: A Methodological Approach to Non-mediumistic Recurrent Physical Anomalies. In: Journal of the Society for Psychical Research. 84 (4), Issue 961. Seiten 193 &#8211; 224. Online verfügbar unter: <a href="https://jspr.spr.ac.uk/index.php/jspr/article/view/33/44">https://jspr.spr.ac.uk/index.php/jspr/article/view/33/44</a>. Zuletzt geprüft 08.01.2026.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Roll, Wiliam; Storey, Valerie (2004): Unleashed. Of Poltergeists and Murder: The Curious Story of Tina Resch. o.O.: Paraview Pocket Books.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_12">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 08.01.2026 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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			</div>
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					<wfw:commentRss>https://para-wiki.de/munzenbasierter-apporte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RSPK oder Residualspuk &#8211; Wie lässt sich personengebundener Spuk von ortsgebundenem Spuk unterscheiden?</title>
		<link>https://para-wiki.de/rspk-oder-residualspuk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 17:08:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ortsgebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[Spuktaxonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[Residualspuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2621</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_13">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung</a><br /><a href="#rspk">2. RSPK, &#8220;Poltergeister&#8221;, personengebundener Spuk</a><br /><a href="#residualspuk">3. Residualspuk (Hauntings), ortsgebundener Spuk</a><br /><a href="#problematiken">4. Problematiken</a><br /><a href="#quellen">5. Quellen</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_14">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_11 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Generell sind orts- und personenbezogener Spuk insbesondere für Laien schwer zu unterscheiden. Es gibt aber inzwischen etliche Untersuchungen, die einen personenbezogenen Spuk von einem ortsbezogenen Spuk unterscheiden.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
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			</div><div id="rspk" class="et_pb_row et_pb_row_15">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. RSPK, &#8220;Poltergeister&#8221;, personengebundener Spuk</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_12 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Phänomene bestehen laut traditioneller Annahme vorwiegend aus objektiven Phänomenen, die auf eine lebende Person (<a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a> oder Spukagent) deuten. Ein bestimmter Ort spielt meist keine Rolle, die Phänomene treten also möglicherweise auch außerhalb des eigenen Zuhauses auf. <a href="https://para-wiki.de/rspk-recurrent-spontaneous-psychokinesis/" title="ParaWiki: RSPK" target="_blank" rel="noopener">RSPK</a>-Fälle beginnen oft zunächst verhalten und erfahren dann eine teils signifikante Steigerung über die zudem meist begrenzte Dauer, in der sie stattfinden (im Mittel wenige Wochen oder Monate <a href="#1">[1]</a>). Parapsychologen unterscheiden bestimmte Stadien:</p>
<ol>
<li>Erstes Stadium: Phänomene bestehen aus Mimikry-Geräuschen wie Schritten, Klopfgeräuschen, Kratzen und ähnlichem.</li>
<li>Die Betroffenen realisieren, dass sie es möglicherweise mit etwas Außergewöhnlichem zu tun haben. Objekte levitieren oder werden teils mit ungewöhnlichen Flugbahnen geworfen, Objekte verschwinden und tauchen an manchmal ungewöhnlichen Stellen wieder auf (Apport), Objekte erscheinen scheinbar in der Luft. Elektroausfälle werden berichtet, Pfützen bilden sich auf unbekannte Weise, manchmal laufen Flüssigkeiten aus den Wänden oder der Decke. Die Klopfgeräusche werden lauter. Manchmal wird von signifikanten Mimikry-Geräuschen berichtet, wie lautes Möbelrücken, zerbrechende Gläser, heftige Schläge. In einigen Fällen werden Stimmen gehört. Es tauchen mysteriöse Nachrichten auf oder Feuer bricht aus.</li>
<li>In diesem Stadium berichten Betroffene von Erscheinungen (Apparitions), Schattensichtungen, Nebel und Lichtanomalien.</li>
<li>Die Phänomene beginnen, mit den Betroffenen zu kommunizieren und interagieren, häufig auf aggressive Art und Weise. Betroffene werden geschlagen, gezwickt, gebissen und ähnliches.</li>
<li>Das fünfte Stadium ist sehr selten und wird als „Inkubus/Sukkubus-Stadium“ bezeichnet. Es wird von sexuellen Übergriffen und lebensbedrohlichen Attacken gesprochen.</li>
<li>Noch viel seltener tritt dieses letzte Stadium auf. Beschrieben wird es mit einer Art „Besessenheit“ des Betroffenen, Persönlichkeitsveränderungen, Levitation, Sprechen von unbekannten Sprachen, intensive psychokinetische Fähigkeiten.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Diese Steigerung führen einige Parapsychologen auf den „Verärgerungszyklus“ zurück, der wiederum auf der Annahme beruht, dass sich Poltergeister von der unbewussten und unkontrollierten Energie ihrer Fokusperson „ernähren“ und deshalb im Verlauf zu immer extremeren Mitteln greifen <a href="#2">[2]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Huesmann und Schriever (1989) stellten ebenfalls eine Eskalationsdynamik fest <a href="#3">[3]</a>, mit massiver Häufung der Spukphänomene vor deren Ende. <a href="http://www.para-wiki.de/walter-von-lucadou/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Walter von Lucadou">Walter v. Lucadou</a> entwickelte dazu ein Modell <a href="#4">[4]</a>:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Überraschungsphase: Betroffene nehmen Phänomene wahr, versuchen jedoch zunächst, sie rational zu erklären und suchen Hilfe z.B. bei Polizei oder technischen Experten. Am Ende dieser Phase steht die Erkenntnis, dass die Phänomene sich scheinbar nicht mit herkömmlichen Methoden erklären lassen.</li>
<li>Verschiebungsphase: Der Fall erfährt besondere Aufmerksamkeit, z.B. in den Medien. Eventuell werden „Experten“ verständigt (z.B. Ghosthunter). Mit der Öffentlichkeitmachung steigt aber auch der interne Druck, dass Phänomene jetzt passieren müssen, um die Glaubwürdigkeit zu erhalten.</li>
<li>Absinkungsphase: Weil die Phänomene inzwischen seltener auftreten, die öffentliche Aufmerksamkeit aber nach wie vor erhöht ist, greifen Betroffene manchmal zu Manipulation und Betrug.</li>
<li>Verdrängungsphase: Die Betroffenen werden des Betrugs beschuldigt und Manipulationen werden vielleicht aufgedeckt. Dies kann zur Diskriminierung der Betroffenen fühlen, die wiederum oft mit Verdrängung reagieren.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Auch die Beurteilung deutscher Spukfälle stützt die These, dass personenbezogener Spuk über eine begrenzte Dauer stattfindet <a href="#5">[5]</a>: Etwa die Hälfte der untersuchten Fälle endete nach vier Wochen, die mittlere Dauer liegt bei zwei bis fünf Monaten.</p>
<p style="text-align: justify;">RSPK setzt scheinbar voraus, dass die Fokusperson anwesend sein muss, wenn spukhafte Geschehnisse passieren <a href="#6">[6]</a>. Pohl und  Lucadou (2019) führen allerdings einen Fall auf, bei dem die Fokusperson vom Einkaufen zurückkehrt und feststellt, dass alle Fenster offenstehen, obwohl sie diese geschlossen hatte. Ein anderes Mal waren plötzlich alle Lichter eingeschaltet <a href="#7">[7]</a>.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="residualspuk" class="et_pb_row et_pb_row_16">
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				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Residualspuk (Hauntings), ortsgebundener Spuk</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_13 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Traditionell wird angenommen, dass ortsgebundener Spuk typischerweise aus subjektiven Phänomenen besteht (z.B. negative Gefühle, psychosomatische Empfindungen wie Unwohlsein, Gefühl einer anwesenden, unsichtbaren Präsenz), die mit einem bestimmten Ort verbunden sind. Eine Art Beziehung zu einer lebenden Person existiert in der Regel nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Traditionell wird oft davon ausgegangen, dass Spuk an einem bestimmten Ort durch ein bestimmtes Ereignis entsteht, das sehr oft eine Tragödie beinhaltet. Dieses Ereignis wird durch die verbliebenen Energien immer wieder durchlebt oder bestimmte Gefühle werden Besuchern des Ortes vermittelt. In diesen Bereich fällt die <a href="https://para-wiki.de/stone-tape-theory-steinspeichertheorie/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Steinspeichertheorie">Steinspeichertheorie (engl. Stone Tape Theory)</a>. Der Spuk ist dabei meist nicht intelligent und nicht responsiv. Bestimmte Phänomene wiederholen sich, beispielsweise die Bildung eines Blutflecks, der immer wieder an einer bestimmten Stelle auftaucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ortsgebundener Spuk hat in vielen Fällen keine zeitliche Begrenzung. Die gehäuften psychokinetischen Phänomene, wie sie in den sechs Stadien beim personengebundenen Spuk aufgezählt werden, sind bei ortsgebundenem Spuk seltener, stattdessen werden häufiger halluzinatorische Erlebnisse berichtet <a href="#8">[8]</a>. In der Regel soll Residualspuk zudem nicht destruktiv sein <a href="#9">[9]</a>.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="problematiken" class="et_pb_row et_pb_row_17">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_17  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Problematiken</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_14 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Parapsychologen haben inzwischen festgestellt, dass eine Einteilung oder ein Unterschied zwischen den beiden Formen möglicherweise keinen Sinn macht. Zum einen werden auch bei scheinbar ortsgebundenen Spukfällen sowohl subjektive als auch objektive Phänomene berichtet. Somit scheinen Poltergeister und Spuk an bestimmten Orten aus derselben Familie zu stammen <a href="#10">[10]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem konzentrieren sich geisterhafte Episoden in unterschiedlichem Maße gleichzeitig auf bestimmte Orte oder Gegenstände <em>und</em> Personen. Tatsächlich lassen einige Untersuchungen sogar vermuten, dass es einen dritten fokussierenden Effekt gibt, nämlich, dass außergewöhnliche Erfahrungen episodisch sind und in Ausbrüchen stattfinden, anstatt gleichmäßig oder zufällig über einen langen Zeitraum. Somit gäbe es Perioden, in denen Anomalien sehr häufig beobachtet werden würden und weitere Perioden, in denen sich die Anomalien sehr reduzieren. Wie einige Krankheiten, scheinen außergewöhnliche Erfahrungen eine Inkubationszeit zu haben, bevor die Phänomene einsetzen. Dann könnten sich die außergewöhnlichen Erfahrungen ähnlich der Ansteckung mit einem Infekt selbständig vermehren <a href="#11">[11]</a>.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_18">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_15 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] <span style="color: #050505;">Roll, William G. (1976): Der Poltergeist. S. 25. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</span></p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Ashford, Jenny (2017): The Unseen Hand. A New Exploration of Poltergeist Phenomena. S. 17 f. O.O.: Bleed Red Books.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[3] Huesmann, Monika; Schriever, Frederike (1989): Steckbrief des Spuks. Darstellung und Diskussion einer Sammlung von 54 RSPK-Berichten des Freiburger Instituts für  Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene aus den Jahren 1947-1986. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie (31, 1/2). Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Lucadou, Walter von (1995): Psyche und Chaos. Theorien der Parapsychologie. S. 201 ff. Leipzig: Insel Verlag.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[5] Huesmann, Monika; Schriever, Frederike (1989): Steckbrief des Spuks. Darstellung und Diskussion einer Sammlung von 54 RSPK-Berichten des Freiburger Instituts für  Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene aus den Jahren 1947-1986. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie (31, 1/2). S. 70. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] ebd., S. 86.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Lucadou, Walter von; Pohl, Sandra (2019): RSPK 4.0. When Ghosts Get out of Line. In: Zeitschrift für Anomalistik. 19. S. 300 – 325. Freiburg: o.V. Online verfügbar unter: <a href="https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf">https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf</a>. Zuletzt geprüft am 28.07.2027.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] <span style="color: #050505;">Roll, William G. (1976): Der Poltergeist. S. 25. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</span></p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] Spencer, Anne; Spencer, John (1996): The Poltergeist Phenomenon. An Investigation Into Psychic Disturbance. S. 163 ff. London: Headline Book Publishing.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Laythe, Brian; Houran, James; Dagnall, Neil; Drinkwater, Kenneth; O’Keeffe, Kiarán (2022): Ghosted! Exploring the Haunting Reality of Paranormal Encounters. S. 71. Jefferson: McFarland and Company, Inc.</p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] ebd.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_19">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_19  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 30.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RSPK &#8211; Recurrent Spontaneous Psychokinesis</title>
