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	<title>Spukort</title>
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	<description>Die paranormale Enzyklopädie</description>
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	<title>Spukort</title>
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		<title>Spukhäuser / Geisterhäuser</title>
		<link>https://para-wiki.de/spukhaeuser-geisterhaeuser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2025 09:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Spukort]]></category>
		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">„Geisterhäuser“ erfreuen sich, wie angebliche Spuk-Orte allgemein, großer Beliebtheit. Hier vermischt sich häufig die Faszination, die ein „Lost Place“ ausstrahlt mit gruseligen und meist nicht haltbaren Geschichten. Zugrunde liegt häufig die (ausgedachte) Geschichte eines einzelnen Individuums. Wie bei der „stillen Post“, einer Methode der Wahrnehmungserziehung, die aufzeigen soll, wie schnell sich Nachrichten durch die mehrfache Weitererzählung verfälschen, entwickeln sich so Mythen. Grundsätzlich kann daher jedes Gebäude zu einem „Spukhaus“ verklärt werden. Ungeklärter Leerstand, eine eigenwillige Architektur und oft ein hohes Alter sind gute Grundzutaten, die mit den richtigen Zugaben (gerne Nazis, Mord und Satanssekte) dann alle Voraussetzungen darstellen, damit ein eigentlich unspektakuläres, leerstehendes Haus einen völlig neuen Ruf bekommt.</p>
<p style="text-align: justify;">In Deutschland gibt es um die 15 „Spukhäuser“, die es zu einem gewissen Ruhm im Internet und innerhalb gewisser Kreise gebracht haben. Nicht berücksichtigt werden hier Kapellen, Burgen, erhaltene Schlösser, Kliniken oder Sanatorien. Die hier behandelten „Spukhäuser“ sind vielmehr Villen, Ein-/Mehrfamilienhäuser und Gutshäuser.</p>
<p style="text-align: justify;">Fünf der folgenden Objekte haben keinen geschichtlichen Hintergrund, der ihren Status rechtfertigen könnte. Bei dreien kann der historische Background vorsichtig als Grundlage für spätere Spukberichte hinzugezogen werden. Weitere drei Häuser haben eine neuzeitliche Verbindung zum Spuk, weil ehemalige Bewohner von angeblichen paranormalen Phänomenen berichtet haben – diese drei Gebäude sind allerdings heute wieder bewohnt und scheinbar spielt Spuk keine Rolle mehr <a href="#1">[1]</a>.</p>
<p>Genauer betrachtet werden in einzelnen Artikeln:</p>
<ul>
<li><a href="https://para-wiki.de/haus-fuehlingen-villa-oppenheim/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Haus Fühlingen">Haus Fühlingen</a>, sowie das</li>
<li><a href="https://para-wiki.de/geisterhaus-hohensyburg/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Geisterhaus Hohensyburg">Spukhaus Hohensyburg</a></li>
</ul>
<p>Beispielhaft werden innerhalb dieses Artikels das „Spukhaus Fohlenweide“ und die „Villa Rasselstein“ hervorgehoben.</p>
<p>Das <strong>„Spukhaus Fohlenweide“ </strong>bei Darmstadt-Dieburg ist – wie das „Spukhaus Hohensyburg“ &#8211; inzwischen spurlos verschwunden, nachdem es in den vergangenen Jahrzehnten durch Vandalismus erst in Einsturzgefahr gebracht und dann nachhaltig zerstört wurde. Das Haus lag in einem Waldstück und war wohl zuletzt (1970er Jahre) von einer alten Frau bewohnt. Die Autorin hat „Haus Fohlenweide“ 2013 besucht, bereits damals war es nur noch eine Ruine.</p>
<p>Im Internet kursiert folgende Geschichte über das Gebäude, das einst unter „Hessens bekanntestes Geisterhaus“ firmierte: einst lebte ein Jäger mit seiner Frau und seinem Sohn darin. Dieser Jäger soll während der Jagd versehentlich seinen Sohn erschossen haben, woraufhin sich die verzweifelte Mutter im Haus erhängte. Da wollte der Jäger auch nicht mehr leben und schoss sich in den Kopf. Bis heute streifen die Seelen ruhelos umher <a href="#2">[2]</a> <a href="#3">[3]</a>. Diese Geschichte hat keinen historisch belegbaren Hintergrund.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls zwischenzeitlich abgerissen wurde die <strong>Villa „Rasselstein“</strong>, die auch „Villa Neizert“ hieß. Eine der Geschichten dreht sich um die Familie Remy. Demnach sollen die beiden Töchter von Friedrich Remy sowie die Haushälterin bei einem Brand ums Leben gekommen sein <a href="#4">[4]</a> <a href="#5">[5]</a>. Auch hierfür fehlen historische Belege, ein Brand wird außerdem nicht erwähnt.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen und Anmerkungen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_0 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[1] Die hier berücksichtigen Gebäude sind: Haus Fühlingen, „Polsumer Horrorhaus“, „Geisterhaus von Biel“, Villa Orr, Villa Muhr, Gutshof Gilen, Gut Scheifenhaus, Lutterburg Bodenwerder (keine Burg, sondern zwei Villen), Alte Villa Verden, „Spukhaus Groß Hutbergen“, Villa „Rasselstein“, „Spukhaus Oberbieber“, „Spukhaus Hohensyburg“, Villa Nordstern</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[2] Proplanta (2025): Geisterhaus &#8211; Dieburg. Geisterhäuser und unheimliche Orte der Welt. Online verfügbar unter <a href="https://www.proplanta.de/maps/geisterhaus-dieburg_poi1361120550.html">https://www.proplanta.de/maps/geisterhaus-dieburg_poi1361120550.html</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[3] Gasper, Uli (2016): Urban Exploration: Das Geisterhaus bei Dieburg. Der Baukultur auf der Spur. Online verfügbar unter: <a href="https://www.p-stadtkultur.de/urban-exploration-das-geisterhaus-bei-dieburg/">https://www.p-stadtkultur.de/urban-exploration-das-geisterhaus-bei-dieburg/</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[4] Wikipedia (2024): Villa Neizert. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Neizert">https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Neizert</a>. Zueltzt gepürft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[5] Geister Orte Rheinland-Pfalz (o.J.): Geister Orte Rheinland-Pfalz. Online verfügbar unter: <a href="https://test65775.jimdofree.com/geister-orte/geister-orte-reinland-pfalz/">https://test65775.jimdofree.com/geister-orte/geister-orte-reinland-pfalz/</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 15.08.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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		<title>Geisterhaus Hohensyburg</title>
		<link>https://para-wiki.de/geisterhaus-hohensyburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2025 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Geisterhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Hohensyburg]]></category>
		<category><![CDATA[Spukort]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Dieses ehemalige Gebäude verfügt noch heute über einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Erbaut wurde das Haus 1880, nicht weit entfernt von der ebenfalls als Spukort geltenden heutigen Burgruine Hohensyburg <a href="#1">[1]</a>. Bis 1979 war es von einer Bauernfamilie bewohnt. Hinsichtlich deren Ableben gibt es zumindest im unmittelbaren Bezug zum Haus nichts Nennenswertes zu berichten; es sei denn, man möchte den Unfalltod des letzten Bauern (er wurde offenbar betrunken von einem Bus erwischt) als mögliche Grundlage deuten.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielmehr scheint es auch in diesem Falle (vgl. „Spukhäuser/Geisterhäuser“) so zu sein, dass eine nicht haltbare Geschichte aus dem Internet als einzige Quelle für den spukhaften Ruf des Hauses diente. Seit 1979 folgte der Leerstand des Hauses. Zwar wechselte es den Besitzer, doch sah der sich offenbar mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert, was die weitere Vermietung des Hauses anging – vermutlich war es schlicht in einem schlechten Zustand und letztlich hätte es einer aufwändigen Renovierung bedurft, um es nochmals „verkehrssicher“ zu gestalten. Zwar nahm man die neue Elektrisierung der Nachbarhäuser 1991 zum Anlass, auch das vermeintliche „Spukhaus“ anzuschließen; außerhalb dessen scheint aber nichts passiert zu sein. Die neuen Besitzer versuchten, das Haus einbruchsicher zu verschließen – und damit begann die neue Karriere des Hauses als „Spukhaus“.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne jede historische Grundlage wurde aus dem biederen Haus in Ortslage eine Art deutscher „Hellfire Club“: plötzlich sollte dort ein Pfarrer seine Familie ermordet haben, Nonnen huldigten dem Satan, drei Jungen fanden einen entsetzlichen Tod und ein kopfloser Reiter trieb im Garten sein Unwesen. Wem das noch nicht reicht: außerdem soll Blut von den Wänden getropft sein und im Dachgeschoss hing in einem alten Kleiderschrank ein blutiges Kleid. Die Gruselgeschichten verselbstständigten sich und riefen eine regelrechte Pilgerwelle zum Haus hervor. Das Ganze gipfelte in einem gefälschten Zeitungsartikel, in dem behauptet wurde, dass ein Mann spurlos verschwunden sei. Laut Wikipedia verzeichnete die Polizei in den Jahren bis 2009 mehr als 300 Einsätze. Verantwortlich dafür: Verständlicherweise genervte Nachbarn, die immer öfter betrunkene Jugendliche in ihren eigenen Gärten auflasen. Begleiterscheinung der ständigen Einbrüche war ein rapide einsetzender Verfall des Hauses.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Erdloch im Boden, aus dem wohl immer mal wieder ein „übelriechender Dampf“ als „Tor zur Hölle“ überinterpretiert wurde, konnte offiziell als Überbleibsel der Braunkohleminen erklärt werden, die unterhalb des Grundstücks verliefen.</p>
<p style="text-align: justify;">2007 war das Haus nur noch eine statisch unsichere Ruine und wurde deshalb 2009 von der Stadt Dortmund abgerissen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_1 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">[1] Sagenhaftes Ruhrgebiet (o.J.): Die Teufelskanzel. Online verfügbar unter: <a href="http://www.sagenhaftes-ruhrgebiet.de/Die_Teufelskanzel">http://www.sagenhaftes-ruhrgebiet.de/Die_Teufelskanzel</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Wikipedia (2024): Geisterhaus Hohensyburg. Online verfügbar unter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geisterhaus_Hohensyburg">https://de.wikipedia.org/wiki/Geisterhaus_Hohensyburg</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Prolanta (2025): Geisterhaus Hohensyburg. Geisterhäuser und unheimliche Orte auf der Welt. Online verfügbar unter: <a href="https://www.proplanta.de/maps/geisterhaus-hohensyburg_poi1330961358.html">https://www.proplanta.de/maps/geisterhaus-hohensyburg_poi1330961358.html</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Allmystery.de (2004): Geisterhaus Dortmund -Syburg. Blogbeitrag von martinek. Online verfügbar unter: <a href="https://www.allmystery.de/themen/ue6176">https://www.allmystery.de/themen/ue6176</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Allmystery.de (2009): &#8220;Geisterhaus&#8221; Hohensyburg. Blogbeitrag von acidburn 1003. Online verfügbar unter: <a href="https://www.allmystery.de/themen/mt54454">https://www.allmystery.de/themen/mt54454</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">burgdame.de (2013): Hohensyburg &#8211; Burgruine, Friedhof und Geisterhaus. Online verfügbar unter: <a href="https://www.burgdame.de/hohensyburg-burgruine-friedhof-und-geisterhaus/?utm_content=cmp-true">https://www.burgdame.de/hohensyburg-burgruine-friedhof-und-geisterhaus/?utm_content=cmp-true</a>. Zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div>
			</div>
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			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 15.08.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
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		<title>Haus Fühlingen / Villa Oppenheim</title>
		<link>https://para-wiki.de/haus-fuehlingen-villa-oppenheim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 19:31:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Haus Fühlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Place]]></category>
		<category><![CDATA[Spukort]]></category>
		<category><![CDATA[Urbex]]></category>
		<category><![CDATA[Villa Oppenheim]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=2364</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Angefangen von einer blutigen Schlacht, drei Selbstmorden, diversen unheimlichen Sichtungen und Poltergeistphänomenen – bei diesem Gebäude ist alles vertreten.</p>
<p><strong>Gesicherte historische Fakten:</strong></p>
<p>In der Fühlinger Heide findet am 5. Juni 1288 eine der blutigsten Ritterschlachten des mittelalterlichen Deutschlands statt &#8211; die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Worringen" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Schlacht von Worringen">Schlacht von Worringen</a>. Nach heutigen Schätzungen verlieren 1.100 Kämpfer der insgesamt um die 10.000 Teilnehmer ihr Leben. Geografisch wird die Schlacht außerhalb von Fühlingen verortet. Das Haus Fühlingen liegt hingegen am entgegengesetzten Ende des Ortes, beim Fühlinger See, über zwei Kilometer vom Schlachtfeld entfernt. Die Villa Oppenheim wurde also nach heutigem Wissen nicht auf diesem Schlachtfeld erbaut <a href="#1">[1]</a>.</p>
<p>1884 erbaute Eduard Freiherr von Oppenheim das Gutshaus, eine Pferderennbahn und ein Gestüt. 1907 allerdings verkauft der Freiherr das Gelände wieder, weil er feststellt, dass es für Pferdehaltung nicht geeignet ist; vermutlich aufgrund der Nässe des Bodens.</p>
<p>1943 diente das Haus als Schlaflager für mehrere Zwangsarbeiter, die dem damaligen Pächter wegen fehlender deutscher Arbeitskräfte zugewiesen wurden.  Dieser Pächter, Ernst Kolb, beschuldigte einen der Zwangsarbeiter, den 19-jährigen Polen Edward Margol, sich seiner Tochter unsittlich genähert zu haben – zu Unrecht, wie heute bekannt ist. Er wurde am 15. Januar 1943 in der alten Ziegelei an der Neußer Landstraße 129 öffentlich gehängt <a href="#2">[2]</a>. Nicht belegt ist hingegen, dass sich einige der später freigekommenen Zwangsarbeiter an einem der Bewohner des Hauses (neben Kolb ist von weiteren elf Familien die Rede, die dort zu dieser Zeit lebten <a href="#3">[3]</a>) rächten und ihn im Hühnerstall hinter dem Anwesen erschlugen<a href="#4">[4]</a>.</p>
<p>Im Anschluss an den 2. Weltkrieg kaufte der NS-Richter Gerhard van Kempen (weiterführende Informationen online nicht vorhanden) das Haus und wohnte dort mit seiner Familie. Angeblich soll es dieser Richter gewesen sein, der Edward Margol zum Tode verurteilt hatte – gesicherte Angaben fehlen. Im Stolperstein-Eintrag (<a href="https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Details-Stolpersteine?sfrom=1204&amp;stid=1939&amp;vgr=Zwangsarbeiter%2finnen" target="_blank" rel="noopener" title="Museen Köln: NS-Dokumentationszentrum">NS-Dokumentationszentrum Köln &#8211; Details</a>) wird lediglich gesagt, dass Margol auf Veranlassung der Kölner Gestapo gehängt wurde. 1962 soll sich van Kempen in der Silvesternacht im zweiten Stock des Hauses erhängt haben. Seine Frau Alice soll auf lebenslangem Wohnrecht bestanden haben, als das Haus 1967 von der Stadt Köln aufgekauft wurde. Trotz stattfindender Abrissarbeiten (Reithalle, seitliche Teile; 1973 fanden weitere Arbeiten statt) blieb die Witwe des Richters bis 1999 im Hauptgebäude wohnen <a href="#5">[5]</a>. Ob das den Tatsachen entspricht, ist genauso unklar wie der angebliche Selbstmord des Richters. Historische Fotos der Villa Oppenheim sind online nicht zu finden.</p>
<p>Ab 1967 – dem Verkauf der Villa – jedenfalls scheint es deutlich bergab gegangen zu sein mit dem Gebäude. Nach dem vermuteten Auszug der oben erwähnten Witwe – sie starb offenbar in einem Altersheim <a href="#6">[6]</a> – avanciert das Gebäude bereits zum „Spukhaus“. Die Datenlage wird unklar – am 08. April 2007 soll der Kölner Express berichtet haben, dass Jugendliche im ersten Stock des Hauses eine leblose Person fanden <a href="#7">[7]</a>. Der Fundort wurde im Laufe der Zeit von den ersten Stock in den zweiten Stock verlegt und die Person soll sich dort erhängt haben – bestätigt wurde dies selbstredend nicht.</p>
<p>2017 berichtete der „Express“ vom Fund eines Grabsteins auf dem Gelände der Villa <a href="#8">[8]</a>, der angeblich einst im Garten der Villa stand. Die Stadt bestreitet dies – der Grabstein habe vielmehr bis zum Auslauf der Grabnutzungsdauer auf dem Friedhof Fühlingen gestanden – wie er seinen Weg auf das Gelände des Haus Fühlingen fand, konnte nicht geklärt werden. Die Person, deren Namen auf dem Grabstein steht, hatte mit Haus Fühlingen offensichtlich nichts zu tun. Dennoch etablierte sich irgendwann die Annahme, dass <em>drei</em> Selbstmorde in der ehemaligen Villa verübt worden seien <a href="#9">[9]</a>. Belege gibt es dafür keine, vermutlich wurde aus dem Fund des Grabsteines irgendwann eine weitere Suizid-Annahme.</p>