		<link>https://para-wiki.de/rspk-recurrent-spontaneous-psychokinesis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2025 18:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Fokusperson]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2590</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Der Begriff RSPK (Recurrent Spontaneous Psychokinesis = Wiederkehrende spontane Psychokinese) wurde durch die beiden Parapsychologen J. Gaither Pratt (1910 – 1979) und <a href="https://para-wiki.de/biografie-von-william-george-roll-1926-2012/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: William G. Roll">William G. Roll</a> (1926 – 2012) geprägt. Die Bezeichnung soll den bisherigen Begriff „Poltergeist“ ersetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wissenschaftlich wird hier eine Form der Psychokinese (Einwirkungen eines Menschen auf Materie, ohne physische Unterstützung) als Ersatz für die Bezeichnung „Spuk“ oder „Poltergeist“ verwendet. Dabei findet diese Psychokinese spontan und mehrfach statt (wiederkehrend). Ausschlaggebend ist eine Person, die in die Vorgänge involviert ist und meist als „<a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a>“ oder „Spukagent“ bezeichnet wird. Für die Bezeichnung eines Vorganges als „RSPK“ ist diese Person entsprechend zwingend erforderlich. Da es in der Literatur auch Poltergeist-Fälle zu geben scheint, in denen eine solche Fokusperson scheinbar nicht nachgewiesen werden konnte <a href="#1">[1]</a>, ist von einer Generalisierung abzusehen. Allerdings darf an dieser Stelle nicht vernachlässigt werden, dass insbesondere in älteren Fällen der mögliche Kontext zwischen den Ereignissen und einer sie unbewusst auslösenden Person noch nicht bekannt war – entsprechend wenig beachtet wurden diese Zusammenhänge. Bereits Gauld &amp; Cornell (1979) stellten zudem folgende Frage: Leben Poltergeister oder nicht? Oder besser gesagt: Stammt die Intelligenz – so sie denn feststellbar ist, z.B. durch Kommunikation – von einer lebenden Fokusperson oder einem Verstorbenen?</p>
<p style="text-align: justify;">RSPK setzt wie erwähnt voraus, dass eine lebende Person in die Ereignisse involviert ist. Dies kann immer noch ein pubertierender Jugendlicher sein; diese machen nach wie vor einen größeren Anteil an den bekannten Fällen aus. Die Person ist – in der Regel unbewusst – für die Vorgänge verantwortlich, wenngleich die Wissenschaft immer noch nicht sagen kann, auf welche Weise Psychokinese tatsächlich entsteht. Die animistisch-psychologische Theorie nimmt an, dass unterdrückte interne Probleme (unbewusst) externalisiert (also nach außen gerichtet) werden, z.B. Stress, einschneidende Veränderungen, Ängste, Wut). Für diese Theorie sprechen bei Gauld &amp; Cornell (1979) rund 79 der 500 Fälle von Poltergeist-Phänomenen, die sie für ihr Buch untersucht haben (16%) <a href="#2">[2]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Brian Laythe et al. (Ghosted!, 2022) entwickelten die Theorie eines „Haunted People Syndroms“, das von RSPK-Phänomenen Betroffenen (sog. „High-Transliminals) bestimmte Persönlichkeits-/Charaktereigenschaften zuschreibt. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle (79% nach Roll, 85% nach Huesmann u. Schriever; Mayer et al. 2015) gibt es allerdings generell eine Fokusperson – also eine Person, die nachweislich im Zentrum der Ereignisse steht -, also auch, wenn nicht zwingend eine „intelligente Kommunikation“ stattfindet. Überhaupt sollte die Frage lauten, ob nicht „intelligente Kommunikation“ vielmehr ein Nachweis für die animistisch-psychologische Theorie ist. Allerdings gibt es auch in den Fällen, die Verstorbenen zugeschrieben werden, häufig eine Fokusperson.</p>
<p>Professor I. Stevenson stellte im <em>Journal of the American SPR</em> 1972 (Vol. 66) seine Theorie vor, nach der er „lebende“ von „toten“ Poltergeistern nach ihrem Modus Operandi unterscheiden will:</p>
<p style="padding-left: 40px; text-align: justify;">Lebende Fokuspersonen als Urheber der Ereignisse könnten daher <em>leichtere Objekte über kürzere Distanzen in einfachen Flugbahnen fortbewegen und diese Objekte dabei in einigen Fällen zerbrechen; Objekte nicht zielgerichtet bewegen; anderen Personen gegenüber zerstörerische Absichten durch diese Phänomene anzeigen; sie wären unfähig, intelligent zu kommunizieren, könnten keine Apparitions produzieren, die auch von anderen Menschen gesehen werden; würden nicht in Trance fallen; wären der Fokus der Phänomene; wären jung und könnten durch Psychotherapie „geheilt“ werden</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Verstorbene als Poltergeister könnten hingegen <em>schwerere Objekte über längere Distanzen so bewegen, als würden sie getragen oder zielgerichtet werden; könnten diese Objekte so bewegen oder hinstellen als würden sie einen bestimmten Zweck verfolgen oder auch gegen eine Person richten; könnten die lebende Fokusperson verletzen, wenn es eine solche gibt; könnten intelligent kommunizieren, z.B. durch Klopfzeichen; verursachen kollektiv wahrgenommene Apparitions oder Manifestationen; könnten den lebenden Agenten in eine Trance versetzen; könnten um eine Person herum </em>oder<em> an einem Ort zentriert sein; die Fokusperson könnte erwachsen </em>oder<em> Jugendlich sein; und sie könnten durch Exorzismus „beseitigt“ werden. </em></p>
<p style="text-align: justify;">Letztlich gibt es laut Gauld &amp; Cornell (1979) nicht genug Fälle, die Stevensons Theorie uneingeschränkt stützen würden. Auch wenn es Berichte gibt, in denen eine verstorbene Person als „Verursacher“ der Problematik „identifiziert“ oder angegeben wurde <a href="#3">[3]</a>, fehlt der schlussendliche Nachweis. Einen anderen Verursacher für die unangenehmen, teils zerstörerischen Ereignisse zu finden, liegt sicherlich in der Natur des Menschen. Je nach sozio-kultureller Ausprägung wurden so insbesondere in der Vergangenheit Dämonen oder Verstorbene für die unerklärlichen, unheimlichen Vorfälle verantwortlich gemacht.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_16 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[1] z.B. Thornton Road (1981), Brushmakers Arm’s (2002) in: Ashford, Jenny (2017): The Unseen Hand. A New Exploration of Poltergeist Phenomena. O.O.: Bleed Red Books.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[2] Genannt werden z.B. folgende Fälle: Hopfgarten (1921), Buhai (1925), Neudorf (1952), Sauchie (1960), Newark (1961), Bremen (1965), Miami (1966-67), Rosenheim (1967-68) oder Rom (1975).</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[3] Erwähnt wird bei Gauld &amp; Cornell v.a. der Fall Charlottenburg (1929). Verstorbene werden aber auch in den Fällen Oppenheim (1620), Gehofen (1683/84), Bautzen (1684), Gröben (1718), Wittnau/Kenzingen (1800), Cleversulzbach (1834), Weinsberg (1836), Cronheim (1899), Derendorf (ca. 1905), Nähe Freising (1919), Neuried (1925), München (1928), Oppau (1930/31), Freising (1933), Pursruck (1970/71) und Oberbieber (1991) als mögliche Verursacher erwähnt, weil mit ihnen „kommuniziert“ wurde (Nowara, 2024).</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_17 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael; Schmied-Knittel, Ina; Vaitl, Dieter (2015): An den Grenzen der Erkenntnis. Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik. Stuttgart: Schattauer.</span> Online verfügbar unter: <a href="https://www.anomalistik.de/images/pdf/sonst/Mayer-et-al_Handbuch-der-Anomalistik_comp.pdf">https://www.anomalistik.de/images/pdf/sonst/Mayer-et-al_Handbuch-der-Anomalistik_comp.pdf</a>. Zuletzt geprüft am 27.07.2025.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Gauld, Alan; Cornell, A. D. (1979): Poltergeists. Mumbai: White Crow Books.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RSPK 2.0</title>
		<link>https://para-wiki.de/rspk-2-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2025 17:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parapsychologische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychokinese]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2556</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_24">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung</a><br /><a href="#ueberblick">2. Überblick</a><br /><a href="#fazit">3. Fazit</a><br /><a href="#quellen">4. Quellen und Fußnoten</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_25">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_18 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">RSPK (Recurrent Spontaneous Psychokinesis) ist inzwischen ein auch bei deutschen Wissenschaftlern anerkannter Begriff. Inhaltlich besagt RSPK, dass es einen menschlichen „Agenten“ oder eine „<a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a>“ für spukhafte Ereignisse gibt (Wiederkehrende Spontane Psychokinese). Diese Person ist unbewusst Auslöser für die stattfindenden Phänomene, die wiederum verursacht werden durch eine Externalisierung von unausgesprochenen Problemen. Salopp gesagt wird so einer internen Problemlage einer Person eine öffentliche Bühne geboten, wobei die Zuschauer oft auf Familienmitglieder beschränkt sind, da dieses familiäre Setting Auslöser des Problems ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Während bei früheren Spukfällen oftmals von einer beachtlichen Anzahl an Zeugen die Rede ist <a href="#1">[1]</a>, findet in der Gegenwart Spuk scheinbar eher hinter verschlossenen Türen statt – aus guten Gründen, wie Fälle wie „Chopper“ oder Oberbieber belegen <a href="#2">[2]</a> &#8211; die Akzeptanz in der Öffentlichkeit als zurückhaltend zu beschreiben, ist noch untertrieben. Betroffene erfahren damals wie heute erhebliche Nachteile in der Gesellschaft. Internet und Social Media sorgen heute für eine blitzschnelle und unkontrollierbare Verbreitung. Jede Zurückhaltung ist also nicht nur verständlich, sondern empfehlenswert.</p>
<p style="text-align: justify;">RSPK, also personenbezogene Poltergeist-Phänomene, wurden in der Vergangenheit, aber auch noch in der Gegenwart, vor allem Kindern zugeschrieben, die sich auf der Schwelle zur Pubertät befinden. Tatsächlich lassen zahlreiche gut dokumentierte Fälle auch genau dies vermuten <a href="#3">[3]</a>: die psychische und physische Ausnahmesituation scheint sich in Einzelfällen, insbesondere wenn zudem noch innerfamiliäre oder Ich-bezogene Probleme dazukommen, als Auslöser für unerklärliche (=paranormale) Phänomene herauszukristallisieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gibt es auch etliche belegte Fälle, in denen der pubertäre Teenager fehlt <a href="#4">[4]</a>. Dies lässt den Rückschluss zu, dass nicht allein pubertäre psychische Konstitutionen in der Lage sind, unter ungeklärten Umständen Phänomene zu produzieren, die nach heutigen Maßstäben der Physik und Psychologie nicht erklärbar sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://para-wiki.de/walter-von-lucadou/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Walter von Lucadou">Walter von Lucadou</a> hat sich gemeinsam mit Sarah Pohl <a href="#5">[5]</a> bereits 2019 im Rahmen der internationalen Jahrestagung der PA (Parapsychological Association) der Thematik gewidmet und nicht zuletzt auch aus eigener Erfahrung festgestellt, dass der „idealtypische“ Spuk mit einem jungen Menschen in der Rolle der Fokusperson in etlichen Fällen nicht gegeben ist <a href="#6">[6]</a>. Vielmehr legen Hypothesen nahe, &#8220;dass Spuk ein sehr allgemeines, zum Menschen gehörendes Phänomen ist, welches sich flexibel an Lebensumstände, Person, psychische Vorbelastung und äußere Ereignisse anpasst und keinesfalls ein &#8216;Privileg&#8217; der Jugend ist <a href="#7">[7]</a>&#8220;<em>.</em></p>
<p style="text-align: justify;">In der modernen Forschung wird daher von Lucadou/Pohl folgende Unterscheidung vorgeschlagen <a href="#8">[8]</a>:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Der Alters- oder Seniorenspuk</li>