<p>Haus Fühlingen blickt einer düsteren Zukunft entgegen. Nachdem verschiedene angebliche Projekte sang- und klanglos untergingen, hat das Gebäude 2023 seinen Denkmalstatus – und damit die Aussicht auf Schutz vor Abriss &#8211; verloren <a href="#10">[10]</a>.<a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span></span></a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_2 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Z.B. <a href="https://verliebtinkoeln.com/haus-fuehlingen/">Geistervilla in Fühlingen: Wahr oder ausgedacht? Eine Spurensuche</a>: <em>&#8220;1288 fand auf dem Gelände (der &#8216;Blutacker&#8217;), auf dem heute die Villa steht, die berühmte Schlacht von Worringen statt. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 1000 Menschen auf dem Schlachtfeld starben. Ein beispielloses Gemetzel für die damalige Zeit.&#8221;</em></p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] <a href="https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Details-Stolpersteine?sfrom=1204&amp;stid=1939&amp;vgr=Zwangsarbeiter%2finnen">NS-Dokumentationszentrum Köln &#8211; Details</a>. Diese Ziegelei befand sich übrigens tatsächlich in unmittelbarer Nähe zum Schlachtfeld.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] Nachzulesen in der Broschüre des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln: <a href="https://www.jo-schrader.de/Broschuere_5MB-Version-rev.4.pdf">https://www.jo-schrader.de/Broschuere_5MB-Version-rev.4.pdf</a>.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] <a href="https://www.allmystery.de/themen/mt48989">Haus Fühlingen &#8211; Wo liegt der Grabstein? &#8211; Allmystery</a></p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Andere Quellen berichten, dass das Haus ab 1967 unbewohnt war, z.B. <a href="https://citak-immobilien.de/nachrichten/haus-fuehlingen-spukschloss-oder-traumwohnung">Haus Fühlingen &#8211; Citak Immobilien</a>.<a href="https://www.allmystery.de/themen/mt48989"></a></p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] <span class=""><a href="https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/fuehlingen/diese-gruselgeschichten-ranken-sich-um-die-villa-fuehlingen-in-koeln-1-818880" target="_blank" rel="noopener">Diese Gruselgeschichten ranken sich um die Villa Fühlingen in Köln, Online-Artikel des Kölner Stadtanzeigers.</a><br /></span></p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] <a href="https://www.t-online.de/region/koeln/id_100085194/lost-place-in-koeln-was-in-der-gruselvilla-haus-fuehlingen-passierte.html">Lost Place in Köln: Was in der Gruselvilla &#8220;Haus Fühlingen&#8221; passierte</a>; <a href="https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/fuehlingen/diese-gruselgeschichten-ranken-sich-um-die-villa-fuehlingen-in-koeln-1-818880">Diese Gruselgeschichten ranken sich um die Villa Fühlingen in Köln | Kölner Stadt-Anzeiger</a><span class=""><br /></span></p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] <a href="https://www.express.de/koeln/koeln-mysterioeser-fund-der-grusel-grabstein-von-haus-fuehlingen-50665">Köln: Mysteriöser Fund: Der Grusel-Grabstein von Haus Fühlingen | Express</a><span class=""><br /></span></p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] <a href="https://www.express.de/koeln/fluch-der-grusel-villa-haus-fuehlingen-verrottet-55130">Fluch der Grusel-Villa: Haus Fühlingen verrottet | Express</a><span class=""><br /></span></p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] <a href="https://www.spdkoelnnord.de/haus-fuehlingen-zur-gedenkstaette-machen/">Haus Fühlingen zur Gedenkstätte machen – Die SPD im Kölner Norden</a>; <a href="https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/fuehlingen/lost-place-koeln-haus-fuehlingen-steht-vor-dem-abriss-1-660048">Lost Place Köln: Haus Fühlingen steht vor dem Abriss | Kölner Stadt-Anzeiger</a><span class=""><br /></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_3 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Tomescheid, Wibke (2023): Lost Place. <span class="title__headline typo-headline1">Gruselvilla in Köln: Das &#8220;Haus Fühlingen&#8221; und seine dunkle Geschichte. Online verfügbar unter: <a href="https://www.stern.de/reise/deutschland/lost-place-in-koeln--in-der-gruselvilla--haus-fuehlingen--lebte-einst-ein-reicher-freiherr-33228316.html">https://www.stern.de/reise/deutschland/lost-place-in-koeln&#8211;in-der-gruselvilla&#8211;haus-fuehlingen&#8211;lebte-einst-ein-reicher-freiherr-33228316.html</a>. Zuletzt geprügt am 20.01.2025.<br /></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Kultur, Landschaft, Digital (2024): Herrenhaus Villa Oppenheim und Rennbahn Fühlingen. Online verfügbar unter: <a href="https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-251777">https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-251777</a>. Zuletzt geprüft am 20.01.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_32  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Otto, Christin (o.J.): Köln hakt nach: Warum gilt das Haus Fühlingen als Gruselvilla? Online verfügbar unter: <a href="https://koeln.mitvergnuegen.com/koelnhaktnach/haus-fuehlingen-grusel-villa/">https://koeln.mitvergnuegen.com/koelnhaktnach/haus-fuehlingen-grusel-villa/</a>. Zuletzt veprüft am 20.01.2025.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Teichert, Florian (2024): &#8220;Lost Place&#8221; mit düsterer Vergangenheit. <span class="">Diese Gruselgeschichten ranken sich um die Villa Fühlingen in Köln. Online verfügbar unter: <a href="https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/fuehlingen/diese-gruselgeschichten-ranken-sich-um-die-villa-fuehlingen-in-koeln-1-818880">https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/fuehlingen/diese-gruselgeschichten-ranken-sich-um-die-villa-fuehlingen-in-koeln-1-818880</a>. </span>Zuletzt veprüft am 20.01.2025.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_9">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Dieser Beitrag wurde am 20.01.2025 zuletzt bearbeitet.</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Gefängnisspuk in Weinsberg</title>
		<link>https://para-wiki.de/der-gefaengnisspuk-in-weinsberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 18:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[RSPK-Phänomen / Poltergeistphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Spukphänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Spuk]]></category>
		<category><![CDATA[Spukfall]]></category>
		<category><![CDATA[Spukort]]></category>
		<category><![CDATA[Weinsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://para-wiki.de/?p=1040</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div id="inhaltsverzeichnis" class="et_pb_row et_pb_row_10">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitende Zusammenfassung</a><br /><a href="#ortgeschehnisse">2. <span data-contrast="auto">Der Ort und die Geschehnisse</span></a><span data-ccp-props="{}"><br /><a href="#fokusperson">3. Die Fokusperson</a><br /><a href="#kritischebetrachtung">4. Kritische Betrachtung</a><br /><a href="#heutigesituation">5. Heutige Situation</a><br /><a href="#quellen">6. Quellen und Anmerkungen</a></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Zusammenfassung</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_4 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b><span data-contrast="auto">Der Gefängnisspuk in Weinsberg, 1836</span></b> <a href="#1">[1]</a></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Justinus_Kerner" target="_blank" rel="noopener" title="Wikipedia: Justinus Kerner">Justinus Kerner</a> (1786–1862)</span><span data-contrast="auto"> verfasste im Jahr 1836 mit </span><i><span data-contrast="auto">Eine Erscheinung aus dem Nachtgebiete der Natur </span></i><span data-contrast="auto">die Dokumentation eines Spukfalles, der sich im Gefängnis der Stadt Weinsberg 1835 und Anfang 1836 zugetragen hatte. Kerner wurde durch das Bezirksgericht mit der Untersuchung des Falles beauftragt, der einer der Gefangenen, Elisabetha Eslinger, zugeschrieben wurde, beauftragt. Sein Bericht gehört zu den ausführlichsten Dokumentationen eines Spukfalles überhaupt. Auf 351 Seiten sammelt Kerner sämtliche Zeugenaussagen und dokumentiert die Begebenheiten vor Ort. Zu den Besonderheiten des Falles gehört, dass er innerhalb eines abgesicherten Gefängnisses stattfand, praktisch jede Nacht auftrat und von Dutzenden Zeugen beobachtet wurde. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="ortgeschehnisse" class="et_pb_row et_pb_row_12">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_12  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. <span data-contrast="auto">Der Ort und die Geschehnisse<br /></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_5 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Das Gefängnisgebäude befand sich in der Innenstadt von Weinsberg. Wie üblich, war das Gebäude entsprechend gesichert mit vergitterten Fenstern und Türen. Der Gefängnishof war von einer Mauer umgeben, der Sicherheitseingang war stets verschlossen. Die Insassen waren im ersten Stock des Gebäudes untergebracht; weibliche und männliche Gefangene hatten eigene Zellen, die als „Gefängnis im Gefängnis“ konstruiert waren, d.h. sie waren eigenständige Räume, die sich in einem großen Raum befanden. Ihre Wände waren gemauert und vertäfelt und standen frei und komplett von Fluren umgeben; keine Wand stieß also an die Außenmauern des Gebäudes. Elisabetha Eslingers Zelle hatte zwei Fenster, die auf die Flure hinausführten. Diese Fenster waren vergittert. Ein drittes, kleineres Fenster im Dach der Zelle diente als Frischluftzufuhr. Dieses kleine Dachfenster konnte nur mit einem Seil geöffnet werden, das durch ein Metallrad geführt wurde, welches laute Geräusche produzierte, wenn es bedient wurde. Es gab eine Tür, zwei recht große einfache Betten in denen jeweils mehr als eine Person liegen konnte, einen Ofen in der Ecke neben der Tür und einen Stuhl. Nachts wurde der Flur von einer Öllampe erhellt, die vor der Tür des Gefängniswächters, Herrn Mayer, die sich im selben Stockwerk befand, angebracht war. Eslingers Zelle befand sich in einer Reihe von drei Zellen ganz rechts von der Treppe aus. Die Zelle in der Mitte war leer, in der linken Zelle waren männliche Gefangene untergebracht. Ihnen gegenüber an der linken Wand lagen die Räume von Herrn und Frau Mayer, sein Schlafzimmer und das Wohn- und Schlafzimmer seiner Nichte und eines Dienstmädchens, eine weitere Kammer und an der gegenüberliegenden Wand die Küche. Aus der leeren Zelle und aus Eslingers Zelle schaute man direkt auf die Wand, hinter der der Gefängnishof lag. Laut einer Grundrissrekonstruktion <a href="#2">[2</a></span><a href="#2"><span data-contrast="auto">]</span></a><span data-contrast="auto"> lag eines der Fenster von Eslingers Zelle direkt dem Außenfenster gegenüber. Da der Raum der Wachen direkt der Zelle mit den männlichen Insassen gegenüber lag, konnten diese mit der Beleuchtung den Flur sehen, wenn merkwürdige Geräusche auftraten und sich auf Eslingers Zelle zubewegten. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Die berichteten Phänomene traten fast jede Nacht über viele Wochen auf und konnten deshalb immer wieder beobachtet und dokumentiert werden. Sie wurden scheinbar durch einen kommunikationsbereiten „Geist“ verursacht, der wiederholt angab, auch Menschen außerhalb des Gefängnisses besucht zu haben, z.B. in anderen Häusern in Weinsberg und sogar in anderen Städten, sowohl, weil man darum gebeten hatte, als auch auf eigene Initiative. Entsprechend viele Zeugen gab es und fast alle waren befragt oder gebeten worden, ihre Erlebnisse niederzuschreiben. Die Gefangenen kamen aus unterschiedlichen Städten und waren in der Regel nicht informiert über die Spukvorfälle. Dennoch berichteten alle Zeugen sehr ähnliche oder identische Beobachtungen unabhängig voneinander. Dazu kamen etliche weitere Leute mit sehr gutem Leumund, darunter Gerichtsangestellte, Ärzte und ein Universitätsprofessor. Abgesehen von seinen eigenen Aussagen und denen von Elisabetha Eslinger und einer ihrer Töchter, hielt Kerner 47 Zeugenaussagen in seinem Bericht fest.</span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Von diesen insgesamt 50 Zeugenaussagen, berichten 48 von unerklärlichen akustischen Phänomenen wie gesprochenen Wörtern, Schreien, Fußschritten, Klopfen, Schüssen, tropfendem Wasser, raschelndem Papier, fliegenden Objekten, Flügelschlagen wie von Vögeln im Flug, heftigem Klappern von Fenstern, Türeschlagen, Gebrüll und Windstöße, die das ganze Haus erschütterten; dazu kamen eine Reihe von zischenden und rauschenden Geräuschen, die keiner realen Beschreibung zugeordnet werden konnten. Zusätzlich berichteten 29 Zeugen von undefinierbaren visuellen Erscheinungen in der Dunkelheit, die am ehesten einem sich bewegenden gelben oder weißen Fleck ähnelten, manchmal aber auch blinkenden Sternen, menschenähnlichen Umrissen oder sogar eine komplette Erscheinung. Taktile Empfindungen wie kalte Luftzüge oder das Gefühl, berührt zu werden, wurden von 25 Zeugen berichtet. Viele gaben auch an, dass ihre Decke weggezogen oder vom Bett geworfen worden sei. Dazu sagten 14 Zeugen, dass sie einen intensiven, übelkeitserregenden Gestank von Verwesung wahrgenommen hatten, der jeweils mit den anderen Phänomenen auftauchte und wieder verschwand. Zudem sollen zwei Katzen ungewöhnliches Verhalten gezeigt haben während des Auftretens der Phänomene; eine starb sogar <a href="#3">[</a></span><a href="#3"><span data-contrast="auto">3]</span></a><span data-contrast="auto">. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fokusperson" class="et_pb_row et_pb_row_13">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_13  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. <span data-contrast="auto">Die Fokusperson<br /></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_6 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Elisabetha Eslinger war eine arme Frau von 39 Jahren, die zwei Kinder hatte und in diesem Poltergeistfall als <a href="https://para-wiki.de/fokusperson/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: Fokusperson">Fokusperson</a> verstanden werden kann. Ihr Ehemann starb nach 18 Jahren Ehe. Als die Phänomene auftraten, war sie bereits seit mehr als fünf Monaten im Gefängnis. Sie hatte versucht, andere Leute zu überzeugen, einen vermeintlich versteckten Schatz zu bergen. Tatsächlich behauptete sie, seit ihrer Jugend Geister sehen zu können, aber nie mit ihnen engeren Kontakt gehabt zu haben. Doch habe kürzlich eine Erscheinung namens „Anton“ angefangen, sie zu belästigen. Er wolle unbedingt, dass sie für ihn bete, und zwar in einem bestimmten Keller in einer Nachbarstadt, um ihn von diesem Ort zu erlösen und ihm seine früheren Missetaten zu vergeben. Eslinger weigerte sich, seine Forderungen zu erfüllen – ihre Gefangenschaft hinderte sie ja auch daran. Der vermeintliche Geist gab sich ihr hörbar und sichtbar zu erkennen und wurde angeblich auch von ihrer 14-jährigen Tochter gesehen, wie diese Kerner gegenüber angab. Als Eslinger ins Gefängnis kam, folgte ihr „Anton“ offenbar und erschien Nacht für Nacht, raubte ihr den Atem und verursachte die beschriebenen Phänomene. Entsprechend entnervt und gestresst waren Herr Mayer, der Gefängniswächter, und seine Familie. Seine Berichte und Eslingers dazugehörige Erklärung führten schließlich dazu, dass Kerner am 12. September 1835 seine Ermittlungen aufnahm.</p>
<p style="text-align: justify;">Kerner besuchte Eslinger im Gefängnis, interviewte andere Gefangene und ließ ehemalige Insassen durch die Pastoren ihrer jeweiligen Heimatgemeinde befragen. Er kam zu dem Schluss, dass Eslinger psychisch gesund sei und dass die Beobachtungen Fakten entsprachen. Nach 11 Wochen schrieb er seinen ersten Bericht an das Gericht und weitere Ermittlungen wurden angeordnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Im Folgenden werden einige Zeugenaussagen wiedergegeben:<br /></span>Am 18. Oktober beobachtete Kerner demnach gemeinsam mit seiner Frau und der Frau des Gefängniswächters, wie Frau Eslinger „wieder“ begann, stereotyp zu atmen und hörte, ebenfalls zum wiederholten Male, eine Art Rollen und Rascheln wie von Papier an den Wänden und ein Geräusch, als würde ein starker Wind in ein Stück Stoff oder Papier hineinblasen im Flur. Catharina Sinn, die für zwei Wochen im Gefängnis in der Zelle neben Eslinger gewesen war, berichtete, dass sie – obwohl sie nichts von den Vorgängen gewusst habe – an den Fenstergittern und in der Zelle selbst ein Rauschen gehört habe, das sehr einem Papierrascheln ähnelte, obwohl es nirgendwo Papier gab. Außerdem hörte und fühlte sie, dass sich etwas vor und zurück bewegte. Die Bewegungsgeräusche wurden wiederum von Rauschen und kalten Luftzügen begleitet, obwohl Türen und Fenster geschlossen waren. In einer Nacht habe sie gedacht, dass etwas wie ein Stück Gips von ihrem Ofen gefallen sei, aber am nächsten Morgen konnte sie nichts finden. Einmal hatte sie das Gefühl gehabt, dass ihre Stirn sehr sanft berührt worden wäre, zudem hörte sie eine Art Schlurfen und weitere Geräusche. Letztlich bekam sie so viel Angst, dass sie in eine Zelle mit anderen verlegt wurde. Sie hörte die Geräusche weiterhin, aber dadurch, dass sie nicht mehr allein war, fürchtete sie sich nicht mehr in dem Maße. Sie gab an, dass die anderen ihr dann von dem Spuk erzählt hätten und sie sogar eine Stimme gehört habe, die nicht von dieser Welt gewesen sei. Sie habe aber nichts verstehen können, außer ein paar wenige Male, als sie und die anderen klar das Wort „Bete“ verstanden hätten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frau des Gefängniswächters, Frau Mayer, verbrachte mit ihrer Nichte und dem Dienstmädchen die Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 1835 in der Zelle von Frau Eslinger. Sie lagen in einem Bett und Frau Eslinger in dem anderen. Frau Mayer gab an, dass sie im Mondscheinlicht aufrecht auf dem Bett sitzend Frau Eslinger beobachtet habe. Alle drei sahen dann, wie der Stuhl mit Wucht zurückgeschoben wurde. Eslinger habe währenddessen ruhig und leise betend in ihrem Bett gelegen. Später flog dann noch das Fenster gegenüber mit einer Wucht auf, dass sie fürchteten, alle Scheiben wären zerbrochen. Frau Eslinger habe ihnen dann mitgeteilt, dass dies das Werk des Geistes sei, der nun auf dem Stuhl sitze. Sie konnten nichts sehen, hörten aber wenig später Fußschritte, die sich nicht menschlich anhörten und nahe an ihr Bett herankamen. Dies habe eine halbe Stunde gedauert, von Mitternacht an. Dann hätten sie einen starken Windstoß wahrgenommen und eine sehr spezielle Stimme gehört, die sie schon vorher einmal wahrgenommen hatten. Im Widerspruch zu ihrer ersten Aussage, gab Frau Mayer dann an, während der Nacht immer wieder einen hellen Schatten gesehen zu haben, der zuerst auf dem Stuhl gesessen habe und dann hin und her schwebte; sie habe ausschließen können, dass es sich um ein externes Licht oder den Mond gehandelt habe und außerdem sei der Schatten praktisch unbeschreiblich gewesen. Frau Eslinger habe die ganze Zeit über gebetet und je leidenschaftlicher sie dies tat, desto näher kam der Schatten, der oft auf ihrem Bett zu sitzen schien. Wenn sich der Schatten Frau Mayer und dem Dienstmädchen näherte, nahmen beide einen kalten Wind in dem verschlossenen und warmen Raum wahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 5 Uhr in der Früh, als sich der Schatten wieder Frau Mayer genähert und sie seinen kalten Luftzug wahrgenommen hatte, forderte sie ihn auf, in das Zimmer ihres Mannes zu gehen und dort ein Zeichen zu hinterlassen. Sie hörte ein „ja“ und dann, wie sich die Zellentür öffnete und schloss, der Schatten hinausglitt und ein Schlurfen im Flur. Eine Viertelstunde später kehrte der Schatten zurück, wobei er sich dieses Mal durch das Fenster zum Flur Zutritt verschaffte. Auf die Frage, ob der Schatten seine Aufgabe erfüllt habe, ertönte ein hohles kurzes Lachen. Als sie ihren Mann fragte, war der überrascht und erzählte, dass seine fest verschlossene Schlafzimmertür am Morgen aufgestanden sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Von da an sei der Geist öfter bei den Mayers im Schlafzimmer gewesen und habe sein Kommen immer durch Geräusche vor dem Bett oder im Zimmer angekündigt, die aus Knacken, Klopfen oder einem Geräusch, als würde Sand geworfen werden, bestanden. Manchmal habe es auch Geräusche gegeben, für die kein Vergleich gefunden werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Dezember 1835 scheint der Geist besonders aktiv gewesen zu sein und wurde auch von den männlichen Insassen in einer der drei Zellen wahrgenommen. Sie wussten angeblich nichts von den Vorfällen, fragten Herrn Mayer aber nach der Ursache für die nächtlichen Ruhestörungen. Der 19-jährige Christian Bauer gab an, dass er am 11. Dezember um 3 Uhr morgens wach geworden sei und in der Zelle ein Geräusch gehört habe wie ein Papierrascheln, ein Klopfen und plötzlich habe ein heller Schatten vor ihm gestanden. Der habe ihm gesagt, „du brauchst Geduld!“, was sein Zellennachbar ebenfalls gehört habe, und zwar in einer hohlen, rauen und keinesfalls menschlichen Stimme. Nach diesem Erlebnis beschränkten sich seine Erfahrungen auf verschiedene Geräusche, gewöhnlich gegen drei Uhr morgens, die er mit den anderen Insassen hörte. Am 3. Advent sei dies beispielsweise ein Schlag gewesen, der das Haus erschütterte, dann sei etwas den Flur entlanggekommen und es hätte sich angehört, als würde jemand an den Fenstern rütteln. Dann sei das Geräusch zu der Zelle am anderen Ende gegangen und dort hätten sie dann eine Frau laut beten gehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschichte wurde durch den erwähnten Zellengenossen, Johann Strecker, bestätigt. Auch ein Bauer namens Benz gab ab, dass er während dreien von den vier Nächten, die er im Gefängnis verbrachte, ein Tosen und Toben gehört hätte, als würde das ganze Haus zerstört werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Erlaubnis des Gerichts verbrachte zunächst Kerners Sohn Theobald die Nacht vom 26. auf den 27. Dezember in der Zelle der Männer, in der sich zu dem Zeitpunkt auch noch Johann Strecker befand sowie ein weiterer Insasse, Ludwig Gräter. Theobald gab an, dass er während der Nacht verschiedene, teils sehr laute Geräusche hörte. Gegen drei Uhr morgens seien diese nochmals lauter gewesen. Die ganze Zeit über habe er Frau Eslinger laut beten gehört <a href="#4">[4]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 27. Dezember verbrachten vier weithin geschätzte Männer die Nacht im Gefängnis: Heinrich Christian Kapff, ein Professor der Physik und Mathematik, und Christian Friedrich Duttenhofer, ein angesehener Kupferstecher, verbrachten die Nacht in Frau Eslingers Zelle. Pastor Johann Stockmayer und der Maler Josef Wagner waren in der Zelle von Strecker und Gräter. Sie nahmen die Rolle von Beobachtern ein, die die beiden Gefangenen die Nacht über im Auge behielten und zeitgleich teilweise den Flur bewachen konnten. Alle vier berichteten kongruent von ihren Beobachtungen: Merkwürdige Geräusche, die sich den Flur entlang in Frau Eslingers Zelle bewegten und dort den bereits von allen anderen Zeugen berichteten Lärm fortsetzten, Geräusche, die elektrischen Kurzschlüssen ähnelten, Tropfen, Werfen von Gips, Papier, das über eine Oberfläche gezogen wird, sehr heftiges rütteln und wackeln eines Fensters, Kutschengeräusche und so weiter. Die Männer in der Zelle mit Frau Eslinger, Kapff und Dudenhöfer, bemerkten außerdem hin und wieder einen hellen Schatten, der wenn er näherkam einen kalten Luftzug mit sich brachte. Einmal gab Frau Eslinger an, dass sich „Anton“ in der Zelle befinden würde, aber die beiden Männer konnten nichts Besonderes sehen oder fühlen. In der Zelle mit den männlichen Gefangenen hörten Stockmayer und Wagner dieselben Geräusche wie sie von Kapff und Dudenhöfer beschrieben worden waren. Sie sahen aber niemals eine Person, die als Verursacher in Frage gekommen wäre und die zwei Gefangenen verhielten sich ruhig während der Nacht. Der vermeintliche Geist schien nicht versucht zu haben, diese Zelle zu betreten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der folgenden Nacht gab es wieder außenstehende Gäste. Dieses Mal waren es der Arzt Dr. Philipp Sicherer und der Rechtsberater Karl Franz Fraas, die sich das zweite Bett in Frau Eslingers Zelle teilten. Bereits als sie um 20.30 Uhr beim Gefängnis ankamen und darauf warteten, eingelassen zu werden konnten sie ein trommelndes Geräusch an einem der vergitterten Fenster hören, das viel lauter war als alles, was menschliche Hände hätten produzieren können. Sie untersuchten die Zelle, konnten aber nichts Verdächtiges entdecken und erwarteten die Nacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wiederum berichteten sie von den üblichen Geräuschen, einschließlich des heftigen Werfens von grobem Sand oder Gips, ohne dass sie das dazugehörige Material hätten finden können. Sicherer berichtete zudem von einem Rütteln der Fenster, das praktisch das ganze Haus erbeben ließ, einem gewaltigen Getöse, als würden die Dachbalken nachgeben. Dazu hörten sie Fußschritte in der Zelle, das scheinbare Öffnen und Schließen der Zellentür und weitere laute Geräusche nach dessen Abklingen sich Sicherer ziemlich verwirrt fühlte.</p>
<p style="text-align: justify;">Vom 29. auf den 30. Dezember waren Baron Albert von Hügel und Pastor W. Megnin in der Zelle von Frau Eslinger zu Gast. Sie beobachteten die üblichen Phänomene, einschließlich eines schwebenden, hellen gelblichen Schattens und dem scheinbaren Rütteln des Fensters in der Nähe ihres Bettes, das Frau Eslingers Bett gegenüberlag. Dazu ertönte ein „schreckliches Geräusch und Dröhnen, als ob alle Glasscheiben zerspringen würden&#8221; <a href="#5">[5]</a>. Dabei schien sich das Fenster aber nicht zu bewegen und es schien sich auch niemand im Flur aufzuhalten. Als sie versuchten, den Lärm nachzustellen fanden sie heraus, dass Fenster und Gitterstäbe unbeweglich waren und sie konnten nicht einmal annähernd ähnliche Geräusche produzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Abend des 30. Dezembers traf dann Justinus Kerner mit dem Arzt Dr. Johann Seyffer in Frau Eslingers Zelle ein. Um Irritationen durch das Mondlicht zu verhindern, verhängten sie die Zellenfenster mit Tüchern. Somit war es innerhalb der Zelle stockdunkel. Trotzdem erschien gegen 20 Uhr in der Zelle ein gelbes Licht, das Dr. Seyffer anleuchtete. Das Licht schwebte dreimal vor und zurück und war für ungefähr sieben Minuten sichtbar. Frau Eslinger versicherte ihnen, dass es zu „Anton“ gehören würde, den sie sehen würde. Kerner und Seyffer gingen im Anschluss direkt in den Gefängnishof, doch der Himmel war wolkenverhangen und der Mond nicht sichtbar. Um 21 Uhr traf Herr Heyd ein, der bereits vom 17. auf den 18. Dezember in der Zelle gewesen war und löste Kerner ab, der das Gebäude verließ. Die beiden Männer beobachteten die üblichen Phänomene, aber ohne Lichter oder das heftige Fensterrütteln.</p>
<p style="text-align: justify;">Elisabetha Eslinger wurde am 12. Januar 1836 aus dem Gefängnis entlassen. Sogar danach berichteten weitere Insassen von den typischen Phänomenen, obwohl sie nichts davon wissen konnten. Kerner fand weitere Zeugen, die aussagten, dass sie Vorfälle im eigenen Haus gehabt hätten. So zum Beispiel Herr Theurer, ein Gerichtssachverständiger. Er hatte Frau Eslinger während seiner Befragung aufgefordert, ihm doch den Geist nach Hause zu schicken. Kerner gegenüber gab er an, dass er in einer Nacht aufgewacht sei, weil er jemanden vor seinem Schlafzimmer in Socken umhergehen hörte. Er sprang sofort auf, um nachzusehen, fand aber niemanden. Doch lag ein fürchterlicher Gestank nach Verwesung in der Luft. Von da an waren in mehreren Nächten Geräusche zu hören, wie Knacken, Sandwerfen und weitere, die er als „unbeschreiblich“ definierte <a href="#6">[6]</a>. Seine Katze hätte sich ebenfalls erschrocken und sich versteckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Interessanterweise scheinen die Personen, die unter und über Herrn Theurers Wohnung lebten, ebenfalls gelegentlich von dem Spuk besucht worden zu sein. Herr Neusser, ein Lehrer, der unterhalb von Herrn Theurer wohnte, wusste rein gar nichts von den Spukereignissen im Gefängnis und war entsprechend ratlos, als die merkwürdigen nächtlichen Vorfälle passierten. Herr Bürger hingegen, der in der Wohnung über der von Theurer wohnte, war mit dem Fall sehr vertraut. Er hatte die Nacht vom 18. Dezember selbst im Gefängnis verbracht, blieb aber skeptisch in Bezug auf die Ereignisse. Frau Eslinger hatte seine Zweifel mitbekommen und bat „Anton“, ihn eines Besseren zu belehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Prompt habe er in mehreren Nächten „Besuch“ bekommen, meist gegen drei Uhr früh. Beispielsweise sei er aufgewacht und habe gehört, wie feste Gegenstände den Schornstein heruntergefallen sein – ohne dass es wirklich Spuren davon gab. Eine sicher auf einem Tisch stehende Flasche sei umgefallen und in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar sah er nach dem Aufwachen gegen drei Uhr morgens, wie eine Wand komplett in gelbem Schein erleuchtet war und in der Mitte einen hell leuchtenden weißen Streifen in Gestalt eines Mannes. Dies habe mehrere Minuten angehalten, dann sei ein Geräusch zu hören gewesen, als würde Tapete an der Wand entlanggerollt werden, an der sich die Erscheinung befand und mit ihr aus dem Fenster verschwinden. Gleichzeitig hörte es sich an, als würde eine kleine Kutsche im Zimmer umherrollen und dann hörte er Fußschritte im Flur vor dem Zimmer. Er versicherte, dass es nicht um den Mondschein gehandelt haben könnte, da der Mond in dieser Nacht erst später schien und die Erscheinung auch nicht die Größe des Fensters, das der Wand gegenüberlag, aufwies.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Personen berichteten von Phänomenen in ihrem eigenen Zuhause, darunter auch Professor Kapff und Baron von Hügel, wobei hier der Geist offenbar auf eigene Initiative entschieden haben soll, den Herren einen Besuch abzustatten. Unabhängig voneinander berichteten sie alle die typischen Phänomene: Knacken, Schlurfen oder Laufen, Geräusche wie elektrische Kurzschlüsse, das Rascheln von Papier, kalte Windzüge, ein unerträglicher Gestank und gelegentlich ein gelbes Licht.</p>