<li>Der neurotische Spuk</li>
<li>Der heilsame Spuk</li>
<li>Der Burn-Out-Spuk</li>
<li>Der depressive Spuk</li>
<li>Der Trauerspuk</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">In dem hier vorliegenden Artikel wird auf jedwede Form der Intervention (gewissermaßen der „Behandlung“) verzichtet. Insbesondere die unter <em>Differentialdiagnostik </em>aufgezeigten psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen sollen verdeutlichen, dass eine Abklärung und lösungsorientiere Handlung immer in die Hände von Fachleuten gehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls verzichtet wird in dieser Darstellung auf mögliche Theorien als weiterführende Erklärung für den auftretenden Spuk. Im hier als Quelle verwendeten Originalbericht werden außerdem Fallbeispiele aus der Praxis aufgezeigt, die hier selbstredend auch keine Erwähnung finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der vorliegende Überblick erhebt zu keinem Zeitpunkt Anspruch auf Vollständigkeit und darf bestenfalls als Orientierung dienen.<a href="#_ftnref7" name="_ftn7"><span></span></a><a href="#_ftnref8" name="_ftn8"><span></span></a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="ueberblick" class="et_pb_row et_pb_row_26">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_26  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Überblick</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_19 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><strong>1. Der Alters- oder Seniorenspuk<br /></strong>Dieser Spuk zeichnet sich durch eine relativ lange Dauer aus. Dabei fanden oft bereits in früheren Lebensphasen der betroffenen Person Spukerfahrungen statt. Generell gibt es ein „auf und ab“; aktive Phasen wechseln sich mit ruhigen Phasen ab. Zur Phänomenologie gehören klassische Vorkommnisse: Objekte verschwinden, verderben plötzlich oder werden zerstört aufgefunden; Objekte befinden sich an anderen Orten. Dazu kommt die Wahrnehmung von auditiven Geräuschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die betroffene Person zeigt dabei eine gewisse soziale Abgeschiedenheit und scheut sich tendenziell vor sozialen Ereignissen oder Kontaktaufnahme. Oftmals spielt ein geringes Selbstwertgefühl in Verbindung mit dem Altwerden eine Rolle. Auch gesundheitliche Einbußen werden beobachtet – der eigene, unausweichlich bevorstehende Tod rückt ins zentrale Bewusstsein.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Es gibt eine Reihe medizinischer Störungen, die unbedingt ausgeschlossen werden müssen. Dazu gehören Demenz, degenerative Erkrankungen (z.B. Creutzfeldt-Jakob, Morbus Parkinson), aber auch völlig normale mögliche Vergesslichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong><strong>2. Der neurotische Spuk<br /></strong>„Neurotisch“ ist heute vor allem ein umgangssprachlicher Begriff, der in der Psychologie nicht mehr genutzt wird. Eine derartige Vorverurteilung ist heute nicht mehr gewünscht. Generell beschreibt der Begriff psychische Erkrankungen, für die eine körperliche Ursache fehlt <a href="#9">[9]</a>. In der psychologischen Psychotherapie wird vielmehr der Begriff „histrionisch“ eingesetzt. Solche Persönlichkeiten tendieren dazu, Alltagssituationen überzubewerten und ihnen eine dramatische Note zu verleihen <a href="#10">[10]</a>. Betroffene klagen aber auch über Ängste und Ärger und körperliche Schmerzen und zeigen anankastisches (=zwanghaftes) Verhalten.<br />Bis der Betroffene um Hilfe bittet, ist oft über ein Jahr vergangen. Auffallend sind eine für die Person untypische und unerträgliche Unordnung und Verschmutzung der Wohnung, gewissermaßen ein Kontrollverlust. Es können unbekannte Gegenstände auftauchen. Entsprechend tendieren solche Personen zu einer akribischen Dokumentation der Vorfälle. Diese Beobachtung kann phänomenverstärkend wirken.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Hier könnte ein Zwang im Vordergrund stehen; auch eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung kommt in Frage. Beides muss therapeutisch abgeklärt und behandelt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3. Der heilsame Spuk<br /></strong>Diese Spukform setzt meist im Anschluss an eine Krankheitsphase an. Dabei kann es sich um undifferenzierte Schmerzen handeln, die nicht klar diagnostiziert werden konnten. Entsprechend hoch ist auch die psychische Belastung. Der Spuk kann sich in autoaggressivem Verhalten äußern und es können Verletzungen (z.B. Hämatome) auftreten, es können auch Geräusche wie Poltern auftreten und Objektbewegungen stattfinden. Gleichzeitig findet aber eine Verbesserung zur vorangegangenen persönlichen Situation statt und der Betroffene nimmt beispielsweise Aktivitäten wieder auf, weil er deren Heilsamkeit erkennt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Es können somatoforme Störungen (im Abklingen), posttraumatische Belastungssituationen (PTBS), aber auch Wahrnehmungsstörungen im Hintergrund stehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>4. Burn-Out-Spuk</strong><br />Meist geht den Phänomenen eine extreme Belastungssituation voraus, die beruflicher und/oder privater Natur sein kann und sich durch hohes Stressempfinden auszeichnet. Vielfach sind es Mehrfachbelastungen. Die Phänomene sind klassisch und können die ganze Bandbreite eines klassischen Spuks umfassen: Objektbewegungen, Geräusche wie Klopfen oder Schlagen, Stimmenhören, Präsenzgefühle, Erscheinungen und andere Wahrnehmungen. Manchmal wird auch schon eine Erklärung für das Auftreten der Vorfälle angeboten, beispielsweise (bestätigte oder unbestätigte) tragische Ereignisse, die sich nicht auf die eigene Familie beschränken. Betroffene zeichnen sich oft durch eine körperliche Robustheit aus, neigen aber zur Dissoziation und zur Externalisierung. Sie sehen keinen Ausweg aus der angespannten Situation, in der sie sich befinden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Depressive Episoden, die in der psychologischen Psychotherapie als Background/Ursache einer modern <em>Burn-out</em> genannten Symptomatik auftreten können. Die depressive Episode befindet sich hier vermutlich in ihrer Entstehung; beim nachfolgenden <em>depressiven Spuk</em> ist sie bereits fortgeschritten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>5. Depressiver Spuk</strong><br />Betroffene leiden oft schon jahrelang unter wiederkehrenden, für sie unerklärlichen Phänomenen. Der Beginn ist schleichend. Die Phänomenologie zeigt sich in Gegenständen, die kaputt gehen oder Defekte aufweisen. Es kann auch zu akustischen Phänomenen kommen und der Wahrnehmung einer Präsenz. Die Phänomene sind subjektiv. Die Personen beschreiben ihre Umgebung und Lebenssituation als auffallend negativ. Es können Verlustängste oder Ängste vor dem Älterwerden beschrieben werden. Eine Resignation und Hilflosigkeit können begleitend auftreten.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Depressive Episode, die sich in diesem Beispiel bereits verfestigt hat. Eine längerfristige und eventuell medikamentöse therapeutische und medizinische Behandlung kann erforderlich sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>6. Trauerspuk<br /></strong>Diese Form zeichnet sich besonders durch einen plötzlichen Beginn aus, der im Anschluss an ein prägendes Ereignis stattfindet, zum Beispiel nach Verlust vom Partner oder eines Familienmitgliedes oder Haustieres. Die wahrgenommenen Phänomene beinhalten Mimikry-Geräusche und andere, bedeutungsvolle Phänomene, die unmittelbar mit dem Verstorbenen in Verbindung gebracht werden können. Auch Präsenzwahrnehmungen, Erscheinungen und Wasserphänomene können auftreten. Betroffene zeigen sich kooperativ und offen; meist gibt es keine psychischen Vorbelastungen. Nach Abschluss der Trauerphasen verschwinden die Phänomene meist.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Differentialdiagnostik:</span><br />Anpassungsstörung.<strong><br /></strong><strong></strong></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fazit" class="et_pb_row et_pb_row_27">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_27  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Fazit</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_20 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Abschließend sei betont, dass es sich bei diesen durch Lucadou und Pohl herausgearbeiteten Spukformen um Fälle aus der Beratungspraxis der <a href="https://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/" target="_blank" rel="noopener" title="Parapsychologische Beratungsstelle: Homepage">Parapsychologischen Beratungsstelle</a> der WGFP in Freiburg im Breisgau handelt. Fließende Übergänge innerhalb der dargestellten Formen sind möglich, ebenso Gemeinsamkeiten. Insbesondere muss betont werden, dass der Versuch, Spuk auf eine bestimmte Ursache zu reduzieren, fahrlässig wäre. Dies gilt umso mehr, wenn die hinzugezogenen Personen über keine psychologische Ausbildung verfügen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_28">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_28  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Quellen und Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_21 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] In Deutschland gab es beispielsweise in Töttelstedt, Maulbronn, Goseck, Annaberg, Sandtfeld oder Weinsberg und Bad Bergzabern zahlreiche Augenzeugen.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[2] Hier führte der sehr hohe Bekanntheitsgrad und die Verbreitung über die Medien zu einer Verselbständigung, die sich erheblich zum Nachteil der Betroffenen auswirkte. Diese wurden im Verlauf in der Öffentlichkeit als unglaubwürdig oder Lügner dargestellt. Auch wenn mindestens bei „Chopper“ Betrugsversuche nicht von der Hand gewiesen werden können, rechtfertigt dies sicher nicht zur öffentlichen Hexenjagd.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[3] Resau, Bad Bergzabern etc.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[4] Weinsberg, Bad Liebenzell, Cleversultzbach u.a.</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[5] Ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[6] Lucadou, Walter von; Pohl, Sandra (2019): RSPK 4.0. When Ghosts Get out of Line. In: Zeitschrift für Anomalistik. 19. S. 300 – 325. Freiburg: o.V. Online verfügbar unter: <a href="https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf">https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf</a>. Zuletzt geprüft am 27.07.2027.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[7] S. 8 der deutschen Übersetzung des Artikels: Lucadou, Walter von; Pohl, Sandra (2019): RSPK 4.0. When Ghosts Get out of Line. In: Zeitschrift für Anomalistik. 19. S. 300 – 325. Freiburg: o.V. Online verfügbar unter: <a href="https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf">https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2019_03_300_pohl_lucadou.pdf</a>. Zuletzt geprüft am 27.07.2027.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_71  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[8] Teil des Berichtes ist der Umgang mit den jeweiligen Spukformen. In diesem Artikel wird darauf verzichtet, da die Autorin der Ansicht ist, dass ein Auftreten von RSPK- und anderen Phänomenen in erster Linie in die Hände von klassifizierten Beratungsstellen (WGFP/IGPP) oder/und Psychologischen Psychotherapeuten gehört, allein schon wegen o.g. Differentialdiagnostik.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[9] Posmyk, Wiebke; Krsteski, Jasmin (2023): Neurose: Wann ist jemand neurotisch? Online verfügbar unter: <a href="https://www.onmeda.de/krankheiten/neurose-id200650/">https://www.onmeda.de/krankheiten/neurose-id200650/</a>. Zuletzt geprüft am 27.07.2025.</p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_73  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[10] Wikipedia (2024): Neurose. Online verfügbar unter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neurose">https://de.wikipedia.org/wiki/Neurose</a>. Zuletzt geprüft am 27.07.2025.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_29">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_29  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Phänomenologie von Spukfällen</title>
		<link>https://para-wiki.de/phaenomenologie-von-spukfaellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 19:18:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Phänomene]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeist]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2409</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_30">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_30  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Bei Spukfällen tritt eine große Vielfalt an unterschiedlichen Phänomenen auf. Dabei ist die Unterscheidung, ob es sich tatsächlich um paranormale Phänomene im Spukkontext oder ob es sich um Zufälle handelt, die falsch gedeutet werden, teilweise sehr schwierig.</p>