<p style="text-align: justify;">Betroffen war auch der Maler Carl Dörr, auf dessen Aussage Kerner besonders Wert legte, da er stets skeptisch derartigen Vorfällen gegenübergestanden hatte. Er hatte darum gebeten, dass ihn der Geist besuchen solle in Heilbronn. Obwohl er damit gerechnet hatte, dass nichts passieren würde, gab es an drei Nächten eine Reihe unerklärlicher Geräusche und Luftzüge in seinem Schlafzimmer in Heilbronn, die er sich nicht erklären konnte. Mäuse konnte er jedenfalls ausschließen; zum einen sei das Schlafzimmer hell genug erleuchtet gewesen und die ausgelegten Köder waren seit über einer Woche nicht angerührt worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Kerner selbst bekam offenbar Besuch in seinem Haus, das sich etwa 450 Meter vom Gefängnis in gerader Linie entfernt befand. Kerner gab an, dass es beinahe jede Nacht über mehrere Wochen zu den bekannten Phänomenen gekommen sei, einschließlich Erscheinungen. Er führt mehrere Beispiele an, so zum Beispiel die Nacht vom 19. auf den 20. Dezember, wo er und seine Familie gegen 3:15 Uhr morgens Geräusche hörte und an der Bettdecke seiner Frau gezogen wurde. Zudem sei ein Schuss in der Mitte des Zimmers ertönt und in der Nacht auf den 27. Dezember – sein Sohn befand sich bei Frau Eslinger im Gefängnis – wurden sie wach und hörten Geräusche wie Knacken, Klopfen, als würde Sand geworfen werden und einen merkwürdigen kreischenden Ton, als würde jemand zu sprechen versuchen, es aber nicht schaffen. Seine Frau habe in der Nacht auf den 2. Januar sogar mit der Erscheinung sprechen wollen, doch als sie es versuchte, wurden ihr Mund und ihre Zunge ganz unbeweglich und steif. Vom 24. auf den 25. Januar kamen noch ein Schlag und Geräusche, wie von Flügelschlagen dazu, sowie eine gelbe Kugel in der Größe eines kleinen Tellers, die Kerner an der Wand sah, an der sein Bett stand. Dies dauerte mehrere Minuten und auch er paralysierte, als er versuchte sich zu äußern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Letzte der durch Kerner selbst beobachteten Phänomene betraf sein Pferd. Am 27. Januar, nachdem die üblichen Geräusche ertönt und ein heller Schatten aufgetreten war, hörten die Kerners einen Schlag und dann ein Geräusch, als würde sich das Pferd aus dem Stall heraus bewegen, obwohl alle Türen verschlossen waren. Am nächsten Morgen fanden sie das Pferd trotz der immer noch verschlossenen Türen tatsächlich in dem Raum vor der eigentlichen Box. Das Zaumzeug war intakt, obwohl die Kette, mit der das Pferd eigentlich in der Box an den Trog gebunden wurde, verschwunden war.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits erwähnt, hatte Elisabetha Eslinger das Gefängnis am 12. Januar 1836 verlassen. Dennoch hatten sich die spukhaften Ereignisse sowohl im Inneren des Gefängnisses wie auch außerhalb desselben fortgesetzt. Seinen finalen Abschied nahm „Anton“ am 11. Februar 1836. Während „Anton“ anfangs von Frau Eslinger das Beten in einem bestimmten Keller in Wimmental eingefordert hatte, gab er nun an, dass auch das Beten im Außenbezirk von Wimmental reichen würde, um ihn von seinem Bann zu erlösen. Das Ganze fand um 3 Uhr morgens statt, dem Zeitpunkt also, zu dem „Anton“ gewöhnlich am aktivsten gewesen war. Leider konnte Justinus Kerner, der Frau Eslinger diese Vorgehensweise empfohlen hatte, nicht dabei sein. Stattdessen nahm auf sein Bitten hin eine Frau aus Weinsberg teil, der er sehr vertraute: Christiane Wörner. Sie beobachtete die Zeremonie mit ihren zwei Schwestern und weiteren Freunden aus gut 30 Metern Entfernung von Frau Eslinger. Als Frau Eslinger anfing zu beten, sei eine helle Erscheinung auf sie zugegangen und ein Licht habe einmalig aufgeblitzt. Dann sei etwas, wie eine weiße Wolke auf sie zugeschwebt, die sich schließlich in die Luft hob und verschwand. Nach ungefähr 15 Minuten wären sie zu Frau Eslinger hinüber gegangen und hätten sie kalt und bewusstlos auf dem Boden liegend vorgefunden. Als sie wieder aufwachte gab sie an, der Geist habe ihr zum Abschied die Hand gereicht. Sie habe ihre Hand in ein Tuch gewickelt, bevor er sie berührte, doch sei in diesem Augenblick eine Flamme erschienen, die Brandlöcher im Tuch hinterlassen habe. Laut Frau Wörner waren diese unschwer zu erkennen.</p>
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			</div><div id="kritischebetrachtung" class="et_pb_row et_pb_row_14">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Kritische Betrachtung<span data-contrast="auto"></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_7 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Michael Nahm stellt fest <a href="#7">[7]</a>, dass Justinus Kerners Interesse an paranormalen Phänomenen nicht ganz so neutraler Natur war, wie er den Anschein erwecken möchte, sondern sein Bericht auch mit seinen persönlichen Perspektiven eingefärbt ist. Es tritt klar hervor, dass er selbst der Meinung ist, dass die Vorgänge in dem Gefängnis in Weinsberg durch eine verstorbene Person verursacht wurden. Als Begründung gibt er an, dass der Spuk scheinbar nicht von Elisabetha Eslinger abhängig war, da er wiederholt in den weit entfernten Häusern von Augenzeugen auftrat und Frau Eslinger davon nicht einmal gewusst habe. Zudem gibt er an, dass diese „entfernten Spukhaften Ereignisse“ and die anderen Phänomene auftraten, als Frau Eslinger bei vollem Bewusstsein gewesen sei und nicht in einer Art Trance. Kerner blieb dabei auch offen für andere Interpretationen; so hielt er es einige Jahre später für durchaus wahrscheinlicher, dass der Gefängnisspuk dämonischer Natur gewesen sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Kerners Untersuchungsweise war strukturiert und er versuchte auch Experimente einzubringen, wie z.B. den Versuch, „Anton“ aufzufordern einige Personen Zuhause aufzusuchen. Durch die typischen Eigenheiten des Gefängnisses konnte eine Beeinflussung von außen quasi ausgeschlossen werden. Frau Eslinger hingegen war der Fokus möglichen Betrugs. Kerner wandte folgende Kontrollen und Methoden an:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Wie üblich in Gefängnissen waren alle Zellentüren stets verschlossen, außer wenn jemand ein- oder austrat. Sogar die Besucher blieben über Nacht in den Zellen, die von außen durch Herrn Mayer verschlossen wurden. Die Türen, die zu Mayers Räumen und zum Flur führten, der durch eine Öllampe beleuchtet war, waren ebenfalls verschlossen.</li>
<li>Die Leute, die Frau Eslinger beaufsichtigten redeten auch immer wieder mal mit ihr in der im Übrigen dunklen und ziemlich engen Zelle, sodass sie feststellen konnten, wo sich Frau Eslinger befand. Grundsätzlich soll sie sich aber praktisch immer in ihrem Bett aufgehalten haben, was akustisch durch das ständige Beten bestätigt werden konnte. Weibliche Zeugen, insbesondere Mitgefangene, lagen zudem im selben Bett und sagten aus, dass sie bewegungslos dagelegen und gebetet hätte während des Auftretens der Phänomene. Manchmal hielten verängstigte Zellengenossinnen auch ihre Hände und das Stroh in ihrer Matratze knisterte hörbar, wenn sie sich bewegte.</li>
<li>Einige Male wurden weiblichen Gefangenen auch vereinfachte Haftbedingungen angeboten, wenn sie in der Lage wären, einen möglichen Betrug zu überführen. Dennoch sagten alle aus, dass sie sich praktisch nicht bewegt habe, während die Geräusche in voller Lautstärke auftraten.</li>
<li>Die Zelle wurde wiederholt untersucht nach möglichen Objekten, die zum Betrug eingesetzt werden könnten. Ein Beispiel: Als es sich anhörte, als würden Sand, Gips oder andere kleine Objekte nachts in die Zelle geworfen werden, konnte am nächsten Morgen nichts gefunden werden. Das Stroh in Frau Eslingers Matratze wurde gelegentlich gewechselt, um die Möglichkeit auszuschließen, dass sie dort etwas versteckte. Und von der Matratze abgesehen, gab es keine anderen Versteckmöglichkeiten in der Zelle.</li>
<li>Wie beschrieben folgten vier Leute Kerners Einladung, die Phänomene vor Ort zu untersuchen und blieben in der Nacht zum 27. Dezember im Gefängnis. Während Kapff und Dudenhöfer die Nacht in Eslingers Zelle verbrachten, überwachten Stockmayer und Wagner alles von der Zelle der männlichen Gefangenen aus, von wo sie den Flur, der zu Frau Eslingers Zelle führte und gleichzeitig die männlichen Insassen überblicken konnten. Die gewöhnlichen Phänomene traten auf, ohne dass die vier Männer auch nur den leisesten Hinweis auf Betrug bemerken konnten.</li>
<li>Um die Möglichkeit auszuschließen, dass die Lichtanomalien betrügerisch produziert werden konnten, wurde von einigen Zeugen dafür gesorgt, dass es keine Lichtquellen in der Zelle gab, wenn sie die Nacht dort verbrachten. Kerner und Dr. Seyffer verhängten sogar die zwei Fenster in der Zellenwand, damit kein Licht von außen eindringen konnte. Kerner stellte insbesondere sicher, dass die Beobachtungen nicht etwa durch Mondlicht verursacht werden konnten. Er konnte das dadurch ausschließen, dass das Mondlicht bestimmte Bereiche im Gefängnisinneren einfach nicht erreichen konnte und falls es in die Zelle fiel, projizierte es einen ganz andersfarbigen Lichtschein, der immer auch eine Projektion des Schattens der Gitterstäbe beinhaltete.</li>
<li>Manche der Zeugen, so Professor Kapff und Dr. Seyffer, brachten eigene Lichtquellen mit, damit sie die Zelle bei Bedarf ausleuchten konnten. So konnte Kapff berichten, dass er das eine Mal, als sich die Erscheinung in der Zelle befinden sollte, nichts Ungewöhnliches bemerkte. Zugleich konnte Herr Mayer durch den Lichteinsatz ausschließen, dass Betrug die Ursache für die Geräusche war.</li>
<li>Es fanden auch Reproduktionstests statt. So versuchten einige der Zeugen, die Klappergeräusche der Fensterscheiben und -sprossen nachzustellen und versagten vollständig. Nicht einmal als sechs Leute gleichzeitig an den Gitterstäben rüttelten, entstand dabei ein Geräusch; erst recht keines, dass mit dem Lärm, den der Spuk scheinbar produzierte, vergleich gewesen wäre.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Kerner gab auch an, dass Elisabetha Eslinger bereits vor ihrem Gefängnisaufenthalt in ihrem Zuhause von „Anton“ aufgesucht worden sei; dies sei von einer ihrer Töchter bestätigt worden. Zudem habe sie durch das Auftreten der Phänomene keinerlei Benefit erhalten, sondern vielmehr für einige Monate kaum essen und schlafen können, was sie zunehmend geschwächt habe.</p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Für heutige Verhältnisse sind allerdings die meisten der Zeugenaussagen unangemessen kurz oder lassen Details vermissen. Scheinbar waren die Zeugen nur gebeten worden, ihre Beobachtungen mitzuteilen und ein Hinterfragen, warum sie der Ansicht waren, dass die Ereignisse paranormal sein müssen, fand selten statt. Scheinbar wurden die Aussagen auch nicht miteinander verglichen. Drei Berichte weisen unterschiedliche Daten für bestimmte Ereignisse auf. Der in „N equals 1“ abgebildete Grundriss des Gefängnisstockes in dem der Spuk stattfand wurde anhand der Beschreibungen in Kerners Bericht angefertigt, es gab keinen Grundrissplan im Originalbericht <a href="#8">[8]</a>.</span></p>
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			</div><div id="heutigesituation" class="et_pb_row et_pb_row_15">
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Heutige Situation<span data-contrast="auto"></span></h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_8 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Das Gefängnis wurde in den späten 1990er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Kernerhaus ist heute Museum und zu öffentlichen Zeiten zu besichtigen <a href="#9">[9]</a>, <a href="#10">[10]</a>. Etwas morbide mutet an, dass es im Dachgeschoss des Hauses ein „Sargzimmer“ gibt und dass Kerners Gästehaus („Alexanderhäuschen“) um 1600 das Totenhaus des alten Friedhofs gewesen ist. Der Turm im Garten trägt die Bezeichnung „Geisterturm“.</p>
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			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_16">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Quellen und Anmerkungen</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_9 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[1] Dieser Beitrag basiert auf folgender Quelle: Michael Nahm (2019): Historical Perspective: Justinus Kerner’s Case Study Into The „Prison Spook“ In Weinsberg And Spooky Actions At A Distance In 1835-1836. In: Gerhard Mayer (Hrsg.): N equals 1. Single Case Studies in Anomalistics, S. 153-200. Online erhältlich unter: <a href="https://www.anomalistik.de/weitere-publikationen/perspektiven-der-anomalistik/band-6-n-equals-1">https://www.anomalistik.de/weitere-publikationen/perspektiven-der-anomalistik/band-6-n-equals-1</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Ebd., S. 159.</p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] Herr Mayer hatte an zwei Nächten eine Katze in Elisabetha Eslingers Zelle gesteckt. Als die Erscheinung die Zelle betrat, habe die Katze panisch angefangen auf- und abzuspringen und sich schließlich zitternd unter einer Decke versteckt. Nach der zweiten Nacht habe die Katze sich aber geweigert zu fressen und sei schließlich verstorben. Von einer zweiten Katze wird nicht berichtet.  </p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] Seine Aussage wird als besonders glaubwürdig gewertet, weil der damals 17-jährige gehofft habe, durch das Aufdecken von Betrug zu Ansehen zu kommen. Wie sein Vater wurde er Arzt, Autor und Poet und hat während seines ganzen Lebens immer beteuert, dass er überzeugt sei, etwas Unerklärliches erlebt zu haben (Nahm 2019, Seite 167 f.).</p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] Ebd., S. 169.</p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Ebd., S. 170.</p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Ebd., S. 175 ff.</p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] Ebd., S. 159.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] Stadt Weinsberg (2024): Kernerhaus. Online verfügbar: <a href="https://www.weinsberg.de/freizeit-und-kultur/museen-und-austellungen/kernerhaus-und-alexanderhaeuschen/">https://www.weinsberg.de/freizeit-und-kultur/museen-und-austellungen/kernerhaus-und-alexanderhaeuschen/</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg e.V. (2024): Die Geschichte des Kernerhauses. Online verfügbar unter: <a href="https://www.kernerundfrauenverein.de/das-kernerhaus/geschichte/">https://www.kernerundfrauenverein.de/das-kernerhaus/geschichte/</a>. Zuletzt geprüft am 03.04.2024.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grandhotel Waldlust</title>
		<link>https://para-wiki.de/grandhotel-waldlust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Feb 2024 20:36:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Freudenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[IGPP]]></category>
		<category><![CDATA[Schlosshotel Waldlust]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong><br /><a href="#einleitung">1. Einleitung und geschichtlicher Überblick</a><br /><a href="#grandhotelspukhotel">2. Vom Grandhotel zum Spukhotel</a><br /><a href="#abschlussberichtigpp">3. Zusammengefasster Abschlussbericht des IGPP</a><br /><a href="#adeleb">4. Adele B.</a><br /><a href="#ausgangsfaktoren">5. Weitere wichtige Ausgangsfaktoren und Zeitpunkte</a><br /><a href="#historischefakten">6. Gegenüberstellung der historischen Fakten</a><br /><a href="#fazitigpp">7. Fazit durch das IGPP</a><br /><a href="#get">8. Gegenüberstellung mit den Ergebnissen des Ghosthunter Explorer-Team</a><br /><a href="#gesamtfazit">9. Gesamtfazit</a><br /><a href="#quellen">10. Quellen und Fußnoten</a></p></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_with_border et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_18  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Grandhotel Waldlust von außen.<br />Foto: Sonja Nowara</p></div>
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			</div><div id="einleitung" class="et_pb_row et_pb_row_18">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>1. Einleitung und geschichtlicher Überblick</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_10 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Das Grandhotel Waldlust, 1879 erbaut und 1902/03 erstmals erweitert, erfüllt alle Kriterien für einen Spukort per definitionem. Das einst weltweit bekannte, höchst exklusives Grandhotel, das zahlreiche Fürsten, Könige und später Filmstars aus Hollywood begrüßte, überstand den 1. Weltkrieg noch unbeschadet. Die Besuche der illustren Gäste, darunter der König von England, der König von Schweden, Mark Twain, John D. Rockefeller oder Mary Pickford und Douglas Fairbanks, kamen mit dem Beginn des 2. Weltkriegs zum Erliegen. Die Waldlust wurde erst Kommandozentrale, dann Lazarett und erholte sich von diesem Rückschlag nicht mehr. Die Gründerfamilie Luz, allen voran die Witwe von Ernst Luz-Junior Emilie, starb 1949 und ihre Kinder konnten das Haus nur noch bis in die Siebziger Jahre halten. Danach folgten zahlreiche Besitzerwechsel und der stetige Niedergang des Hotels. Anfang 2005 verständigte der damalige Marketingleiter des Hotels das IGPP, das <a href="https://para-wiki.de/einrichtungen/institut-fuer-grenzgebiete-der-psychologie-und-psychohygiene-e-v-igpp-in-freiburg-im-breisgau/" target="_blank" rel="noopener" title="ParaWiki: IGPP">Institut für Grenzerfahrungen, Psychologie und Psychohygiene</a> in Freiburg. Einige Bedienstete hatten wiederholt von paranormalen Phänomenen berichtet. Das IGPP übernahm unter Leitung von Dr. Gerhard Mayer die Befragung der betroffenen Mitarbeiter und sah sich vor Ort um. Allen Bemühungen zum Trotz – und noch bevor die eingehende Untersuchung der Phänomene stattfinden konnte – musste das Hotel noch im gleichen Jahr für immer schließen und verfiel in einen Dornröschenschlaf – bis es vom Pro7-Magazin „Galileo“ und der Webseite „Travelbook“ <a href="#1">[1]</a> jäh aus diesem gerissen wird und innerhalb kürzester Zeit vom Grandhotel zum Spukhotel avanciert.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="grandhotelspukhotel" class="et_pb_row et_pb_row_19">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_20  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>2. Vom Grandhotel zum Spukhotel</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_11 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Wer von den beiden genannten Parteien sich nun zuerst den Bericht des IGPP als Grundlage genommen hat, um dann die Fakten einfach völlig durcheinander zu bringen, ist für die Autorin nicht feststellbar. Fakt ist, dass historisch nicht belegte Geschichten der Angestellten als Tatsachen hingestellt wurden:</p>
<p style="text-align: justify;">An erster Stelle wäre da die angeblich im Hotel gewaltsam zu Tode gekommene ehemalige Hotelchefin zu nennen, von der sogar das aus Datenschutzgründen vom IGPP vergebene Pseudonym aus dem Bericht kurzerhand übernommen worden ist: Adele B. entwickelte ein Eigenleben anstelle der realen Persönlichkeit von Emilie Luz. Und eben jene Adele B. ist seither aus den Köpfen sämtlicher Medien und Besucher auch nicht mehr wegzubekommen – obwohl es eine Person mit diesem Namen nie gegeben hat und die historische, echte Emilie Luz nachweislich auch nicht ermordet wurde.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="abschlussberichtigpp" class="et_pb_row et_pb_row_20">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>3. Zusammengefasster Abschlussbericht des IGPP</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_12 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Untersuchungsleitung: Gerhard Mayer &amp; 5 weitere Mitarbeiter des IGPP; Untersuchungszeitraum: Februar 2005</p>
<p><em>Involvierte Personen:</em><br />Herr A. (Marketingchef, seit ca. 2 Monaten)<br />Herr B. (Geschäftsführer, seit März 2004), Klarname bekannt <a href="#2">[2]</a><br />Frau C. (Mitarbeiterin an der Rezeption, seit Sept. 1999)<br />Herr D. (Koch, seit Mitte 2002, psychisch auffällig)<br />Frau E. (Hausdame, seit 2001)<br />Frau F. (Köchin, seit Dezember 2003)<br />Herr G. (Restaurantleiter, seit 1999)<br />Frau L. (Gast, Seminaranbieterin, Bekannte von Herrn A.)<br />Frau M. (von Januar 1997 bis Juli 2003 Hotelmanagerin)<br />Frau N. (ehem. Mitarbeiterin, „Mädchen für alles“, 1991-2003)<br />Herr O. (Portier, keine Interviewbereitschaft)</p>
<p><em>Unterteilung in 5 Phasen:</em><br />1. Kontaktaufnahme, Vorinformationen und Untersuchungsauftrag<br />2. Voruntersuchung – erste vor-Ort-Exploration (Interview mit Herrn A. und Ortsbegehung)<br />3. Zwischenauswertung<br />4. Zweite vor-Ort-Exploration (Interviews mit dem Geschäftsführer Herrn B. und verschiedenen Bediensteten des Hotels)<br />5. Interviews mit externen Personen, historische Recherchen</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hintergrund:</em><br />Anfang Februar 2005 nahm Herr A. telefonisch Kontakt mit der Beratungsstelle des IGPP auf und berichtete von ungewöhnlichen, spukhaften Vorkommnissen im Hotel, von denen er aus zweiter Hand erfahren habe. Zunächst war unklar, ob seine berufliche Position (Marketingchef) mit dem Anruf zusammenhing; im weiteren Verlauf kristallisierte sich heraus, dass er kein Interesse an einer Vermarktung des Hotels als „zertifizierter“ Spukort zeigte. Es wurde vielmehr beiderseitiges Stillschweigen gegenüber der Öffentlichkeit vereinbart.<br />Die oben genannten Personen waren bis auf zwei Ausnahmen laut ihrer Berichterstattung mehrfach Zeugen der Phänomene.<br />Der Geschäftsführer Herr B. gab sich nach außen abweisend und kritisch, befeuerte aber intern die Spuksymptomatik, indem er z.B. bei Berichten der Mitarbeiter sagte, „ja, das war halt die ‚Adi‘“ <a href="#3">[3]</a>.<br />Die Hotelmanagerin Frau M. verhielt sich ebenfalls den Phänomenen abweisend gegenüber, berichtete aber zeitgleich von mindestens einem massiven Vorfall, in den zwei Gäste involviert waren.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Grundsätzliches:</em><br />Abgesehen von den der Autorin und dem Ghosthunter Explorer-Team bis dahin unbekannten Phänomenen ist im Untersuchungsbericht des IGPP vor allem von folgenden auffallend oft in Phänomene verwickelte Gegenständen/Zimmern die Rede:</p>
<ul>
<li>Gemälde einer weiß gekleideten jungen Frau, das von den Bediensteten als Bildnis der Hotelleiterin („Hotelkönigin“ genannt, also Emilie Luz/Adele B.) interpretiert wird. Standort: Treppenhaus, zwischen dem EG und der ersten Etage</li>
<li>Gemälde eines jungen vermeintlichen Geistlichen, der von Bediensteten als „Bischof“ tituliert wurde. Identität ungeklärt, Standort: Rezeption</li>
<li>Dreizehnarmiger Kronleuchter, an dem nur 12 Leuchten funktionierten. Standort: Rezeption</li>
<li>„Problemzimmer“ 428 (Gastvorfall, Telefonhörer lag öfter neben der Gabel, Badewanne lief voll Wasser, Telefongespräche aus dem Zimmer wurden auf dem zentralen Hotel-PC angezeigt obwohl niemand telefonierte bzw. das Zimmer unbelegt war</li>
<li>„Problemzimmer“ 434 („Sterbezimmer“, „Zimmer der ‚Adi‘“)<a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span></span></a></li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="adeleb" class="et_pb_row et_pb_row_21">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_22  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="phasen" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>4. Adele B.</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_13 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Dieses Pseudonym wurde vom IGPP in seinem Untersuchungsbericht aus Datenschutzgründen eingeführt und ist seitdem ungeprüft in sämtliche Medienberichte übernommen worden. Adele B. ist ein Pseudonym für Emilie Luz, der Gattin von Ernst Luz jun. Während in dem Untersuchungsbericht von einer sehr präsenten, einflussreichen „Hotelkönigin“ die Rede ist, die das Hotel quasi im Alleingang führte, ist zumindest online keine Information über Emilie Luz‘ Status und Verbleib vorhanden, abgesehen von einer Entnazifizierungsakte, die angibt, Emilie Luz, geb. Dilg, sei am 18.02.1868 geboren worden. Sie starb 1949 &#8211; wie das Geburtsdatum schon anzeigt, in hohem Alter – vermutlich tatsächlich im Hotel (sie hatte laut Bericht morgens noch die Zimmer geprüft).</p>
<p style="text-align: right;"><a href="#inhaltsverzeichnis">nach oben ↑</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="ausgangsfaktoren" class="et_pb_row et_pb_row_22">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_23  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>5. Weitere wichtige Ausgangsfaktoren und Zeitpunkte</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_14 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;">Das Hotel befand sich zum Zeitpunkt der Untersuchung durch das IGPP bereits in einem teilweise desolaten Zustand. Die Belegschaft sah sich bereits seit längerem einer Situation gesteigerter existenzieller Bedrohung gegenüber; die meisten Mitarbeiter würden nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre Wohnung (bzw. Zimmer) im Hotel verlieren. Es waren bereits drastische Sparmaßnahmen eingeführt worden; so wurden die unteren Räume teilweise nicht mehr geheizt; wenn keine Gäste anwesend waren, wurden zudem die Heizungen komplett heruntergefahren und die Duschzeiten begrenzt).</p>
<p style="text-align: justify;">In den letzten ein bis zwei Jahren vor Kontaktaufnahme mit dem IGPP war es zu einer Eskalation der Ereignisse gekommen; zeitgleich wurde die Belegschaft stark verkleinert (Minimalbelegschaft) und der neue Geschäftsführer führte einen weniger hierarchischen Führungsstil ein. Das Teamempfinden wurde dahingehend gestärkt, dass aus den verbliebenen Mitarbeitern eine Schicksalsgemeinschaft wurde, „deren existenzielle Situation quasi auf Gedeih und Verderb mit der des Hotels verknüpft zu sein scheint“ <a href="#4">[4]</a>. Es dürfe also bei den Beteiligten durchaus eine Art psychischer Ausnahmezustand geherrscht haben (mindestens in den letzten Jahren; die Spukphänomene liegen aber teilweise auch weiter in der Vergangenheit <a href="#5">[5]</a>).</p>
<p>Marketingchef Herr A. hat zwar selbst nur geringfügige paranormale Erfahrungen im Hotel gemacht, bezeichnet das Haus aber dennoch als „Haus der verstorbenen Seelen“ und bezieht sich dabei auf die Nutzung als Lazarett im 2. Weltkrieg und auf zugemauerte Gänge im Keller des Hauses (Gerüchte gipfelten in der vagen Vermutung, dort seien Personen zu Kriegszeiten lebendig eingemauert worden). Eine Inspektion der zwei zugemauerten Wände im Keller zeigte, dass sie vermutlich aus den frühen 1990er Jahren stammen und mit dem Einbau von Wellness-Räumen zusammenhängen (Abtrennung vom normalen Hotelkeller). Nach der „relativ oberflächlichen“ <a href="#6">[6]</a> Inspektion gab es keinen Anlass zur Vermutung von Geheimgängen oder geheimen Räumen. Bis auf wenige Ausnahmen wohnten die Mitarbeiter im Hotel.</p>
<p><em>Zeitpunkte:</em><br />Die Phänomene traten offenbar v.a. in Zeiten auf, in denen wenige Gäste vor Ort waren und entweder nach Beendigung des Bewirtungsbetriebes oder frühmorgens.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Besonders frequentierte Orte innerhalb des Hotels:</em><br />Eine deutliche Häufung der Phänomene lässt sich für die vierte Etage feststellen („Problemzimmer“ 428 und 434). Die zweite Etage wird ebenfalls als auffällig beschrieben, doch fehlen hier klare Zuordnungen zu berichteten Ereignissen. Die findet man stärker zu den Service- bzw. Betriebsräumen im Erdgeschoss, wobei auch die Bar eine Rolle spielt. Ebenfalls wichtig sind die Verbindungsstellen zwischen den Etagen: Der Fahrstuhl und das vordere Treppenhaus, wie auch das hintere Treppenhaus im Bediensteten-Bereich, das neben den Betriebsräumen im Erdgeschoss gelegen ist, und auf der vierten Etage direkt neben dem Zimmer 434 endet.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Untersuchungsbericht vom IGPP beinhaltet eine detaillierte Zeittafel mit Angabe des Jahres, der berichteten Phänomene und einer Beschreibung <a href="#7">[7]</a>. Die hier erfolgende Wiedergabe erfolgt unter Zufügung des Ortes – sofern identifizierbar –, an dem die Phänomene im Hotel aufgetreten sind sowie weiterer Ergänzungen/Kürzungen des Originals aufgrund durchgeführter Internet-Recherchen und/oder fehlender Relevanz.<a href="#_ftnref3" name="_ftn3"><span></span></a></p>
<table border="2" style="border-style: solid; border-color: black; float: left;">
<tbody>
<tr>
<td width="47"><strong>Jahr</strong></td>
<td width="170"><strong>Phänomen</strong></td>
<td width="104"><strong>Ort</strong></td>
<td width="283"><strong>Beschreibung</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1994</td>
<td width="170"></td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Eine nicht genannte Person (D.S.) kauft das Hotel</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1/1995</td>
<td width="170"></td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Der Geschäftsführer und Pächter A.H. verschwindet nach einem dubiosen „Ausverkauf“ spurlos</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1994-2003</td>
<td width="170">Gänsehaut, beklemmendes Gefühl, dass „etwas“ da sei, Lichtveränderungen abhängig von Stimmung und Geschehnissen, Probleme mit „Geräten“, Veränderungen am Bild des „Bischofs“</td>
<td width="104">Bar, Rezeption (Bild)</td>
<td width="283" style="text-align: justify;">Zu Beginn ihrer Arbeitsaufnahme (1994) wusste Frau N. nichts von Spuk, der mit dem Hotel in Verbindung stehen soll. Während des Spätdienstes nachts fühlt sie eine gewisse Beklemmung und hört Berichte von Gästen; z.B. soll nachts auf dem Balkon plötzlich das Licht gebrannt haben, obwohl es nur vom Zimmer aus eingeschaltet werden kann (in dem zu dem Zeitpunkt eben niemand war), oder Gäste waren der Meinung, es würde plötzlich jemand bei ihnen im Zimmer stehen</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1997-2003</td>
<td width="170">Lichtveränderungen, Bildveränderungen, „Problemzimmer“, Badewanne füllt sich selbständig; Telefonhörer liegt neben der Gabel, obwohl das Zimmer verschlossen wurde</td>
<td width="104">Bar, Zimmer 434, Zimmer 428, Bilder</td>
<td width="283">Frau M. (seit 1997 im Hotel) sieht ähnliche Lichtveränderungen und Änderungen an den Bildern (sie spricht explizit von 3 Bildern) wie Frau N. Sie bezeichnet das „Sterbezimmer“ (Nr. 434) als „Problemzimmerchen“, ohne dass sie von Phänomenen berichtet; beim anderen „Problemzimmer“ (Nr. 428) berichtet sie von der vollgelaufenen Badewanne und dem Telefonhörer, der „immer wieder mal“ neben der Gabel liegend aufgefunden wird, obwohl sie die Karte zum Öffnen des Zimmers gesperrt hatte. Von diesen beiden Phänomenen hat sonst niemand berichtet. Außerdem sei ein Gästepaar da, das in diesem Zimmer übernachtet hatte, abgereist, nachdem die Frau in der Badewanne liegend von hinten berührt worden war. Sie hatte angenommen, dass es ihr Freund sei, dann aber niemanden vorgefunden, als sie sich umdrehte.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1998</td>
<td width="170">Anwesenheit von „Personen“ gefühlt, Bild im Saal ist heruntergefallen</td>
<td width="104">„Saal“, 1. Stockwerk Treppenhaus im Südflügel</td>
<td width="283">Herr G. (1998 Arbeit aufgenommen) war nachts im Spätdienst häufig allein und hatte die Empfindung der Anwesenheit von anderen „Personen“, die vorbeigelaufen und dann plötzlich verschwunden sind. Es sei schon von Spuk o.ä. geredet worden, als er seine Arbeit aufnahm. Einmal hat er das Geräusch von Stöckelschuhen gehört (Zeitpunkt unklar). Die stärksten Empfindungen hatte er im 1. Stockwerk im Treppenhaus des Südflügels (unterhalb des „Sterbezimmers“). Er berichtet noch von einem Bild, dass ohne Anlass im Saal von der Wand gefallen war. Allerdings hatte er das nicht selbst erlebt, sondern seine damalige Chefin (vermutl. Frau M., die dieses Ereignis aber nicht erwähnte).</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1999</td>
<td width="170">Anwesenheit von „Personen“ gefühlt, Schatten im Lichtstrahl unter der Tür, Gehgeräusche, Kältegefühl</td>
<td width="104">Zimmer 442, 2. + 4. Stockwerk, Rezeption</td>
<td width="283">Im Dezember hatte Frau C. (1999 als 16-Jährige angefangen, wohnte im Hotel) ein erstes Erlebnis, als sie mit einer Kollegin im Zimmer 442 (Mitte, neben dem Fahrstuhl) einen Schatten im Lichtstrahl (des Ganglichts) unter der geschlossenen Tür wahrnahm, aber keine Person vor der Tür vorfand. In der Folge Gefühl der Anwesenheit von Wesen, verbunden mit einem Kältegefühl. Vor allem im 2. + 4. Stockwerk, aber auch an der Rezeption (meistens abends, im Winter aber auch frühmorgens, wenn es noch dunkel war).</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 1999</td>
<td width="170">Anwesenheit einer Person, OBE-Erfahrungen <a href="#8">[8]</a> oder halb-luzide Träume</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">
<p>Frau C. träumte (sie ist sich ihres damaligen Bewusstseinszustandes unsicher), sie sähe sich von oben im Bett liegen, ihre Arbeitskollegin neben sich (dies entsprach der Realität). Im Spiegelschrank sah sie ein kleines Mädchen, das sich dann in eine Frau mit hochgesteckten Haaren und „breitem“ Kleid verwandelte. Sie habe geschrien, worauf ihre Arbeitskollegin ausgewacht sei.</p>
<p>Sie habe schon viermal OBE-Erfahrungen im Hotel gemacht, d.h. sich selbst und die Person neben sich von oben im Bett liegen sehen.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 1999</td>
<td width="170">„Fahrstuhl“</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Frau C. gab an, dass sich der Fahrstuhl öfter selbständig betätigen würde. Zeitraum unklar.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1/2000</td>
<td width="170">Chlorgeruch in der Suite, Persönlichkeitsveränderung</td>
<td width="104">Suite (?) <a href="#9">[9]</a></td>
<td width="283">Frau L. berichtete, dass sie in der Suite einen starken Chlorgeruch wahrnahm. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt starke persönliche Beziehungsprobleme.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">3/2002</td>
<td width="170">Schwenktüre in der Küche von allein aufgegangen</td>
<td width="104">Saal/Küche</td>
<td width="283">Nachdem Herr D. 3-4 Wochen gearbeitet hatte, arbeitete er in der Küche und sah die Schwenktür von allein aufgehen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 3/2002</td>
<td width="170">(retrokognitive<a href="#10">[10]</a>?) Träume, Anwesenheit von Personen, Kältegefühl, Gänsehaut</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">
<p>Herr D. berichtete, dass er hin und wieder Träume habe, die sich auf die Vergangenheit des Hotels bezögen. Außerdem würde das Haus auch „schlechte“ Träume induzieren.</p>
<p>Spürt die Anwesenheit von irgendwelchen Wesen oder „Personen“, bekommt Gänsehaut.</p>
<p>Sieht nachts in seinem Zimmer, wie ein Schatten im Lichtspalt unter der Tür erscheint und spürt dann, wie etwas zu Tür herein an ihm vorbeigeht.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">4/2003</td>