<p style="text-align: justify;">Bestimmte Phänomene treten seit Jahrhunderten weltweit bei <a href="https://para-wiki.de/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Personengebundener Spuk">RSPK</a>-Fällen auf. Klassische wissenschaftliche Studien beziehen sich auf drei bekannte Quellen, die Spukfälle untersucht und verglichen haben:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://para-wiki.de/biografie-von-william-george-roll-1926-2012/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: William Roll">Roll</a> (1977, 116 Fallberichte), Gauld und Cornell (1979, 500 Fallberichte) und Huesmann und Schriever (1989, 54 Fälle aus der Sammlung des Freiburger IGPP). Mayer und Bauer (2015) legen anhand dieser Fälle folgende Charakteristik fest: Geräusche, Bewegung von Objekten, Feuerphänomene/Selbstentzündungen, Wasserüberflutungen, Bisse/Kratzer/Zwicken und elektronische/elektromechanische Phänomene <a href="#1"><span>[1]</span></a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Kontext zu den oben erwähnten drei klassischen Quellen an Fallberichten ergibt sich so folgende gekürzte Übersicht der Phänomenologie:</p>
<p style="text-align: justify;">Übersicht über die prozentuale Häufigkeit des Auftretens der Phänomene</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Phänomen </strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"><strong>Roll</strong></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"><strong>Gauld/Cornell</strong></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;"><strong>Huesmann/Schriever</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Bewegung von Objekten</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">90%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">90%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Schwere Gegenstände</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">36%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">37%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Ungewöhnliche Flugbahnen</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">41%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">45%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Geräusche</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">50%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">50%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">72%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Intelligente Kommunikation</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">11%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Feuerphänomene/Selbstentzündungen</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">11%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">19%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Wasserüberflutungen</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">2%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">5%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">37%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;">Andere Flüssigkeiten</td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">15%</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Bisse/Kratzer/Zwicken</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;"></td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">15%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;"></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 180.317px;"><strong>Elektronische/elektromechanische Phänomene</strong></td>
<td style="width: 37.1667px; text-align: center;">6-9%</td>
<td style="width: 51.8px; text-align: center;">6-9%</td>
<td style="width: 85.45px; text-align: center;">6-9% <a href="#2" name="_ftnref2"><span>[2]</span></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Dieser stark gekürzten Übersicht steht der ursprüngliche Originalartikel in der <em>Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Parapsychologie</em> aus dem Jahr 1989 gegenüber. M. Huesmann und F. Schriever haben wie erwähnt 54 RSPK-Berichte aus den Jahren 1947 – 1986 analysiert. Die auftretenden Phänomene wurden mit denen bei Roll und Gauld und Cornell verglichen.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"></a></p>
<p>Bei den deutschen RSPK-Fällen stellt sich die Phänomenologie wie folgt dar:</p>
<table style="height: 1720px;">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;"><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;"><strong>Häufigkeit</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 264px;">
<td style="width: 247.05px; height: 264px;">
<p>Unerklärliche Bewegung von Gegenständen</p>
<p>&#8211; Leichte Gegenstände</p>
<p>&#8211; Mittelschwere Gegenstände</p>
<p>&#8211; Schwere Gegenstände</p>
<p>Davon Bewegung mit ungewöhnlichen Flugbahnen</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 264px;">
<p>87%</p>
<p>56%</p>
<p>85%</p>
<p>37%</p>
<p>45%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 320px;">
<td style="width: 247.05px; height: 320px;">
<p>Unerklärliche Geräusche</p>
<p>&#8211; Unabhängig von der Objektbewegung</p>
<p>&#8211; Bei/mit Objektbewegung</p>
<p>&#8211; Einfache Geräusche</p>
<p>&#8211; <a href="https://para-wiki.de/mimikry-phaenomene/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Mimikry-Phänomene">Mimikry</a></p>
<p>&#8211; Raps (Klopfgeräusche)</p>
<p>&#8211; Raps beantworten Fragen</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 320px;">
<p>72%</p>
<p>46%</p>
<p>22%</p>
<p>50%</p>
<p>54%</p>
<p>57%</p>
<p>11%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 184px;">
<td style="width: 247.05px; height: 184px;">
<p>Gegenstände verschwinden plötzlich</p>
<p>Davon erscheinen zu anderem Zeitpunkt wieder</p>
<p>Bleiben verschwunden</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 184px;">
<p>55%</p>
<p>48%</p>
<p>39%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Schränke, Türen, Fenster öffnen sich selbständig</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">12%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Körperphänomene</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">46%</td>
</tr>
<tr style="height: 136px;">
<td style="width: 247.05px; height: 136px;">
<p>Phänomene mit Flüssigkeiten</p>
<p>&#8211; Wasser</p>
<p>&#8211; Andere Flüssigkeiten</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 136px;">
<p>43%</p>
<p>37%</p>
<p>15%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Penetrationen <a href="#3">[3]</a></td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">37%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Störungen im Stromnetz</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">35%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Apporte</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">31%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Totale Unordnung</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">28%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Optische Erscheinungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">26%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Bombardement</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">24%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Steine sind involviert</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">22%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Feuer</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Graffiti</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">„Kalter Hauch“ wird wahrgenommen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">19%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Kleidung wird zerrissen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Gerüche</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Diskrepanz zwischen Energie und Effekt</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">17%</td>
</tr>
<tr style="height: 120px;">
<td style="width: 247.05px; height: 120px;">
<p>Gegenstände bilden sich in der Luft</p>
<p>&#8211; Fühlen sich warm an</p>
</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 120px;">
<p>17%</p>
<p>9%</p>
</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Schmierereien</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="width: 247.05px; height: 48px;">Zerbrechliche Gegenstände bleiben ganz</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 48px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Personen werden eingeschlossen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Kälte-/Wärmeerscheinungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">13%</td>
</tr>
<tr style="height: 72px;">
<td style="width: 247.05px; height: 72px;">Gegenstände, die sich ungewöhnlich bewegten, fühlen sich warm an</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 72px;">11%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Mysteriöse Telefonanrufe</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">9%</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 247.05px; height: 24px;">Telefonstörungen</td>
<td style="width: 87.4333px; text-align: center; height: 24px;">6%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Die folgende Gegenüberstellung wurde durch Darren W. Ritson angefertigt. Verglichen werden die folgenden neun englischen Fälle, die mit Ausnahme von Enfield alle durch den Autor selbst untersucht wurden:</p>
<p style="text-align: justify;">Enfield (1977), South Shields (2006), Jarrow (2008), Ashington (2008), Newcastle, Blyth, Gosforth, Howdon und West Boldon. Immer wieder finden sich in der Phänomenologie der einzelnen Fälle Parallelen. Der Einfachheit und besseren Übersicht wegen werden in der folgenden Darstellung nur die Schilderung der Phänomene und die Anzahl der Fälle, in der sie identisch aufgetreten sind, behandelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table style="height: 3946px;" width="369">
<tbody>
<tr style="height: 10px;">
<td style="width: 255.717px; height: 10px;"><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="width: 97.2833px; text-align: center; height: 10px;"><strong>Anzahl der Fälle</strong><br /><strong>(von 9)</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bücher fliegen aus Regalen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Klopfen oder Klopfgeräusche</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination an Plastikbausteinen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Phänomene mit Glasmurmeln</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Selbstöffnende Schubladen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Selbstöffnende oder -schließende Türen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Objekte bewegen sich durch feste Materie</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Plötzliche eiskalte Luftzüge</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stapelung von Objekten</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Körperliche Attacken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stimmenhören</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Sehen von Erscheinungen (apparitions)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Schattensichtungen oder schattenähnliche Umrisse</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">6</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung oder Spiel mit Kinderspielzeug</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Bewegung von Mobiltelefonen eine Treppe hoch</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Unfreiwillige Bewegung oder Umsiedlung von schlafenden Kindern</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung von Möbeln</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Fischen oder Aquarien</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Eingreifen durch Priester oder andere religiöse Führungen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Phänomene mit Wasserflaschen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bett wird geschüttelt oder bewegt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Aggressiver Einsatz von Wurfgeschossen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Unerklärlicher Energieverlust von technischem Gerät</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Lithobolia (oder Steinwurf-Phänomen)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Mögliche Verkleidung des Polts als Kind</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit technischen oder mechanischen Objekten</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Akkurates Timing, das auf Gefühle seitens des Poltergeists schließen könnte</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">7</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit roten Stühlen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Spontanes Erscheinen von Objekten vor Augenzeugen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polt-Phänomene, die außerhalb des Zuhauses von Betroffenen auftreten</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Zeugen können eine Tür nicht öffnen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Fluoreszierendes Licht (keine Orbs)</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Wegziehen von Stühlen, wenn sich jemand gerade setzen will</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Werfen von oder Faszination mit Spielzeugautos</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Erscheinung von Wasserpfützen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Erscheinung von Urinpfützen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">1</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Bewegung von Küchentischen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Polts, die sich gegenüber Ermittlern zu erkennen geben</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Kinder in tranceähnlichen Zuständen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Brennendes Gefühl vor Attacken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">1</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Wegziehen von Bettdecken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Schuhen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Stofftierbewurf im Bett</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Schreibzeug</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Vollständige Zerstörung von Räumen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Messerwurf</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Türklopfen ohne menschliche Anwesende</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Durch Polt geschriebene Nachrichten</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Spontane Selbstentzündung</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Garderoben</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt-Faszination mit Kühlschränken</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Badezimmerschwerpunkt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Münz- oder geldorientierte Phänomene</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Zeugen werden aus dem Bett geworfen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Doppelgänger-Phänomene</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Polt verwendet Schimpfwörter</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Einsatz von spöttischen Euphemismen</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Drohungen gegenüber Ermittlern</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Sexuelle Komponenten oder Untertöne</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 56px;">
<td style="height: 56px; width: 255.717px;">Gebrauch von Namen durch den Polt</td>
<td style="height: 56px; width: 97.2833px; text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Gegenstände im Badezimmer werden entfernt</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr style="height: 104px;">
<td style="height: 104px; width: 255.717px;">Spontane Entfernung und Wiederauftauchen von Dokumenten in Schubladen</td>
<td style="height: 104px; width: 97.2833px; text-align: center;">4</td>
</tr>
<tr style="height: 80px;">
<td style="height: 80px; width: 255.717px;">Übersprung auf anderen Haushalt oder Personen</td>
<td style="height: 80px; width: 97.2833px; text-align: center;">9</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Für eine umfassendere Übersicht über Poltergeist-Fälle in Deutschland habe ich rund 100 Fälle aus den Jahren um 1260 bis ca. 2005 zusammengetragen. Es handelt sich ausschließlich um Fälle, die in verschiedenen Publikationen erschienen sind und über die eine gewisse Anzahl an Informationen vorhanden sind. Unter Berücksichtigung der Phänomenologie ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Phänomen</strong></td>
<td style="text-align: center;"><strong>Anzahl Fälle (von 100)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Bewegung von Objekten</p>
<p>&#8211; ungewöhnliche Flugbahnen</p>
<p>&#8211; involvierte Objekte fühlen sich warm an</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>58</p>
<p>12</p>
<p>5</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Mimikry</td>
<td width="113" style="text-align: center;">50</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Raps (Klopfgeräusche)</p>
<p>&#8211; Kommunikation über Raps</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>40</p>
<p>9</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">High Energy (z.B. Türenschlagen, Levitation)</td>
<td width="113" style="text-align: center;">15</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Aggression</td>
<td width="113" style="text-align: center;">15</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Apparitions</td>
<td width="113" style="text-align: center;">33</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Apport</td>
<td width="113" style="text-align: center;">32</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Feuer</td>
<td width="113" style="text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Umfangreiche Beschädigungen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">25</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Poltergeist bezeichnet sich als Verstorbener oder Verstorbene werden für die Phänomene verantwortlich gemacht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">18</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Lichteffekte</td>
<td width="113" style="text-align: center;">9</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Mechanik oder Elektronik involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">8</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Wasser</p>
<p>&#8211; andere Substanzen</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>6</p>
<p>4</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Besessenheit als angebliche Ursache/Verdacht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">5</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Gerüche</td>
<td width="113" style="text-align: center;">3</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Personen (meist Fokusperson) verletzt</p>
<p>&#8211; Fokusperson im Verlauf oder am Ende verstorben (Zusammenhang unklar)</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>26</p>
<p>7 (9 Pers. verstorben)</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Steinregen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">12</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Stall involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">17</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">
<p>Betrugsverdacht</p>
<p>&#8211; davon Nachhilfe im Verlauf</p>
<p>&#8211; nachgewiesener Betrug</p>
<p>&#8211; unklar</p>
</td>
<td width="113" style="text-align: center;">
<p>20</p>
<p>17</p>
<p>1</p>
<p>2</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Viele Augenzeugen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">31</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Bewurf mit Gegenständen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">28</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Objekte werden erst unmittelbar vor dem Aufprall gesehen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">9</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Tiere (Nutz- und Haustiere) involviert</td>
<td width="113" style="text-align: center;">16</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Stimmen ungeklärter Herkunft</td>
<td width="113" style="text-align: center;">22</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Hellsehen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Schriftliche Nachrichten</td>
<td width="113" style="text-align: center;">12</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Fall landet vor Gericht</td>
<td width="113" style="text-align: center;">13</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Arrangement von Gegenständen oder Kleidung</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
<tr>
<td width="491">Übersprung auf anderen Haushalt/Personen</td>
<td width="113" style="text-align: center;">2</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">2022 stellten Brian Laythe et al. in <em>Ghosted!</em> eine <em>Haunt Hierarchy </em>vor, also eine „Spuk-Hierarchie“, die die Häufigkeit von Phänomenen darstellen soll. Am linken Ende sind die am häufigsten auftretenden bzw. berichteten Phänomene aufgeführt, nach rechts hin dann die weniger häufigen Phänomene:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2560" height="931" src="https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-scaled.png" alt="" title="Häufigkeit-Phänomene" srcset="https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-scaled.png 2560w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-1280x466.png 1280w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-980x356.png 980w, https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2025/07/Haeufigkeit-Phaenomene-480x175.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-2506" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><strong>Quelle:</strong> eigene Darstellung nach Laythe et al. (2022).</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_31">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_31  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen und Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_22 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] <span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael; Schmied-Knittel, Ina; Vaitl, Dieter (2015): An den Grenzen der Erkenntnis. Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik. S. 205 ff. Stuttgart: Schattauer.</span></p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] <span style="color: #050505;">Eine genaue Angabe fehlt hier (<em>zwischen 6% und 9% der Berichte</em>; Seite 207)</span></p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] <span style="color: #050505;">Gemeint ist hier Materie, die Materie durchdringt. In dieser Übersicht wurden „Penetration“ (sicheres Durchdringen von Materie) und „Apport“ (unerklärliches Erscheinen von Gegenständen ohne sicheres Durchdringen von Materie) unterschieden. In der englischen Literatur ist meist nur von „Apport“ als solchem die Rede, ohne diese Unterscheidung.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_32">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_32  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das House-Shaking-Experiment</title>
		<link>https://para-wiki.de/das-house-shaking-experiment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 18:23:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliche Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[House-Shaking-Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1633</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_33">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_33  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Zwischen Juni und August 1961 fand durch Alan Gauld und A.D. Cornell ein bis heute einzigartiges Experiment statt, das folgende Fragen klären sollte:</p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Wenn ein Haus künstlich einer starken Erschütterung ausgesetzt wird, kommt es dann zu <a href="https://para-wiki.de/spuktaxonomie/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: personengebundener Spuk">poltergeist</a>-ähnlichen Aktivitäten?</li>
<li style="text-align: justify;">Können diese Aktivitäten stattfinden, ohne dass Personen im Haus die Erschütterungen bewusst wahrnehmen?</li>
</ol>
<ul style="text-align: justify;"></ul>