<td width="170">„Schwarze Frau“</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Frau C. berichtete vom eingangs erwähnten „Ausverkauf“ des Hotels. Im Rahmen dieser Aktion soll eine sich seltsam gebärende, schwarz gekleidete Frau aufgetaucht sein. Herr B. wird als Zeuge genannt <a href="#11">[11]</a>.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">4/2003 (?)</td>
<td width="170">Sonderbares Verhalten eines Bernhardiners</td>
<td width="104">Zimmer 434</td>
<td width="283">Herr B. wohnte zu diesem Zeitpunkt anscheinend schon im Hotel, hatte aber offiziell die Geschäftsführung noch nicht übernommen. Er wohnte im Zimmer 434, dem „Sterbezimmer“, das er im weiteren Verlauf auch als „Zimmer der Adi“ bezeichnet. Der Bernhardiner des damaligen Geschäftsführers sollte in dessen Abwesenheit irgendwo untergebracht werden. Er hatte in jedem Zimmer (…?) gebellt und verrückt gespielt, sich im „Adi“-Zimmer aber ans Fenster gelegt und „nicht mehr gerührt und war am nächsten Morgen verschüchtert“, was Herr B. interpretierte, dass der Hund gemerkt habe, dass irgendetwas da sei.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">12/2003</td>
<td width="170">„Fahrstuhl“</td>
<td width="104">Zimmer 421, Fahrstuhl</td>
<td width="283">Frau E. macht mit einer Kollegin das Zimmer 421 sauber (liegt genau gegenüber der Fahrstuhltür). Der Fahrstuhl kommt an, die Türe öffnet sich und niemand war darin.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 2004</td>
<td width="170">„Atmosphärische Störung“</td>
<td width="104">Zimmer 434</td>
<td width="283">Herr D. zieht nach der Trennung von seiner Frau ins Hotel, will aber auf keinen Fall „das Zimmer von Adi“, weil da „etwas“ sei. Er will etwas gespürt, aber zu dem Zeitpunkt noch nicht gewusst haben, dass es sich um eines der „Problemzimmer“ handele.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 2004</td>
<td width="170">Glühbirnen am Kronleuchter (Rezeption) gehen kaputt, Ankündigung eines schlechten Ereignisses, Gast bricht sich Zeh, Gast fällt aus Dusche, Wasserrohrbruch</td>
<td width="104">Rezeption</td>
<td width="283">
<p>Frau C. berichtete und bringt insb. die synchronistische Hypothese (kündigt etwas Schlechtes an) mit Herrn B. in Verbindung („Lass ja den Kronleuchter aus“.)</p>
<p>Im September/Oktober ereignet sich der Sturz aus der Dusche, bei dem sich ein Hotelgast den Arm bricht. Keine Zimmernummer bekannt.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 2004</td>
<td width="170">Babygeschrei</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Frau C. berichtet dem dann als Geschäftsführer eingesetzten Herrn B. sie höre hin und wieder Babygeschrei in der Nacht.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">2004-2005</td>
<td width="170">Erscheinen einer Person als Spiegelung, verschlossene halbvolle Bierflasche</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Herr B. berichtet vom Erlebnis eines ungarischen Kochs, der nachts (oder abends) neben seinem Spiegelbild im Fenster das einer anderen Person sah. Außerdem sei eine verschlossene Bierflasche nur noch halbvoll gewesen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 2004</td>
<td width="170">Anzeige von Telefonaten am Schaltbrett der Telefonzentrale</td>
<td width="104">Zimmer 428 (u.a.?)</td>
<td width="283">Herr B. berichtet, dass ab und zu auf dem Schaltpult der Telefonzentrale Anrufe von unbelegten Zimmern nach außen angezeigt werden, die dann aber nicht auf der Telefonrechnung erscheinen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Ab 2004</td>
<td width="170">Selbsttätiges Fahrstuhlverhalten</td>
<td width="104">Fahrstuhl, 4. Stock</td>
<td width="283">Frau F. berichtet, dass sie nachts immer wieder mal den Fahrstuhl in den vierten Stock hochfahren hört.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">2/2004 (?)</td>
<td width="170">Etwas „wirr“ wirkende Frau mit schwarzen Haaren</td>
<td width="104">Bar</td>
<td width="283">Herr D. berichtet, wie er zweimal einer etwas wirr wirkenden Frau mit langen schwarzen Haaren begegnet sei, die ihn ein Gespräch verwickelt habe und dann jeweils plötzlich verschwunden sei. Beim zweiten Mal habe sie an der Bar einen Wein getrunken und mit lauter Kleingeld bezahlt. Sie habe sich sehr für die Gegenstände aus der Geschichte des Hotels interessiert und Infos über ihn selbst erzählt, die sie seiner Ansicht nach nicht wissen konnte. Die Frau sei auch „von anderen“ gesehen worden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">2/2004</td>
<td width="170">Schrittgeräusche, Licht geht selbständig an, Vorhang wackelt, Gläser klingen in der Bar</td>
<td width="104">Bar</td>
<td width="283">Herr D. berichtet, wie es am Abend nach dem zweiten Besuch der Frau mit den schwarzen Haaren zu Schrittgeräuschen gekommen sei; das elektrische Licht ging mehrmals selbsttätig an. In der Bar hätten die Gläser gewackelt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Sommer 2004</td>
<td width="170">Geräusche von Stöckelschuhen</td>
<td width="104">Zimmer 320, Zimmer 420</td>
<td width="283">Herr D. berichtet vom ständigen Geräusch von Stöckelschuhen über seinem Zimmer (320) und auf Nachfrage bei der Rezeption habe er erfahren, dass das Zimmer über seinem (420) nicht belegt gewesen sei.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">3/2004</td>
<td width="170">Summende, weibliche Stimme</td>
<td width="104">Personaltreppenhaus, Personalräume</td>
<td width="283">Frau C. und Frau E. haben an zwei oder drei Tagen hintereinander morgens um ca. 8 Uhr eine summende weibliche Stimme im Personaltreppenhaus gehört, die näher gekommen sei.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">3/2004</td>
<td width="170">Geräusch von Stöckelschuhen im Treppenhaus</td>
<td width="104">Haupttreppenhaus, 1. Stockwerk</td>
<td width="283">Frau C. berichtet, wie sie mit einigen anderen an einem Tisch im Erdgeschoss saßen und das Geräusch von Stöckelschuhen im Haupttreppenhaus hörten, die die Treppen herunterkamen und dann im 1. Stockwerk eine Tür geöffnet wurde (ca. 21 Uhr, keine Gäste im Hotel). Das Ganze passierte zweimal.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">3/2004</td>
<td width="170">Gänsehaut, Schatten löst sich von der Person</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Herr D. berichtet, wie er nachts die Treppe hochgegangen sei und dabei plötzlich eine Gänsehaut bekommen habe. Er sei stehengeblieben und habe beobachtet, wie sich sein Schatten an der  Wand weiterbewegte.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">10/2004</td>
<td width="170">Gestalt in weißem Schleier im Servicebereich</td>
<td width="104">Servicebereich</td>
<td width="283">Erstes Erlebnis von Frau F. (seit Dez. 2003 im Hotel). Sie sieht den Rest eines weißen Schleiers vorbeihuschen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">10-11/2004</td>
<td width="170">Gestalt im weißen Oberteil läuft in der Bar vorbei</td>
<td width="104">Bar</td>
<td width="283">Frau F. berichtet wie sie mit weiteren Zeugen (Herr D. und ein Praktikant) eine Gestalt mit weißem Oberteil vorübergehen sehen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">11/2004</td>
<td width="170">Singende Frau, Bild v. Adele B. verändert sich, weißer Schleier tritt aus Lampe aus und zieht sich wieder zurück, Kerzenflamme steht waagrecht, Kälteempfindungen</td>
<td width="104">Bild im Treppen-haus, Bar, Personalraum</td>
<td width="283">
<p>Herr G. hört im Oktober/November eine singende Frau.</p>
<p>Herr A. berichtet, dass er und seine Freundin beobachtet hätten, dass sich das Bildnis der ‚Adi‘ verändert hätte.</p>
<p>Die Freundin von A. will in der zweiten Nacht im Hotel sehen, wie sich ein weißer Schleier aus einer Lampe materialisiert und dann wieder in die Lampe hineingeht.</p>
<p>Zweimal an aufeinanderfolgenden Tagen sei plötzlich eine Kerzenflamme ohne Flackern „gekippt“, einmal in der Bar, einmal im Personalraum. Anwesend waren Frau C., ihr Freund, Herr B. und Herr A.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">12/2004</td>
<td width="170">Luzider Traum (?), Anwesenheit einer Person (?)</td>
<td width="104">Zweites OG?</td>
<td width="283">Frau F. „träumte“ (?), dass nachts ihre Zimmertür (im 2. OG?) aufgegangen sei und ihr Bett stark zu vibrieren begonnen habe, zudem habe eine große Gestalt an ihrem Bett gestanden. Sie sei dann aufgestanden und habe die Zwischentür abgeschlossen, die am nächsten Morgen tatsächlich abgeschlossen gewesen sei. Herr B., dem sie von dem Traum erzählte, meinte, es sei „Emily“ gewesen, die an dem Bett gerüttelt habe.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Weihnachten 2004</td>
<td width="170">Anwesenheit einer Person</td>
<td width="104">Damentoilette</td>
<td width="283">Frau E. berichtet, dass der Sohn des Chefs (Herr B.) eine alte Frau auf die Damentoilette gehen gesehen habe. Frau E. habe das dann überprüft und niemanden vorgefunden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">Silvester 2004</td>
<td width="170">Persönlichkeitsveränderung, eine Art von Besessenheitsphänomen, Stellvertretersyndrom</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Frau L. berichtet, dass sie in der Silvesternacht ihrem Freund Vorwürfe gemacht habe zu einer Sache, die sie nicht hätte wissen können. Sie fühlte sich in einer Stellvertreterrolle. Um diese Zeit herum habe sie außerdem Frau E. die Tarotkarten gelegt und so den Missbrauch an deren Tochter durch den Ehemann gespürt und aufgedeckt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1/2005</td>
<td width="170">Bild des Bischofs „lächelt“</td>
<td width="104">Rezeption</td>
<td width="283">Frau C. und eine Freundin „streicheln“ auf Anregung durch Frau N. das Bild des Geistlichen, das zu diesem Zeitpunkt im „Kaffeehaus“ aufgehängt war. Vorher hing es immer an der Rezeption und wurde auch kurz darauf wieder dorthin zurückgebracht.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">1/2005</td>
<td width="170">„Schrei“ auf der Gästetoilette; Anwesenheit einer Person</td>
<td width="104">Gästetoilette Erdgeschoss</td>
<td width="283">Frau F. geht während einer Besprechung mit Herrn B. und Frau C. auf die Gästetoilette und hat das Gefühl, dass eine Person neben ihr steht. Dann hört sie einen Schrei, als ob jemand irgendwo hinuntergestürzt wäre.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">2/2005</td>
<td width="170">Anwesenheit eines Wesens, Katze reagiert</td>
<td width="104">Zimmer 320</td>
<td width="283">Herr D. berichtet, wie er in seinem Zimmer liegend plötzlich eine Gänsehaut bekam und oben an der Wand „etwas“ bemerkt. In dem Moment kam seine Katze angerannt und hätte an eben dieser Stelle die Wand hochgehen wollen, dabei habe sie gefaucht und auf die Stelle geschaut.</td>
</tr>
<tr>
<td width="47">2/2005</td>
<td width="170">Schrittgeräusche</td>
<td width="104"></td>
<td width="283">Herr A. berichtet, wie Herr B. zu ihm sagte, dass „sie über ihm gerade Party machten“. Herr B. berichtete das nicht selbst.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Phänomene ohne Eingliederung in die vorstehende Tabelle (vermutlich, weil eine zeitliche Einordnung nicht möglich war):</p>
<ul>
<li>„… dass man jemand im Spiegel sieht“ (Frau M.)</li>
<li>Der Festsaal war gelegentlich von einem Tag auf den anderen von einem unerklärlichen, modrigen Geruch erfüllt (Frau M.)</li>
<li>Geplatzte Glühbirnen im Foyer (vor allem im Kronleuchter, Frau C.)</li>
<li>Einige Bedienstete waren so verängstigt, dass sie sich nachts oder allein nicht mehr im Hotel bewegen wollten und/oder immer nachts das Licht anließen</li>
</ul>
<p>Nach der Einschätzung des Untersucherteams zeigten sich in den Berichten keine selbstdarstellerischen Verhaltens- und Darstellungsweisen und es spricht nichts gegen die Glaubwürdigkeit der Gesprächspartner <a href="#12">[12]</a>. Ausgehend von einer systemischen Perspektive zeigen sich geradezu idealtypische Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von außergewöhnlichen Erfahrungen deutlich erhöhen: Krisen-, Umbruch- oder Belastungssituationen der Einzelnen (drohender Arbeitsplatz- und Wohnungsverlust, enge finanzielle Situation, unklare/keine berufliche Perspektive, etc.).<br />Die von den Gesprächspartnern vorgebrachten „Geschichten“ zur Historie des Hotels beruhen zudem auf einer fragmentarischen, wenig gesicherten und teilweise hoch spekulativen Wissensbasis <a href="#13">[13]</a>.</p>
<p>Dazu gehören folgende Spekulationen:</p>
<ul>
<li>Als eines der nobelsten deutschen Hotels um die Jahrhundertwende und in der Zeit bis zum 2. Weltkrieg soll es geheimen politischen Treffen gedient haben.</li>
<li>Im Keller sollen sich Verbindungsstellen zu Geheimgängen im Berg befinden, durch die man unerkannt das Hotel betreten und verlassen kann („Man kommt hier also sehr weit raus, also. Bis ins Badische rüber, anscheinend durch’n Gang hier“ – Herr A.).</li>
<li>Zu Kriegszeiten sollen im Hotel, das als Lazarett diente, viele Menschen gestorben sein.</li>
<li>Im Keller sollen während dieser Zeit die Verstorbenen gelagert worden sein, weil es dort kühl sei.</li>
<li>Es sollen „früher welche lebendig (…) in den Wänden eingemauert worden [sein]“ – Frau F.</li>
<li>Verstorbene Seelen, die „den Weg ins Licht noch nicht gefunden haben“, sind Mitbewohner im Haus. Sie sind nicht bösartig, sondern wollen sich nur gelegentlich rühren. Eine friedliche Koexistenz bei wechselseitigem Respekt ist möglich.</li>
<li>Das Hotel hat eine Seele und ein Eigenleben, in dem sich dessen Geschichte niederschlägt; es nimmt Einfluss auf die Personen, die sich in ihm aufhalten (führt zu Persönlichkeitsveränderungen, hält Personen fest, induziert außergewöhnliche persönliche Erfahrungen, wie Wahrträume, AKEs und Ähnliches).</li>
<li>Das Haus ist von einem morphischen Feld durchdrungen, das bestimmte Auswirkungen auf die Wahrnehmungen und das Verhalten der sich in ihm aufhaltenden Personen hat.</li>
<li>Das Haus ist in gewisser Hinsicht „verflucht“. Niemand kann damit zu Geld kommen.</li>
<li>Bestimmte Personen sind schicksalhaft an das Haus gebunden und müssen immer wieder kommen, sonst geht es ihnen nicht gut. Außerhalb des Hauses scheitern sie.</li>
<li>Es besteht die Möglichkeit des Vorhandenseins von „Parallelwelten“, in denen der Hotelbetrieb, so wie er um die Jahrhundertwende stattgefunden hat, weiter existiert.</li>
<li>Das Zimmer Nr. 434 war ein „Sterbezimmer“ <a href="#14">[14]</a>.</li>
<li>Das Zimmer Nr. 434 war das ehemalige Zimmer der „Adi“, also von Emilie Luz (Pseudonym Adele „Adi“ B.) <a href="#15">[15]</a>.</li>
<li>Emilie Luz könnte im Hotel gewaltsam zu Tode gekommen sein, indem sie z.B. die Treppen hinuntergestürzt worden sei.</li>
<li>Emilie Luz sorgt sich auch nach ihrem Tod um die Belange des Hotels – im positiven, wie im negativen Sinn: Teilweise wird sie als eine Art „guter Geist des Hauses“ gesehen, teilweise aber auch als diejenige, die den kommerziellen Erfolg der gegenwärtigen Inhaber zu verhindern versucht, weil sie die neueren Entwicklungen nicht schätzt.</li>
<li>Bei der jungen weißgekleideten Frau auf dem Gemälde im Treppenhaus handelt es sich um Emilie Luz. Es reagiert auf mentale Zuwendung und hat eine große Bedeutung für das Geschehen im Hotel (schon in den Anfängen ihrer Tätigkeit habe man zu Frau N. „scherzhalber [gesagt]: ‚Wenn du bei der Adi vorbeikommst, dann rede auch mit ihr‘).</li>
<li>Bei dem Gemälde des Geistlichen im Eingangsbereich handelt es sich ebenfalls um ein für das Hotel bedeutsames Bild. Es hat eine Art Wächter- oder Schutzfunktion und sollte nicht von der Rezeption entfernt werden. Es reagiert ebenfalls auf Zuwendung.</li>
<li>Falls es „jenseitige“ negative Einflüsse gibt, so hängen sie eher mit dem „schwarzen Bild vorne“ (Geistlicher) zusammen, „jenseitige“ positive hingegen mit dem der weißgekleideten „Adi“ (Herr D.).</li>
<li>Ein dreizehnarmiger Kronleuchter im Bereich der Rezeption, von dem nur 12 Arme brennen, stellt einen Indikator für ein gegenwärtiges oder kommendes Unglück dar (zerplatzte Glühbirnen).</li>