<p style="text-align: justify;">Gauld und Cornell hatten das Glück, dass ihnen einige Häuser zur Verfügung gestellt wurden, die abgerissen werden sollten. Sie entschieden sich für das letzte der fünf in Frage kommenden Objekte, die in einer Reihe standen. Dieses Gebäude wies eine gute Grundstruktur auf und war frei von Feuchtigkeit. Das Equipment wurde sowohl für Einschlag- als auch für Vibrationen-Tests aufgestellt. Der „Vibrator“ war ein Stahlgerät mit einem Zoll (= 2,54cm) Durchmesser und 16 Zoll (= 40,64cm) Länge, an dessen zwei Enden sich stählerne Bälle befanden, die in Schwingungen versetzt werden konnten. Eingesetzt wurde er am Fundament des Hauses, der dicksten Mauerstelle. Zusätzlich eingesetzte Metallplatten sorgten für die nötige Sicherheit. Angetrieben wurde das Gerät mittels eines elektrischen Motors, der das Gerät vorrangig vertikale Vibrationen erzeugen ließ, die sich in einer Breite von 0 – 120 Hz bewegten, mit einer maximalen Einwirkung auf die Hauswände von 892 lb (= 404,60kg). Ziemlich schnell fanden die Wissenschaftler heraus, dass das ältere Ziegelmauerwerk Vibrationen über 25 Hz gar nicht standhalten konnte. Deshalb bewegten sich die Vibrationen in dieser Stärke, mit einer maximalen Einwirkung von 120 Hz. Das dazugehörige weitere Equipment war einfach, aber effektiv. Ein Seil wurde um den Schornstein des Hauses geschlungen und daran ein 60 lb 3 oz (= ca. 28 kg) Metallgewicht befestigt. Das Gewicht hing etwa 18 Zoll (= 45,72 cm) über dem Boden. Mit dem Seil konnte es vom Haus wegbewegt werden und dann unter Einhaltung bestimmter Höhen und Distanzen wieder losgelassen werden. Mehrere Wissenschaftler (Alan Gauld, A. D. Cornell, D.J. Murray, H. Osborne und R. Brooks) überwachten das Experiment. Diverse kleinere Testobjekte, insgesamt dreizehn, wurden im Haus platziert, vor allem auf Kaminen und ähnlichen Absätzen, die sich in der Nähe der Wand befanden, die am meisten betroffen sein würde. Gauld und Osborne hielten sich im Haus auf, während Cornell und Murray draußen die Geräte bedienten. Brooks zeichnete das Experiment auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Minuten lang wirkte nun der Vibrator mit 45, 57, 75 und 96 Hz auf die Hauswand ein. In der niedrigsten Frequenz waren die Vibrationen nur spürbar, wenn jemand eine Hand auf den Kaminabsatz oder den Fußboden legte. Während der zwei höchsten Level vibrierte das ganze Haus und die Anwesenden spürten die Vibrationen unter ihren Füßen. Wenn jemand ein Ohr an die Wand legte, waren die Brummgeräusche fast schmerzhaft laut. Keines der platzierten Objekte bewegte sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann wurden fünf Einschläge mit dem 60 lb-Gewicht durchgeführt. Das Gewicht wurde 10 Fuß (= 3,05m) in einer Höhe von 6 Fuß (= 1,82m) von der Wand entfernt und traf die Wand in einer Höhe von wenig mehr als zwei Fuß (= 0,6m) über dem Boden; die Einschlagskraft betrug etwa 241 lb (= 109,32 kg). Beim zweiten Einschlag platzte die Zementverkleidung der Außenwand und entblößte die darunterliegenden Ziegel und Mörtel. Gauld und Murray hielten sich zu der Zeit in einem im oberen Stockwerk liegenden Schlafzimmer auf. Die Einschläge waren kaum zu hören, konnten aber mit den Füßen gefühlt werden. Dreck fiel die Schornsteinwand herunter und kleine Bröckel Putz von der Decke. Die Testobjekte bewegten sich nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann wurde der Motor für mehrere Minuten auf Höchstleistung laufengelassen. Die Wissenschaftler konnten die Vibrationen noch zwei Häuser entfernt spüren, wenn sie dort die Hand auf die Wand legten.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich wurde das Gewicht vier weitere Male geschwungen; Gauld und Murray befanden sich wieder im oberen Schlafzimmer. Das Gewicht traf das Haus mit einer Einschlagenergie von 300 lb (= 136,1kg) aus einer Entfernung von 15 Fuß (= 4,6m) und mit einer Höhe von etwas über 7 Fuß (= 2,13m). Dies führte zu einem heftigen Schlag, der deutlich mit den Füßen gefühlt werden konnte und dazu führte, dass noch mehr Putz von Decken und Wänden fiel. Beim dritten Einschlag bewegte sich ein Kamerastativ um ¾ Zoll (= 22,86cm) nach links, das an der Wand beim Kamin gelehnt hatte. Beim vierten Einschlag fiel das Stativ nach links um. Sonst bewegte sich nichts, nicht einmal eine Murmel, die auf dem Boden lag oder ein Streichholz, das über die Hälfte über das Kaminsims herausragte.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Tag (3. Juli) wurden ähnliche Experimente durchgeführt, wiederum ohne Resultate in Bezug auf Objektbewegungen. Bei Vibrationen von 100 Hz bewegten sich eine Tasse und ein Unterteller ¼ Zoll (= 0,6cm) von der Wand weg und die Tasse rotierte langsam auf dem Unterteller.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 8. Juli lief der Vibrator in der maximalen Stärke, unter der Aufsicht eines Experten. Dieser gab an, dass der zehnfache Einsatz in maximaler Stärke von ca. 8000 lb (= 3628,74kg) das Haus zum Einsturz bringen würde. Er meinte außerdem, dass horizontale Vibrationen vielleicht eher dazu führen könnten, dass sich Objekte innerhalb des Hauses bewegten. Generell wäre er allerdings der Meinung, dass das Haus eher einstürzen würde, als dass sich Objekte poltergeistähnlich bewegten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vibrator wurde umgestellt und neu modifiziert, sodass er nun eine maximale Einwirkung von 1600 lb (= 725,75kg auf die Wand ausübte. Die letzte Reihe Experimente begann am 11. August. Der Vibrator wurde von 0 auf 120 Hz hochgefahren und produzierte entsprechend Einschläge auf höchster Stufe. Cornell und Gauld beobachteten im oberen Bereich des Hauses, sowohl gemeinsam als auch getrennt. Für sie war das Experiment inzwischen beängstigend. Auf höchster Stufe waren die Einschläge in die Wand sehr laut und die gesamte Struktur des Hauses bebte so sehr, dass es niemand mehr ignorieren konnte. Erhebliche Mengen Putz fiel von den Decken und größere Mengen Feinstaub verteilten sich im Haus. Ein Riss oberhalb des Fensters in einem Schlafzimmer weitete sich beachtlich. Trotzdem gab es nur fünf erwähnenswerte Objektbewegungen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ein Plastikbecher, der so platziert war, dass die eine Hälfte über das Kaminsims herausragte, fiel herunter.</li>
<li>Die bereits zuvor erwähnte Tasse nebst Unterteller, die auf demselben Absatz stand, bewegte sich vibrierend hin zum Ende des Absatzes und fiel herunter.</li>
<li>Ein Plastikesel, der unten auf dem Kaminsims stand in direktem Kontakt mit der Wand, bewegte sich ¾ Zoll von der Wand fort.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Dieses Mal war der Vibrator nur für jeweils drei Minuten auf höchster Stärke gelaufen – die Wahrscheinlichkeit, dass das Haus bei weiteren Versuchen endgültig zerstört werden würde, war so hoch, dass die Testreihe an dieser Stelle beendet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis war eindeutig: Um Objekte in der Art und Weise zu bewegen, wie es in zahlreichen Poltergeistfällen berichtet wird, reichen leichte Vibrationen nicht aus. Damit überhaupt Objekte bewegt werden, müssten die äußeren Einwirkungen derart extrem sein, dass das Haus zerstört werden würde und es völlig ausgeschlossen wäre, dass die Betroffenen diese äußeren Einwirkungen nicht mitbekämen. Damit ist die <a href="https://para-wiki.de/geophysikalische-theorie-wasseradern/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Geophysikalische Theorie">geophysikalische Theorie</a> widerlegt.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quelle</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #050505;">Roll, William G. (1976): Der Poltergeist. S. 334 ff. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</span></p></div>
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			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geophysikalische Theorie (Wasseradern)</title>
		<link>https://para-wiki.de/geophysikalische-theorie-wasseradern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 17:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Geophysikalische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Wasseradern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1623</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Spekulationen, die <a href="https://para-wiki.de/spuktaxonomie/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: personengebundener Spuk">Poltergeist</a>aktivitäten auf Untergrundwasser zurückführen, gehen bis mindestens ins 18. Jahrhundert zurück (Dibbesdorf, 1767 &#8211; 1768) und weitere Spekulationen, die sie mit Erdbeben in Verbindung bringen bis zum Adams Fall 1817 &#8211; 1821. Besonderer Verfechter dieser Theorien war G. W. Lambert (Journal oft the SPR zwischen 1955 und 1964); auch E. J. Dingwall und T. H. Hall nahmen sie zumindest ernst (Four Modern Ghosts, London, 1958).</p>
<p style="text-align: justify;">Lamberts Version der Theorie basiert vor allem auf den möglichen Effekten, die Untergrundwasser auslösen könnte. Wenn unterirdische Flüsse, alte Brunnen und ähnliches sich in der Nähe der Fundamente eines Hauses befinden, so Lambert, könnte dieses Haus von spasmischen Erschütterungen heimgesucht werden, die aus Wasserbewegungen heraus entstehen. Die Erschütterungen könnten Objekte im Haus in die Luft befördern, während als weitere Konsequenz durch die unterirdische Kraft Risse im Mauerwerk entstehen könnten, zusammen mit allen möglichen unheimlichen Geräuschen, die das Haus verursacht, während seine Fundamente sich durch die Wasserbewegungen verändern. Genauso könnten Objekte ihren Standort verändern, wenn sich das Haus dann beim Nachlassen oder plötzlichen Wegbleiben der Untergrundaktivitäten wieder setzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dingwall und Hall erweiterten die Theorie etwas, indem sie mutmaßten, dass seismische Aktivitäten in einigen Fällen von Spuk und Poltergeistaktivitäten der Auslöser sein könnten. Dabei könnten diese Erdbeben zu schwach sein, um wirklich registriert werden zu können. Gauld und Cornell fanden etliche Belege, die gegen die geophysikalische Theorie sprechen. Obwohl viele Phänomene Parallelen zu Erdbeben aufweisen (Krachgeräusche, Objektbewegungen, Stehenbleiben von Uhren, Fensterscheibenbruch), sind Poltergeistfälle deutlich fundamentaler. Manchmal übertreiben Betroffene auch, wie Alan Gauld aus eigener Erfahrung anmerkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Lamberts Theorie, dass britische und einige andere Poltergeistfälle insbesondere in Küstengegenden, Seegegenden und Untergrundflüssen auftreten, dürfte laut Gauld und Cornell eher auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass in solchen Gegenden die Population höher ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Erdbeben konnten bisher zeitlich und lokal nicht nachgewiesen werden. Andere Wetterauffälligkeiten, wie heftige Regenfälle oder die Gezeiten, konnten ebenfalls nicht mit Poltergeistfällen in Verbindung gebracht werden. Dennoch merkt Gauld an, dass geringe Bewegungen des Hauses durchaus zu den „natürlichen Gründen“ gerechnet werden müssen, aus denen heraus bestimmte Phänomene entstehen könnten. Gauld und Cornell halten es aber für ausgeschlossen, dass, wie Lambert 1959 behauptete, der Großteil der Poltergeistfälle mit der geophysikalischen Theorie erklärbar sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Da geophysikalische Phänomene in ihrem Auftreten beschränkt sind, würde dies für einen Großteil der durch Zeugen berichteten Phänomenologie bedeuten, dass es sich bei allen anderen Aktivitäten um Einbildung handelt. Dazu gehören „intelligente“ Klopfzeichen und auch bestimmte, den Naturgesetzten widersprechende Objektbewegungen. Poltergeist-Betroffene würden demnach unter einer merkwürdigen, angstauslösenden Beeinträchtigung ihrer Sinne leiden. Wenn sich Aktivitäten um eine Person herum zentrieren, dass müsste diese Person einer Illusion unterlegen sein, dem Aberglauben zusprechen oder unter einem Wahn leiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Normale Häuser könnten außerdem einer beständigen geophysischen Gewalt, die es Objekten im Haus ermöglicht, durch die Gegend zu fliegen, keinesfalls standhalten. Dies beweist das <a href="https://para-wiki.de/das-house-shaking-experiment/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: House-Shaking-Exeriment">„House-Shaking-Experiment“</a>.</p></div>
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			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_36">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quelle</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #050505;">Roll, William G. (1976): Der Poltergeist. S. 330 ff. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</span></p></div>
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			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fragebögen für Spuk-Betroffene</title>