</ul>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Gegenüber der Rezeption</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Dieser Bereich befindet sich der Rezeption gegenüber. Rechts durch den Durchgang geht es zu den Tanzflächen, der Bar und weiter in den Saal. Nicht auf dem Foto zu sehen ist der Durchgang weiter vorne, der ins Treppenhaus führt.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Flurbereich mit Blick in die Bar</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Hier handelt es sich um einen Zwischenbereich zwischen Rezeption, Treppenhaus und Saal. Hinter den Fenstern rechts befindet sich die ehemalige Teestube. Durch die weiße Flügeltür (hinten links) geht es in den Treppenhaus-Bereich.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Treppenhaus mit der Haupttreppe</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Auf dieser Treppe wurde laut IGPP-Befragung häufig Schritte wahrgenommen. Der gläserne Kasten ist der Fahrstuhl, der ebenfalls mehrfach selbstständig gefahren sein soll.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Treppe ins 5. Geschoss</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Der Bereich um die Treppe wurde als einer der aktivsten Bereiche der Waldlust beschrieben. Unterhalb dieser Treppe befinden sich auch eines der &#8220;Spukzimmer&#8221; und das &#8220;Adele-B.-Zimmer&#8221;, das sich allerdings weiter hinten in Richtung der Bediensteten-Treppe befindet.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Badewanne im "Spukzimmer"</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Bei diesem Zimmer handelt es sich um jenes, in dem die Gästin von dem Ereignis in der Badewanne berichtete. Auch Phantomanrufe soll es aus dem angrenzenden Schlafzimmer gegeben haben.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Das "Adele-B.-Zimmer"</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Dieses Zimmer wurde vermutlich völlig zufällig durch das Fernsehmagazin &#8220;Galileo&#8221; zum Zimmer der Adele B. auserkoren. Das eher kleine Zimmer zeichnet sich durch eine architektonische Besonderheit aus: ein kleines &#8220;Lichtfenster&#8221; im Flurbereich, das fälschlicherweise das Zimmer zum &#8220;Sterbezimmer&#8221; machte, obwohl es diese Lichtfenster auf jedem Stockwerk in diesen Eckzimmern befinden. Tatsächlich könnte es sich hier eher um die Bemühung handeln, den Garderobenbereich etwas heller zu machen.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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						<div class="et_pb_slide_description">
							<h5 class="et_pb_slide_title">Der große Saal</h5><div class="et_pb_slide_content"><p style="text-align: justify;">Er gilt als einer der aktivsten Bereiche des Grandhotel Waldlust.</p>
<p>Foto: Sonja Nowara</p></div>
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			</div><div id="historischefakten" class="et_pb_row et_pb_row_23">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>6. Gegenüberstellung der historischen Fakten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_15 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im angrenzenden Berghang befinden sich tatsächlich Luftschutzbunker (Stollen). 2004/2005 wurde durch den Geschäftsführer und den Marketingchef kurzzeitig in Erwägung gezogen, diese Bunker geschäftlich zu nutzen. Die zwei zugemauerten Bereiche im Keller sind jedoch wie erwähnt aus den 1990er Jahren (Einbau des Wellnessbereichs).</p>
<p>Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, fand im Frühjahr 1900 nach relativ kurzer Bauzeit die Eröffnung mit nur 12 Zimmern statt. Geschäftsführer wird Ernst Luz jun. Wenige Jahre später fand bereits eine erhebliche Vergrößerung statt. Den 1. Weltkrieg überstand das Hotel weitgehend unbeschadet und avancierte nach Veräußerung des ebenfalls im Besitz der Familie Luz befindlichen Hotels am Bahnhof (das als Lazarett genutzt worden war) zum Haupthaus der Hoteliersfamilie. Es folgte der Anbau des Südflügels und der höchste Bekanntheitsgrad des Hauses mit internationalen Gästen in den 1920er und 1930er Jahren.</p>
<p>Im 2. Weltkrieg bezogen im Vorfeld des Frankreichfeldzuges von November 1939 bis Mitte Juni 1940 Teile eines Stabskommandos der Wehrmacht das Hotel als Stützpunkt. Dem Hotel wurde in diesem Zusammenhang ein militärischer Tarnanstrich verpasst. Während des Krieges wurden in den benachbarten ehemaligen Bergwerkstollen Luftschutzunterstände eingerichtet. Anfang 1942 erfolgte dann im Hotel – wie in zahlreichen anderen Hotels und Sanatorien in Freudenstadt – die Einrichtung eines Lazaretts. Wenige Monate nach Ende des 2. Weltkriegs wurde das durch die Kriegsnutzung ziemlich heruntergekommene Hotel als Lazarettstandort geschlossen und bald danach wieder für zivile Zwecke freigegeben.</p>
<p>Zunächst gab es Überlegungen, das Hotel als Sanatorium für Tuberkulosepatienten einzurichten. Die Eigentümerin Emilie Luz stellte im Sommer 1946 einen entsprechenden Antrag als „Versorgungskrankenhaus“, doch kam es offenbar zunächst nicht zu einem Vertragsabschluss. Überhaupt wollte die Familie Luz das Gebäude längerfristig wieder als Hotel reaktivieren. Anfang 1947 erfolgte seitens der Familie das Gesuch, in dem Hotel eine „Privatkrankenanstalt“ einrichten zu dürfen, als Hilfskrankenhaus für in Freudenstadt niedergelassene Ärzte. Noch im Frühjahr 1947 konnte der Betrieb aufgenommen werden, zu einem Zeitpunkt, als gerade einmal die Hälfte des sanierungsbedürftigen Komplexes verwendungsfähig war. Die Stadtverwaltung bemängelte aber von Anfang an die zu geringe Patientenanzahl und beobachtete den Betrieb äußerst kritisch. Diese Voreingenommenheit steigerte sich noch, als Ende 1948 der Hotelbetrieb wieder aufgenommen wurde, im selben Gebäude wie die Krankenanstalt. Die Räumlichkeiten für die Hotelgäste befanden sich dabei im Erdgeschoss und 1. Stockwerk, während in den oberen Stockwerken 4 und 5 weiterhin die Krankenanstalt eingerichtet war. Die Doppelfunktion wurde nur kurzzeitig geduldet: Das Landratsamt entzog die Erlaubnis zur Führung der Krankenanstalt und ließ durch das zuständige Innenministerium umfangreiche Untersuchungen, Ortsbegehungen und Gutachten durchführen.</p>
<p>Diese fielen ausgesprochen negativ aus, vor allem, was die räumliche Strukturierung und die medizinische Ausstattung anging. Beanstandet wurde aber auch, dass die Familie Luz das Krankenhaus offensichtlich nur aus „merkantilen Gesichtspunkten“ betreibe und im ständigen Streit mit der ärztlichen Leitung liege. Ein Gutachter merkte gar an, dass sämtlichen Mitgliedern der Familie Luz alle moralischen, sozialen und ethischen Voraussetzungen zur Führung eines Krankenhauses fehlen würden. Die Familienmitglieder würden sich untereinander in ständigem Streit befinden, wobei sich diese offenen Auseinandersetzungen gar negativ auf die Atmosphäre im Haus auswirkten. Auch die Angestellten würden überwiegend sehr schlecht behandelt werden. Teilweise wurde das medizinische Personal genötigt, im Hotelbetrieb mitzuhelfen und kaum ein Angestellter hatte einen regulären Arbeitsvertrag. Besonders der jüngste Sohn, bezeichnet als „ausgesprochener Psychopath“ wäre unberechenbar und Schikanen an den Patienten, Gästen und den Angestellten seien praktisch an der Tagesordnung. Es kam, wie es kommen musste: Ab Anfang 1950 durfte die „Privatkrankenanstalt“ nicht mehr weitergeführt werden. </p>
<p>Der Tod der Hotelchefin Emilie Luz Ende 1949 fiel damit in eine kritische Phase. Seit 1900 hatte Emilie das Hotel gemeinsam mit ihrem Mann erfolgreich geführt und maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Hoteldynastie Luz. Als Ernst Luz jun. 1935 starb, avancierte seine Gattin zur Alleininhaberin und sie erarbeitete sich schon zu Lebzeiten einen weit über Freudenstadt hinausreichenden hervorragenden Ruf. Als sie dann hochbetagt starb, kam dies trotz ihres bereits kränklichen Gesundheitszustandes, überraschend. Noch am Morgen ihres Todes hatte sie sich persönlich um die Zimmer gekümmert.</p>
<p>Nach ihrem Tod fungierte im Hotel eine Erbengemeinschaft, an deren Spitze sich der übel beleumdete jüngste Sohn befand. Der wollte wiederum ein „Sanatorium für innere Kranke und Nervöse“ führen, was aber erneut abgelehnt wurde. Damit versiegte eine zuvor wichtige Finanzquelle, und auch sein Versuch, eine Entschädigung für die Beschlagnahme des Hotels durch Besatzungstruppen zu erzielen, wurde abgewiesen.<br />Dennoch schaffte es die Erbengemeinschaft für rund zwei Jahrzehnte einen einigermaßen gut funktionieren Hotelbetrieb zu generieren. Geführt wurde das Haus dabei bis in die sechziger Jahre durch den jüngsten Sohn und seiner beiden Schwestern <a href="#16">[16]</a>.</p>
<p>Mitte der Siebziger Jahre muss dann die letzte Schwester verstorben sein und es fand sich innerfamiliär niemand mehr, der den Betrieb fortführen wollte. Das Hotel wurde versteigert. Ende der 70er Jahre folgte die erstmalige Schließung für vier Jahre. Nach mehrmonatiger Umbau- und Renovierungsphase kam es zu einer Neueröffnung als Sporthotel. Weitere, teils dubiose Besitzerwechsel gab es in der ersten Hälfte der 1990er Jahre. Bis 1994 stand das Hotel dann leer und wurde dann nach mehreren Reaktivierungsversuchen 2005 endgültig geschlossen.</p>
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			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="fazitigpp" class="et_pb_row et_pb_row_24">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>7. Fazit durch das IGPP</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_16 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das IGPP stuft die Berichte als größtenteils authentisch ein. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass das Haus optimale Bedingungen bietet für viel Formen von Wahrnehmungstäuschungen und für Fehlfunktionen diverser Geräte und Installationen aufgrund der veralteten und renovierungsbedürftigen Haustechnik. Bei genauerer Untersuchung könnte also vermutlich hier eine Ursache für einige der berichteten Phänomene gefunden werden. Die Architektur des Gebäudes (lange Gänge, verschachtelte Räume, Anbauten) macht es zu einem geeigneten Ort für Spukphänomene. Einige der bestehenden Mythen konnten bestätigt werden (z.B., dass es sich bei dem Gemälde der jungen Frau im Treppenhaus tatsächlich um Emilie Luz handelte), andere wurden widerlegt (z.B., dass Emilie Luz eines gewaltsamen Todes starb).</p>
<p>Das IGPP schließt:<br />„Möglicherweise haben wir es beim Schlosshotel mit einem Spukort im status nascendi <a href="#17">[17]</a> zu tun, der dabei ist, (s)einen persistenten Spukmythos heraus zu mendeln… was gelingen könnte, wenn die historische Dimension nicht weiter zunehmend entkernt, d.h. der „Ausverkauf“ von geschichtlichen Gegenständen weiterbetrieben wird, wie es in jüngerer Vergangenheit anscheinend schon mehrfach geschehen ist;  bzw. wenn nicht die Abrissbirne dem ganzen Spuk ein Ende bereitet.“ <a href="#18">[18]</a></p>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="get" class="et_pb_row et_pb_row_25">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>8. Gegenüberstellung mit den Ergebnissen des Ghosthunter Explorer-Team</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_17 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Erste Untersuchung 20. Februar 2016:</em><u><br /></u>Bereits bei der ersten Untersuchung wurde – ohne das Wissen, dass sich das Lazarett und das Privatkrankenhaus im 4. und 5. Stock befunden hatten – eben insb. das 4. Stockwerk als besonders „aktiver“ Bereich wahrgenommen.</p>
<p>Weitere (aufgezeichnete) Phänomene:</p>
<ul>
<li>Deutliches Klopfen unter dem Tisch im Saal</li>
<li>Großer Schatten aus Richtung der Bar</li>
<li>Aufzeichnung einer Mädchenstimme an der Treppe zum 5. Obergeschoss</li>
<li>Extremes Unwohlsein der Anwesenden im 4. Stockwerk</li>
<li>Gefühl, dass mir (Sonja) etwas von oben nach unten folgt</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zweite Untersuchung, ebenfalls 2016:</em></p>
<ul>
<li>Berührung im Zimmer neben im Galileo-Fernsehbeitrag als „Adele B.-Zimmer“ deklarierten Raum</li>
<li>Im 4. Stockwerk in einem der vorderen Räume starker Geruch, wie er bei alten Menschen auftritt</li>
<li>Gefühl des Beobachtetwerdens im 4. Stock</li>
<li>Sonja hat das Gefühl, dass eine alte Dame die Treppe (aus dem 5. Stock) herunterkommt</li>
<li>Schattensichtung im Saal</li>
<li>Stock, Zimmer 124, Empfindung einer Präsenz bei der Vorbegehung, Schattensichtung</li>
<li>Haupttreppe: André (Team PRG-NDS) hat fas Gefühl, festgehalten zu werden</li>
<li>Laute Schritte im 4. OG</li>
<li>Melodische Stimme (Treppenaufgang 4. OG)</li>
<li>Tische-/Stühlerücken im Foyer</li>
<li>Extremer Geruch nach frischem Kaffee im 1. OG</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Dritte Untersuchung (48-Stunden-Experiment, 06.-08.07.2018):</em></p>
<ul>
<li>Wieder erscheint der 4. Stock als der aktivste</li>
<li>Klopfen und Schritte im 1. OG</li>
<li>Zimmer 436 Energieaufbau</li>
<li>Spürbare Energie im Bereich neben der Bar (Kommentar: „Mir wird kalt“ – Parascope reagiert)</li>
<li>Nach Triggern Schritte im Flur (gehört im 1. OG; kurzer „Kontrollbesuch“ in einem Zimmer</li>
<li>Viermaliges „Hallo“</li>
<li>Porzellanklirren im Flur (dort war ein Kaffee-Movetest aufgebaut)</li>
<li>Persönlichkeitsveränderungen, Stimmungsschwankungen, Aggressivität</li>
<li>Weibliche und männliche Stimme im 5. OG</li>
<li>Interessanter Verlauf einer Spirit-Box-Session im Dachgeschoss (Bedienstetenzimmer)</li>
<li>Änderung der Lichtverhältnisse (Saal)</li>
<li>Schritte</li>
<li>Zweimaliges Klopfen nach Aufforderung</li>
<li>Signifikante Kälteveränderung, Luftzug, dann Parascope</li>
<li>Akkus plötzlich leer im Saal</li>
<li>Im Saal diverse Schattensichtungen, Klopfen, Schrittgeräusche</li>
<li>Unterbrechung der Sitzung, weil die Atmosphäre und Stimmung zu geladen waren (enorme Traurigkeit und Aggression)</li>
<li>Gruppendynamik (Stellvertretersyndrom: Alle hatten das Gefühl, eine der anwesenden Wesenheiten [Mann, Frau, Mädchen] – das Mädchen – beschützen zu müssen</li>
<li>Psychosomatische Symptome bei mehreren Personen (Bauchschmerzen)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Technische Aufzeichnungen:</em></p>
<ul>
<li>Schatten im Spiegel</li>
<li>Geräusch im Speisesaal bei Abwesenheit aller Personen</li>
<li>Schatten, obwohl niemand im Gebäude ist</li>
<li>Erstaunliche Anzahl unterschiedlicher Geräusche im 4. Stock, obwohl sich niemand im Gebäude befunden hat. Bei Rückkehr der Personen ins Gebäude reißt die Geräuschanhäufung plötzlich ab</li>
<li>EVP „Neeeiin“ aus dem 4. Stock, als sich ein Team im 3. Stock abspricht, „jetzt Feierabend“ zu machen</li>
<li>EVP Speisesaal auf die Frage, ob zu viele Personen die Energie eindämmen könnten: ein sehr aggressives „Nein“</li>
<li>Teammitglied Sunny hört im 3. OG erst einen Aufprall, dann scheint etwas auf sie zu zurennen</li>
<li>Sehr schneller Schatten im 4. OG</li>
<li>Im 4. OG männliche Stimme, die den Namen „Anja“ sagt</li>
<li>Im „Teezimmer“ (neben der Bar bzw. daran anschließend, vielleicht identisch mit dem als „Kaffeehaus“ bezeichneten Raum, Geräusch als ob jemand auf Flaschenhals bläst (dasselbe Geräusch wurde zwei Jahre später wieder aufgezeichnet)</li>
<li>Mehrere Technische Ausfälle über Nacht</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Vierte Untersuchung, September 2020:</em></p>
<p>Zunächst einmal war jemand vom Verein während eines großen Teils der Untersuchung auf eigenen Wunsch anwesend. Diese Person, Michael R., berichtete selbst von mutmaßlichen paranormalen Phänomenen (Schattensichtungen, Schritte, körperlose Stimmen), erzählte aber auch von einem Team, dessen Ergebnisse ihn beeindruckt hätten. So gäbe es als „Geistwesen“ zwei Mädchen im Alter von vier und 16 Jahren und mindestens einen alten Mann. Ein Dienstmädchen sei vergewaltigt worden. Laut des Mediums dieser Gruppe, die namentlich nicht genannt wurde, seien „ganz schreckliche Dinge“ im Hotel geschehen. Die Vergewaltigung wurde laut Michael R. angeblich von einem ehemaligen Mitarbeiter des Hotels bestätigt.</p>
<p>Beim 48-Stunden-Experiment war der Eindruck entstanden, dass es „Kontakt“ mit einem jungen Mädchen gegeben hatte, das von einem älteren Mann („Onkel“) vergewaltigt wurde. Auch ein Dienstmädchen spielte eine Rolle, zum einen, weil es ebenfalls vergewaltigt worden war, zum anderen, weil es den Missbrauch nicht hatte verhindern können. Auf die Kommunikation dieser Empfindungen war damals bewusst verzichtet worden, sodass kein anderes Team von einer Beeinflussung betroffen sein konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weitere Phänomene:</em></p>
<ul>
<li>Während des Triggerns im 1. OG Geräusch, als würde sich jemand anschleichen, ca. 1,20 m großer Schatten in einer Tür, Flüstern (weibliche Stimme)</li>
<li>Gestalt läuft neben der Bar lang</li>
<li>Stuhl im Saal wackelt</li>