		<link>https://para-wiki.de/frageboegen-fuer-spuk-betroffene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 17:03:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliche Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftsnahe Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Fragebogen]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Spuk-Betroffene]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1609</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Im Folgenden erfolgt eine Vorstellung von Fragebögen, die durch wissenschaftliche Erforscher von vermutlichen Spuk-Phänomenen bereits vor etlichen Jahrzehnten entwickelt wurden. Diese Fragebögen dienen lediglich als mögliche Vorlage für einen eigenen Fragekatalog. Sie stellen keinen wissenschaftlichen Test dar und haben keinen wissenschaftlichen Anspruch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung der Autorin:<u><br /></u></strong>Der jahrzehntealte Fragenkatalog lässt moderne Notwendigkeiten, wie den Datenschutz, völlig außer Acht. Für Video-/Audioaufnahmen und insbesondere für eine Veröffentlichung derselben müssen sog. „Persönlichkeitsrechte“ abgefragt und schriftlich festgehalten werden. Wenn der Klient einer Veröffentlichung der Daten nicht zustimmt, muss selbstverständlich gewährleistet sein, dass seine Angaben vertraulich behandelt werden und zu keinem Zeitpunkt an die Öffentlichkeit oder andere Personen gelangen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />Entwickler des Fragebogens:</strong><br />Psychical Research Foundation</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Publiziert:</strong><br />Scott Rogo, On the Track of the Poltergeist, 1986</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Übersetzung:</strong><br />Sonja Nowara</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>An welcher Stelle finden/fanden die Aktivitäten statt?</li>
<li>Wann begannen die Aktivitäten?</li>
<li>Wann ist das letzte Mal etwas vorgefallen?</li>
<li>Wie sind die Häufigkeit und Intensität im Vergleich zu früheren Vorfällen?</li>
<li>Wer lebt alles im Haushalt oder ist öfter zu Besuch? Wie alt sind diese Personen?</li>
<li>Hat irgendeine der Personen, die die Vorfälle beobachtet haben/hat, telepathische Träume gehabt oder ähnliche Erlebnisse in der Vergangenheit erlebt? Falls ja, um wen handelt es sich und was ist vorgefallen?</li>
<li>Waren eine oder mehrere Personen, die die Phänomene beobachtet haben, bereits zuvor interessiert an übersinnlichen Themen? Falls ja, an welchen Themen genau?</li>
<li>Gab es Versuche, die Ereignisse auf natürliche Weise zu erklären? Als Beispiel: Gibt es einen Grund anzunehmen, dass es sich um bewusste Manipulationen einer anderen Person handelt oder es physikalische Erklärungen gibt (wie beispielsweise knarrendes Holz durch Abkühlung o.ä.), oder Nagetiere, die als Verursacher in Frage kommen?</li>
<li>Gibt es Haustiere oder weitere Tiere (Pferde, Kühe etc.) im Haus/um das Haus herum oder in der Nähe? Wenn ja, wie reagieren diese auf die Vorfälle?</li>
<li>Haben irgendwelche Besucher des Hauses oder der Umgebung etwas beobachtet? Falls ja, würden diese ihre Erlebnisse berichten (Namen und Adressen aufnehmen)?</li>
<li>Haben Sie oder jemand anderes als Augenzeuge der Vorfälle bereits eine Erklärung oder Theorie über deren Ursprung?</li>
<li>Finden die Vorfälle innerhalb von 24 Stunden zu bestimmten Zeiten häufiger statt als zu anderen Zeitpunkten? Um welche Zeiten handelt es sich?</li>
<li>Finden die Vorfälle in bestimmten Bereichen des Hauses häufiger statt, z.B. in bestimmten Zimmern? Falls ja, um welche Bereiche/Zimmer handelt es sich?</li>
<li>Finden die Vorfälle in Anwesenheit bestimmter Personen häufiger statt? Falls ja, um welche Personen handelt es sich? Finden auch Vorfälle statt, wenn diese Person(en) nicht anwesend ist/sind?</li>
<li>Sind Vorfälle bekannt, die stattfanden, als sich niemand in der Nähe aufhielt?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">In einigen Poltergeistfällen kommt es zu Übergriffen auf anwesende Personen. Die folgenden Fragen dienen der Abklärung, ob es sich um RSPK (recurrent spontaneous psychokinesis = von einer Person verursacht) handeln könnte:</p>
<ol start="16" style="text-align: justify;">
<li>Beschreiben Sie die Vorfälle.</li>
<li>Wie häufig finden diese Vorfälle statt?</li>
<li>Wenn es zu unerklärlichen Bewegungen von Objekten gekommen ist, gibt es Auffälligkeiten, die Sie während der Bewegung oder vor dem Aufprall beobachtet haben (z.B., dass sich Objekte um eine Ecke bewegten, mit ungewöhnlicher Härte oder eben Schwäche aufprallten, sich heiß anfühlten etc.)?</li>
<li>Kommt es in Verbindung mit sich bewegenden Objekten zu ungewöhnlich lauten Geräuschen? Falls ja, beschreiben Sie diese.</li>
<li>Kommt es außerhalb der Bewegungen von Objekten zu Geräuschen, die nicht damit zusammenhängen? Falls ja, beschreiben Sie diese.</li>
<li>Hat jemand einmal beobachtet, wie ein Objekt anfing sich zu bewegen, obwohl sich niemand in der Nähe befand? Falls ja, beschreiben Sie dies.</li>
<li>Kam es auch zu Vorfällen, obwohl sich niemand im betroffenen Bereich/Zimmer aufhielt? Falls ja, beschreiben Sie diese.</li>
<li>Sind bestimmte Gegenstände öfter betroffen als andere? Falls ja, welche?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Tipps zur Anwendung des Fragebogens</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Augenzeugen sollten beim ersten Mal einzeln und getrennt voneinander befragt werden. Besonders wichtig ist dabei die Abklärung, was das erste Phänomen war, an das sie sich erinnern können. Dann das zweite, und so weiter. So kann eine gute Historie erstellt werden und zeitgleich eine Übereinstimmung der Aussagen überprüft werden.</li>
<li>Stimmen die Aussagen überein? Wenn es zu auffälligen Abweichungen kommt, so könnte dies ein Indiz für möglichen Betrug sein.</li>
<li>Wurden bestimmte Phänomene von mehreren Personen zeitgleich beobachtet? In echten Fällen ist dies in der Regel der Fall. Vergleichen Sie die unabhängig voneinander aufgenommenen Aussagen gründlich. Ein bestimmter Vorfall sollte von allen Augenzeugen auf dieselbe Weise beschrieben werden, was Inhalt und Ereignis angeht (z.B. Geschwindigkeit von sich selbständig bewegenden Objekten, Art der Objekte, Ort, Zeit). Wenn es zu signifikanten Unterschieden kommt, kann das Ereignis nicht als glaubwürdig angesehen werden.</li>
<li>Gleichzeitig sind Aussagen in der Regel nicht vollständig identisch, weil Menschen unterschiedliche Erinnerungsfähigkeiten besitzen. Die Berichte können also in Kleinigkeiten voneinander abweichen. Deshalb ist es auch wichtig, alle getrennt voneinander zu befragen.</li>
<li>Nach abgeschlossener Befragung sollten Sie eine dreispaltige Tabelle anlegen: Datum, Art des Vorfalls und wer sich zum Zeitpunkt des Vorfalls an welcher Stelle im Haus befand.</li>
<li>Fertigen Sie eine Grundrissskizze des Hauses an und markieren Sie die Stellen, an denen sich während eines Vorfalls Personen befanden. Dies sollte für jedes einzelne Ereignis, jeden einzelnen Vorfall so gehandhabt werden. So erhalten Sie einen guten Überblick darüber, wer sich wo zur fraglichen Zeit des Vorfalls befand. Wenn sich z.B. alle Personen zur Zeit des Vorfalls an einem Ort aufhielten, während das Ereignis an einem anderen Ort stattfand, erhöht dies die Chance auf ein echtes Phänomen. Markieren Sie auch die Flugbewegungen der Objekte, die sich bewegt haben.</li>
<li>Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um Betrug handeln könnte, können Sie versuchen, die Zeugen durch einfaches „Vorsagen“ zu überführen. Dazu könnten Sie erfundene Vorfälle berichten, die dann von den Zeugen als „selbst erlebt“ wiedergegeben werden. Dieses „Vorsagen“ sollte sich auf sehr ungewöhnliche bzw. übertriebene Phänomene beziehen, die so in der Regel nicht stattfinden. Wenn die Phänomene echt sind, werden die Betroffenen nicht auf das Vorsagen eingehen, sondern auf ihrer Darstellung der Ereignisse beharren.</li>
<li>Sehr häufig kommt es dazu, dass sich die Phänomene in Anwesenheit einer fremden Person zunächst sehr zurückhaltend zeigen. Scott D. Rogo hat festgestellt, dass drei hintereinander folgende Tage notwendig sein können, bis es überhaupt zu Phänomenen kommt, die durch den Ermittler beobachtet werden. Dabei ist es unabdingbar, dass man die ganze Zeit sehr aufmerksam ist und immer im Blick hast, wer sich wann und wo im Haus aufhält.</li>
<li>Wenn es zu Phänomenen wie sich selbst öffnenden Türen und Fenstern kommt, macht es Sinn, diese möglichst geschlossen zu halten und im besten Fall sogar zu versiegeln. Scott D. Rogo empfiehlt auch, Mobiles in als besonders aktiv bekannten Bereichen aufzuhängen, die sich bei Aktivität bewegen könnten – Zugluft muss selbstverständlich ausgeschlossen werden.</li>
<li>Es darf niemals vergessen werden, dass die Betroffenen meist große Angst vor den Phänomenen haben. Aufklärung ist ungemein wichtig. Scott D. Rogo ist der Auffassung, dass jeder, der mit Menschen arbeitet, die unerklärliche Phänomene erleben, unbedingt eine psychische Vor- oder Ausbildung haben müssen. Wissen über Krisenbewältigung und Intervention ist unabdingbar.</li>
<li>Es sollte immer im Vorfeld geklärt werden, was sich die Betroffenen vom Ermittler erhoffen. Warum haben sie den Ermittler eingeschaltet? Was versprechen sie sich davon? Was denken die Betroffenen selbst ist die Ursache für die Vorfälle? Erklären Sie ihnen, welche Eigenheiten ein Poltergeist-Phänomen hat und dass Dämonen oder böse Entitäten überhaupt nichts damit zu tun haben.</li>
<li>Auch bei der Feststellung, dass es sich um eine einzelne Fokusperson handelt, die die Phänomene auslösen könnte, ist unbedingt Vorsicht geboten. In vielen Fällen hilft die Aufdeckung des möglichen Hintergrundes für die Phänomene oder sogar das Gespräch darüber, die Phänomene selbst abzuschwächen oder sogar verschwinden zu lassen (das Problem dahinter wird erkannt).</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Der folgende Fragebogen wurde durch William G. Roll in seinem Buch „Der Poltergeist“ publiziert. Er ist mit dem vorhergehenden Fragebogen identisch, weist aber noch weiterführende Fragen auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Publiziert:</strong><br />William G. Roll, Der Poltergeist, 1972 [Anpassungen an die Neue Deutsche Rechtschreibung durch Autorin].</p>
<p style="text-align: justify;">Die Klienten sollen die folgenden Fragen 24 bis 31 nur beantworten, wenn es ungewöhnliche Phänomene gegeben hat, die nicht die Bewegung von Objekten oder andere physikalische Vorfälle betreffen, wie beispielsweise Apparitions (Erscheinungen), Mimickry-Geräusche (Schritte, etc.), Wärme- und/oder Kälteempfindungen oder andere Dinge, die gehört, gesehen, gerochen oder gefühlt wurden und für die die Betroffenen keine Erklärung haben.</p>
<ol start="24" style="text-align: justify;">
<li>Beschreiben Sie die Erlebnisse.</li>
<li>Wie häufig sind die Erlebnisse?</li>
<li>Wer hat zuerst etwas bemerkt und wann?</li>
<li>Hatten auch andere Personen diese Erlebnisse? Wann hatten sie diese?</li>
<li>Wussten diese Personen, dass vor Ihnen andere am selben Ort solche Erlebnisse gehabt hatten?</li>
<li>Gab es Fälle, in denen der Geist, die Schritte usw. von einigen der Anwesenden, aber nicht von anderen wahrgenommen wurden? Wenn ja, beschreiben diese Fälle.</li>
<li>Stimmen die Geister oder die gesehenen Bilder mit früher lebenden Personen oder mit Ereignissen in der Vergangenheit überein? Wenn ja, beschreiben Sie alles, was dafürspricht. Standen diese Personen oder Ereignisse in einer Verbindung zum Haus?</li>
<li>Wussten die Menschen, die das Erlebnis hatten, von der Person, deren Geist sie sahen, bevor sie ihn sahen?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">SPÄTERE UNTERSUCHUNG (Es ist nicht weiter beschrieben, was genau damit gemeint ist):</p>
<ol start="32">
<li style="text-align: justify;">Ist die Familie bzw. die betroffene Gruppe mit einer wissenschaftlichen Untersuchung der Vorfälle durch jemanden, der Beobachtungen an Ort und Stelle vornehmen würde, einverstanden? [Es versteht sich von selbst, dass diese Frage nur gestellt werden darf, wenn ein Kontakt zu einer wissenschaftlichen Person besteht und diese bereit für eine Untersuchung/Telefonat/Einladung der Betroffenen wäre; Anm. d. A.]</li>
<li style="text-align: justify;">Sind die Vorfälle in der Öffentlichkeit bekanntgeworden? Wenn das nicht der Fall ist, können sie einigermaßen sicher sein, dass es nicht dazu kommen wird?</li>
<li style="text-align: justify;">Falls zurzeit alles relativ ruhig ist und geringe Aussichten bestehen, bei einem Besuch etwas zu beobachten, würden Sie uns (mich dann sofort anrufen, wenn die Vorfälle von Neuem einsetzen?</li>
</ol></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_38">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_25 et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Rogo, Douglas Scott (1986): On the Track of the Poltergeist. Charlottesville: Anomalist Books.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] <span style="color: #050505;">Roll, William G. (1976): Der Poltergeist. S. 165 ff. Freiburg im Breisgau: Aurum Verlag.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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			</item>
		<item>
		<title>William George Roll (1926 &#8211; 2012)</title>
		<link>https://para-wiki.de/biografie-von-william-george-roll-1926-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 19:05:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Person der Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[ESP]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[William George Roll]]></category>