<li>Lichtveränderungen, Kälteeinbrüche im Saal</li>
<li>Plötzliche Akkuentladungen im Saal</li>
<li>Eindruck/Wahrnehmung einer älteren, dünnen Frau auf dem Bett in Zimmer 520, die im Verlauf unkooperativ wird und den vermeintlichen Täter (des ebenfalls vermeintlichen Missbrauchs) schützt</li>
<li>Im Zimmer 520 im weiteren Verlauf Schattensichtungen und Schritte</li>
<li>Im 2. OG starkes Unbehagen bei einem Teammitglied</li>
<li>Im Saal hatte ein Teammitglied den Eindruck, als würde sich ein „weißer Schleier“ über die Szenerie legen</li>
<li>Plätschergeräusch im 5. Stock, das von zwei Personen unabhängig voneinander wahrgenommen wird</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Technische Aufzeichnungen:</em></p>
<ul>
<li>Klopfgeräusche auf Nachfrage</li>
<li>LED-Bewegungsmelder im 5. Stock reagiert zweimal, einhergehend mit Knacken oder Klopfen</li>
<li>Lichtanomalie in der Bar</li>
<li>Aufzeichnung einer Stimme im Hintergrund (unverständlich)</li>
<li>Deutliches Knarren oder Fußschritt an IR-Kamera als sich niemand in der Nähe befindet</li>
<li>Sehr schneller Schatten im Saal</li>
<li>Singsang oder ähnliches Stimmphänomen</li>
<li>Zwei weitere Stimmgeräusche, eines davon abfällig</li>
<li>Sehr deutliche Schritt- und Klopfgeräusche</li>
<li>Kindersummen im 1. OG</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Vorläufiges Fazit:</em></p>
<p>Es zeigt sich, dass einige der aufgezeichneten und erlebten Phänomene mit den von den Mitarbeitern berichteten Auffälligkeiten – die dem Ghosthunter Explorer-Team bis 2021 nicht bekannt waren! – übereinstimmen. Dazu gehören:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Technisch aufgezeichnete Anomalien</em></p>
<ul>
<li>Lichtanomalien in der Bar</li>
<li>Weibliche Stimme (Singsang)</li>
<li>Technische Geräte versagen aufgrund von leeren Akkus</li>
<li>Schattensichtungen</li>
<li>Mimickri-Geräusche (Fußschritte)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wahrnehmungen</em></p>
<ul>
<li>Kälteeinbrüche</li>
<li>Beobachtetwerden</li>
<li>Unwohlsein</li>
<li>Psychosomatische Phänomene (Schmerzen)</li>
<li>Teils extreme Persönlichkeitsveränderungen</li>
</ul>
<p>Dabei ist nochmals hervorzuheben, dass viele der im Abschlussbericht des IGPP beschriebenen Phänomene und Informationen keinen Zugang in die Presse gefunden haben und uns somit gänzlich unbekannt waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Insbesondere zählen dazu:</em></p>
<ul>
<li>Nutzung des vierten und fünften Stockwerks als Lazarett bzw. Privatkrankenhaus</li>
<li>Lichtveränderungen</li>
<li>Grundsätzlich die Bar als „aktiver“ Ort</li>
<li>Die singende Frauenstimme</li>
<li>Persönlichkeitsveränderungen</li>
</ul>
<p>Von Bedeutung ist vielleicht auch die im 4. Stock aufgezeichnete EVP mit einem deutlichen „Neeeiin“ als Bestätigung der Wahrnehmung eines Schreies auf der Gästetoilette, „wie wenn eine Frau in einen Abgrund gestoßen und laut ‚Nein!‘ schreien würde“ (Frau F.).</p>
<p>Die Massivität und Lautstärke der Fußschritte scheint sich signifikant zu unterscheiden von den Berichten. Das Ghosthunter Explorer-Team hatte nie das Gefühl, „Stöckelschuhe“ zu hören, vielmehr – und das belegen auch die Aufzeichnungen – schien es sich um schwere, klar abgegrenzte Schritte zu handeln. Auch die Streitereien innerhalb der Familie Luz und der „psychopathische“ Sohn sind neue Informationen gewesen. Die Erfahrung zeigte zudem, dass, je länger man sich im Gebäude aufhält, desto intensiver/massiver die Phänomene auftraten. Einen besonderen Stellenwert nahm hierbei die Möglichkeit der Persönlichkeitsveränderung ein, sowie eine damit zusammenhängende Gruppendynamik. Dieses Phänomen hatten wir bereits umfangreich festgestellt, noch bevor uns bekannt war, dass andere Personen ebenfalls davon berichtet hatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Bericht des IGPP konnte das Ghosthunter-Explorer Team zudem folgende Feststellungen machen:</p>
<p>Das „Problemzimmer“ 434, das als „Sterbezimmer“ deklariert wurde, ist keinesfalls als solches anzusehen. Vielmehr haben auch die anderen Zimmer in den unteren Stockwerken exakt denselben Schnitt und verfügen entsprechend ebenfalls über das kleine Fenster im Räumchen neben dem Flur. Auch eine Verbindung Sterbezimmer mit dem Privat-Krankenhaus ist unwahrscheinlich; beide Fahrstühle eignen sich nicht dazu, Bahren oder Betten zu transportieren. Zudem ist fraglich, ob der Gesundheitszustand der Patienten tatsächlich so schwerwiegend gewesen sein kann; es ist ja außerdem von einer „geringen Patientenanzahl“ die Rede <a href="#19">[19]</a>.</p>
<p>Dass in diesem Zimmer (434) Emilie Luz starb, scheint ebenfalls unwahrscheinlich zu sein. Zu diesem Zeitpunkt (1949) war dort wohl noch das Privatkrankenhaus untergebracht. Das Verhältnis zwischen den Ärzten und der Familie Luz soll laut Gutachten nicht besonders gut gewesen sein. Das Krankenhaus existierte ab 1947; Ende 1948 öffnete das Hotel parallel im Erdgeschoss und im ersten Stockwerk. Erst zu Beginn des Jahres 1950 (nach Emilies Tod) wurde der Krankenhausbetrieb eingestellt. Da die näheren Umstände zum natürlichen Tod der Hotelerbin nicht bekannt sind, bleiben Fragen offen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Neue Erkenntnisse aufgrund der Untersuchung am 17. April 2021: </em></p>
<p>Für die Untersuchung wurden G.E.T. freundlicherweise Kopien der besagten Bilder von Emilie Luz und dem „Bischof“ zur Verfügung gestellt. Es wurden allerdings keine Auffälligkeiten festgestellt, nachdem Kopien der Bilder an ihrem ursprünglichen Verweilort aufgestellt/aufgehängt worden waren. Wie bereits erwähnt, konnte das „Sterbezimmer“ als Mythos entlarvt werden, da der Schnitt dieses Zimmers auf allen Etagen derselbe ist. Bei dem kleinen Fenster handelt es sich einfach um ein Lichtfenster für den ansonsten fensterlosen begehbaren Kleiderschrank.</p>
<p>Der von einem Gast berichtete Vorfall in der Badewanne von Zimmer 428 hielt einer Überprüfung vor Ort ebenfalls nicht stand. Die Badewanne ist ungewöhnlich geschnitten und wird in Richtung Zimmertür enger. Das breite Ende schließt direkt mit der Wand ab. Laut Bericht reiste das Paar ab, weil die in der Wanne liegende Frau „von hinten“ berührt worden und sie dann festgestellt habe, dass ihr Freund aber die ganze Zeit im Zimmer gewesen sei. Um „von hinten“ berührt zu werden, hätte die Frau allerdings recht unbequem mit dem Kopf Richtung Zimmer und damit im engen Teil der Wanne liegen müssen. Auffällig ist auch, dass ausgerechnet dieses „Problemzimmer“ gleichzeitig werbewirksam im damaligen Hotelprospekt als „Hochzeitszimmer“ beworben wird.</p>
<p>Der Verbleib der Originalgemälde bleibt leider ungeklärt. Sie sind irgendwann nach Schließung des Hotels verschwunden oder wurden verkauft.</p>
<p>Auch die Lage der Privaträume der Familie Luz bleibt unklar. Vermutlich hat die Familie – so mutmaßt Herr Schmidt vom Verein für Kulturdenkmäler Freudenstadt – anfangs noch in der Stadtvilla gewohnt. Später könnten sich die Privatgemächer rechts am Ende des Speisesaals hinter der Küche befunden haben. Eine eingebaute Wohnung inklusive Küche im 1. Stockwerk ist jedenfalls deutlich später entstanden. Die Zimmer der ursprünglichen Bediensteten dürften sich im unterhalb des Hotels als Ruine erhaltenen Bedienstetenhaus befunden haben, wobei Herr Schmidt meint, dass evtl. auch dass an das Hotel grenzende „Haus Salem“ als Unterkunft gedient haben könnte.</p>
<p>Einen Hinweis auf den „psychopathischen“ Sohn, Willy Luz, liefert ein Zeitungsartikel über André Seger, der 1966/67 als Konditor in der Waldlust gearbeitet hatte. Darin heißt es: „Willy Luz, der andere Direktor [neben „Frau Harlacher“], sei im Betrieb weniger präsent gewesen – ‚der hatte auch anderes im Kopf‘, drückt sich Seger vieldeutig aus“. <a href="#20">[20]</a></p>
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			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="gesamtfazit" class="et_pb_row et_pb_row_26">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_27  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>9. Gesamtfazit</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_18 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Schlosshotel oder Grandhotel Waldlust gehört auch in der Retroperspektive im Jahr 2023 noch zu den phänomenologisch interessantesten Orten, die ich persönlich kenne. Es war allerdings auffällig, dass es bei der fünften und letzten Untersuchung mit dem Ghosthunter Explorer-Team zu deutlich weniger Auffälligkeiten gekommen ist.  Eine mögliche Ursache könnte sein, dass insbesondere in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen am Interieur des Gebäudes vorgenommen worden sind und einige Zimmer inzwischen einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Ein Großteil des ursprünglichen Interieurs wurde entfernt oder ersetzt.</p>
<p>Die Verantwortlichen des Vereins distanzieren sich immer mal wieder von einem potentiellen Einsatz des Hotels als Untersuchungsort für Ghosthunter. Dabei werden allerdings die falschen Mythen durchaus durch Postings entsprechender Artikel in den sozialen Medien befeuert. Glaubt man neueren Aussagen bei Fototouren, die von Vereinsmitgliedern getätigt wurden, sollen auch die bisher angebotenen Führungen und Fototouren zukünftig eingestellt werden.</p>
<p>Auf der Homepage des Vereins ist inzwischen folgendes zu lesen:<br /><em>&#8220;In der Presse und in den sozialen Medien hält sich auch recht hartnäckig das Gerücht, dass eine Hotelbesitzerin mit dem Namen &#8216;Adéle B&#8217; in einem Zimmer des Hotels ermordet worden sei und seither als Geist in der Waldlust umherspukt. Zum Leidwesen der &#8216;Geisterjäger&#8217; muss man zugeben, dass es eine Hotelbesitzerin &#8216;Adéle B&#8217; gar nie gab und, dass die echte Hotelbesitzerin eines ganz natürlichen und völlig unspektakulären Todes gestorben ist&#8221;</em> <a href="#21">[21]</a>.</p>
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			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="quellen" class="et_pb_row et_pb_row_27">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_28  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>10. Quellen und Fußnoten</h5></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_19 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div id="1" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>[1]</span> Huwiler, Sira (2005): Schlosshotel Waldlust &#8211; das Haus der gruseligen Phänomene. Online verfügbar unter: https://travelbook.de/orte/scary-places/schlosshotel-waldlust-das-geister-hotel-im-schwarzwald. Zuletzt geprüft am 13.02.2024.</p></div>
			</div><div id="2" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[2] Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung (2004): Neuer Anlauf im &#8220;Waldlust&#8221;. Online verfügbar unter: https://www.ahgz.de/hotellerie/news/neuer-anlauf-im-waldlust-101975. Von der dort erwähnten 2. Pächterin ist im Abschlussbericht des IGPP keine Rede. </p></div>
			</div><div id="3" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[3] &#8220;Adi&#8221; fungiert im Untersuchungsbericht als Spitzname des Pseudonyms ‚Adele‘. Die historische Persönlichkeit Emilie Luz wurde „Emily“ genannt.</p></div>
			</div><div id="4" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[4] <span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael (2011): N gleich 1. Methodologie und Methodik anomalisitscher Einzelfallstudien. Schriftenreihe der Gesellschaft für Anomalistik (4). S.162. Endingen-Neckarhausen: Gesellschaft für Anomalistik.<br /></span></p></div>
			</div><div id="5" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_82  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[5] „Der überschaubare Zeitraum, währenddessen solche Dinge stattfanden, umfasst ca. 10 Jahre&#8221;. Ebd., Seite 162 – Also Mitte der 1990er Jahre, persönliche Anmerkung.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="6" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[6] Ebd., S. 168.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="7" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_84  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[7] Ebd., S. 240 ff.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="8" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[8] OBE oder AKE: Out of Body Experience bzw. Außerkörperliche Erfahrung (Anmerkung der Autorin).<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="9" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[9] <span style="color: #050505;">Hier kommen mehrere Zimmer in Frage, die den Anforderungen einer „Suite“ entsprechen würden (Wohnzimmer, Badezimmer, Schlafzimmer, teilweise 2. Schlafzimmer).</span></p></div>
			</div><div id="10" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[10] Retrokognition bezeichnet eine Form des angebl. „Zurücksehens“ oder der „Nachhersage“ eines Ereignisses oder Sachverhaltes aus der Vergangenheit, ohne dass hierfür rationales Wissen zum Zeitpunkt des Zurücksehens zur Verfügung gestanden hätte. Wikipedia (2010): Rekognition. Online verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Retrokognition. Zuletzt geprüft am 13.02.2024.</p></div>
			</div><div id="11" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_88  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[11] Hier sind die zeitlichen Zusammenhänge unklar: Frau C. kam erst 1999 ins Hotel, der dubiose Ausverkauf fand aber bereits 1995 statt. Der als Zeuge genannte „Herr B.“ ist gar erst ab 2004 als Geschäftsführer belegt, wird ab 4/2003 als „im Hotel wohnend“ erwähnt. Der Vorfall kann dann ja aber von beiden nicht beobachtet worden sein.</p></div>
			</div><div id="12" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[12] <span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael (2011): N gleich 1. Methodologie und Methodik anomalisitscher Einzelfallstudien. Schriftenreihe der Gesellschaft für Anomalistik (4). S. 180. Endingen-Neckarhausen: Gesellschaft für Anomalistik.<br /></span></p></div>
			</div><div id="13" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[13] Ebd., S. 214 ff.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="14" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[14] Gerhard Mayer vermutete einen Zusammenhang mit dem Schnitt des Zimmers, das über einen abgetrennten Raum verfügt, in dessen Wand ein kleines Sichtfenster eingelassen ist. Dazu an späterer Stelle mehr.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="15" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[15] Auch das macht wenig Sinn, da es sich um ein kleines, gewöhnliches Zimmer handelt, während sich der Privatbereich wohl eher im 5. Obergeschoss befand.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="16" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[16] Im Internet fehlen neben den Informationen zu Emilie Luz auch sämtliche Informationen zu den drei Kindern.<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="17" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[17] „im Entstehen, im Werden begriffen“ (Definition lt. Duden)<span style="color: #050505;"><br /></span></p></div>
			</div><div id="18" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[18] <span style="color: #050505;">Mayer, Gerhard; Schetsche, Michael (2011): N gleich 1. Methodologie und Methodik anomalisitscher Einzelfallstudien. Schriftenreihe der Gesellschaft für Anomalistik (4). S. 239 ff. Endingen-Neckarhausen: Gesellschaft für Anomalistik.<br /></span></p></div>
			</div><div id="19" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[19] <span style="color: #050505;">Ebd., S. 224.<br /></span></p></div>
			</div><div id="20" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[20] <span style="color: #050505;">https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-die-heimkehr-des-einstigen-konditors.a31e9f7ae27d-4ef1-9dc8-cf18ce70ebbf.html; Bericht vom 28.02.2014. Derzeit nicht online verfügbar. Zuletzt geprüft am 19.02.2024.<br /></span></p></div>
			</div><div id="20" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">[21] <span style="color: #050505;">Denkmalfreunde Waldlust e.V. (2024): 120 Jahre Waldlust: &#8220;Flotter Stil und frischfroher Anstrich&#8221;. Online verfügbar unter: https://waldlust-denkmal.de/informationen/. Zuletzt geprüft am 19.02.2024.<br /></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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