		<category><![CDATA[William Roll]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1592</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Amerikanischer, in Deutschland geborener Parapsychologe, der Universität von West Georgia in Carrlollton, Georgia. Er hat die Universität von Kalifornien abgeschlossen, den Master von der Oxford Universität in England und einen Doktortitel der Lund Universität in Schweden. Zwei Jahrzehnte arbeitete er unter J. B. Rhine, dem Begründer der modernen Parapsychologie, an der Duke Universität in Durham, North Carolina.</p>
<p style="text-align: justify;">Geboren wurde er in Bremen; seine Eltern ließen sich scheiden, als er drei Jahre alt war. Seine Mutter zog mit ihm in ihr Heimatland Dänemark. Roll wuchs in Birkerod, nahe Kopenhagen, auf und hatte eine traumatische Kindheit. 1940 wurde Dänemark durch das nationalsozialistische Deutschland besetzt und seine Mutter starb plötzlich nur zwei Jahre später. Roll bekam eine Fürsorgeperson, die ihn nicht leiden konnte. Außerdem war Roll schlecht in der Schule.</p>
<p style="text-align: justify;">Roll trat der dänischen Widerstandsbewegung bei und war von September 1944 bis zur Befreiung Dänemarks am 5. Mai 1945 Kurier zwischen den Anführern des Widerstands und den einzelnen Gruppenführern.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" width="150" height="199" src="https://para-wiki.de/wp-content/uploads/2024/10/William_G._Roll.png" alt="" title="William_G._Roll" class="wp-image-1600" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Abbildung:</strong><br />William G. Roll<br />Quelle: Wikipedia.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">In seiner Jugend erlebte Roll mehrere Außerkörperliche Erfahrungen. „Ich fragte mich, ob ich eine Art von Halluzination oder eine ernsthafte Geistesabwesenheit erlebte, oder ob sich meine Seele von meinem Körper losgelöst hatte.“ Neugierig begann Roll, sich für dieses Thema zu interessieren und stellte fest, dass es Bereiche gab, die dieses Feld wissenschaftlich untersuchten.</p>
<p style="text-align: justify;">1947 zog er nach Kalifornien und damit in die Nähe seines Vaters, besuchte die Universität von Kalifornien und heiratete Muriel, ein Mädchen, das er in New York kennengelernt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem er 1957 an der Seite von J. B. Rhine an der Duke Universität arbeitete, erlebte er nur ein Jahr später seinen ersten Poltergeistfall, den Long Island <a href="https://para-wiki.de/spuktaxonomie/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: personengebundener Spuk">Poltergeist</a>. Flaschenverschlüsse flogen einfach von den Wasserflaschen und Weihwasserfläschchen und Porzellanfiguren flogen gegen die Wände. James und Lucille Herrmann – die Betroffenen dieser Poltergeistphänomene – dachten, dass ein Geist sich in ihrem Haus breitgemacht hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nachdem Roll mit Gaither Pratt, stellvertretender Direktor des Duke Institutes, den Fall genauer in Augenschein genommen hatte, mutmaßte er, dass der 12-jährige Sohn Jimmy die Vorfälle unbewusst verursachte. Roll und Pratt nannten das Phänomen RSPK (recurrent spontaneous psychokinesis).</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 1958 hat Roll zahlreiche Aspekte des Paranormalen untersucht, einschließlich ESP (= Extra-Sensory perception, dt.: außersinnliche Wahrnehmung) und der Verbindung zur Erinnerung, die Art, wie magnetische Felder die Wahrnehmung von Personen beeinflussen können und die Möglichkeit der Existenz von Geistern und dem Leben nach dem Tod. Am bekanntesten ist er jedoch für seine Arbeit mit Poltergeistfällen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anfang 1960 begann er, 116 schriftliche Berichte von Poltergeistfällen zu untersuchen, die insgesamt vier Jahrhunderte und mehr als 100 verschiedene Länder umfassten. Er festigte den Begriff RSPK und stellte fest, dass die <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a> in vielen Fällen ein Kind oder ein Jugendlicher war, dessen unbewusste RSPK ein Ausdruck von Unzufriedenheit war, bei dem eine Bestrafung nicht zu fürchten war. Oft handelte es sich um Mädchen, die gerade in die Pubertät eintraten. Die Betroffenen waren sich nicht bewusst, was sie auslösten, waren aber zeitgleich – heimlich oder offen – durchaus angetan, dass die Phänomene passierten.</p>
<p style="text-align: justify;">Roll glaubt, dass Poltergeistfälle gehäuft um magnetische Felder herum stattfinden, die wiederum oft in der Nähe geologischer Auffälligkeiten sind. Dabei behauptete er nie, eine endgültige Lösung zu haben, sondern sprach immer nur von unbewiesenen Theorien.</p>
<p>Weitere bekannte Fälle, die William Roll untersuchte:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Portsmouth, Virginia, 1962: Tassen und Vasen werden in einem Haus zerstört, ein Zeitungsreporter wird fast getroffen. Als Roll eintrifft, haben die Aktivitäten bereits nachgelassen, aber er nimmt an, dass sie durch einen unglücklichen Jungen via RSPK verursacht wurden.</li>
<li>Miami, 1967: Polizeibeamte und Roll sind Beobachter, als ein 19-jähriger Arbeiter scheinbar durch Willenskraft Objekte bewegt.</li>
<li>Olive Hill, Kentucky, 1969: Roll und ein weiterer Ermittler waren Augenzeugen von Objektbewegungen, aber die Familie, die den Zeugen Jehovas angehört, brechen die Untersuchung ab und glauben, dass ein bösartiger Geist die Ursache ist.</li>
<li>Columbus, Ohio, 1984: Aufsehenerregender Fall um ein stressgeplagtes 14-jähriges Mädchen namens Tina Resch. Ein Foto von einem Telefon, dass über ihrem Schoß schwebt, geht um die Welt.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Im Anschluss an seine Arbeit mit J. B. Rhine wurde Roll Professor der Psychologie und psychischen Untersuchungen an der State University von West Georgia in Carrollton, Georgia.</p>
<p style="text-align: justify;">Roll trat in sechs Folgen der Fernsehshow <em>Unsolved Mysteries </em>auf, war auf dem <em>Discovery Channel</em> zu sehen und in weiteren Fernsehbeiträgen. Sein bekanntestes Buch <em>The Poltergeist</em> ist eines der sehr wenigen amerikanischen Bücher mit diesem Thema, die in einer deutschen Version erhältlich sind. 1996 erhielt Roll von der Parapsychologischen Association einen Preis für seine außergewöhnliche Karriere und 2002 den Tim Dinsdale Memorial Award für seine wissenschaftlichen Untersuchungen. Neben drei Büchern hat er mehr als 200 wissenschaftliche Artikel geschrieben und mehrfach doziert.</p>
<p style="text-align: justify;">1990 zog er sich aus dem aktiven Berufsleben zurück und lebte mit seiner zweiten Frau in Carrollton. Er hat drei Kinder und starb im Alter von 85 Jahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><u>Veröffentlichungen:</u></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><em>The Poltergeist</em> (1972, 2004 edition, Paraview Special Editions)</li>
<li style="text-align: justify;"><em>Theory and Experiment in Psychical Research</em> (1975)</li>
<li style="text-align: justify;"><em>Psychic Connections</em> (1995) [with Lois Duncan]</li>
<li style="text-align: justify;"><em>Unleashed: Of Poltergeists and Murder: The Curious Story of Tina Resch</em> (2004, Pocket Books)</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_41">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">[1] Clarkson, Michael (2006): Poltergeists. Examining Mysteries of the Paranormal. Richmond Hill: Firefly Books.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Wikipedia (2023): William G. Roll. Online verfügbar unter: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/William_G._Roll">https://en.wikipedia.org/wiki/William_G._Roll</a>. Zuletzt geprüft am 05.10.2023.</p></div>
			</div>
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			</div>
				
				
			</div></p>
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			</item>
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		<title>Augenzeugen von RSPK-Phänomenen</title>
		<link>https://para-wiki.de/augenzeugen-von-rspk-phaenomenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 19:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[personengebundener Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Augenzeugen]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[RSPK]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1578</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Mindestens 35 Polizeibeamte weltweit haben in 13 Fällen seit 1952 behauptet, Poltergeistaktivität aus der Nähe beobachtet zu haben. Neun davon wurden laut eigener Aussage durch einen <a href="https://para-wiki.de/spuktaxonomie/personengebundener-spuk/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: personengebundener Spuk">Poltergeist</a> angegriffen, aber keiner wurde verletzt und niemand wurde im weiteren Verlauf angeklagt. Ein Polizeibeamter zog sogar seine Dienstwaffe und zielte auf die unsichtbare Gewalt. Diese Informationen stammen aus Michael Clarksons Buch <em>Poltergeists</em>. Er beruft sich auf veröffentlichte Berichte und Interviews, die er selbst durchgeführt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Detective Joseph Tozzi wurde 1958 in Long Island, New York, von einem fast 100 Pfund schweren Bronzepferd hinten an den Beinen getroffen, als er mit dem 13-jährigen Jimmy Herrmann eine Treppe hinablief. Niemand sonst war in der Nähe (Seite 11).</p>
<p style="text-align: justify;">Streifenpolizist William Killin beobachtete am 14. Januar 1967 in einem Lager in Miami, wie Gläser und Souvenirs von allein aus den Regalen fielen (Seite 11). 1970 gab eine ganze Gruppe Polizisten unter Constable Bill Weir an, dass sie gesehen hätten, wie sich Möbelstücke in der Nähe eines 11-jährigen Jungen auf unerklärliche Weise bewegten, darunter ein Stuhl, der den auf ihm sitzenden Constable abwarf. Weir berichtete, dass er heimging und mit seiner Dienstwaffe und einem Glas Schnaps auf dem Nachttisch einschlief (Seite 12).</p>
<p style="text-align: justify;">1974 sah der Officer John Holsworth in Bridgeport, Connecticut, wie sich ein schwerer Kühlschrank langsam vom Boden hob, sich drehte und dann wieder auf den Boden stellte. Ein großer Fernseher schien in der Luft zu schweben, bevor er auf den Boden krachte. Sein Kollege Joe Tomete fügte hinzu, dass er gesehen habe, wie Wandregale erst vibrierten, sich dann lösten und durch die Luft flogen (Seite 12).</p>
<p style="text-align: justify;">1977 bewegte sich in London ein Stuhl von allein drei oder vier Fuß über den Boden, während Polizistin Carolyn Keeps zusah. Ihr Kollege Bryan Hyams beobachtete mit einem weiteren Beamten wie Legosteine durch die Luft segelten und schließlich auf sie zuflogen – sie flohen aus dem Haus (Seite 12, 13).</p>
<p style="text-align: justify;">In Runcorn, England, wurden 1977 drei Polizeibeamte von einem Sideboard geworfen, auf das sie sich gesetzt hatten, nachdem es sich bewegt hatte. Zudem wurden sie Zeuge etlicher anderer unheimlicher Ereignisse, die einen Schaden in Höhe von 35.000 Pfund anrichteten (Seite 13).</p>
<p style="text-align: justify;">In Druten, Niederlande, wurden 1995 zwei Polizisten mit Sand beworfen, während der verdächtigte Junge seine Hände in den Hosentaschen hatte (Seite 13, 14).</p>
<p style="text-align: justify;">Michael Clarkson misst den Beobachtungen solcher Phänomene durch Polizisten eine besondere Bedeutung zu, da diese darauf trainiert sind, außergewöhnlich detaillierte Beobachtungen anzustellen. Sie müssen im Dienst stets mit allen erdenklichen Variablen einer Eskalation rechnen und sind insbesondere darauf geschult, Verdächtige im Auge zu behalten und mögliche Reaktionen im Voraus zu erkennen beziehungsweise zu verhindern. Sie sind rational und darauf trainiert, Tricks zu entdecken. Ganz gewiss hat keiner dieser Polizisten damit gerechnet, unmittelbarer Zeuge paranormaler Aktivitäten zu werden. Und auch Jahre nach den Erlebnissen bestehen diese Zeugen darauf, dass sie die Vorfälle exakt so, wie berichtet, wahrgenommen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Kritiker haben seither die Echtheit vieler dieser Fälle in Zweifel gezogen und teilweise lapidar behauptet, die <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a> hätte getrickst und/oder die Augenzeugen hätten sich die Ereignisse nur eingebildet. Wirklich?</p>
<p style="text-align: justify;"></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_27 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Clarkson, Michael (2006): Poltergeists. Examining Mysteries of the Paranormal. S. 10 ff. Richmond Hill: Firefly Books.</p></div>
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